19. Mai, 2018

ein Versöhnungsgebet kann durch die Tränen helfen

Gefühlsachterbahn. Was für eine Borderlinestörung normal ist. Das habe ich gestern auch wieder erlebt. Das ganze hat natürlich bei mir noch eine geistliche Komponente. Ihr habt ja mit bekommen, wie sich Jesus gestern mir gezeigt hat und mir gesagt hat, was dran ist. Ich war glücklich danach, dass ich es geschafft habe. Mit all den Ängsten die es mit sich bringt. Dem Risiko, dass ich das mit dem Menschen der mir total wichtig ist, nicht mehr hinbekomme. Das es eher ein auseinander Leben, als eine Freundschaft wird. Was mir auch sehr weh tun würde. Denn die Freundschaft wäre für mich eine gesunde Option. Aber ich wollte so gerne Gehorsam sein. Doch genau wenige Stunden später kam der "Ekelhafte" Feind aus der Ecke geschossen und griff sehr brutal an. Ich hatte in dem Gespräch am Ende vertraut, dass alles was mein Gegenüber gesagt hat, die Wahrheit ist. Genau da packte es mich. Ich erfuhr Details von einer Sache, die nur vor wenigen Wochen angekratzt wurden und ich dachte, es handle sich um eine Veranstaltung in der Gemeinde. Das war mir recht egal. Doch dann kam gestern die "Wahrheit" um diese Feier ans Licht und es hebelte mich von meinem Platz auf dem ich saß. Diese scheiß Geschichte, hatte der Feind schon mal vor 10 Jahren benutzt um meine und des Seelsorgers Beziehung zu gefährden und es war fast gelungen. Jetzt wieder die gleiche Situation..exakt das Gleiche. Ich hatte das Gefühl es zerreisst mich. Die Nacht war gelaufen und mein Gehorsam gegenüber Jesus auch erst mal. Ich musste Andreas damit konfrontieren, es tat so heftig weh und es tut immer noch weh. Ich kann nur ständig beten, gestern wurde es sehr spät, weil ich noch sehr lange mit Jesus zusammen gesessen war und meinen Schmerz mit ihm teilen musste und um Vergebung bitten, dass ich nicht Gehorsam war. Aber es ist gut, neuer Tag, neuer Start. Ich werde Andreas nichts mehr schreiben. Warten ob er reagiert und ob er mich doch in der Schublade "Psycho" hat, mit dem man Privat nix zu tun haben möchte. Oh Gott bitte nicht schon wieder. Aber selbst wenn es sich bewahrheitet, dann würde ich es nicht ändern können, sondern noch mehr in Jesus Arme rennen. Warum sind wir Menschen nur so schlimm...Weinen.

Ich möchte jetzt auch gar nicht einsteigen. Es tut weh, ich könnte nach der kurzen Freude gestern nur Weinen, aber ich möchte es nicht. Ich will nach vorne schauen. Es ist so gemein, gerade wir Betroffenen müssen mit dem Gedankenkreisen um die Verletzung und den Seelenschmerzen klar kommen. Ich habe die letzten Jahre, seit 2009 so viele Verluste gehabt. Die ganze Familie. Verlust eines Traumes, den ich aufgeben musste. Verlust, Verlust, Verlust...ich kann einfach nicht mehr! Und das jetzt, es ist für Normalos, wer auch immer die sind, niemals nachvollziehbar, wie existenziell so eine Sache werden kann. Weil es um Ablehnung geht. Ich hoffe das ich mich täusche. Aber es fühlt sich so schlimm an und von einem Menschen abgelehnt zu werden, der immer wieder beteuert, dass es nicht so ist...es ist der blanke Horrortrip emotional.

Ich möchte jetzt ein Versöhnungsgebet hier aufschreiben, eins was ich oft gebetet habe und jetzt wieder am Beten bin. Benutzt es bitte auch, wenn ihr in einem ähnlichen Thema seid. Jesus will da echt rein und uns helfen.

Versöhnungsgebet:

Mein Herr und Gott,

ich möchte jetzt in der Kraft deines heiligen Geistes jedem vergeben, der mich in meinem Leben angegriffen und verletzt hat. Ich bitte dich, dringe jetzt ein in die Bereiche meines Lebens und meines Geistes, die noch von deiner Vergebungskraft erfüllt sind.

In deiner Kraft, Herr, vergebe ich meiner Mutter, jede einzelne Verletzung, die sie mir zugefügt hat, ihre Empfindlichkeit, ihren Ärger über mich. Jeder einzelne Strafe, die sie mir ungerecht auferlegt hat. Ich vergebe ihr, dass sie meinen Bruder und meine Schwestern vorgezogen hat. Dass sie mir gesagt hat ich sei dumm, widerwärtig, unerzogen, dass ich nichts tauge, dass ich die Familie Geld koste. Ich vergebe ihr, dass sie zu meinem Vater keine gutes Verhältnis hatte und in mir ein Gegenüber gesucht hat, so dass ich mich nie frei entfalten konnte. Nicht ich selbst sein durfte.

Ich vergebe meinem Vater, der nie Zeit für mich hatte. Das ich nie eine väterliche Liebe und Zuwendung spüren durfte. So das ich es heute noch immer gesucht habe und andere damit belastet. Ich vergebe ihm die Übergriffe und seine Kälte. Ich vergebe ihm, dass er mich in der Reifezeit mehr als Objekt gesehen hat, als sein Kind.

Ich vergebe ihm die Brutalität und Streitereien mit meiner Mutter, die uns körperlich und am Leben bedrohten. Ich vergebe meinem Vater, dass ich zu dir Gott lange Zeit nicht Papa sagen konnte.

Ich vergebe allen, die stärker waren als ich, die mich unterdrückt und geschlagen haben. Ich vergebe denen, die mir Zuwendung geschenkt haben, aber nur die Krankheit im Fordergrund war und mit mir persönlich nix zu tun haben wollten. Ich vergebe dem Geschwätz in der Gemeinde über mich, dass mich in einer Schublade zu behalten, aber meine Gaben und das was Jesus großes an mir tat und weiter tut, nicht gesehen haben oder es übergangen haben.

Ich BITTE DICH VON HERZEN Gott, um die GNADE, jener Person zu vergeben, die mir sehr wichtig geworden ist und die Macht hat mich am meisten zu verletzen und es auch wieder aktuell getan hat und es für "normal" und "okay" hält mich auszuschließen. Gib mir die Kraft, jetzt auch jenen Menschen zu vergeben, den ich als meinen größten Feind betrachte. Du siehst wen ich meine. Ihm zu vergeben mir sehr schwer fällt, da er mich öffentlich mobbt.

Herr, lass mich nicht nur vergessen, was mich verletzt hat, lass mich wirklich VERGEBEN! Vollende in mir, was du begonnen hast. Lasse mich zu dem Menschen werden, den du gedacht hast, der ich vor dem Missbrauch, Gewalt und Verletzungen sein sollte.

ERLÖSE MICH VON DEM BÖSEN UND HEILE MICH GANZ

AMEN

Das Gebet kann euch etwas abgewandelt sicher auch helfen. Gebt unsrem Herrn alles, was an euch passiert ist. Segnet die, die euch noch verletzen und weh tun. Habt den Mut. Denn Liebe ist stärker als Hass. Hass bindet nur, Liebe macht uns frei.

Blessings