14. Jan, 2019

Vertrauen in den eigenen Körper - Körper der Tempel Gottes?

Etwas was die meisten Menschen mit PTBS/Borderline etc. kennen, ist das fehlende Vertrauen in den eigenen Körper. Manchmal auch der Selbsthass auf Diesen! Ich setze mich seit meinem zwölften Lebensjahr mit meinem Körper auseinander. Ich kenne es zwar von Klein auf, dass ich ständig mit Krankheiten reagiere, wenn es mir psychisch nicht gut geht oder wenn ich verdränge. Es sind nicht mal nur so Kleinigkeiten an Krankheiten, sondern wirklich heftige Dinge. Ich reagierte schon mit Leukämie (was durch vorläufige Gnade geheilt wurde, ich schrieb darüber im Buch und im Zweiten noch ausführlicher).  Eine Re-traumatisierung im Jahr 2009 brachte mir eine OP ein, wo ich 30cm Darm verlor und seitdem macht mein Darm immer wieder Probleme und mit jedem psychischem Stress oder etwas Unverarbeitetes reagiert der Darm oder Unterleib (im Mai wurde ich an der Gebärmutter operiert, auch wegen Re-traumatisierung). Ganz ehrlich, das macht mich echt müde. Es ist immer so und doch auch immer wieder, dass ich in den heftigen Krankheiten Wunder erlebe. Wie damals bei meiner gedeckten Darmperfortation, wo alle Ärzte schon Ammok gelaufen sind und wieder oprerieren wollten, denn es war lebensgefährlich. Ich hörte immer wieder es nicht zu operieren und irgendwann (ich habe Bilder da) war nach einer Untersuchung, wo im Darm die Stelle noch  offen war, nach einer Woche (!!)   nur noch ein kleiner Strich als Narbe zu sehen. Mein Arzt konnte dies nicht verstehen und war total erstaunt. Auch wenn ich immer wieder diese Dinge erlebe und erfahre, kommt es mir manchmal wie russisches Roulette vor! Menschlich gesehen. Geistlich muss ich einfach vertrauen, dass Gott weiß wann meine Zeit vorüber ist oder ob ich mal Gesund sein darf, zumindest am Körper!

Die Psyche ist dadurch sehr belastet und angegriffen. Seit Ende November bin ich sehr krank und erhole mich so gut wie nicht. Ich habe schon 12 Kilo abgenommen, gut das ich übergewichtig bin! Denn so hat der Körper echt was zum zehren.  Wäre ich Normalgewichtig, hätte ich jetzt zusätzlich noch ein anderes Problem. Ich habe auch schon richtig Angst vor dem Essen, denn kaum denke ich,  diese Clostridienscheiße ist überstanden und beginne Normal zu essen, geht es wieder mit Durchfall los. Also erneut fasten, aufbauen und versuchen was dann irgendwann mit Essen geht. Drei Rückfälle hatte ich bereits.

Am Samstag begann der Neueste. Ich fuhr mit einer Freundin aus der Ex-Gemeinde in ein Krankenhaus. Irgendwie sind die Kliniken alle total überlastet mit Patienten. Ich bekam eine Infussion mit Flüssigkeit, weil wieder nix drin blieb und der Bauch wurde abgetastet, der unreife Assistenz-Arzt meinte er müsste mich rektal untersuchen und verletzte mich dabei. Ich blutete eine ganze Weile danach. Dann wurde ich nach Hause geschickt. Supergeil für meine traumatisierte Psyche. Aufjedenfall machten sie einen schnellen CRP-Test und dieser war bei 48!!!!! Mit 48 hätten sie mich schon in der Klinik behalten müssen, wie es sich auch bestätigte, nach dem ich direkt nach dem ich zu Hause war, dort Beschwerte eingelegt hatte und sofort reagiert wurde. Denn soweit bin ich mittlerweile, dass ich mir NICHTS mehr gefallen lasse, von keinem.

Wo Unrecht geschieht, muss Unrecht angesprochen werden!!!!!

Ich sitze gerade hier und warte auf einen Anruf von meinem Hausarzt, damit wir besprechen, wie es weiter gehen kann. Durch das Abnehmen und nicht richtig essen können, fehlen mir unter anderem ein bestimmtes Eiweiß, was dringend vom Herz benötigt wird. Aber solange man nicht umfällt oder andere schlimme Symptome hat, nimmt keiner es ernst.

Saublöd, denn ich kann auf Grund meiner heftigen Traumata, oft wirklich aussehen wie das blühende Leben und der Körper spricht eine ganz andere Sprache. Mir ging es am Wochenende wirklich nicht gut, aber ein Egostate war an der Oberfläche, der nicht zeigen konnte wie schlecht es ihm geht. Nur kein ausgeliefert sein an andere Menschen. Das war echt bescheuert, denn das kenne ich auch mein Leben lang schon. Das macht es den Anderen auch schwer, mir anzusehen ,dass es mir richtig scheiße geht. Gott sei gedankt, ist der Anteil nicht immer da. Denn als ich das letzte Mal in der Klinik war, sah man es mir sehr an! Ich konnte mich wie ich ja schon erwähnt habe in einem anderen Blog, nicht mal von einer Seite auf die Andere drehen, so schwach war ich.

Ja der Körper, der ein Tempel Gottes sein soll.

Ich habe das Ventil der SV nicht mehr, weil ich es nicht mehr möchte und sehr dagegen ankämpfe. Aber manchmal denke ich mir, was ist einfacher oder leichter zu ertragen??? Den Schmerz in den Körper als Ventil laufen zu lassen und dadurch immer tod krank werden oder sich ritzen? Jetzt ehrlich, denn das Ritzen entlastete, wenn auch nur für eine kurze Zeit.

Beides ist Käse!!! Warum, weil es besser ist, Skills (Techniken) anzuwenden, wenn man so unter Anspannung und Panik steht.

Doch, wie soll das gehen? Ich habe im Moment keine Therapie, weil es mit dem Therapeuten einfach nicht hinhaut. Er ist so ein ignorantes ...., denkt es euch. Aber er hat mir in den ganzen fast sechs Wochen, nicht einmal eine Krisenintervention oder Hilfe angeboten. Schweigt sich aus, bis wir ein Gespräch zusammen mit dem Caritas Psychologen führen, um zu schauen, ob wir überhaupt noch miteinander arbeiten können.

Derjenige, der mit für mein Chaos verantwortlich ist, schweigt sich auch aus. Nicht mal ein "Genesungswunsch". Auch da steht das Gespröch aus, was ich erst machen soll, wenn ich körperlich fitter bin. Ein Teufelskreis, wie soll ich körperlich fitter sein, wenn der Schmerz der gerade aus der Richtung kommt, nicht mal gedeckel oder bearbeitet wird? Wie soll der Köper und die Psyche das weiter verkraften? Es war eine langjährige enge Beziehung, können Menschen echt so tun, als ob es das nicht gegeben hätte. Was kapiere ich da NICHT?

ES ist nicht nur das Verlassen worden sein, es war so viel, was daran hing.

Klar war es nicht optimal und auch oft sehr schädlich, auch der Ort Gemeinde (muss es kurz erwähnen, will ich ja nicht mehr, aber es hat halt damit zu tun). Aber es gab auch Gutes, was mir weg genommen wurde. Es ist Alles so verworren. Auf der einen Seite taten mir Dinge gut, auf er anderen Seite war es brutal schädlich. Alleine, dass: Mich nirgends dabei haben wollen, wo mein Herz aber dran hing. Jeden Tag tönt es in mir, dass ich nicht gut genug bin "dabei sein zu dürfen", egal wo. Man schämt sich für mich....! Da sowas an mir nagt, ist es doch klar, dass der Schmerz wo hin geleitet werden muss. Ich könnte sonst den ganzen Tag vor seelischen Schmerz schreien.

Christen machen es uns da nicht leichter. Ich finde, das macht sogar noch mehr Druck, dieses Gelaber!  Die Meisten haben keine Ahnung, weil sie noch nie in tiefen Krisen waren, denn keiner von den Menschen, die großes Leid erfahren haben, die sich NICHTS vormachen, würden einen belasteten Mensch unter Druck setzen! Weil sie das Leid kennen und was es anrichtet, wenn die falschen Worte uns treffen.  Ihr kennt die Sprüche sicher auch! Mir hängen sie zum Hals raus, die spricht Jesus selbst nicht zu mir!

Das Einzige, was ich weiß ist...ich kann so nicht mehr weiter machen. Was noch dazu kommt, ich müsste so unbedingt lernen, dass mir andere Menschen wieder mehr am Arsch vorbei gehen (das hat mein Therapeut mir so gelernt

damals Cool) . Ja damit ging es mir besser, aber ich war da auch noch nicht mit Jesus unterwegs, denn wie soll das gehen? Aber, wenn man das so interpretiert, sich nicht alles von Anderen rein zu ziehen oder jedes Unrecht an sich zu lassen, dann JA ist es gut, wenn es einem am Allerwertesten vorbei geht!

Ich hoffe so sehr, dass ich GESUND werden darf. Das heißt nicht, die Wunderheilung, wäre schön, aber ich werde den Stachel im Fleisch behalten - um mich nicht zu überheben, wie so mancher da draußen!  - Es gibt echt Leute in der Öffentlichkeit, die meinen zu jedem Thema ihren Senf zu geben, aber hatten nie ein schreckliches Leben oder eine Krise. Sie reden nur von dem was sie gehört oder gelesen haben.. damit sammelt man auch Anhänger! Und Blinde rennen hinter den schönen Worten hinter her, wenn sie nur mal Wachsam wären!!

Das ist ein Thema, wo Jesus will, dass ich mich nicht mehr darüber aufrege. Ich kann die Leute vor ihrem Unheil nicht bewahren oder sie schützen, so gerne ich das WILL. Es geht nicht. Ich kann immer wieder meinen Dienst tun und darüber schreiben, wie ich die Dinge erlebe und erlebt habe. Auch was mir auffällt.

Ob Leute dann reagieren, umkehren oder weiter den Gurus folgen, nicht meine Baustelle. Das muss ich lernen. Auch, dass ich eben nur ein kleines Licht in dieser Welt bin und nicht so viel bewegen kann. Obwohl mir Einige sagen, es wäre nicht so. Aber ich fühle mich so.

Warum müssen Menschen nur immer so schauspielen in der Öffentlichkeit und unter anderen Menschen? Wie wäre die Welt so viel anders, wenn jeder offen wäre und sich zeigen könnte.

So wie wir das gelernt haben bei Menschen, genauso machen es viele bei Gott! Versuchen sogar bei Gott die Schwächen und Sünden zu verbergen. Doch schon klar oder, das Gott alles weiß? Aber dieses lebenslange eingeübte sich verstecken, Menschenfurcht, gut da stehen wollen bei Anderen und darstellen was man nicht ist, ist bei so vielen Menschen so tief eingewurzelt!

Die meisten würden gerne die Maske fallen lassen, sein, wer er ist und leben wie er es möchte, doch der Mainstream hat sie in den Fängen. Die Meinungen der Anderen und die heftige Angst verletzt zu werden, wenn man sich zeigt, hält uns Menschen oft zurück.

Verletzt, ja das wird man, wenn man sich nicht zeigt oder zeigen darf. Schon gemerkt??? Ich schreibe hier auch total unverblümt und ehrlich wie es mir geht, meine Gedanken. Warum auch nicht?? Ich denke, das ist was, was anderen hilft und weiter helfen kann. Zu sehen, man ist mit seinem Müll nicht alleine! Ach was wäre die Welt so gut, wenn jeder SEIN dürfte. Aber Leute, schon mal drüber nachgedacht, wer die Welt zu einem manchmal schrecklichen Ort macht?? - RICHTIG - WIR MENSCHEN!! Weil keiner den Anderen einfach leben lassen kann. Warum nicht???

Blessings