Ist diese Welt gerecht - Nein

Gestern hatte ich mal wieder einen Gesprächstermin mit meinem Therapeuten und es ging genau um dieses Thema: GERECHTIGKEIT

Für mich das Thema überhaupt.

Da der Mann mich schon 25 Jahre kennt, weiß er genau, wie ich unter der Ungerechtigkeit in dieser Welt und unter den Menschen leiden kann, wenn es mich überkommt. Ich würde manchmal am liebsten die ganze Welt retten und für JEDE Ungerechtigkeit den Mund weit auf machen.

Doch wie oft habe ich Verletzungen davon getragen? Wenn ich dann von genau den Menschen, für die ich mich einsetzte verraten wurde, missbraucht oder nach dem ich "gedient" hatte, weg geworfen.

Genau darum geht es dem Therapeuten jetzt in unsrer Arbeit. Das ich nicht mehr so schnell und oft verletzt werde. Es ist gar nichts schlimmes ein Gerechtigkeitsdenken zu haben, aber manchmal kämpft man gegen Windmühlen. Das habe auch ich schon begriffen.

Da es aber seit meiner frühesten Kindheit schon in mir ist, gerade den Schwachen zu helfen, ist es ganz schön schwer umzudenken und sich nicht auch noch schuldig zu fühlen.

Ich weiß genau, der Therapeut hat recht und ich werde mich dem auch stellen müssen. Der Mensch ist so oft auf sich selbst bedacht - wenig selbstlos dem Anderen gegenüber. Auch dies müssen wir lernen oder es uns schenken lassen, auch mal nicht Selbstsüchtig zu handeln.

Im Glauben, ist das eigentlich eins der wichtigsten Dinge! So schwer!

Seid ihr mal ungerecht behandelt worden, habt ihr gesehen, wie jemand ungerecht behandelt wird? Erinnert ihr euch an das Gefühl? Wenn man nichts ändern kann, sich total ausgeliefert fühlt? Man muss lernen, dass es eben mal so ist und wir vielleicht etwas vor uns haben, was einfach "UNGERECHT" bleibt.

"Man muss aushalten, dass diese Welt einfach so ist wie sie ist".

Letztens war ich mit einigen Menschen zusammen, wir unterhielten uns über den Glauben und sangen ein paar Lobpreislieder. Danach folgte ein starkes gemeinsames Gebet und Zeugnisse. Ich konnte mein Zeugnis, was bei mir an Heilung passierte erzählen. Doch in der Gruppe saß ein Mann, der eine sehr schlimme Krankheit hat, eine Krankheit, die auf der Welt nicht HEILBAR ist. Sofort hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass es mir jetzt so gut geht und dem Mann so schlecht und er sagte dann auch noch: "Ich würde gerne sterben, weil es mir so schlecht geht". Ich hätte wie ein Schlosshund weinen können. Warum, weil ich auch geistlich die Gerechtigkeit nicht erkennen konnte.

Doch nach einem Gespräch mit Jesus, kam mir die Erkenntnis, dass es IMMER Heilung gibt. IMMER! Das ist eine Zusage und an die hält sich Gott.

Doch wir denken so oft, mensch Papa, die Heilung muss doch noch in dem Leben passieren! Ist aber Nicht! Die Heilung kommt dann, wenn es an der Zeit ist und manche Menschen, Christen--dienen dem Herrn noch besser in ihrer "Krankheit" oder in dem was sie belastet.

Ich weiß das klingt mistig und gemein, eben Ungerecht.

Aber können wir sagen, dass Gott ungerecht ist?? Ja können wir, das hält Er aus, aber es hat SEINEN Sinn, wenn Gott mit der Heilung bis in die Ewigkeit wartet!

ER ist in Wahrheit niemals Ungerecht.

Ich habe ja vor paar Tage erzählt, dass ich zu Jesus gesagt hatte, als ich in der schweren Depression war, dass ich jetzt auch das ganze Leid annehmen möchte und damit ihn bezeugen würde, wenn es SEIN Wille sei.

Der Schlüssel: Lass SEINEN Willen geschehen! Dann kannst du sogar in Krankheit ein Diener und Helfer sein. Gerecht? Nein immer noch nicht. Aber wenn Jesus Frieden darüber gibt, dann ist es ein Frieden, denn wir nicht kennen. Und der ist Echt!

Ein echt hartes Thema ich weiß!

Mein Therapeut, der mich ab und zu mit meinem Glauben auch provoziert, hat mich gestern echt erstaunt. Wir sitzen immer um einen Tisch mit drei Stühlen. Ich sehe Jesus immer auf seinem Platz sitzen und spürte ihn gestern sehr anwesend. Mein Therapeut fing mit seinem/meinem Gerechtigkeistthema an und plötzlich erzählte er mir, aber ganz genau, die Geschichte vom verlorenen Sohn. Am Ende die Frage an mich: "War es gerecht, wie der große Bruder behandelt wurde, der immer da war und nichts verbrasst hat? Dennoch war der Vater so gerecht und hat den Verlorenen wieder aufgenommen und ihn umarmt etc. . Ihr kennt die Geschichte sicher selbst.

Jetzt erzähle ich euch eine Gechichte, die habe ich NOCH NIEMANDEN öffentlich erzählt, da sie so unglaublich ist.

Aber auch traurig und dennoch so wahr! Jesus ist mein Zeuge, dass dies der Wahrheit entspricht: Es war der Abend an dem Samuel Koch bei "Wetten DAS" verunglückt ist. Ich schaute etwas ganz anderes und plötzlich hatte ich den Impuls in "Wetten Das" schalten zu müssen und ich tat es. Auf dem Programm was das gerade lief, war viel Tumullt und ich brauchte eine Weile, bis ich erfasste - was da los war. Da lag ein junger Mann auf dem Boden und wurde von Sanitätern und Helfern umringt und so nach kurzer Zeit, konnte man das Geschehene erfassen oder eben erkennen, dass da jemand lebensgefährlich in Not war.

Die ganze Zeit wurde die Kamera auf alles gehalten oder lange live dabei geblieben. Ich betete für diesen Jungen und sagte: "Herr, lass ihn wieder aufstehen" Es war ganz seltsam: Ich vernahm Jesus wie er mir sagte, dass alles sehr schlimm und grausam sei, doch es müsste alles so geschehen, wie es ist.

Irgendwie, dass jetzt hier zu erklären ist schwer, weil es nur "geistlich" war was da abgelaufen ist, in mir und dem Kontakt mit Jesus.

Ich flehte trotzdem weiter, ich war bei Samuel und wollte, dass Alles gut ist.

Die Liveveranstaltung ging zu Ende und ich war danach noch sehr lange mit Jesus im Gespräch, auch Tage danach noch, wo die Berichtserstattung nicht zur Ruhe kam.

Bald war klar, dass Samuel nicht mehr gehen könnte. Q-gelähmt war. Die schlimmste Form. Es wurde von Geschwistern und Gemeinden Sturm gebetet. Ich gab es Gott immer wieder.

Eines Tages bekam ich die Antwort, ich WUSSTE da noch NICHT, dass Samuel Christ ist. - "Elke, dass was jetzt mit Samuel passiert, sieht aus, als ob es die schlimmste Ungerechtigkeit wäre. Doch glaube mir, so wie Samuel nach der Behandlung und Genesung in seiner Einschränkung sein wird - so werde ich ihn zu meinem Werkzeug machen. Er wird viele Menschen erreichen und ihnen von mir erzählen können. In seinem Leid noch "Tröster" sein, ein Zeugnis"!

Wenn ihr den Werdegang von Samuel anseht, er hat NICHT aufgegeben, auch wenn er nah dran war. Er hat so vieles geschafft: Bücher geschrieben, eine Schauspielausbildung gemacht und und und.

Gott hält in der für uns aussehenden "Ungerechtigkeit", trotzdem sein Wort und tut das Beste für uns.

Die Geschichte ist genau so passiert. Ich war so hilflos und konnte aber beten und wenn Einer GERECHTIGKEIT schafft, ist es Gott. Nicht ein Mensch. Beim Menschen ist die Gerechtigkeit "Willkür". Bei Gott ist/hat Gerechtigkeit eine andere Dimension.

Ich weine weiter mit / über die Menschen, die vielleicht in dem Leben nicht "geheilt" werden. Ich werde weiter auch für Gerechtigkeit einstehen.

Gerade wenn es um Stigmata von kranken Menschen geht. Doch ich muss aufpassen und lernen, dass ich daran nicht mehr zu zerbrechen drohe und niemals mehr so verletzt werde, wie in der Vergangenheit.

Was denkst du so über das Thema Gerechtigkeit in dieser Welt? Ich würde es echt gerne hören.

Dir heute viel Kraft Blessings