23. Nov, 2018

Verbände von Gemeinden und Kirchen wacht endlich auf - Nope Jesus und ich geben noch keine Ruhe

Noch immer liege ich im Krankenhaus und mache mir so meine Gedanken. Von soll ich jetzt alles hin werfen und mich aus der Öffentlichkeit zurück ziehen, bis zu: soll ich weiter "den Schrei ins Leben" für mich als Betroffene und Alle anderen Betroffenen tun? Laut werden, um die Misstände, die Stigmatisierungen, die weltlich und auch unter Christen noch immer passieren, zur Veränderung verhelfen? Bis heute Morgen, wollte ich, wie zum X-ten Mal, aufhören. Seite platt machen und in einen ruhigeren Hafen des Lebens einfahren. Denn die Missstände zu sehen, sie auch am eigenen Leib zu erfahren, kann schrecklich sein Und es tut immmer unsagbr weh! Manchmal hat man das Gefühl man kämpft nur alleine. Ist aber nicht wahr, es werden immer mehr Betroffene, die Gesicht zeigen und nach außen gehen, Wände der Stigmatisierungen, wie ich und Jesus einreissen wollen! Auch in christlichen Kreisen! Da ist es mein Auftrag und Wirkungsfeld. Heute machte ich mir so Gedanken, warum setzen sich die großen christlichen Verbände so wenig ein, dafür, dass in Gemeinden Menschen mit Behinderungen, egal körperlicher oder psychischer Art, sich besser in Gemeinden oder Kirchen integrieren können. Mir ist aufgefallen, dass es wenig Menschen im Rolli gibt oder wenig geistig Behinderte, die sehr wohl etwas von Jesus wissen wollen. Siehe mein damaliger Blogbericht als ich für die Lebenshilfe im Einsatz war, im August. In meiner neuen Gemeinde in die ich gehe, da sind einige Menschen mit psychischer Belastung. Manche kenne ich schon und sie fühlen sich dort einigermaßen wohl. Doch merke ich, das es auch da etwas an Erfahrung fehlt, wie man sie richtig integriert oder einfach in die Mitte nimmt.

Ja einfach!

Jesus hat mir die letzten Wochen so die Augen geöffnet und mir viel gezeigt, vorallem an mir selbst! Und es tut so sehr weh. Dieses dreizehn Jahre lange bemühen, dazu gehören zu dürfen, ein Teil zu sein, der sich mit Gaben einbringen darf. Ich war nicht mal auffällig in der Gemeinde.  Ich schaffte es immer sehr gut, meinen Schmerz oder was gerade da war, nicht nach außen zu tragen. Meine Buchveröffntlichung war damals großes Drama, es wurde demonstrativ von den wenigsten gelesen, ohne sich mit mir persönlich mal  zu befassen.

Ich könnte jetzt ausholen, will ich aber nicht, da ich ja gesagt habe, das Manches nicht mehr intensiv zum Thema gemacht werden soll. In der neuen Gemeinde, wo ich versuche anzukommen, durfte ich nach drei Wochen Musik machen, Vorlesen und laut für die Gemeinde beten. Alles was ich mir so lange gewünscht habe und generell nicht durfte, zweimal in dreizehn Jahren habe ich im Godi eine Bibelstelle vorgelesen und Weihnachten einen Poetry. Es kam auch da gut an, aber wurde nicht mehr zur Wiederholung. Ich war ein Außenseiter, wie eben Alle oder viele Betroffene in vielen Gemeinden! Und glaubt mir, ich war und bin nicht die Einzige dort. In der neuen Gemeinde kam es sehr gut an und Menschen haben mich danach gesehen, kamen auf mich zu. Doch, ich tat es zur vollen Ehre meines Herrn und ich war voll von Angst, dass die lang eingeimpfte Lüge, die ich glaubte - diese Dinge NICHT zu können, die Regie übernehmen würde und es nicht klappen würde.  Und Jesus hat das Alles einfach so arrangiert, dass ich neuen Mut fassen kann Und mir gezeigt "Geh und Tue" . 

In vielen Gemeinden, wenn sie es sich nicht auf die Fahne geschrieben haben, sich um die Kranken und Beladenen zu kümmern (was eigentlich der Auftrag der Gemeinde war, als Jesus uns zu "Kirchen" machte) haben die Mitglieder/Geschwister Berührungsängste oder meinen Wunder wie sie mit uns betroffenen Menschen ungehen sollen oder was sie alles so brauchen. Nicht jeder Behinderte oder psychisch Kranke ist ein Blutsauger oder bedrohlich,  weil er so viel braucht.

Ich kenne Normalos (gibts die echt?), wow die können aber auch ganz schön nerven. Eben weil wir Menschen sind! 

Doch genau dies ist in den Köpfen der Anderen, in der Gemeinde, ich habe es erlebt! Ja, ich habe meine Krisen und ich habe mich oft zurück gezogen. Ich war wochenlang in einer schweren Depression und alleine in meiner Wohnung, fast ohne Versorgung. Selbst in der Seelsorge stand ich damals erst am Ende dazu, dass es so ist. Nur um KEINEN zu belasten. Aber in manchen Köpfen und in vielen aus anderen Gemeinden ist es so festgefahren zu glauben...man muss die Leute retten. Sie denken, Wir kosten viel Zeit, man muss zum Hobbypsychologen werden, um unsre "Welt" zu verstehen.

Alles absoluter Blödsinn!

Gerade weil wir, mit schlechten Erfahrungen und Vergangenheit "Hunger" haben, viel sogar (das stimmt) reicht es oft...die Brotkrumen zu bekommen, in Form von: Annahme, gesehen werden, sich unterhalten dürfen.  normaler und lockerer Umgang, eingeladen werden, dabei sein dürfen. Liebe Worte und mal eine Umarmung. Gaben leben zu dürfen und nicht die Krankheit als Vorwand nehmen, wie bei mir geschehen, somit den Anderen ausschließt und eine Welt, die eh schon sehr gebrochen, noch mehr zerbricht.

So stinkeinfach! Ist es bei den Normalos anders? Nope! 

Und da schreie ich jetzt laut die Verbände an! Kümmert euch verdammt noch mal, sorry, man soll nicht fluchen....um diese Menschen! Die Menschen, für die Jesus schon verurteilt wurde, mit ihnen engen Kontakt zu haben und sie in die Mitte zu nehmen...die ER so sehr liebte und liebt!  

DENN ES LÄUFT WAS MÄCHTIG MÄCHTIG SCHIEF, IN DER RICHTUNG, IN DEN VIELEN GEMEINDEN UND KIRCHEN! 

Ja ich wolte mich mal wieder unter den Strauch legen und warten bis dieses harte Leben für mich ein Ende hat...aber Gott...hat andere Pläne! Er lässt mich da liegen, versorgt mich und dann soll es wieder weiter gehen. Sogar jetzt noch, wo ich gerade eine schwere körperliche Krankheit durchmache.

Gerade wurde ich überrascht von einer super lieben Frau aus der damaligen Gemeinde, das war eine sehr schöne Begegnung. Ich muss echt langsam friedlicher in mir werden und lernen zu glauben, dass es tatsächlich Geschwister gab, die mich mögen. asche auf mein Haupt! 

Auch heute morgen kam ein Arzt zu mir ans Bett und siehe da, den kenne ich aus einer Gemeinde😉😉😉😉. Ein ganz lieber Mensch. Aber dies tut Gott. Beter sind in FB und im Hintergrund, das weiß ich...doch

Blessings