Gebet

Gebet – du sagst du weißt nicht wie das geht

zu reden mit Gott,

den du nicht hörst und nicht siehst

denkst es macht keinen Sinn, wenn du ihm in den Ohren liegst.

Hast das Gefühl, das Gespräch mit deinem Gott geht bis zur Decke und nicht weiter,

Du willst schreien

diese Grenze durchdringen,

beginnst ihn zu ehren, Lobpreis zu singen doch das Gefühl bleibt

Er hört dich nicht

war es nicht Jesus der spricht und uns lehrte „Vater unser im Himmel“

Vater, unser - unser Vater?

doch warum dieser Krater,

zwischen mir und meinem Gott?

Hat man mir nicht gesagt, Er rettet in der Not

Gott ist nicht Tod

was braucht es, das ER mich hört,

das es mich nicht stört, wenn der Feind versucht mir einzureden, da ist kein Gott der dir hilft in der Not.

Ruhe, Ausrichtung ist es das? Was mich ihm näher bringt?

Opfer zu bringen, zu halten das Gesetz

mich würdig zu erweisen?

Mit Religiösität zu beweisen, dass ich fromm sein kann kommt mein Gebet denn niemals an?

„Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ was soll nur aus mir werden, wenn ich es nicht lerne das Gespräch zu führen mit meinem Herrn.

Doch was ist Gebet?

Es ist nicht zu spät zu erkennen, dass es gar nichts braucht, als mit ihm zu reden, wie mit einem Freund

frei von der Seele weg, egal zu welchem Zweck

er hält dich aus

Deinen Mangel will er stillen, nur ihm wird es gelingen, dich in dieser Welt zu führen und die Richtung zu lenken du musst nicht viel denken

Der Geist des Herrn gibt es dir gern

zu verstehen, was Gott zu dir spricht

denk auch daran, wenn du dein Brot brichst „Unser tägliches Brot gib uns heute“

Diese Nahrung ist unsre tägliche Speise

da geht es nicht nur um das was wir kauen,

sondern auch,

um sein Wort was uns trägt fort und fort, mit seiner Kraft und stärke

Er tut es aus freien Stücken, aus Liebe

nicht wegen unsrer Werke

„und vergib uns unsre Schuld“ In diesen Riss kam unser Herr,

zu sühnen unsre Schuld

ER ging für dich und mich ans Kreuz voll Liebe und voll Huld

Es ist vollbracht schrie er in seiner Not, dass wir ewig Leben und nicht sterben den weltlichen Tod.

„Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ das ist uns manchmal fern,

dem zu vergeben wo wir erleben, dass wir gekränkt und verrenkt, von jemanden verletzt,

die Hand reichen, um weiter in Frieden zu gehen und sehen

das es so funktioniert und man nichts riskiert wenn man vergibt.

„Und führe uns nicht in Versuchung“ lehre mich beten Herr,

dass ich nicht strauchle in dieser Welt, die mit Reizen nicht geizt und man nicht viel zählt,

wenn sucht in den Dingen, die nicht von Dauer

Dir das Leben zum Teil rauben und zurück bleibt die Trauer

Trauer eines Lebens was zu nichts führt

verführt

von dem Mainstream, der dich umgibt

„Erlöse uns von dem Bösen“

Böse sind auch manchmal irgendwelche Größen in unsrer Welt,

die uns zeigen was und wer regiert ist das Geld

Das Leben in Saus und Braus

das macht es aus, was leben ist

Doch oft ist das nur Schein kein Sein.

Oh Herr lehre uns das Beten, gib uns Deinen Segen aus deiner Gnade,

Deiner endlosen Liebe, daraus leben wir

Das Gespräch mit dir geht nie bis zur Decke

auch wenn ich mich mal nicht nach dir ausstrecke

bist du da

mir immer Nah

Herr Dein Ohr ist immer offen

du hast immer Zeit

bitte mach uns bereit, zu reden mit dir

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit AMEN

C) copyright Elke Blessing, August 2017