5. Nov, 2018

Sag nicht "Ich kann NICHT" - setze die von Gott gegebenen Gaben ein

Heute waren die vierzehn Tage rum und ich musste mich wieder der Therapie stellen. Selbst da erwische ich mich, dass ich am liebsten nicht gehen würde, weil es oft sehr weh tut. Ja es tut weh hin zu schauen, wie ich manches einfach noch nicht so gebacken bekomme oder mir die Fähigkeiten genommen wurden und ich sie Stück für Stück mir zurück erobern muss. Heute liefen auch Tränen, die ich aber gleich wieder vom Gesicht gewischt habe, denn ich kann es immer noch nicht zulassen vor Anderen zu weinen. Obwohl ich meinen Thera echt geschlagene  25 Jahre kenne, wir haben zwar nicht die ganze Zeit miteinander gearbeitet, aber wir haben ein paar gemeinsame Höllentrips und auch wirklich positive Dinge durch. In meinem neuen Buch werde ich viel über die Therapie schreiben. Mit diesem Therapeuten war es mir möglich, sogar eine Ausbildung zu machen und mich zu entfalten. Meine Gaben einzusetzen, zu erkennen.

Ich muss jetzt erkennen, dreizehn Jahre verlaufen und denken, ich bin zu Hause und angekommen...war eine Lüge, denn ich lese ab und zu meine geschriebenen Dinge ab dem Jahr 2009 (da hätte ich schon alles beenden sollen), was ja nicht ging, denn es war mittlerweile Lebensinhalt und Abhängigkeit, egal wie schräg Alles war. Dies muss ich endlich los lassen, es ist vorbei und ich muss nach vorne schauen.

Ja, nach vorne schauen, fällt mir gerade so schwer! Als ich heute vom Therapeuten zum Essen in die Caritas gefahren bin (auch das muss ich wieder machen, wegen der Spirale, dass sie nicht weiter nach unten geht), sagte Jesus zu mir im Auto, nach dem ich ihm sagte, dass ich das Alles nicht schaffen kann, nicht schaffen werde...Selbstwert war im Arsch. Meinte Er: "Elke, habe Geduld. Gib dir Zeit. Zeit die Wunden zu Narben werden zu lassen und auch diese verblassen lassen. Den Schmerz zulassen, dazu gehören die Trauer und die Tränen". Dann zeigte er mir ein bisschen von dem, was die nächsten Wochen auf mich zukommen wird. Jetzt erst komme ich an den echten Verlustschmerz dran. Die Wut wird immer weniger und die Trauer kommt, da muss ich durch! Das ist der Weg in die Heilung in dem Bereich. Es waren schlimme Verletzungen, es war mich im Stich lassen, als ich mein Leben beenden wollte. Es ist etwas re-traumatisches passiert und mein Inneres will keinen Menschen mehr an sich ran lassen. Das muss heilen, nicht jeder Mensch ist gefährlich (das weiß der Kopf), das muss in die Psyche und wieder ins Gefühl und das dauert. Egal, lassen wir die Zeit und Jesus arbeiten, vielleicht ist im Gegenüber mehr "Unsicherheit" etc. als bei mir. Who knows.

Okay zurück zu meinem Thema heute! (Ihr seht, durch das, dass ich mit der Trauer noch nicht durch bin, komme ich immer wieder auf das Thema)

Was Jesus mir zeigte beim Autofahren, war etwas mit dem ich mich jetzt die nächsten Wochen auseinander setzen muss, obwohl ich mir immer selbst einrede (und nicht weil ich im Selbstmitleidsmodus bin, sondern weil mein Körper und Psyche so auf Sparmodus läuft) ich kann nix, ich bin nix, ich bin eine Zumutung, keiner mag mich und das Leben wird nie wieder gut! Ja, diese bescheuerten Glaubenssätze müssen endlich mal sterben und ersetzt werden.

Die letzten zwei Wochen waren echt so, dass ich niemanden oder nur enge Freunde sehen konnte und wollte. Ich igelte mich total ein, obwohl mir Jesus noch die Kraft gab weiter zu schreiben und euch hier weiter auf dem Laufenden zu halten. Der Mensch tickt echt komisch und mich zerreisst es auch ein bisschen, denn dann frage ich: "Wer bin ich, was bin ich, wo geht es hin?" Und dann switchen die States in mir: "Ich kann nichts...(ihr wisst schon) bis hin zu "Ich kann es schaffen". Hin und her. Mut - Mutlosigkeit. Grrrrrrrrrr.

Die nächsten drei bis vier Wochen werden spannend. Ich ohne Kraft und keine Ahnung wie ich es schaffen soll und ich aber weiß, dass es Dinge sind, die Jesus selbst geschaffen und bereitet hat. Ich habe euch ja von meiner neuen Gemeinde erzählt, wo ich auch jetzt zwei Wochen nicht war, weil es einfach nicht ging. Die vielen Menschen und das Einreden, dass sie mir auch bald sehr weh tun werden, mich nicht mögen etc. . Aus der Gemeinde habe ich ja schon paar Bekanntschaften geschlossen und die hatten mich doch zum Musikmachen eingeladen. Ich dachte, weil ich jetzt nicht mehr hingegangen war, würden sie mich vergessen oder denken ich komme nicht mehr. Vielleicht wäre das auch der Fall gewesen, wenn gestern nicht eine sehr liebe Frau wieder Kontakt mit mir aufgenommen und mir die Daten für die Proben durch gegeben hätte. Sie proben dreimal, zweimal 2,5 Std. Das kenne ich von der alten Gemeinde auch nicht, da musste es immer schnell und perfekt durch gezogen werden. Am Sonntag wird das ganze im Gottesdienst als Lobpreiszeit gesungen (habe ich so verstanden, ich lasse mich überraschen), aber ich kann mich nur wieder wundern, wie Jesus die Dinge einfädelt. Nun muss ich nur noch die Kraft haben, das auch durch zu ziehen und mich drauf einlassen, um gute Erfahrungen zu machen. Die bösen Worte aus den Ohren zu bekommen, die so Möchtegern-Profis mir ins Hirn gesetzt haben. Wem höre ich...Jesus oder den Menschen? Ich glaube die Antwort ist klar und ich muss es endlich für mich ergreifen.

Ebenfalls beginnt der Poetry-Slam Workshop in diesem Monat, am 25-ten. Das Geschenk von Jesus an mich. Was war dies ein großer Wunsch es noch auszufeilen und das Vortragen auf der Bühne zu erlernen, worauf es ankommt, etc. Texte habe ich ja schon eine Menge und ich bin gespannt, was noch so raus kommt. Am 1. Dezember ist dann der Auftritt, wer möchte , darf seinen Text selbst vortragen. Darauf arbeite ich hin, denn ich würde gerne bei meinem Vorträgen oder Lesungen, gerne auch Poetry vortragen. Ihr seht, eine Seite will das Alles und schöpft Hoffnung, lässt sich nicht beirren. Wenn da die "kaputte" Seite in mir nicht wäre! 

Dies ist wieder eine Chance aus dieser depressiven Phase zu kommen, diese zu überwinden. Es ist harte Arbeit, der ich mich immer wieder stellen muss.

Viele von Euch, die depressiv oder in so Phasen sind, wissen genau was ich meine.

Heute habe ich mir auch mit dem Therapeuten angeschaut, wie es mit dem "Künstlerischen" weiter geht. Langsam sieht er es auch wieder, dass es mein Ding ist. Es muss nur noch besser definiert werden, wo es genau hin gehen soll. Vorallem wie. An dem Punkt kamen die Tränen. Denn ich sehe mich da auf weiter Flur ALLEINE. Doch das ist nur eine Halbwahrheit, die wieder in mir groß ist. Ich fühle mich wieder dem ausgeliefert, wenn da nicht die andere Stimme in mir wäre und die Vision, wo und wie es zu dem Weg gehen und kommen kann. Ich sehe die Arbeit vor mir. Neue Flyer entwerfen und drucken. Bücher bewerben (könnte ich echt mal mit starten), dass heißt Steuernummer etc. geben lassen, damit das Alles in Gottes Ordnung läuft. Jeden Monat dem Amt und wenn es auch nur ein Euro ist,  darlegen, damit sie es mir abziehen können von meiner Grundsicherung. Also Buchführung.... . Mich für Vorträge oder Lesungen bewerben. Die Absagen aushalten können und weiter machen...ihr seht NICHT LUSTIG die ganze Sache. Jemand der Gesund tickt (was auch immer das ist), der steckt das Alles leichter weg. Für mich ist es ein Berg erklimmen. Alles Alleine - HALT STOPP!!! Gefühlt Alleine - denn Jesus ebnet immer den Weg. Jap, IMMER!!

Gerade hat er wieder dafür gesorgt, dass jemand die Korrektur des Buches kostenlos übernimmt. (Was ein Blessing!!) . Meine Freundin Damaris hat sich bereit erklärt das Cover-Bild zu malen!!! Um das Layout und Veröffentlichung muss ich mich erst ca. März kümmern, daher raus aus dem Kopf und kleine Schritte gehen. Warum sollte es nicht auch wieder jemand übernehmen können, dem es Jesus aufs Herz legt? So war es mit dem ersten Teil "Der Schrei ins Leben" auch.

So erlebe ich es immer. JESUS ist immer genau zur richtigen Zeit am wirken! Niemals zu früh oder zu spät, wir Menschen schon.

Ihr seht, es wird spannend und bleibt spannend. Wisst ja, mein Leben die Popcorn-Tüte. Wichtig ist: RAUS AUS DER SPIRALE - REIN IN DIE AKTIVITÄT, auch wenn es in mir schreit..ich will aufs Sofa und niemanden mehr sehen, NIE WIEDER. HIER liegen und nie wieder was tun - Gott suche jemanden anderen dafür.

Well, tut ER nicht...wen er berufen hat - mit dem wird ER den Weg zu Ende gehen. Den Neidern etc. zum Trotz.

Blessings