3. Sep, 2018

Dankbarkeit in jeder Lebenslage - die Kraft dafür kommt von Jesus

Oh je, wie ich das wütend abgeschmettert habe, das mit dem Dankbar sein in jeder Lebenslage, als es mir schlecht ging. Ich konnte es einfach nicht hören oder verstehen, was damit gemeint war. Ich denke auch, in der Zeit des Leids und der Not, ist dies auch nicht der richtige Hinweis, eher, wenn die Sache durch gestanden ist. Oft meinen es die anderen Menschen gut und merken nicht, dass ihre Ratschläge "gutgemeinte Schläge" sind. In meiner harten Zeit vor paar Monaten, wurde nicht gerade mit mir zimperlich umgegangen. Viele schrieben mich an und ermahnten mich, nicht so im Selbstmitleid zu zerfließen, ich musste mir so manchen, doch leider dummen Spruch anhören, der einfach nicht in die Situation passte. Selbst wenn es so ist, dass gerade jemand im Selbstmitleid zu versinken droht, muss man den Menschen erst mal diese Phase überstehen lassen. Denn es bleibt nicht immer beim Selbstmitleid, danach kommen noch einige andere Phasen, wenn der Mensch an sich arbeiten wird. Ich habe es mir abgewöhnt, Menschen im Leid, Ratschläge zu geben. Es sei denn, sie sind schon so weit, etwas anzunehmen oder wollen es wirklich hören! Alles hat seine Zeit!!! Ich setze mich einfach auch mal zu den Leuten und halte einfach meinen Mund. Auch wenn es mir schwer fällt und ich die Dinge von außen betrachtet einschätzen könnte und so viel dazu sagen könnte. Aber Schweigen ist oft Gold!

Auch ich brauchte es eigentlich, dass man mir nur zuhört. War nicht immer so und viele stachen in dem Schmerz noch in eine Wunde, die schon weit aufgeklafft war oder kritisierten mich noch, wo mein Schuld an allem sei.

Aber ich hatte meinen persönlichen Tröster, Jesus selbst!

Gut, er ging auch nicht zimperlich mit mir um. Schon liebevoll, aber führend und korrigierend. Im Leid auch nicht sehr lustig oder zu erkennen. Ich war aber auch nicht zimperlich mit ihm. Wenn ich so zurück schaue, wie ich mit ihm geschimpft und gewettert habe, das hätte kein Mensch ausgehalten. Das beste Beispiel ist ja der Mensch, den ich nach dreizehn Jahren verloren habe. Der den Kampf nicht mit mir weiter gekämpft hat. Aber es ist gut so, denn ich bin frei, endlich! Und es tut mir sehr gut!

Heute saß ich vor meinem Therapeuten. Bei ihm ist es gar nicht so leicht Jesus zu bezeugen und ihm klar zu machen, das ich ein Ziel habe, nämlich, dass ich mit meiner Geschichte draußen bin und es wieder anstrebe weiter mit Lesungen und diesmal auch Vorträgen nach außen zu gehen. Er ist ein Atheist und jemand der sehr provozieren kann. Das tut er auch zur rechten Zeit. Aber das brauche ich auch. Wäre schlecht, wenn ein Therapeut ständig die Opferrolle im Klienten sieht und fördert! Er ist dabei, mich da ganz schnell wieder raus zu holen. Fast bei jeder Sitzung bekomme ich die Frage gestellt: "Warum zwei gewisse Menschen kurz hintereinander, mich abhängig machen konnten. Wo da mein Anteil ist und warum ich das als "Erwachsene" zugelassen habe".

Fight in mir, aber damit spricht er nur die Erwachsene an, welche die Kleinen nicht geschützt hat. Ja, warum habe ich das zugelassen? Ich könnte ja in die Opferrolle und heul; "ich brauche aber doch soviel, was ich nicht bekommen habe". Naja, stimmt irgendwo, aber warum gebe ich oder ihr, die es betrifft, es mir/dir nicht selbst?

Ich bin genau dabei, das zu lernen. Raus aus Abhängigkeiten. Raus aus Beziehungen die mich Klein halten, die mir nicht helfen Selbstbwusst zu sein und in Allem was ich tue die Verantwortung selbst zu übernehmen. Wo sollte das denn auch hinführen?? Ich kann es euch sagen, dazu, dass ich kein selbstbestimmtes Leben hätte. Ein sehr hoher Preis für das was ich die letzten Jahre eigentlich gelernt habe und es doch einsetzen möchte.

Ich bin an der Hand von Jesus und ich weiß, dass er auch weiterhin das Steuer bei mir in der Hand hat, aber so, dass er mir noch die Eigenverantwortung für das was ich tue, gibt. ICH ALLEINE BIN VERANTWORTLICH FÜR MEIN LEBEN und mein bester Freund geht mit und korrigiert, da wo es nötig ist. Aber schenkt auch Dinge, die kaum möglich sind. Wie die Reise nach Israel, Irland und und und.

Dankbar....ja das bin ich tatsächlich, das habe ich heute auch zum Therapeuten gesagt, für ALLES was mir seit 2016 mießes passiert ist und mir an Verletzungen angetan worden ist. Leute es war die Hölle da durch zu gehen! Es tat so schrecklich weh, noch gibt es auch leichte Nachwehen, aber es hat sich gelohnt da durch zu gehen und mich nicht von Menschen kaputt machen zu lassen. Die Kraft die ich immer in mir habe und hatte, ist wieder da! Klar muss ich jetzt (es ist fast wie eine Strafe) die Bürde der Führerscheinsache tragen. Aber auch da ist Erziehung passiert, auch geistlich. Ich muss jeden Monat von zwei Stellen ein Attest dem Führerschein-Amt vorlegen, dass ich nicht Suizidgefährdet bin oder schlimm Depressiv. Für Jesus Erziehung heißt es Klartext: "Dein Körper ist ein Tempel Gottes, das Leben ein Geschenk, Gott bestimmt wann Ende ist". Auch ist es ein Jahr lang ein klares Bild dafür...dass ich mit ihm einen neuen Bund habe! Ich will Leben und von SEINEN Taten erzählen.

Ich bin immer noch gespannt, wie das Alles gehen soll. Ich habe die Dinge von ihm klar vor Augen, die zu erledigen sind und was zu beachten ist. Ich kämpfe da mit ihm etwas an einsamer Front (mein Empfinden). Kein menschliches Wesen da, was ich gerade mal um Hilfe bitten könnte, oder Türen die noch verschlossen sind. Doch spüre ich, dass bald eine Tür aufgeht, Jesus schon wieder etwas hat, wo es bald losgehen kann. Babystepps, damit ich das auch stemmen kann. Ein Deal haben wir auch, nicht mehr als 2-3 mal im Monat.

Ich sitze vor einem Berg Vorbereitungen: Lesungen für Erwachsene, Lesungen für Kinder und Lesungen für Jugendliche vorbereiten. Vorträge für Gemeinden, Kliniken oder Gefängnisse, Schulen vorbereiten. Mal für Erwachsene, mal für Teens...! Neue Flyer gestalten, überlegen wen ich mal anschreiben könnte und und und, nebenher noch zwei Bücher, die geschrieben werden müssen!! Das ist nur ein Bruchteil von dem was ich vor mir habe. Die Kraft kommt nur vom Herrn! Materielles, wenn ihr wüsstet!!! Da geht gar nix bei mir. Nächsten Monat muss Auto und Versicherung bezahlt werden, es bleiben...23 Euro für den ganzen Monat. Na und??? Soll ich mich aufregen? Nö keine Lust, denn ich bin so von meinem Gott gesegnet, das auch dies kein Problem sein wird! Heftig oder, ich vertraue ihm wieder, in ALLEM!!!!! Und es funktioniert! Damals, als das erste Buch raus kommen sollte, sagten Menschen zu mir, es würde mindestens 3000 Euro kosten und ich wollte es deshalb in die Tonne kloppen, doch Jesus sagte zu mir: "Elke, vertraue! Wenn ich möchte, dass dies Buch draußen ist, wird es geschehen"! Es geschah für 0,- Euro war das Buch draußen und Menschen, die von Jesus gehört hatten zu helfen, taten es, ich kannte sie vorher nicht einmal. Das ist was ER tut. Sag ja, es lohnt sich mit JESUS zu leben und immer wieder zu erleben, wie ER aufrichtet und hält was er sagt!

Blessings