Ich danke Euch Allen, die mich wieder mit aufgebaut haben

Ich habe heute Nachmittag viel Zeit mit Jesus verbracht und auch mit meiner Sozpäd, die immer noch einmal die Woche zu mir kommt, geredet. Ich verbringe auch den Rest des Tages und sicher den Abend noch, im Hören auf den Herrn und auch im getröstet werden. Was er mir auch vor Augen geführt hat: auf was höre ich (negatives oder positives) und wo ich noch viel zu lernen habe.

Ihm auch ähnlicher zu werden. Auch wenn es um Selbstschutz geht! Das geht jeden an, denke ich! Jesus selbst, hat sich immer wieder raus genommen und zu seinem Papa verzogen, wenn er überlastet und genervt war. 

Als ich gestern in FB geschrieben habe, dass ich FB verlassen werde, weil ich es nicht mehr aushalte, war ich überrascht - positiv - was ich doch für klasse Leute und Geschwister auf meiner Freundesliste habe!

Ich hatte tatsächlich den Fokus auf diese gelegt, die mich angreifen, die echt den Splitter in meinem Auge suchen. Menschen die mir nicht gut gesinnt sind und habe mich damit  komplett runter ziehen lassen. Ich habe es NICHT mehr gesehen, dass die Welt nicht so schwarz ist wie sie oft scheint. Ich danke jedem von Euch, der mir liebe Worte geschrieben hat, mir geholfen hat - neben Jesus - wieder klarer zu sehen.

Manchmal habe ich das Gefühl, wenn es zu viel ist, dass ich echt neurotisch werde. Ich weiß die Dinge mit der Abgrenzung und dem nicht rechtfertigen, Staub von den Füßen etc. alles theoretisch und übe es auch immer wieder. Oft tappe ich wieder mal in diese Fallen und scheitere. Dennoch denke und glaube ich, dass Jesus mich da immer mehr zurüsten wird. Manchmal kapiert man nicht, was im Gange ist, erst wenn es soweit ist, dass es greifen muss oder soll. 

Es gibt auch Zeiten, da vergesse ich ganz, dass ich noch einige Baustellen habe, die nicht geheilt sind oder noch nicht so gut gehandelt werden können. Ich machte 26 Jahre harte Therapie und musste viel nachreifen und auch lernen. Was  sich keiner vorstellen kann, aber es ist die Wahrheit!

Dann kam in einigen Dingen plötzlich Heilung  über Nacht und auch mit sowas muss man klar kommen. Es wird auch dadurch einiges auf den Kopf gestellt. Da ist auf der einen Seite die Heilung von Depression, Panik, körperlichen Problemen etc. und die andere Seite, wo Jesus weiter an mir  arbeiten und weiter zurüsten will.

Gerade wenn ich wirklich mein zweites Buch in die Öffentlichkeit bringe, muss ich echt gut klar kommen, damit  Verletzbar zu sein.

Denn ich rede Vielen in diesem zweiten Teil aus der Seele und zeige auch ungeschminkt, die schlimmsten Verletzungen, die an mir passiert sind. 

Ich bin schon lange im Dienst meines Herrn, da war ich noch schlimm in meiner Depression und Borderline/PTBS-Symptomatik und durfte Zeugnis sein.

Einige die mich schon Jahre begleiten, die wissen genau, was an mir Großes getan wurde und ich gewachsen bin.

Mich bestimmen viele Symptome der Krankheit nicht mehr und dennoch weiß ich, wie schlimm es ist, wenn jemand darunter leidet.

Ich habe das Skillen der DBT (Fertigkeiten aus einer Therapieform) gelernt und kann sie anwenden, wenn ich merke alles wird zu viel und ich will nur noch abhauen und mich verstecken oder Symptome wollen sich zeigen.

Auch mein Vertrauen auf Jesus ist so stark, das ich weiß wohin ich laufe, bevor es eskaliert. Dennoch habe ich durch mein dünnes Fell immer noch unter einigem zu leiden und hinterfrage viel mehr, als jemand der immer schon gesund war oder gesund aufgewachsen ist.

Mir tun so viele Dinge sehr weh. Ich kann es irgendwie nicht glauben, dass ich früher gegen Leid so abgebrüht war und nach vielen intensiven Gebeten, Jesus mir den Wunsch erfüllt hat, das Leid der anderen zu erspüren und mit zu fühlen. Glaubt mir, ER hat es nicht nur so gemacht...sondern ganz oft spüre ich, was ER spürt, wenn es um Leid geht und das tut sowas von WEH Leute, dass könnt ihr, wenn ihr es nicht selber kennt, vorstellen.

Ich muss über uns WEINEN, Ja uns Christen, was wir uns gegenseitig oft antun. Wie wir, nur weil der Andere in einer anderen Kirche oder Instituion, Gemeinde ist..angreifen - beschimpfen und dummes Zeug nach schwätzen, was man mal von einem guten Redner oder Prediger gehört hat. Was vielleicht aber mehr spaltet, als fördert, was uns als Christen eint!

Die ihr immer gleich parat seid mit streiten, diskutieren, verletzen und verleumden des Bruders und der Schwester - erkennt ihr NICHT, dass dies NICHT der Persönlichkeit unsres Herrn entspricht?

Ich glaube NICHT das Jesus Nachfolger möchte, die spalten und nur pharisäerisch andere verletzen. Wir kennen alle das Wort. Warum wenden wir es nicht an, bevor wir mit Worten schießen? Worte die ganz oft nur aus dem Bauch heraus kommen und der heilige Geist gar nicht hinter her kommt, weil wir schon mit unserer Besserwisserei draußen sind.

Warum geht der Evangelikale gegen den Katholik? Warum der Katholik gegen den Evangelikalen...warum X gegen Y??? WARUM??? Jesus hat KEINE Institutionen geschaffen! Es gab nur eine Gemeinde, die ER berufen hat! NUR EINE! Nicht 12 Apostel und 12 verschiedene Gemeinden. Was hat ER sich nur dabei gedacht. Ist unser Horizont echt so klein??? 

Ich arbeite in einem Kloster und betreue eine 91 jährige Ordensfrau und JA, da es ein Klausur-Kloster und Gebetsorden ist, bete ich mit der Frau jedesmal wenn ich dort bin. Diese Frau ist 70 Jahre Braut Christi und betet seit 70 Jahren den Rosenkranz. Sie ist Dement, was soll ich da tun?? Sie umstimmen? Sie verletzen? aus dem Dienst, an den ich zu 100% von Jesus hingestellt wurde, gehen?

Nein, ich bete mit ihr den Rosenkranz und bin ihr in dem Augenblick, die Schwester die sie braucht. Bin ich jetzt verloren, komme ich jetzt in die Hölle? Weil ich zu Maria in dem Augenblick bete?? NEIN! Denn für Jesus ist es okay...doch ist es, ob du jetzt entsetzt bist oder nicht! Das ist die Freiheit in der wir mit ihm leben. Verstehen kann man das nur, wenn man ernsthaft eine Beziehung mit dem Herrn lebt! 

Unsre Gedanken, unser Stolz, unser falsche Glaube - das ist was uns trennt.

Ich liebe diese Frau, ich liebe es in dem Kloster zu sein und ich bin Jesus dort so nah! Ich werde eigentlich nie von Katholiken angegriffen oder dumm angemacht. Es waren Katholiken, die mir halfen mich NICHT umzubringen (Caritas), es waren Katholiken, die mir Lesungen ermöglichten und ihre Räume aufmachten, ohne mich stundenlang in die Zange zu nehmen!

Ich bin im Moment in einem Prozess, wo ich NUR Nachfolgerin Jesus bin. Ich bin in einer Baptisten-Gemeinde und das ist der Platz an den mich Jesus stellte und ich endlich erst mal angekommen bin und SEIN darf, mit dem wer und was ich bin. Eine neue Erfahrung. 

Aber was bin ich in Euren Augen? Katholik? Evangelisch? Baptist oder oder???? Ich sage es EUCH, ich bin ein Kind Gottes. Jemand der in den Armen Jesus liegen darf und einfach nur BIN! EIN Teil seiner Braut! SEINER GEMEINDE! Jeder der ihn in sich hat, ist seine Gemeinde...sein Tempel, sein Kind. Nicht die Institution - Namen oder sonst was, was Mensch geschaffen hat.

Ja, ich weiß liebe Pharisäer, da gibt es noch das Wort und so viel was da drin steht. Aber was ist das erste und wichtigste Gebot??? Ihr wisst es, dann beginnt das zu leben und dann beginnt ihr unsren Herrn zu verstehen, wer ER ist und was ER ist. Mensch was war ihm das auch zu wider, wenn man ihm sagte, was ER vor Gott alles falsch macht. NEIN IHR LIEBEN, was ein Christ falsch vor Menschen macht, dass ist das was bei uns abgeht und in die Hand des Feindes spielt. Rafft ihr das NICHT??

Ich sage es immer wieder: Mein Bruder oder meine Schwester ist, wer Jesus als seinen Herrn hat und mit ihm lebt und an ihn glaubt! Der Rest interessiert mich einen Scheiss...naja, dass sollte es immer mehr! Ich bin kein Irrlehrer oder sonst was. Ich habe einen einzigen Auftrag, meine Geschichte zu erzählen. Euch zu sagen, wer Jesus für mich ist und was ER für uns getan hat und tun kann.

Ob ihr ihn kennt oder NICHT! Ob es gefällt oder NICHT!

Das ist in nächster Zeit das, was ich lernen soll/darf. Mich abgrenzen. Auf Spötter, Pharisäer und böse Menschen nicht reagieren. Nicht rechtfertigen!

LIEBE leben, Liebe geben, in der Liebe bleiben!

Und vorallem gelassener werden. Darauf hoffe ich Jesus. 

Leider, werden meine Worte nicht so viele erreichen, aber vielleicht Einige.

Diese Christen können dann auch wieder Licht und Salz sein. Trost in die Welt bringen und zeigen, wer Jesus wirklich ist.

Dennoch lehrt mich Jesus auch, dass vieles sich nicht verändern wird. Das ich akzeptieren muss, dass der Bruder den Bruder verraten wird. Das wir uns uneins sind und und und.

Ich liebe den Satz den Jesus mir mal gab: "Wirke da, schenke da Liebe -- wo du bist-- mit dem was du kannst und hast!"

Ja Herr