Wenn das Leben in der Krise still steht - Der Fels in der Brandung

Ich habe etwas Zeit gebraucht, meine Gedanken und Emotionen zu sortieren. Es ist eine sehr seltsame Zeit, irgendwie steht die Welt Tag für Tag mehr still. Die Welt leidet und stöhnt unter dem Virus "Corona", was tatsächlich Krone bedeutet! Für mich ist so stark erkennbar, dass dieser "Kampf" gerade in der geistlichen Welt geführt wird. ES GEHT UM DIE KRONE und DARUM: Das die Menschen begreifen, wer der tatsächliche König ist und wem die Krone gehört. NICHT DEM, der die WELT zu regieren gedenkt! NEIN, Corona-Virus ist KEINE STRAFE von Gott! Lest mal die Endzeitrede in Matthäus und die Offenbarung. Wer Ohren hat der höre!

Wie es mir geht? Nun...was ich die letzten Wochen erlebe und trotzdem so gut getragen bin, wäre früher nicht möglich gewesen. Ich säße schon lange in der Psychiatrie.

Aber mal genau erzählt:

Vor einigen Wochen, dass wisst ihr ja, wurde bei mir der Verdacht auf Morbus Bechterew geäußert. Jetzt endlich läuft da die Diaknostik. Auch die Möglichkeit für Morbus Forestier wurde erwähnt. Beides verläuft so, dass die Wirbelsäule irgendwann komplett versteift und sehr schmerzhaft ist. Als ich den Schub ein paar Wochen hatte, gab es viele Tränen bei mir, denn diese Schmerzen sind furchtbar und kaum aushaltbar. Nicht mal Novalgin hat so richtig geholfen. Der Schub scheint fast vorbei zu sein. Ab und zu bewege ich mich mal ungeschickt und es zieht in meinen Rücken und die Rippen, dass mir die Luft weg bleibt. Aber ich kann ganz gut im Moment, mit dem Ganzen leben. Würde auch mit  entsprechenden Diagnose jetzt besser klar kommen. Ich weiß nicht genau was es bedeuten würde, was an Behandlungen sein wird, aber ich habe entschieden, mich dem fügen und brav mit zu machen.

Dann kam nach kurzer Zeit der Verdacht auf einen Tumor im gynäkologischen Bereich. Das war wie ein Schlag ins Gesicht! Das hat mir echt erst mal den Boden unter den Füßen weg gerissen. Wie sollte ich mit so zwei Diagnosen denn klar kommen? Nach zwei Wochen sollte jetzt eine Biopsie gemacht werden und der Ungewissheit, ob gutartig oder bösartig beendet werden.

Wegen der PTBS ist es bei mir nicht möglich, die Biopsie mit örtlicher Betäubung zu machen. Also wurde ich in die Klinik überwiesen, um diese dort in Kurznarkose machen zu lassen. Um die 2 Wochen noch zu überstehen, ging ich ganz eng mit Jesus in Kontakt. Ich bin ihm eigentlich sehr nahe, aber in der Zeit jetzt, es ist krass, wie ER für mich da ist. Er schickt mir Geschwister, die bei mir sind in der Not. Die immer wieder kommen oder mit mir den Kontakt halten. Ich staune nur noch, wenn man meinen ersten Blog kennt und die krassen Konflikte mit Gemeinde und Christen...und jetzt hat Gott es um 360 Grad gedreht und ich erlebe echte geistliche Familie! Heute Abend wurde ich von 3 Geschwistern eingeladen, weil sie für mich beten wollen! Was für ein Geschenk.

Am Montag wäre mein Termin gewesen und ich war schon froh, dass ich bald wissen würde, was mir vielleicht blühte oder ob es Entwarnung geben würde.

Am Freitag hörte ich in der Stille für mich: "Der Termin könnte abgesagt werden". Ich verstand nicht so gut, was ich da in mir hörte und wollte es auch gar nicht verstehen.

Ich schrieb impulsiv an meine Freunde in FB: "Ich hofffe so sehr, dass der Termin in der Klinik nicht abgesagt wird". Ich war irgendwie vorgewarnt, das weiß ich jetzt im Nachhinein. Nur wenige Stunden später kam der Anruf, dass ich wegen des Coronas keine Biopsie haben könnte. Denn die Regierung hatte den Krankenhäusern die Anordnung gegeben, Operationen abzusagen, die NICHT lebensbedrohlich wären. Der nächste Schock für mich. Ich glaubte nicht richtig zu hören. Sie hatten in der Klinik sogar Fotos gemacht, um den Verlauf des Tumors einschätzen zu können. Natürlich halte ich ganz fest daran, dass mein Tumor NICHT bösartig ist. Das will ich fest glauben, doch das reichte nicht, um nicht fast auszurasten. 

Auch da ging ich nach kurzer Zeit zu meinem Herrn und fragte ihn, was denn los ist? Warum ich diesen ganzen Scheiß durchmachen muss? Was ER denkt wieviel Kraft ich noch habe?

Ich sitze noch hier, ich denke, ER gibt mir eine Menge Kraft. Ich habe immer so kurze Krisen und dann beruhige ich mich schnell wieder.

Es ist seltsam und menschlich nicht zu erklären. Gerade nicht, weil ich eigentlich ein Mensch bin, der sehr viel Angst haben kann. Sich sehr schnell verrückt macht, gerade wenn mein Leben bedroht wird. Und Leute, ich übertreibe da NULL, denn beide Diagnosen sind echt sehr bedrohlich und jetzt noch dieses Corona. Früher war die psychosomatische Klinik oder Psychiatrie meine sofortige Anlaufstelle, wenn Dinge über mich herein brachen. Doch jetzt bin ich unter Gottes Flügeln und getragen auf des Adlersflügeln (Der Titel des neuen Buches)!

Ich glaube, ich gehe und ging durch die harte Schule seit 2016 (geistlich) weil ich echt viel zu lernen hatte. Vorallem die Sache, mich und mein Buch nicht vermarkten zu lassen und auf dem Teppich zu bleiben. Die Dinge zu durchleben, von denen ich berichte und Zeugnis sein darf. Egal wie hart es war. Ich weiß von so Einigen, die da draußen ihre Zeugnisse geben und es schon lange nur ums eigene Ego geht und welche, die Werkzeug waren und sind, ihr "Zeugnis" kurz ausschlachten zu lassen. Viele stimmen zu, wegen der paar Minuten Showtime, die sie haben. Aber da ist das Ego nicht so gut geschult. Wir müssen echt die Ohren und Augen  aufmachen. Nicht alles was christlich anmutet ist es tatsächlich. Da müssen wir noch viel besser prüfen. Aber den Unterscheidungsgeist gibt uns Gott, wenn wir ihn möchten. Aber seid darauf vorbereitet, wenn ihr die Unterscheidungsgabe möchtet, dann wird die Erkenntnis oft sehr schmerzhaft werden, ihr werdet Menschen und Dinge entlarven, wo ihr es NIEMALS für möglich gehalten hättet!

Zurück zu meinem Chaos, in dem Jesus trotzdem der Fels in der Brandung ist!

Ich mache mir Gedanken: Gedanken über meine Freunde aus der Tagesstätte, wo ich immer mein Mittagessen für 3,00 Euro bekam. Die Tagesstätte wurde nun auch geschlossen und die Leute, sind teils schwer depressiv oder angeschlagen. Manche jetzt alleine zu Hause. Ich werde sie jeden Tag Jesus geben, damit sie nicht psychisch unstabil werden und die heftige Zeit gut aushalten. Die Tafeln werden auch nicht stattfinden, wo bekommen sie ihr essen her oder das Geld, was sie jetzt für den Einkauf brauchen? Was macht da der Staat???

Bei mir ist es jetzt auch so, dass ich wie gesagt Mittags kein günstiges Mittagessen mehr haben kann. Damit fällt das Essen wohl wieder etwas ungesünder aus. Weil man sich mit 3 Euro KEIN so richtig gutes gesundes Essen kochen kann. Gemüse alleine verschlingen da schon die 3 Euro. Wir haben auch immer noch Essen mitbekommen, wenn es übrig war. Meine Therapeutin hat drei Kinder und diese sind zu Hause, also fällt auch da meine Therapie aus. Ich frage wie lange wird es noch dauern und meine Sozialpädagogin, die einmal die Woche zu mir kommt, auch nicht mehr kommt, wegen dem Corona. Heute kam sie schon nicht, weil ein Klient eine Krise hat....

Ich bin noch ein Teil der Risikogruppe, solange ich meine Diagnosen nicht habe. Das heißt für mich, so wenig wie möglich raus gehen.  Gut das ich gerne daheim bin und ich habe wie gesagt tolle Geschwister, die sicher auch ab und zu vorbei schauen oder ich mit ihnen Kontakt habe.

Ganz schön verrückt, wie das Leben entschleunigt wird. Ich denke, wir Christen werden echt jetzt in Klausur gesteckt! Wir haben die letzten Jahrzehnte und vorallem letzten Jahre richtig Mist gebaut. Gerade als das mit den sozialen Medien los ging. Was wird da gesündigt haben und oft gar nicht umgekehrt sind. Wie Menschen (auch Christen) andere verletzt haben, wegen Besserwisserei! Wieviel Christen sich für Sünde ausgesprochen haben und sogar befürwortet: Sage nur Abtreibung! Wie eine Glaubensrichtung auf die Andere los ging. Total verrückt und es ist kaum zu stoppen. Von all den Irrlehrern, die so viele verführten, die sich gerne verführen ließen. Das was jetzt passiert, ist wie gesagt keine Strafe von Gott, aber es wird zugelassen, damit wir ALLE umkehren, Buße tun und zur Besinnung kommen. Man nennt es auch Gnadenzeit, so sehr liebt ER uns!

Könnt ihr verstehen was ich meine? Schaut doch mal, es werden Gottesdienste abgesagt, das christlichen Leben runter geschraubt, weil die weltliche Regierung es anordnet. Es ist erst mal okay und wir haben auch eine Verantwortung, das ist mir jetzt klar geworden, dennoch auch da kann man geistlichen Kampf erkennen. WIR SIND JETZT GEFRAGT! Die Menschen sollen von Gott hören, wir sollten jetzt raus gehen (wenn auch nur virtuell), wenns sonst nicht geht. Aber Vorsicht, auch hier werden wieder Wölfe ihr Spiel treiben. Aber wer fest in Gott ist, wird unter SEINEM Schutz seid! Jesus gab mir den Psalm 91 und den gab ER ganz vielen neben mir noch! Dir auch?? Falls noch nicht, starte am Morgen und am Abend diesen Psalm zu lesen. Er wird dich und DEIN Haus schützen!

Es sind harte Zeiten und dennoch sehr sehr intensive Zeiten, wo Gott mehr redet als sonst, in dieser modernen Zeit. Macht die Ohren auf. Wer kann, geht raus zum Nachbarn, der Risikopatient ist und helft ihm mit Essen oder einkaufen oder sonst was! Werdet kreativ. Wer was zu sagen hat: Hirten und Älteste...werdet kreativ und beginnt eine wahre Verkündigung und startet auch ihr etwas, was euch mal von dem Posten des Machers herunter holt. Auch ihr seid Diener!

Seid fest gesegnet und ich wünsche jedem die Ruhe, die ich gerade spüren darf. Ich weiß es wird wieder ein Sturm aufkommen, sollte der Tumor bösartig sein. Dennoch warte ich, bis ich genaues weiß und lebe meine ZEIT jetzt!

Jede Minute in SEINEM SEIN und in dem was ich gerade mache. Macht es auch. Das lernen wir auch im DBT. Achtsamkeitstrainig. Und....geht so oft ihr könnt zu Gott, setzt euch mit ihm hin. Redet mit ihm und lasst euch senden. Denn das erwartet ER von uns in der ZEIT.  Jetzt zieht Ausrede "ICH MUSS ARBEITEN" bald nicht mehr.

Blessings