Überwinden und Heil werden

Was ist mit diesem Überwinden gemeint? Für mich ist es ein Heilungsprozess. 

Mittlerweile sehe ich mich als Überwinderin, in meinen Umständen und im Verhalten bei/mit mir selbst.

Wie ich es spüren kann, dass ich vieles überwunden habe? Nun, ich merke wie ich mit den Anderen und mit mir selbst umgehe. Wie ich begriffen habe, dass es niemals möglich ist den Anderen zu ändern, sondern ich mich selbst ändern muss, um ein zufriedenes Leben leben zu können!

Viele denken, es müsste die Blitzheilung kommen, um endlich diesen endlos scheinenden Schmerz zu beenden. Doch Gott ist kein Wunschautomat, er ist eher ein Erzieher. Manchmal auch nicht so liebevoll.

Doch gerade im Schmerz und Leid, habe ich das Meiste begriffen!

Allem Voran, ich sterbe NICHT wenn ich loslasse was mich kaputt macht und ich mir einbildete ohne Dinge oder Menschen NICHT leben zu können.

Ich war letztes Jahr so am Ende, dass ich mit Polizei in die Psychiatrie gefahren werden musste, um mir nichts anzutun. Noch heute habe ich die Konsequenzen zu tragen. Die wichtigste Bezugsperson verabschiedete sich damals, als ich die schlimmste Krise meines Lebens hatte. Es war dunkel, ich war in einem Loch, wo ich nicht mehr heraus konnte oder sogar wollte. Denn mein einziges Gebet war, nimm mich aus dem Leben.

Jesus Umarmungen hatten kein Ende für mich, egal wie ekelhaft ich war.

Ich weiß, dass dies die härteste Schulung war, die ein Mensch durchmachen kann. Ich war psychisch und körperlich am Ende.

Es war sicher auch eine Prüfung (obwohl ich das Wort nicht gerne benutze), ob ich an meinem Herrn bleibe, ob das Alles was ich zu anderen Menschen gesagt habe, auch wirklich meine eigene Wahrheit ist. Ich kann für mich sagen: "Ja, ich habe es bestanden".

Es ging aber auch nur, weil ich in dem ganzen Dunkel immer wieder gesagt habe: "Herr, wenn ich das nicht überlebe, wenn das Leben eben nur noch aus einer Hölle besteht, wird mich trotz allem niemand aus Deiner Hand reissen! Niemand, keine Mächte und keine Menschen!"

Gott sah mein Herz und wie ernst ich es meinte. Doch ich sagte ihm auch öfter mal, wie doof ich ihn finde, dass er mich ein Leben lang so leiden lassen muss! (Er hielt es aus und blieb, denn ER bleibt auch noch, wenn Alle anderen dich verlassen haben).

Doch war ich nicht an meinem eigenen Leid auch etwas selbst schuld? Okay, ich hatte nicht viel von Zuhause mitbekommen, bin ein traumatisiertes Menschlein und hatte einfach wenig dagegen zu setzen, als jemand an mich geriet, mit Macht und Narzissmus. Das war ja genau das, was mir passiert ist.

Ich hatte ein reines Herz und wollte den Menschen erzählen, wie ich Jesus liebe und wie ER uns aus dem größten Scheiß befreien kann. Doch hockte ich, durch einige schlimmen Vorkommnissen plötzlich selbst in den schlimmsten Re-traumatisierungen. Ich habe Jesus versprochen, außer in einem nächsten Buch, nicht mehr öffentlich von den Dingen zu schreiben. Zu meinem eigenen Schutz und weil man NICHT loslassen kann, wenn man immer in den Dingen rührt. Es ist vorbei. Gott hat Recht gesprochen und ich bin frei in der Sache! 

Doch ich orientierte mich an den falschen Menschen und das was Jesus als Weg für mich hatte, auf dem war ich plötzlich fast abgekommen. Doch ER zog die Reissleine und setzte mich auf den Töpfertisch und begann mich schmerzhaft zu töpfern. Ich sollte zur Überwinderin werden und nicht die Blitzheilung erhalten! Alles musste ich verlassen und es war grausam. Ich verlor eine Menge Menschen, die mich viele Jahre begleitet hatten, doch es nicht mehr gesund war, in den Beziehungen zu bleiben. Mein Leben war leer und einsam. Und es tat so weh.

Doch....Gott lässt uns nicht in dem Zustand.

Jetzt konnte die Zeit des Arbeitens an mir beginnen, die aber mein JA dazu brauchte. Ich wurde nicht in der Unkenntnis gelassen, dass es sehr schwierig werden könnte. Doch ich wollte die Veränderung so sehr, trotz aller Hoffnungslosigkeit! Es war irgendwas in mir, was mir sagte: "Elke, du musst weiter machen, gib nicht auf. Dein Schmerz der jetzt ist,  wird irgendwann gebraucht werden."

So ist es. 

Jeden Tag, seit ich wieder raus gehen durfte in die Öffentlichkeit, geläutert und mit sehr viel Veränderung in meinem Sein und vielem loslassen, schreiben mich viele Menschen an, die mir ihren Schmerz mitteilen und sehr Hoffnungslos sind.

Jesus hat mich so weit hergestellt, dass ich das Leid der Andern "ertragen" kann, damit auch "mittragen", aber nicht mehr verschmelzen.

Doch mir ist, anders noch als 2016 sehr bewusst, wie schlimm dieser Schmerz für diesen Menschen ist. Ich weine oft über deren Schmerz und gebe ihn an Jesus ab.

Bei Vielen sehe ich auch, was wichtig wäre zu verändern. Doch wenn man in dem Leid sitzt und nur das Dunkel sieht, dann ist es sehr schwer dem Menschen zu sagen, das und dies müsstest du aufgeben, um ins Licht zu kommen. 

Ja, ich war auch so...ich schrie und tobte - verzweifelte. Ich sollte das loslassen, was mir im Leben den meisten halt gab. Aber Jesus sagt: "Wenn du dich an Dein Leben klammerst, an das was dich runter zieht, komme ich NICHT dran". 

Wichtig in der Phase und ich denke, da kann ich für uns Alle sprechen, ist aufhören zu reden! Ja, aufhören zu reden!!!!!!! Sich immer wieder den Mund über das Problem oder Probleme fusslig zu reden, es mit anderen immer und immer wieder anzuschauen, bewirkt irgendwann das Gegenteil von Heilung.

Ich wurde ruhig und still gegenüber anderen Menschen, zog mich komplett aus der Öffentlichkeit zurück und ließ mich nur noch auf Profis ein, die genau wussten, wie sie mich führen konnten.

War ich alleine zu Hause, war Gott mein Therapeut und ich konnte immer wieder den nächsten Schritt vernehmen. Es waren und sind auch jetzt noch "Babyschritte", die Gott mir zumutet. 

Ich glaubte null Komma null mehr daran, dass ich für euch da sein kann oder meine Geschichte erzählen. Ich war fest davon überzeugt, was mir eingeredet wurde.

Das ich es nicht kann. Ich für mich erfand immer wieder neue Ausreden, zum Beispiel das da draußen eh schon Viele sind und ihr Zeugnis erzählen, warum sollte ich denn noch gehen?

Ich hatte diesen Zirkus nach meiner schlechten Erfahrung auch so satt! 

Doch Jesus befähigt nie die Fähigen! Das erlebe ich jetzt. Er stellt mich gerade an den Platz, an dem ich sein soll.

Schritt für Schritt wagte ich die Veränderung und Jesus machte eine Tür nach der anderen auf. So geht es gerade weiter.

Es kostete mich was, aber es führte in die Freiheit. Ich bin jetzt so froh, auch wenn ich vor Schmerz fast eingegangen bin, dass dies Alles so gekommen ist und ich die Veränderung sehe. Nicht nur ich sehe die Veränderung, jeden Tag bekomme ich ein Feedback, wie man erkennt, dass Gutes passiert ist. Wie ich strahle und man mir anmerkt gerne zu leben! Menschen machen mir Mut, mit dem Zeugnis raus zu gehen. Meine Gaben zu leben.

Ich habe mich verändert und in manchen Dingen verändere ich mich immer noch. Weil ich es zulasse! Mit Jesus an meiner Hand!

Was ich geschafft habe, dies schaffst auch Du, auch wenn du es nicht erfassen kannst oder nicht glauben. Der erste Schritt ist der Wunsch sich und die Situation verändern zu lassen! Das ist der Schlüssel.

Wichtig auch, aufhören auf die zu schimpfen oder sie zu hassen, die uns vielleicht wirklich sehr sehr böses Leid angetan haben. Irgendwann müssen wir das Gefängnis verlassen und diese Menschen los lassen.

ICH WEIß, es scheint so als ob es nicht geht...aber ich kann ja nur das sagen, was ich erlebt habe. Doch es GEHT! Glaubt mir, nicht ich habe getan, Jesus hat getan und ich mich nur entschieden zu gehen. Durch den Dornenbusch und mir viele Schrammen geholt dabei, doch jetzt bin ich durch und stehe auf einer sehr schönen Blumenwiese, die Jesus jetzt noch mehr mit mir bepflanzen möchte! 

Verlasse, was dich vernichtet: Menschen, Situationen, Arbeit etc.

Wie du kannst nicht, weil...???? Hören wir mit dem WEIL auf, denn dieses WEIL ist die Angst vor der Veränderung. Wie ich schon mal in einem Blog vorher geschrieben habe. Ich verließ vor vielen Jahren das erste Mal ALLES um frei zu werden, dass der Kampf zwar dann noch 26 Jahre dauern würde, hätte ich nicht gedacht. Um endlich da anzukommen, wo ich jetzt bin!

Auch ich habe immer wieder festgehalten! Mir immer wieder eingebildet, Der oder Die anderen müssten sich doch für mich verändern, mich verstehen, mich in der Not doch sehen! Doch in meinem Umfeld war das kaum der Fall. Bis auf wenige Leute waren Alle weg, auch die langjährige Gemeinde.

Erinnerung, gute und schlechte. Doch es kam Neues! Neue Menschen, neue Gemeinde, ich traue mich wieder Theater zu spielen und den Menschen zu zeigen. Der Blog ging wieder von Neuem in neuem Gewand los und ich plane die ersten Lesungen wieder. Mit Menschen, die Jesus mir an die Seite gestellt hat, die mich gesund begleiten und wie ich die Liebe und den Wunsch haben, anderen Menschen ein Licht zu sein und zu helfen! Vollkommen neue Leute und Umstände. Ich selbst staune darüber und ich weine über jeden, der so im Loch sitzt und es nicht wagen möchte!

 Ich bin im Licht!

Natürlich habe auch ich Ängste, zum Beispiel: Wie bezahle ich die Gutachterin, die mich wieder prüfen muss, dass ich nicht mehr Suizidal oder depressiv bin. Es ist eine sehr demütigende Situation, aber kann ich sie verändern, wenn ich das Klagen anfange? Ich unterstelle es Jesus, denn ich VERTRAUE ihm. Ich werde auch darüber berichten!

Auch stellt mich Jesus an Plätze und Orte an denen ich noch nicht war. Er zeigt mir welche Ausbildungen/Schulungen ich machen soll, damit ich auch noch mehr Ahnung von der Materie habe, nicht nur was ich selbst erlebte.

ER nutzt genau das. ZB. die EX-In Ausbildung (ich werde berichten), ich hörte all die Jahre nichts davon, war mir vollkommen unbekannt, dies zeigte mir Jesus! Doch, jeder Monat (die Ausbildung dauert 12 Monate) kostet mich 200 Euro. Noch weiß ich nicht, wie ich das bezahlen soll, ABER ich habe gelernt zu vertrauen und da es Jesus Weg für mich ist, werde ich still sein und es ihm immer wieder geben und aufhören mich fertig zu machen.

Kennt ihr auch, oder? Das kann ich nicht, ich bin nichts, ich bin dumm und man kann mich nicht gebrauchen, ich hab nichts, deswegen geht nichts. Diese gemeinen blöden Worte, die uns so belügen. Lass dich mal drauf ein, andere Erfahrungen zu machen. Trotz Mangels erleben, wie man getragen wird. 

Wir sind kostbar und wertvoll! Jeder von uns! Jeder Einzelne. Auch etwas, was wir lernen dürfen, es immer und immer anzunehmen! Für uns in Anspruch zu nehmen. Denn was Menschen über uns denken, dass ist sowas von egal! Wichtig ist, wie wir uns sehen oder unser Herr, wenn du schon mit ihm unterwegs bist.

Glaubt mir in der Zeit, in der ich gemobbt wurde und Menschen die sich Christen nennen, die mit auf den Zug gesprungen sind, wenn ich deren Bild und Lügen über mich in mich hätte eindringen lassen..ich würde niemals mehr gesund werden! Doch eines Tages entschied ich mich, denen keine Macht mehr zu geben. Gott hat gehandelt.

Was auch wichtig ist, raus aus Abhängigkeiten - zu denken ohne diesen Umstand oder Mensch kann ich nicht leben. Lüge, doch du kannst! Du bist als eigenständiger Mensch gemacht und nicht als Symbiose mit jemanden! 

Hören wir auf "anzuklagen" es bringt nur Schmerz in uns selbst, dem anderen tut es NICHT weh! Holt euch den Frieden zurück und geht in den Frieden, den kein Mensch uns geben kann! 

Holt euch EURE Identität wieder zurück. Wir sind nicht der "Borderliner" das "PTBS" oder die "Depression"!!!!! Fange an zu erkennen wer du bist. Ohne diese Titel, ohne Menschen die dich runter ziehen oder Umstände. Mache dich vor Gott nackt und fange Neu an. Hole DEIN ICH zurück

Ich habe es begonnen, mit allen Helfern, die JEDER haben kann, menschlich wie geistlich! Ich werde weiter Mutig gehen.

Jetzt ist es auch leichter, als noch vor wenigen Wochen, da viel Heilung passiert ist. Aber durch das Dunkel musste auch ich, um da hin zu kommen. Bitte steige auch du aus dem Boot! Schreibe mich gerne an, ich kann dir auch ein paar Tipps geben, wie und wo du Hilfen bekommen kannst. Denn wir SIND NICHT ALLEINE, dass ist nur unser Gefühl, was uns das einredet und belügt!

Blessings