Bin ich ein Glaubenszwerg oder Glaubensriese?

........ich denke Beides zusammen! Ein Glaubenszwerg wenn die Zweifel und Ängste kommen und ein Glaubensriese, wenn ich es innerhalb von Stunden schaffe, zu meinem Herrn zu rennen! Früher wäre ich in der jetzigen Situation in der Klinik gelandet und sicher einige Wochen dort gewesen, um mein Leben wieder einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen und mich zu beruhigen.

Ich erfasse jetzt, in der dunklen Zeit, was es bedeutet - mit unsrem Herrn Jesus und Papa zu leben! Mir reisst es zur Zeit immer wieder neu den Boden unter den Füßen weg. Vor knapp drei Wochen habe ich die Diagnose Morbus Bechterew bekommen und brauchte eine Weile um das klar in meinem Kopf zu bekommen und Gott diesen Schmerz zu geben. Er hat mir sofort das gegeben, was gerade gebraucht wurde. Dann nur zwei Wochen später die Diagnose mit dem Tumor, die mir dann komplett den Boden weg nahm. Ich war eine Weile echt wie erstarrt in mir aber sehr offen im Umgang damit. Damit habe  ich auch sehr viele Menschen verwundert, warum ich "es" so offen erzähle. Es liegt daran, dass erstens es hilft über Leid zu reden und es NICHT in sich hinein zu fressen und es hilft Dinge zu sortieren! Klar hört man tausend Dinge. Manche machen Mut, manche sind geistlich wieder so quer...das ich mich dann ab und zu frage, " Wow du Glaubensriese, wie würde es dir gehen, wenn du so vom Leben gerade abgewatscht werden würdest?" Viele Christen machen den Fehler und genau das führt oft in schwere Krisen: sie denken, es ist Sünde, wenn man jetzt nicht genug glaubt, es ist Sünde, wenn man nicht richtig zu Gott geht und fleht. Es ist Sünde, wenn man Angst hat und und und. Wieso verstehen so viele Gott nicht?? Warum machen sie auch noch in großer Not Druck, statt zu helfen und nur einfach da zu sein?

Meistens sind die, die mit geistlichen Ratschlägen diese, die dann echt im Leid so im geistlichen Stolz verharren, dass sie verzweifeln, wenn es nicht so funktioniert wie es soll. Ich mache meine Ohren oft zu, wenn solche Rat-SCHLÄGE kommen. Gut gemeint Leuts, aber ganz schlecht gemacht!!!!! Fragt den Geist Gottes um die richtigen Worte, die ER geben möchte, nicht das was nur aus Euch raus kommt! Wir müssen echt so vorsichtig im Umgang mit dem Bruder/Schwester werden. Gerade in FB hatte ich wieder einen Angriff, ein geistlicher Angriff. Sogar aggressiv ....und doch so fromm verpackt - ich könnte da echt platzen bei solchen Beiträgen!

Das am Rande! Wird immer Thema bleiben bei mir, wie abgedroschen wir "Christen" sein können!

Heute bin ich mal wieder kurz zusammen gebrochen. Gleicher Wochentag und gleiche Uhrzeit, wie letzte Woche! Ich hatte ein "Abschiedsgespräch" mit meinem Therapeuten, weil ich jetzt mit meiner anderen Therapeutin, die in der Klinik damals zusammen mit ihm ein Team waren, arbeiten möchte.

Es war so ein schwerer Gang, manche erinnern sich sicher, dass ich für ihn beten ließ. Ich wusste er ist schwerkrank. Als ich mal für ihn betete und Jesus fragte: "was ist nur mit ihm los, ist er tod?" Verneinte Jesus dies und ich hörte, dass mein weltlicher Papa, zu dem der Thera geworden war, einen Schlaganfall erlitten hatte. Es stimmt!

Ich möchte nicht ins Detail gehen, um ihn zu schützen und auch weil es mir immer noch den Boden wegreissen kann. Ihm habe ich so viel zu verdanken. Er war der Einzige mit der Therapeutin, der an mich geglaubt hat! ER gab mich NICHT auf. Im Buch schreibe ich sehr viel über die Therapie mit ihm. Er blieb immer dran. Anders als mein (christlicher) Ex-Seelsorger, der mich in der schlimmsten Krise verlassen hat!

Ich beruhigte mich am Mittag etwas und es rief das Kloster an, in dem ich ein Ehrenamt mache. Ich war schon zwei Wochen nicht dort. Meine zu betreuende Ordensfrau war krank, ich auch! Es passte gerade, weil ich die Zeit echt gebraucht habe, die letzten Wochen!

Jesus schickte mich auch heute hin und ich war gehorsam, ich wusste Nicht, dass ER was für mich vorbereitet hatte. Ich war überzeugt, ich werde 2,5 Stunden für Sw. A. da sein!

Ich sah sie auch kurz, denn ich machte mir da jetzt auch schon langsam Sorgen und habe sie auch im Gebet Jesus gebracht. Sie ist immerhin 91, aber ein absolutes Geschenk an mich von Jesus. Es liegt so viel Segen über allem, was mit dem Ort und der Frau zu tun hat. Aber schon nach 5 Minuten wollte sie nur noch in ihr Bett. Sw. Oberin brachte sie auch hin und sagte mir: "Elke, sie können ja in die Andacht gehen, wenn Sie wollen." Ich merkte, dass Gott genau das wollte.

Zur Ruhe kommen, vor ihm still werden und mich von ihm umarmen lassen.

Ich ging in die Kirche und setzte mich vor den Altar und kam nicht zur Ruhe, tausend Gedanken in meinem Kopf. Ich war völlig unruhig, aber Gott ließ es zu. Dann nach zirka einer halben Stunde, wollte ich die Kirche verlassen. Ich saß vor einer großen Statur, die Jesus an einem Steinblock zeigte...mit Fesseln an den Händen, die Dornenkrone auf dem Kopf......leidend! Mir wurde dadurch klar, wie mein Herr gelitten hat, was ER für eine Angst gehabt haben muss. Vonwegen, tue Buße, weil du Angst spürst, wie heute morgen eine Frau mir sagte. Jesus selbst hatte so Angst, dass ER Blut geschwitzt hat. Da wird ER von uns Glaubenszwerge NICHT erwarten, dass wir Buße deshalb tun müssen, geschweige denn.....unsre Angst Sünde ist. Das wurde mir vor Jesus Angesicht klar.

Ich stand dann auf, mit dem Vorhaben, jetzt endlich doch nach Hause zu fahren. Doch Jesus lenkte mich auf einen Platz, ganz hinten in der Kirche. Ich setzte mich hin und hörte in mir, mir ein Heftchen zu nehmen, damit ich in der Form meinen Herrn hören konnte. Genau so war es. Es hat sich so viel Offenbart und in mir SICHER gemacht, dass war überirdisch. Aber das bleibt erst mal zwischen mir und Jesus.

Dann kam etwas, das lässt mich jetzt immer noch staunen! Ich saß da, las was Jesus zu mir sprach und dann schaute ich Richtung Tür. Oberhalb dieser, ist ein Fenster. Ich blickte dort hin und traute meinen Augen NICHT! Jesus zeigte mir sein Gesicht und neben ihm lag ein winziges Neugeborenes, was einen Heiligenschein hatte. Ich schaute und schaute. Ich war sicher, wenn ich aus dieser Tür raus ginge, würde sich ein Gemälde oberhalb zeigen, was ich bestimmt die lange Zeit, die ich schon komme, noch nicht wahrgenommen habe.

Achtsamkeit, ist ja eh manchmal nicht meine Stärke!

Als ich dann um 18.10 aus der Kirche ging, schaute ich draußen, nach oben auf das Glas. Es ist ein schlichtes Glas. Keine Malerei oder Verzierung. Was da ist, ist ein Gitter! Kein Bild zu erkennen!

Du bist so groß Jesus. Im Leid ist ER mir immer so NAHE! Darüber werde ich die nächste Zeit mal schreiben. Weil mir da auch viele Gedanken im Kopf herum gehen.

Ich bitte euch weiterhin um Gebet! Ab nächste Woche beginnen die Untersuchungen, das Vorgehen wegen dem Tumor und wegen des Bechterew. Ich muss das Alles durchlaufen, vielleicht sind da die Katholiken gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt, von dem was da bei mir abgeht. Da unterscheiden sich die Freikirchler und Katholiken auch sehr in ihren Meinungen. Wobei ich echt Frieden über das, was der katholische Glauben mir da sagt - habe, mehr als über das wie "Freikirchler" mit dem Leid umgehen. Spannendes Thema. Bald dazu mehr!

Blessings

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