23. Jun, 2018

Muss ein Christ den "heiligen Schein" polieren - oder darf er wie Jesus Tische umwerfen?

Ja tatsächlich, die Frage stelle ich mir. Wenn man so in die Runde schaut und sich Menschen anschaut, die sich Christen nennen, dann fällt mir auf, dass sehr viel Unfrieden, Meinungsverschiedenheiten und offene Kämpfe geführt werden. Das ist die eine Seite, dann gibt es die Nachfolger Jesus, die tatsächlich draußen bei den Kranken, hungernden und verzweifelten Menschen sind. Die ihre Liebe, die sie durch Jesus haben, streuen. So wie es sein sollte.

Ich bin ja mit sehr harten Themen draußen und für Menschen, denen es nicht gut geht, die an ihrem Leben verzweifeln und viel Hoffnung brauchen. Was mir auffällt: gerade Diese sind es, die dankbar die Worte, welche sie hier lesen annehmen, oder schweigen und ich weiß, Jesus tut seins. Doch...die eigenen Reihen, die sich wirklich nicht mit dem Thema beschäftigen, immer etwas wissen, etwas klug dahin geredet wird. Meistens mit dem Ziel mich in eine Diskussion zu verwickeln oder mir zu erzählen wie es zu sein hat. "Du bist geheilt", "Du glaubst zu wenig", eben immer das gleiche Gelaber. Statt, wie es Jesus getan hätte: "Hier nimm meine Hand", "was kann ich dir Gutes tun", "wo brauchst du Hilfe?" oder ein simples "Ich liebe dich". Whooohooo, ich kenne vielleicht zwei Christen in meiner Umgebung (auf FB mehr), die das zu mir sagen. Echt jetzt! Der Rest, nur den Psycho nicht so nahe ran lassen.

Ich habe gerade deshalb diesen Dienst für Jesus bekommen, in dem ich stehe und so gerne wie Elia, Jona , Mose etc. flüchten würde. Gerade weil ich mich nicht scheue ehrlich zu sein oder auch mal in ein Wespennest zu stechen. Mache ich fast ständig mit dem Blog. Wie oft höre ich: "schreibe doch nicht so kritisch, nicht so aggressiv...mehr Liebe" etc.

Hallo mein Herz ist voller LiEBE, aber auch voller geistlichem Zorn, der nicht von mir kommt (glaubt mir, ich würde so gerne irgendwo am Strand sitzen, paar schöne Geschichten schreiben und RUHE RUHE RUHE). Doch das geht nicht!

Gerade weil ich die gleiche Geschichte wie Millionen von Menschen habe, die dadurch am Rande der Gesellschaft stehen und vor Kraftlosigkeit und Verzweiflung den Mund für sich nicht aufmachen können - schickt mich Jesus.

Würdest du gehen wollen?

Doch das gefällt so vielen NICHT! Was ich mir anhören muss, es ist so demütigend. Doch nach dem ich dann den ersten Schock überwunden habe und Jesus mit mir über meinen Dienst redet, kann ich den Schmerz und den Wachstum annehmen.

ER schleift mich, gerade weil ich auch mit meinen Emotionen über das Ziel hinaus schießen kann. Leute, wenn Jesus selbst mich nicht stoppen würde in manchen Situationen. ...Heidanei.

Ich stelle mich nächste Wochen den Ältesten aus meiner Gemeinde, ich habe ihnen einen ziemlich unschönen Brief geschrieben und ich finde es super, dass sie mit mir darüber reden wollen. Natürlich habe ich auch nachgehakt, nachdem sehr viel Zeit vergangen war und mir nicht geantwortet wurde. Ich habe einen mächtigen Respekt vor dem Gespräch, schon alleine deshalb, dass es zwar die Ältesten der Gemeinde sind, aber ich in den ganzen Jahren keine Beziehung zu ihnen aufgebaut habe. Sie mir eigentlich trotz 13 Jahre gemeinsam unterwegs sein, fremd sind. Warum eigentlich, ist es bei euch auch so, die in Gemeinden sind??? Aber ich will jetzt nicht abschweifen.

Ich werde für mich an diesem Abend einstehen, ich werde das erzählen, was mir gefehlt hat und wo ich tatsächlich Hilfe gebraucht habe. Aber nicht in der psychischen Richtung, wie gesagt, da gehören Profis dran und Jesus. Auch war ich seelsorglich bis auf die letzten Monate sehr gut betreut und habe viel gelernt. Doch neben der intensiven Betreuung durch den Seelsorger, ist ständig Verletzung in den eigenen Reihen passiert. Was komischerweise, jetzt wo ich wieder mal ausgetreten bin und es zur Sprache kam, mir zu Ohren kommt, was nicht alles über mich geredet wird. Böse Dinge und Gemeine, aus Unwissenheit /Unsicherheit der Leute. Da muss ich nicht in der Welt sein, dass passiert in den eigenen Reihen. Und es ist NICHT in Ordnung!!! Da gehört Ermahnung her!

Klar, habe ich auch Menschen in der Gemeinde, die mir echt viel Liebe und Zeit geschenkt haben, diese Menschen sind auch in meinem Herzen und mit denen werde ich auch im.  Kontakt bleiben. Aber das was darüber schwebt, ist einfach Sauerteig, der angesprochen werden muss, damit Gottes Segen sich ausbreiten kann. Unstimmigkeit sind in vielen Gemeinden, Gemeinden wo es sowas nicht gibt, sind bestimmt eine aussterbende Rasse.

Ich erwische mich oft dabei, wie ich einknicken möchte. Wie ich mir immer wieder sage: "Schweige einfach, dann ist alles in Butter. Sei eine von ihnen und nur noch ruhig". Aber nope geht nicht, weil Jesus es gar nicht zulässt. Klar werden immer Dinge und Ausreden gefunden. Bis hin, du siehst das Alles falsch und verzerrt. Nun ich sehe, was meine Wahrheit ist und das ich ausgeschlossen bin etc. und war.  Am Wochenende ist ein Openair-Gottesdienst, wo ich sehr gerne geholfen hätte, doch die Erde dann so verbrannt war, das es nicht mehr ging. Doch es kommt auch keiner auf die Idee zum Einlenken zu fragen, ob ich kommen möchte. Eben als Gast. Keine Hand die gerreicht wird. Alles muss immer so schwierig und verletzend sein. Menschen eben. Da rede ich von uns Allen auf dieser Welt.

Trotz meiner Gaben, wurde ich nicht gefragt, ob man sie irgendwie einsetzen kann. ...Weil die Vorurteile über mich, schweben wie ein Fluch.

Darf ich die Wahrheit sagen? Darf ich auch mal verbal die Tische umwerfen und auf Missstände in Gemeinden aufmerksam machen?? Oder geht es echt darum den Heiligenschein zu polieren?? Nur nix nach außen dringen zu lassen...aber Jesus selbst macht das in den Sendschreiben. Haben die Gemeinden diese eigentlich auf dem Schirm, wie Jesus klare, sehr harte Worte zu den Gemeinden spricht. Schaut man an, was ER da sagt, sind auch die Gemeinden von HEUTE gemeint, vielleicht diese noch mehr, als die von damals. Wir sollten beginnen in den kleinsten Zellen, das zu leben, wie Jesus uns das zeigt:  so das Menschen in der Welt sehen, wer Jesus ist und nicht die zerstrittenen Christen, die sich in aller Öffentlichkeit zerfleischen.

Gott hat mich mit diesem Mut ausgerüstet. Ja ich werde weiter den Mund aufmachen, mir die Kritik anhören, die berechtigt ist und alles abschmettern, wo ein Bruder/Schwester ein Werkzeug des Bösen ist und mir Worte an den Kopf schmeisst, die erst mal fromm klingen, aber letztendlich in eine falsche Richtung gehen!

Mein Auftrag:

Menschen zu erzählen, wer Jesus wirklich ist. Kein steifer und erbarmungsloser Trottel, sondern ein Gott der als Mensch auf dieser Welt war und weiß, wie fromme Ohrfeigen einen fertig machen können.

Traut euch, werdet eine Stimme für Die, die nicht mehr schreien können, oder am Boden liegen. Traut euch, anders zu sein, als das Bodenpersonal..wo Jesus schon seine Probleme hatte, als er auf Erden war. SEI ANDERS!!! Gerade wir die am Rande der Gesellschaft (an den uns die Satten drängen) stehen, steht auf...sagt wer Jesus ist! Gebt weiter, wie er die Kranken, hungrigen, alle die den Arzt bedürfen ruft und sie in seine Arme kommen dürfen. ER ist die Liebe, die viele in den eigenen Reihen nicht verstanden haben!

Danke an ALLE, die mir Jesus Liebe in all den Jahren gezeigt haben und mir weiter beistehen. Danke Jesus, dass du mich Tag für Tag fester im Glauben machst und mich die Pfeile vom Feind nicht mehr so treffen können.

Blessings