20. Jan, 2019

Ohne Kraft - doch was ich brauche kommt von Jesus

Ob es mir besser geht, irgendwie ja...doch ich kann mich nicht schon jetzt freuen, weil ich nicht weiß, ob nicht der nächste Rückfall vor der Tür steht. Ich kann nur noch ruhig sein und abwarten, was auch Gott so für mich geplant hat. Hinnehmen muss man es doch, wie es ist, ob Christ oder nicht. Doch als Christ tue ich mir leichter. Es ist seit Ende November so ein auf und ab. Hätte es nicht gereicht, dass ich einen schweren seelischen Schmerz erlitten habe und damit sich ein Rattenschwanz hinterher zog, der an mir haftet? Nee, Elkes Körper muss mal wieder alles auch noch so ausdrücken!

Vor kurzem habe ich in Facebook gepostet, dass ich keinen Bock mehr habe auf Lieb sein. Naja, irgendwie bin ich schon auch von Natur aus lieb, aber ich meinte damit auch, dass ich mit den Gefühlen nicht mehr hinter dem Berg halten möchte. Das ist für mich tierisch schwer, denn ich mache es ein Leben lang schon und seitdem ich zusätzlich noch ein bisschen von zu frommen Leuten verdorben worden bin, traute ich mich gar nicht mehr an Gefühle ran. Weil man sofort abgestempelt wurde. Also war zusammenreißen dran. Auch noch nach dem ich Gemeinde verlassen hatte, aber der Druck war immer noch auf mir. Den mir Jesus jetzt Stück für Stück nehmen möchte.

Ich weiß das ich gesagt habe, dass ich weniger über Christen und Gemeinde schreiben will, aber immer wieder holt es mich ein. Auch weil die Ältesten mit denen ich IMMER noch ein Thema habe, nicht mal über ihren Schatten springen können. Denn für das Gespräch was wir am Ende hatten, muss Vergebung laufen, auf beiden Seiten. Doch sie fühlen sich so im Recht. Ein Ältester sagte mir vor ein paar Wochen, als ich das Folgegespräch ablehnte: "Ich kann es verstehen, denn das Gespräch war schrecklich und dir gegenüber sehr unfair". Also hatte ich es mir nicht eingebildet. Gerade ein Ältester, der null zum Ältesten und Hirte berufen ist, aber von anderen "gewählt", der sollte das Gespräch und was er mir antat mal schnellstens reflektieren. Aber er wird es nicht können. Ich fühlte mich komplett heraus manipuliert aus der Gemeinde, getrennt von meinen wenigen Geschwistern, mit denen ich eine freundschaftliche Beziehung hatte. Natürlich nicht wie ich es mir gewünscht hätte, aber es waren trotzdem Ankerpunkte. Hätten sie mich nicht rausmanipuliert, wäre es sicher auch nicht gut weiter gegangen. Wer weiß.

Am Freitag holte ich mir bei einem Psychologen wo der Brief von der Menterschweige (Klinik in der ich letztes Jahr ab März war) , hin geschickt wurde. Ich hielt dieses Schreiben in der Hand und musste wieder neu reflektieren. Es wundert mich nicht, dass alles so gekommen ist. Ein Teil fand ich interessant. Da steht, Frau Blessing hat in ihrer Kernfamilie niemals Liebe oder Geborgenheit erhalten. Dadurch begann sie irgendwann sich Gruppierungen (Hare Krishnas etc), später einer christlichen Gemeinde anzuschließen. Bei denen sie eine symbiotische Geborgenheit suchte und nicht bekam....bla bla bla.

Wobei es zum Teil stimmen kann. Denn den symbiotischen Missbrauch ging ich ja schon als Kind und Jugendliche ein, aber ich verwechselte den körperlichen Missbrauch an mir, mit Zuneigung der Person, die mich abhängig gemacht hatte.

Es gab keine Korrektur in der Sache, auch nicht bei meinem Therapeuten. Denn schaut man sich die Geschichte mit ihm an, die ich viele Jahre auch mit ihm hatte...ging es wohl um "Korrektur" und "Familie" nach erleben, aber ich wurde auch von ihm mega-abhängig. Abgelöst wurde es dann mit der Gemeinde und dem Seelsorger/Pastor. Ich war niemals wirklich frei! Harter Tobak!

Jesus hat es mir so oft gesagt, dass er es hasst, wenn Menschen von Menschen abhängig sind, oder gemacht werden. Hass war nicht der Wortlaut, er sagte, es ist ihm ein Greuel. Er zeigte mir auch mal vor vielen Jahren, was an Schmerz passiert wenn ich mich zu sehr von einem Menschen abhängig mache. Ich hörte die Warnung nicht, mein Hunger "dabei" sein zu dürfen war viel größer oder die Angst davor "Alleine" zu sein.  Ich Depp! Ich großer Depp! Ich war menschlich gesehen alleine. Auch wenn es so aussah, als ob es sich total um mich gekümmert würde. Aber was ist die Wahrheit?? Ich wurde sobald jemand dabei war zur Fremden oder unangenehm für diesen Menschen, der sich doch um mich "kümmerte". Bei Feiern der Person wurde ich ausgeschlossen, weil sie sich für mein "Verhalten" was "Vielleicht" den anderen auffallen hätte können, schämte! WeinenIch habe es immer wieder verdrängt und vergeben. Gar nicht wahr genommen, weil ich einfach zu sehr an dem Strohhalm oder Brotkrumen fest hielt. Ich bin Null gewachsen. Geistlich nur weil Jesus (der Heilige Geist) mich selbst lehrt was ich geistlich wissen muss, oder mir immer mal wieder Leute zur Seite stellt, die in SEINER Vollmacht reden, aber menschlich wurde ich immer kleiner!

Deshalb hat Jesus die Reissleine gerissen! Ja klar war es für den Seelsorger und mich schwer, dass Ganze. Doch für mich war es noch ein Höllentrip der mich schwer, schwer geläutert hat. Gar nicht geprüft" wie es so gerne manche verlauten lassen. Nein, Gott ist kein Tyrann und prüft einen so hart. Aber er ist unser Vater und erzieht uns. Und was wir uns selbst eingebrockt haben, das haben wir gefälligst mit aller Konsequenz auch aufzuarbeiten. Mit Seiner Hilfe, aber den Schmerz haben wir zu spüren und durch zu gehen. Wie ein guter, gerechter Vater eben sein Kind auf die richtige Spur bringt. Hart aber ..geläutert wie Gold, oder so ähnlich.

Mir tut es weh, wenn mein Ex-Seelsorger meint dass es für ihn auch sehr hart war und ist. Ich möchte es so gerne glauben. Aber ich kann es einfach nicht, weil sein Verhalten, es nicht erkennen lässt. Er meidet mich wie die Pest. Nach wie vor, von wegen Auszeit und dann wieder Kontakt. Ich kämpfte schon fast um mein Leben bei dem ersten Schub mit den Clostridien. Ich war echt schon sehr krank, aber das war hammermäßig schlimm. Er wusste davon, er weiß von dem Divertikelschub Anfang November und von allen Rückfällen mit diesen schlimmen Bakterien. Aber er schafft es nicht über seinen Schatten zu springen und mal diesbezüglich eine Karte zu schicken oder für mich beten zu lassen. Denn ist man mal aus dieser Gemeinde raus, egal ob 13 Jahre Zugehörigkeit, du bist nur noch eine Nummer....keiner verschwendet ein Gedanke des Gebetes für dich oder sonst wie. Wie war das? Leidet ein Glied, leidet die ganze Gemeinde, noch nie habe ich das erlebt!!! Zumindest bekomme ich es nicht mit. Meine wenigen Freunde sind mir geblieben, das wird auch keiner zerstören! Aber es ist kein Vergleich zu meinem Leid, was diese Trennung gekostet hat. Ich habe die Gemeinde verloren, meinen geistlichen Input in Gemeinschaft, ein großer Teil meiner Struktur, einen Raum wo ich mal laut "Alleine" Musik machen konnte und vieles mehr. Und der Seelsorger??? NIX, er hat eigentlich nur gewonnen. Er hat sich dem Stellen müssen, dass das alles dumm und schlecht gelaufen ist, das ist wohl wahr, aber sicher schon lange gegessen und am Ende ist eh immer der Hilfesuchende Schuld an Allem und derjenige, der keine Hilfe wollte. Wobei ich die ganzen Jahre hart gekämpft und gearbeitet habe.  Aber er hat gewonnen in allen Richtungen. Er hatte mich vom Hals. Keine Störungen mehr durch mich, keine stressige Person mehr, die ihn fordert. Er hat alles weiter gemacht wie bisher. Seine Musik (wo ich auch immer dabei sein wollte, wenn nur als Roadie Winken, aber ich habe auch da immer nur gestört).....Also was soll daran so schwer gewesen sein? Nur das Wahrhaben, dass wir es eben NICHT geschafft haben. Ich der Loser, er eben nicht. Das ist so unfair!! Aber wer wird stärker da raus gehen? Beantwortet es euch selbst.

Mein Fazit und ich weiß auch, dass es so sein wird. Kein Mensch, keine Institution wird noch mal an mich so nah ran kommen!! Ich werde mein Leben mit Jesus und mit den Menschen die Jesus mir jetzt zur Seite gestellt hat und meinen treuen Freunden, autonom leben. Keine Suche im außen oder bei Menschen, nach der Liebe, die mir verwehrt wurde. Ich habe und finde sie echt im Glauben und bei Jesus. Wisst ihr, ER entschädigt mich für so vieles. Ich darf so viel mit ihm erleben, was das weltliche Denken oder sogar was Christen denken können, übersteigt. Daher habe ich wie Paulus auch den Stachel im Fleisch. Ich darf Dinge sehen, die mir Sicherheit geben, wer meine wahre Familie und Vater ist! Vor der irdischen neuen Familie, meine treuen Freunde. Ich weiß nicht wie das Alles weitergeht. Nach wie vor bin ich kein Gemeindehopper, werde es auch nicht werden. Ich bin gespannt, was Jesus macht und wie ER führt. Vielleicht gibt es für mich auch keine neue Gemeinde mehr, vielleicht hat ER ganz andere Pläne.

Ich wünsche es mir, dass ich wieder gesund werden darf und noch heiler an Leib und Seele werden darf. Klar meine Psyche reagiert weiter und manchmal sehr unsanft auf das Alles. Aber auch da werde ich reifer. Ich muss nicht mehr wegen Allem ausflippen, ausrasten oder mich Selbstverletzen. Ich habe die letzten zwei Jahre gelernt auch auszuharren, ruhig zu werden und zu vertrauen, das Gott alles richtig macht und alles unter Kontrolle hat. Das spüren schon einige an mir. Ich hänge mich weit nicht mehr so stark an Menschenmeinungen, wie noch vor wenigen Wochen, das wird auch immer besser. Denn Leute wie schnell geht das Leben vorüber und wir machen uns nonstop Sorgen, für wen den????

Ich habe gestern wieder sehr mit Jesus diskutiert, weil ich mal wieder den Blog aufgeben wollte und was so drumherum ist. Weil ab und zu überkommt es mich und ich wünsche mir das ruhige Leben und einfach nix mehr anstrengendes rein lassen. Doch die Pläne sind anders. Ich war nah dran, dass hier platt zu machen. Dann bekomme ich heute morgen um 4 Uhr eine total liebe Mitteilung einer Frau, die meinen Blog besucht hat und sie schrieb unter anderem, ich solle weiter machen...da es ihr viel helfen würde in ihrem eigenen Leben. Damit hatte Jesus schon wieder durch jemanden geredet. Das erlebe ich jedesmal, wenn ich den Blog beenden möchte. Daher WEITER GEHTS!

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, bleibt in der Ruhe unsres Herrn und wenn du Jesus noch nicht kennst, versuche es doch mal mit ihm. Verlieren kann man nix, nur gewinnen.

Blessings

(wer möchte, kann bitte für meine Gesundheit beten. Es geht mir echt nicht gut!!!)

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