20. Mrz, 2019

Der Schmerz im Körper - ist der Schmerz, den du nicht zulässt Elke (Jesus)

Was hatte ich mich heute auf den Ausflug mit der Caritas gefreut: Zirkus Krone in München. Ich war schon lange angemeldet, doch wie fast "IMMER" wurde mir die Freude genommen! Seit Tagen habe ich wieder Bauchschmerzen, genau die gleiche Stelle wie im November, als ich die schlimme Divertikulitis hatte. Also machte ich für den Vormittag einen Termin bei meiner Hausärztin aus. Ich ging mit meiner Sozpäd, die zweimal die Woche zu mir kommt, zu ihr. Ich war so froh, dass sie mich begleitete, denn ich war schon ziemlich fertig, weil meine Psyche voll auf Angst programmiert war, was da wieder los sein könnte. Ich bin Jesus echt so dankbar für diese Frau, sie ist so unkompliziert und vorallem kompetent im Umgang mit mir! Sie nahm sich heute echt Zeit für mich.

Die Hausärztin tastete die bekannte "Walze" am Dickdarm, die typisch für eine akute Divertikelentzündung spricht. Sie fackelte nicht lange und schwups hatte ich eine Einweisung für das Krankenhaus in Bad-Tölz zur Notaufnahme. Ich wusste gar nicht, was ich fühlen oder denken sollte. Was sehr da war, die Wut auf diese Welt! Auf diesen Scheiß, den ich immer wieder durch machen muss. Kaum strecke ich bisschen die Fühler aus, in Richtung Leben, bekomme ich wieder eine vor den Latz geklatscht. Ganz schlimm seit November letzten Jahres. Ich bekomme einfach keine Ruhe mehr in den Darm und meine Gesundheit! Damit auch nicht in mein Hirn und meine Gefühle. Das ist eine miese Achterbahnfahrt, Tagein - Tagaus. Und man darf ja nicht jammern. Das stört die Leute  ....oh man die wollte ich sehen, die so eine große Klappe haben, ob die auch nur einen kleinen Teil davon tragen wollten, was ich zu tragen habe. NICHT was in der Vergangenheit - Kindheit  oder Jugend war. Das ist verarbeitet. Klar gibt es noch Reaktionen in mir, die noch aus der Zeit kommen und ich auch nicht reagiere wie Jemand, der keine Vorgeschichte hat. Es sind die Defizite, die ich noch habe, vielleicht FÜR  immer haben werde. Doch jammere ich NICHT darüber! Warum auch, ich bin es doch gewohnt.

Ich jammere aber und ich habe sowas von ein Recht darauf, dass ich ständig krank sein muss. Ständig bedroht bin, in eine OP zu müssen. Der Arzt wollte mich auch da behalten, aber die Chefärztin gab grünes Licht, dass ich gehen kann. Weil mein Entzündungswert, was echt ein Wunder ist, fast NICHT erhöht war. (Mein Kurkuma scheint zu wirken)! Die Walze in meinem Bauch kann eventuell mit ein paar Tagen Tee-und Wasserfasten gelöst und geheilt werden. Dieser Divertikel ist eine Wunde im Darm. Der  sich aber Gott sei gedankt, noch nicht so sehr entzündet hat. Trotzdem wird mir zur OP geraten, noch mal eine Resektion. Das heißt wieder ein Stück Darm entfernen.

Man weiß nicht, ob es möglich ist, es Laparoskopisch zu machen. Das heißt, es kann zu einem großen Bauchschnitt kommen. Na prima, wer garantiert mir dann, dass ich keinen künstlichen Ausgang brauche? Ja ich bin jetzt nach Hause und sitze jetzt vor meinem Tee und weiß, dass ich mich die nächsten Tage streng an diese Diät halten muss. Danach wieder Darmaufbau, wie im Januar/Februar auch. Ich werde morgen bei meinem Darmspezialisten anrufen und mit ihm reden. Für Mitte April habe ich mir bei einem anderen Gastroenterologen einen Termin gemacht, mal einen ganz unabhängigen Arzt. Mal sehen, was er mir rät. Laut den Chirurgen im Krankenhaus, könnte es in nächster Zeit zu heftigen Katastrophe in meinem Bauch kommen. - Na denn-, was für Aussichten.

Ich höre nun in mich hinein und versuche zu erspüren was dran ist. Was Jesus will, ob ER mich so heilen will, wie vor drei Jahren bei der Darmperforation, die plötzlich zu war...oder ob ich mich der OP stellen muss. Aber leider spielt da meine Psyche einfach nicht mit.

Ich wäre gerne noch viel Tapferer! Auf der anderen Seite bin ich es schon, weil ich so viel durch mache und es ausschaut, als ob es Niemals enden wird für mich. Um mich herum dann die Menschen, die Alles auf die Reihe bekommen und irgendwie frei von Leid zu sein scheinen. Ich verstehe das nicht. Wie ich heute kurz mit einem Chirurgen geredet habe, über das Leid der Christen...und die Meinung haben Christen auch, das Christ leiden muss wie Jesus, er hätte es sogar so gesagt.....! Aber was ist dann mit den Christen, die ständig auf der Sonnenseite stehen? Krankheit kaum kennen, Depressionen ein Fremdwort ist?? Was ist mit denen, sie sind doch auch Christen. Warum leidet der eine Christ mehr als der Andere?? Komisch, Geistliche haben darauf auch keine Antwort, wenn man sie fragt. Aber dann kann es doch nicht stimmen, dass ALLE CHRISTEN leiden werden, wie Jesus gelitten hat. Ist vielleicht Einer unter euch, der mir das erklären kann?

Ich weiß für mich, wenn ich manches letztes Jahr nicht erlebt hätte und das Mobbing davor..und jetzt Vergebung und Frieden in die Sache kommen würde, hätte ich eine Chance zur Ruhe zu kommen, bzw. mein Körper. Gerade der Darm ist ein zweites Gehirn, sogar mit mehr Nerven als sonst wo im Körper. Der Darm reflektiert jedes Gefühl! Ich bin immer noch der Meinung ich WILL vergeben, ich muss vergeben und möchte Frieden. Doch wenn ich so drin hänge wie jetzt, spüre ich auch die Wut. Diese Wut, die KEIN Ventil hat und in meinem Körper so viel Schaden anrichtet. Auch dieses Phänomen begreifen die Wenigsten, aber das ist mir auch egal. Wer es verstehen möchte und auch Mitfühlen kann, wird es verstehen!

Ich werde aber mit eisigem Schweigen gestraft, nicht besser als an dem Tag an dem ich Suizidal war. Aber ich darf das ja nicht erwähnen, ich muss ja ruhig sein, weil wie kann sonst das Gegenüber mir vergeben oder in Kontakt gehen...ja ja, ich bin an allem Schuld. Eigentlich sollte ich denken..AR...lecken! Echt.

Wie sagte mein Therapeut: "Wann Elke willst du kapieren, dass XY ein Spinner ist". Werde ich das je erkennen? Denn dieser Spinner war so lange an meiner Seite und für mich war er kein Spinner. Soll ich jetzt auch noch prüfen, ob er ein Spinner ist?? Ich will das NICHT, mein Wunsch ist, dass dieser Mensch Mut im Arsch hat und sich dem stellt, was da schief gelaufen ist. Aber dessen Wunsch ist es, es Tod zu schweigen. Die Unterstützung hat er ja auch...von denen die meinen, ich kann keine Ruhe geben. Wann ich das endlich vergessen will. Aber diese Leute wissen NICHTS von dem was wirklich war und gelaufen ist! Daher: EI drüber schlagen und hoffen, dass Heilung passiert. Es geht gar nicht mehr so sehr um die Vergebung, klar sind da Dinge die vergeben werden müssen, die hart waren. Aber die Wunden sind viel schlimmer und tiefer. Da braucht es Heilung und noch in diesem Leben, denn mein Leben ist am Arsch.

Ich bin auf der Strecke geblieben. Mit einer billigen Vergebung ist da gar nix getan. Hoffe XY kann das auch mal erkennen. Aber das wird er nicht, denn sein Leben geht gut weiter, alles palletti, warum dann sich damit befassen oder belasten. Kann man nix machen. Scheiße wäre es, wenn ich wirklich weiter auf der Strecke bleiben muss und immer mehr Schmerzen ertragen.

Ich weiß aber auch nicht was das ist, ich habe letztens erst davon erzählt, dass mein letzter Besuch in der neuen Gemeinde nach dem Singen im Lobpreisteam war. Dann kam ich ins Krankenhaus. Am Sonntag sang ich wieder, nach fast 4 Monaten, nicht in der Gemeinde sein.

Ich sang, es ging gut und jetzt bin ich wieder krank.

Geistlicher Kampf nennt man das, denke ich. Denn es ist sehr seltsam. Immer dieses Lobpreisthema und die Blindheit der Menschen. Ich muss mit Jesus jetzt dran bleiben und TROTZDEM weiter in die Gemeinde gehen und WEITER Musik zu machen, Zu SEINER EHRE!

Wisst ihr, okay das ist bisserl gemein jetzt, aber manchmal wäre es gar nicht schlecht, all die Christen die es immer besser wissen. Zb.: Das man leiden muss,  nicht jammern darf, nicht was auch immer....die genervt sind, wenn man das ausspricht was einem belastet. Diese Leute sollten echt mal nur eins-zwei Tage mein Leben oder das Anderer, die leiden, leben und dann noch mal den Mund aufmachen. Ich glaube viele von denen würden nicht mal einen Tag aushalten. Denn es ist verrückt, was so ein Mensch ertragen kann und muss. Ich nicht ausgenommen.

Ich habe das Gefühl es hört gar nicht auf, es gibt sowas wie ein Leben in Fülle gar nicht für mich! Ich muss an allen Ecken und Enden leiden. Warum nur? Macht mich das vielleicht in eine Richtung besonders geistlich oder anders besonders?? WAS macht es für einen Sinn??? Kann es mir jemand beantworten? Aber Vorsicht, denkt an die Freunde von Hiob! Ich traue mich schon gar nicht mehr zu LEBEN.  Nicht weil ich es nicht könnte, sondern weil ein Schlag nach dem Anderen kommt. Ich kann nichts dagegen machen, außer lernen zu sagen: "Okay, dann nehme ich das mal wieder an", auch wenn es gefühlte Schläge, wie im Minutentakt sind.  Kopf etwas aus dem Wasser, kommt was, was einem wieder runter drückt und fast ersaufen lässt.

Ja ich könnte echt nur so schreien, aber es geht mir nicht alleine so. Da draußen, unter den an die tausend Leser in der Woche hier auf dem Blog, sind immer Menschen, die auch so viel Leid tragen müssen. Sich verstanden fühlen und auch getragen, durch die Worte die ich schreibe. Egal wie schräg meine Worte manchmal sind. Wir sind nicht ALLEINE mit dem Dreck und den Menschen, die uns noch einen Schuh auf den Rücken drücken, um das wir nicht nach oben kommen. Doch das passiert oft, dass ich negative Dinge gesagt bekomme und Keine die auferbauen, wie es sein sollte. Statt Leid mit zu tragen, (wie war das wenn ein Glied leidet, leiden alle mit.) können viele gar nicht,  weil sie nicht verstehen (wollen). Ja manche wollen es gar nicht verstehen! Schneller und besser geht es doch..Stempel drauf und in die Schublade!

Prüf dich mal, wo du stehst.

Ich habe auch echt sehr wenige, aber treue und gute Freunde, die sofort da sind, wenn es mir nicht gut geht und mir zuhören. Nicht immer nach meinem Mund reden, aber mich verstehen! Dafür bin ich mega Dankbar!

Und die Sache mit meinem Glauben. Ich kann es nicht verstehen was da passiert. Ich verstehe es einfach nicht, dass manche Christen so ein gutes Leben haben und der Rest wie Dreck behandelt wird, obwohl wie ich z.b für Jesus mein Leben geben würde. Ich ihn über Alles liebe und mein Mund egal wo ich bin, für meinen Glauben und Herrn über geht. Keine Show abhziehen muss und ein geistlicher Star sein. Nochmal ist da draußen Einer, der mir das erklären kann? Bitte nur zu!! Aber wirklich so, dass es nachvollziehbar ist!

Ok zur OP, wie gesagt ich hole mir noch ein paar Meinungen und spüre in mich, was dran ist. Ich werde es mit Jesus bewegen und ihn da auch nicht aus lassen. Er hat schon so viel Heilung geschenkt. Es wäre so dran, mir Heilung in der Seele zu schenken. VERGEBUNG UND LIEBE für die, die ich NICHT verstehe, wie man so kaltherzig sein kann. Ich weiß, böses Foul soll ich nicht schreiben! Ich schreibe es lieber, bevor ich noch mehr krank werde, weil nix nach außen darf. ICH WILL GESUND SEIN, am Besten an LEIB, GEIST und SEELE. Aber ich werde auch mich SEINEM Willen beugen. Ich weiß und will es glauben und das macht es aus, die Treue zum Herrn, dass er Gutes für uns im Sinn hat!

Auch für mich irgendwann. Vor dem Himmel noch. Es ist zwar so fern und fühlt sich nicht WAHR an, aber ich will es GLAUBEN, so sehr!!!!!!!!!

Ebenfalls werde ich versuchen eine Tagklinik zu finden, um richtig an die Sachen der letzten drei Jahre zu gehen. Denn es muss aus meinen Gefühlen, ich muss es bearbeiten! Ich denke es wäre eine Chance paar Wochen dies auf mich zu nehmen. Morgen werde ich mal mit meinem Arzt reden, vielleicht weiß er was.  Schlecht wäre es auch nicht, irgendwie eine Schmerztherapie (Psychosomatik) zu machen, dass mein Kopf und Gefühle nicht so schnell in Panik geraten und ich die Dinge besser annehmen kann. Neben meinem Glauben, eine gescheite Therapie. Weil wie einen Blog vorher schon gesagt, bringt mich das Gelaber in meiner Therapie null weiter! Ich kann nicht den Schalter umlegen und denken "Ab heute bin ich xY nicht mehr böse" oder "Alles ist gut". Wenn das ginge, wäre jeder Psychoheini arbeitslos.

In dem Sinne, ich halte euch auf dem Laufenden. Jetzt werden paar Tage gefastet und ich werde berichten, was mein Bauch so macht und was die Ärzte gesagt haben. Bleibt stark, die Welt ist zwar oft Scheiße, aber wer weiß vielleicht lohnt es sich doch weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben, wenn auch das Innere so danach schreit und meint "Lass mich sterben".

Blessings