25. Jun, 2018

Nimmt Gemeinde den Außenseiter in die Mitte? - so wie es Jesus tut

Irgendwie beschäftigt mich das Thema "auf Menschen hören" fast jeden Tag. Ich habe die letzten 13 Jahre diesen Fehler gemacht und fast meine komplette Selbstständigkeit aufgegeben, nur um "dabei" sein zu dürfen. Mit dem Resultat und Ergebnis, dass ich gar nicht mehr "dabei" sein darf! Ich merkte schon lange, dass ich da einen falschen Weg eingeschlagen habe, doch ich war so in einer Symbiose und Abhängigkeit gefangen, dass es einfach kein Weg mehr raus gab. Die mitbetroffene Person sah auch nur noch einen Ausweg, mir den Halt weg zu reißen, mit dem Risiko bei mir: überlebe oder stirb dabei. Das nahm und nehme ich der Person sehr übel, weil ich es im Moment durch die hochgetriggerten alten Gefühle, es nicht anders kann. Aber mein gesunder Menschenverstand weiß, das muss so sein...damit ich endlich frei werde und Jesus Dienst antreten kann. Aber es ist der tiefste Seelenschmerz den ich kenne. Nicht weil es diese brutal durchgeführte Trennung geben muss, sondern was das Alles nach sich zieht und wie heftig so ein Mensch reagieren kann.

Schlimm finde ich den Rattenschwanz der da hinter her kommt. Menschen bekommen was am Rande mit. Leider muss ich da die Gemeinde nennen. Einige spinnen sich dann ihre eigene Meinung zusammen und verurteilen und behaupten Dinge, die einfach absolut schräg sind. Ich kann es nicht mehr hören, ich kann es einfach nicht mehr versuchen gerade zu biegen. Aber, dass es ausgerechnet die Leute sind, für die ich, trotz allem was war...echt liebe empfinde. Aber selbst das ich dies sagen kann, ist für Christen, die es besser wissen müssten, dass dies eine Eigenschaft ist, die Gott schenkt, unverständlich...nein, sie begreifen einfach NICHTS. Ich bin ja jemand, ich ärgere mich sehr schnell über die Meinungen der Anderen über mich. Jesus ist da gechillter und möchte mir da einiges von SEINER Eigenschaft schenken. Nur, ich muss es annehmen.

Ja, das ich einfach unüberlegte Worte, Verurteilungen, weil sie es nicht besser wissen, an mir abprallen lasse. Oh man es ist so schwer für einen Menschen, der schon fanatisch Gerechtigkeitsliebend ist. Ich bin Gott so dankbar, es zwar wenige sind, aber die gibt es in der Gemeinde , fragen mich, was sie wissen wollen. Sie gehen mit mir ins Gespräch und fragen, was mich belastet und sie reichen mir die Hand. Wie ein Ehepaar, das mir mit den Kosten für den Gutachter helfen. Denn das wäre für mich nicht Stämmbar gewesen. Alle anderen hat es nicht interessiert, aber hatten ihr frommes bla bla dafür. Eine Schwester bat mir an, es mir zu leihen. Wäre aber nicht drin gewesen, denn ich mache KEINE SCHULDEN mehr! Den Deal habe ich mit Jesus. Ich glaube, ich entwickle mich zu einem Harmoniesüchtel, wenn ich nicht aufpasse. Ich hätte es halt so gerne, dass eine Gemeinde, wirklich die Liebe Jesus lebt. Alle Gemeinden meine ich damit! Denn ich bin hundert Prozent sicher, dass in jeder Gemeinde Menschen am Rand herunter fallen und keiner sie aufhält, oder es versucht. Es gibt Außenseiter, die auch als Außenseiter behandelt werden. Ich kann es immer wieder beobachten, wie  die Gleichen am Sonntag oder bei Veranstaltungen zusammen sitzen oder stehen und die Außenseiter "Alleine" rum stehen (ich zähle mich nicht dazu, denn ich bin jemand, ich kann auf jeden zu gehen, wenn ich das will) und auch gestern, als ich kam (bis auf eine Schwester..die gleich laut sagte, hörbar für mich: "die Elke kommt"), wurde ich sehr herzlich von vielen mit Umarmung begrüßt. Aber nicht von denen, die aus Prinzip was gegen mich haben, oder einfach die Ausrede haben: "Wir können mit der "Krankheit" nicht umgehen" . Oh man was für ein Armutszeugnis. Das sind auch die, die gar NICHT wissen, dass ich schon längst einen Dienst für Jesus tue oder draußen bin. Auch der Pastor begrüßte mich erst sehr spät oder beachtete mich erst, als alles gelaufen war. Aber muss sagen, sehr freundlich. Genau das ist es, was mich so stört! Ich habe, ich weiß es ist gemein...gebetet, das Jesus einen Menschen schickt, der ein bisschen auffällig sein wird. Naja, man muss echt aufpassen was man betet. Aber ich wünsche mir so sehr, dass die Gemeinden (auch eure) voll werden wird, mit Menschen, die den Arzt brauchen. Die heil werden in ihren Seelen. Die Jesus ruft und nicht wir, die nicht oder selten sehen, was im Herzen ist, sondern nur was vor Augen...oder als Gerücht umher geht. Es war ein Mann, in der ersten Reihe (betrunken) und einfach gut draufPfeift. So wie ich gebetet habe, ups. Er war berührt, aber auch verpeilt, aber ich danke Gott dafür, ihn geschickt zu haben. Ich bin auch sicher, dass er was mitgenommen hat. Von einem Vortragslied war er sehr begeistert. Wenn es um Gott ging, meldete er sich einmal, als der Pastor über ein Gottebild redete, wie manche Gott sehen..als den Strafenden etc. Ich war etwas mit ihm im Kontakt...aber dann war er weg. Doch es waren noch mehr Außenseiter da. Mir Bekannte, die auch in der Gemeinde sind und jeden Sonntag, wenn sie nicht versuchen auf andere zu zugehen...alleine rum stehen. DAs MUSS AUFHÖREN, wie kann ich denn Menschen für die Gemeinde gewinnen wollen, die den Arzt brauchen, aber den näheren Kontakt scheuen. Ich ertappe mich auch, dass ich manchmal lieber bei den "Machern" und "Angesehenen"  wäre und die so toll alles im Griff haben. Aber das geht nur eine kleine Weile so und mein Herz schmilzt dann wieder für die, die den Herrn so brauchen. Doch, das ist die Wahrheit, in den Gemeinden sieht man immer die gleichen Grüppchen. Familien die "funktionieren" haben Kontakt. Leute die einen tollen Job und was vorzuweisen haben, stehen zusammen und verbringen den Urlaub und feiern zusammen. ....Und die Außenseiter sind draußen! IMMER ! Aber es wird abgestritten und um des Harmoniewillens gelogen. Aber ich habe noch nie einen der satten Christen gesehen, der sich um den Armen gekümmert hat und sie an ihren Tisch geholt haben, ich meine auch regelmäßig! Damit Mensch Heilung und Liebe erfahren kann. Ich habe es erlebt, die erste Zeit in der Gemeinde, durch eine Familie. Erst als sie weg gegangen sind, fing meine Einsamkeit und ausgeschlossen sein in der Gemeinde an. Auch als ich mich um eine Witwe sorgte und für sie da war. Am Ende..als ich jetzt depressiv wurde..war sie weg. Denn damit will sie sich nicht belasten. Und das mit dem "wir wollen uns damit nicht belasten" höre ich ständig. Aber sie merken NICHT was sie dem Gegenüber antun. Ich rede da nicht nur von meiner Gemeinde. Ist es bei dir anders?? Glaube nicht, denn mich schreiben so viele an, die so sehr verletzt werden in Gemeinden. Was ganz böse ist, es wird die Schuld nicht erkannt, sondern die Menschen, die schön draußen gehalten werden, werden verurteilt, doch selbst schuld zu sein, dass es so ist. Aber sie hatten doch gar keine Chance rein zu kommen. Und mit jedem Versuch, so war es bei mir, dass ich in die Mitte komme...egal ob ich versuchte mit Lesungen zu beweisen, dass Gott gutes an mir tut oder ich viel gelernt habe.... nein, es wird nur gesehen, dass ich eine Krise habe und NIX gelernt und wohl nie was lernen werde. Ich höre die letzten Monate so viele fast schon dumme Meinungen, die aber so überzeugt gesprochen werden, dass ich gar nichts dagegen setzen kann oder will. So geht es ganz vielen, zu vielen..und Jesus weint. Denn näher als ich an Jesus bin und auch eine Bereicherung für die Gemeinde sein könnte--das sehen sie nicht.

Aber sie fühlen sich weiter im Recht. Ermahnung gehört da hin. Doch was wenn Älteste und der Pastor auch so ticken? Wie gesagt ich meine ALLE GEMEINDEN da draußen!!  Was für eine Chance hat der Mensch, der am Rande steht. Gehen wir so weit, der sogar am Rande der Gesellschaft steht. KEINE. Wie wollen die Fuß in Gemeinden fassen, wo sie schräg angeschaut werden oder niemals ein Teil sein dürfen. Nur "akzeptiert" sind, dass sie eben kommen, so lange sie kommen. Sind sie weg, geht keiner nach. Wie war das: Verlorener Sohn, hundert Schafe....etc. Doch das ist Realität...daher die Sendschreiben....wo viele Missstände in Gemeinden aufgezählt sind.

Jesus weint über seine Gemeinde und das, was wir daraus gemacht haben.

Denken wir mal nach

Blessings