18. Mai, 2018

In des Töpfers Hand - werden die Schritte aus dem Boot sicher

Ich schreibe heute mal los, ohne eine Überschrift zu formulieren, weil ich sie noch gar nicht weiß. Sonst kommt meist zuerst die Überschrift und ich mache mir die Gedanken dazu. Nur ich muss jetzt wieder (Heiliger Geist, help please), die Gedanken und Erlebnis für das was geschieht irgendwie in Worte fassen.

Die letzten Zwei Tage war ich wieder in des Töpfers Hand, zum beschlagen, geschlagen, geschliffen und gestreichelt zu werden...um langsam in die Form zu kommen, die ER haben möchte - um mich als Gefäß brauchbar zu machen.

Ich glaube das Bild trifft es sehr gut. So fühlt es sich an, wenn man wie ich begriffstutzig ist, weil man von Emotionen überrannt wird. Was für die PTBS, Borderline und Egostatedisorder normal ist. Nur es gibt KEIN verstecken dahinter, wenn man FREI werden will und die Verantwortung für sein Leben selbst übernehmen. Ja, wir mit den Diagnosen müssen uns jeden Tag neu entscheiden, wollen wir das. Ja WOLLEN!  Leute "können", können wir. Wir müssen zwar länger üben, brauchen mehr Zeit um es zu begreifen. Es tut auf Grund unsrer Erfahrungen mehr weh, als bei anderen und oft sind wir auch noch gefühlt ganz Alleine auf dieser Welt. Kennt ihr das? bäh, igitt ich zu genüge! Und es kotzt mich so an!! Denn ich will FREI, Selbstbestimmt und Eigenverantwortlich leben. Entscheidungen treffen, die sich gut anfühlen, ohne einen Therapeuten oder Seelsorger fragen zu müssen: "Geht das, ist das gut, ist das richtig". AAAHHHHHHAAAAHHH, es nervt! Ups, ich denke, es geht in die richtige Richtung. Ja AUAAA, es tut immer wieder sehr weh. Weil eben noch viel nachgeholt werden muss. Es ist sauschwer, jeder der drin steckt, versteht es. Jeder der hart Therapie macht und sich auch raus wurschtelt aus den Opferrollen, weiß genau was das bedeutet. Die es nicht erleben und vielleicht Helfer oder Angehörige sind, bitte habt Geduld mit uns. Ich stecke immer noch in manchen Dingen sehr fest. Ich stecke in einem fünfzig Jahre alten Körper und bin höchstens 25. Nicht leicht zu leben. Aber machbar. Wer weiß für was es noch gut ist.

Aber jetzt zurück zu dem was ich euch erzählen will:

Wenn Jesus möchte das man aus dem Boot steigt, wird er dran bleiben. Ob wir wissen, was kommt oder nicht. Ich sehe nicht sehr viel, aber weiß, dass ER mich nicht aus lässt, Dinge zu verändern, die sehr zerstörerisch sind und mich keinen Deut weiter bringen. Ja auf Grund der "Störungen" nenne ich es mal so, kann ich manchmal nicht anders, es überrennt mich. Doch dann ist es wichtig, dass man reflektiert. Das ist was wir dringend tun müssen, reflektieren und auch für die Emotionen Verantwortung übernehmen. Jeder der sagt "Kann ich nicht", lügt sich selbst an! Dann soll es heißen: "Ich will nicht". Hören wir auf uns auf den Krankheiten auszuruhen. Doch wir können anders. Das macht mir Jesus klar. Es ist schwer, keine Frage. ABER WIR KÖNNEN, denn das ist der Schlüssel.

In der Klinik, was ja ein Spielplatz genau für das Ausprobieren von Neuem war, erkannte ich, wie brutal verletzend und aggressiv ich werden konnte. Ich hasste das schon an mir! Aber Jesus hat es gebraucht, gerade um das ich erkenne was ich tue. Wie ich zu Menschen bin. Manche Mitpatienten griffen mich auch an..Autsch, da musste ich erkennen, wie ich eigentlich mit Menschen umgehe.

Das aus dem Boot steigen, mehr will er nicht, bedeutet für mich im Moment nur: die Abnabelung von Andreas.

Jesus gab mir heute das Bild von "durchtrennen" der Nabelschnur.

Ich erzähle was passierte. Ihr wisst ja, dass sich viel tut und ich die letzten Tage gut drauf war und damit hat Jesus mir gezeigt, wie es sein kann, wenn ich FREI bin. Von Menschen und deren Meinungen oder ihrer Liebe/Nichtliebe. Doch die letzten zwei Tage ging es dann wieder nach unten. Auch geistlich gewollt. Ich nahm wieder nach vierzehn Tagen Kontakt zu Andy auf und zack hatte mich der Feind am Wickel. Er zeigte mir alles, was nicht Gutes passiert war. Es tat wieder so weh und ich rutschte sofort in die Depression und Aggressivität Andy gegenüber. Ohne Reflektion. Es geht nicht darum, dass ich böse bin, sondern der Feind hatte meine Emotion geschickt genutzt. Er ist so ein Arschloch, in Jesus Name. Er weiß genau wo er mich angreifen muss, um mich von dem was ich an Auftrag habe, fern zu halten. Ich unterstellte Andy heftige Sachen und jeder, wäre da weg gewesen. Er ist echt stark. Aber unsre Gedanken und Worte waren so verwirrt. Keiner verstand den Anderen mehr. Genau das ist was oft (ja ich sage oft, weil ich es schon viel zu viel gehört habe von Menschen, was mich erschreckt) passiert, wenn Menschen mit heftigen psychischen Problemen mit Seelsorgern arbeiten und diese an ihre Grenzen kommen. Oder auch andere, die miteinander arbeiten und der Feind plötzlich verwirrt. Dann gibt es Streit und sie gehen im Zorn auseinander und schon hat der Feind es geschafft, zwei Menschen die eigentlich mit Jesus unterwegs sind, zu entzweien. Party für den Deppen! Das wollte ich nicht, es machte mir so Angst, dass ich und Andy im Zorn auseinander gehen. Unversöhnt und uns nicht mehr begegnen können. Aber es ging einfach nicht, es anders hin zu bekommen. Es war als ob wir zwei verschiedene Sprachen reden.

Für heute hat Andy mich dann noch mal um 11 Uhr zu einem Gespräch gebeten. Ich wollte es nicht und diskutierte mit Jesus hin und her. Weil es doch so verfahren war. Aber, Jesus lässt nicht aus, wenn es um seine Kinder geht. Denn ER hängt mittendrin.

Gut ich um elf zu ihm gegangen. Das eine Wort gab das Andere. Nix zeigte uns, dass es anders gehen kann, als uns nur noch aus dem Weg gehen. Ich mit dem Gedanken, ich halte die Trennung nur aus wenn ich ihn "sterben" lassen, in allem was wir erlebt haben, ein Leben ohne Andreas. Einfach Tod. Altes Muster.

Mit einem mal wurde ich innerlich total ruhig und ich merkte, dass Jesus neben mir auf dem Stuhl saß und mich tief anblickte. Was für ein Erlebnis.

Andy und ich waren an dem Punkt wie oft, dass keiner mehr Worte hatte. Wir schwiegen. Doch ich konnte plötzlich jedes Wort, was Jesus zu mir sprach in meinem Herzen hören. Es war so deutlich.

Andreas versuchte wieder das Wort zu ergreifen und machte einen Vorschlag wie das Alles aussehen könnte. Das er um mich zu schützen, aus dem Kontakt müsste und alles radikal blocken was von mir kommt. Aber ich hörte, dass ich ihn unterbrechen sollte. War bisserl schwierig Beiden zu zu hören Pfeift.

Immer noch war ich innerlich ganz ruhig, als Jesus zu mir sprach. Doch er verlangte etwas von mir: Ich solle endlich aus dem Boot steigen - mit all meiner Angst. Ihm vertrauen, dass Er da ist mit seiner Liebe und Kraft, wenn ich wieder kippe und weiter an mir arbeiten werde. Klartext verlangte er von mir und das musste ich so Andy jetzt mitteilen: "Elke, ich möchte dass du jetzt die bist, die Verantwortung übernimmt für das wie es laufen soll. Nicht Andy! Du bist dran, zu vertrauen! Vertrauen, dass ich nie weg bin und dich durch alles durch trage, wenn Andy nicht mehr das Sprachrohr und Ohr für alles ist. Folgendes: Erst mal aus der Abhängigkeit von ständig Kontakt aufnehmen und Verlustangst raus."

Wie bitte Jesus, dachte ich, was soll das jetzt? Nur daran zu denken, machte mich schon Irre.

Jesus weiter: "Du, Elke wirst den Kontakt ganz lassen. Keine Whats app, keine Mails, NICHTS".

HILFE JESUS spinnst du jetzt...dachte ich nur noch. Sofort war die Verlustangst da. Andy saß schon gespannt da, wartend was gleich kommt.

Jesus: " Ich möchte, dass du gehorsam bist und Andy das sagst. Sag ihm, dass auch er Verantwortung hat. Nämlich die, dass er sich meldet, wann er will und wie er will. Ohne das Du etwas kontrollierst. Höre auch zu, was Andy dir jetzt gleich sagt. Ich möchte, dass du diesen schweren Schritt tust und mir vertraust. Spüre nach, was ich dir für ein Gefühl gerade gebe. Das werde ich dir geben, wenn es schlimm wird."

Es war ein Gefühl, das mich echt mit Frieden durchströmte. Dann merkte ich, wie Jesus mich auf den Kopf küsste und mir Mut machte, es auszusprechen.

Alles in mir schrie. Weil wenn ich es ausspreche, habe ich den Bund mit Jesus geschlossen. Es dauerte noch eine Weile, dann überwand ich mich, dass mitzuteilen was ich gehört hatte. Mit dem Risiko, obwohl ein Pastor vor mir saß, der vielleicht dachte, dass ich jetzt einen Vollschlag habe. Aber wie konnte ich anders. Das war auch das kleinste Übel, denn Andy weiß, dass ich mit Jesus eine besondere Bindung habe.

Das was Jesus verlangte...wow. Aber ich wusste, ER meinte es ernst und es soll mir nur helfen, weiter zu gehen! Ich tat es. Genau so habe ich es dann Andreas gesagt. Jesus kam dann noch mal mit: "Jetzt höre,was Andy sagt, dass wird dir helfen über die Verlustangst zu kommen". Andy sah mich an und merkte, dass Jesus es war, der gesprochen hatte und die ganze Stimmung verändert hatte. Er war total anwesend. Dann fing Andy an zu reden und gab mir zu verstehen, dass dies genau das ist, was er auch schon letzten Montag gehört hatte und es das ist was uns hilft. Er sagte mir fest zu, es bedeutet nicht, wie ich es die ganze Zeit in meiner Panik und im Einreden vom Feind gehört habe, dass er weg sein wird, nix mehr mit mir zu tun haben will.

Das ist die Chance es zu verändern, es auf eine erwachsene Ebene zu bekommen. Wo etwas ganz neues und sehr gutes wachsen kann. Das war, was Jesus wollte, dass ich es aus dem Mund meines Bruders höre. Wenn Jesus mit seinem Frieden in den größten Streit kommt, passiert genau das...man kann nur umkehren und sich versöhnen.

Ihr seht, ich hoffe ich habe es einigermaßen gut verständlich in Worte packen können, es ist so wichtig Entscheidungen zu treffen und Verantwortung die man irgendwann mal abgegeben hat, wieder zu übernehmen.

Ich danke dir von Herzen Herr. Auch dir Andy, für deine Engelsgeduld. Ja für mich bist du ein Engel, der mir eine Zeit lang zur Seite gestellt worden ist. Jedes böse Wort tut mir sehr leid und ich danke Dir, dass du zu mir hälst. Ich freue mich auf die Zeit, wenn wir eine neue erwachsene Beziehung haben und du die Früchte unsrer/Deiner Arbeit sehen darfst. DANKE.

Nun wie geht es bei mir weiter, ohne Andy im Hintergrund wo ich wie ein Baby schreien konnte und Papa immer hörte. (Ihr Betroffenen kennt die Situation sicher auch gut, bitte schält euch da raus. Das bisschen (bei mir war es viel) was wir von Therapeuten bekommen, ist nix dagegen was Jesus für unser Leben hat. IN FÜLLE, wie er es versprochen hat.

Ich weiß es nicht, aber ich werde vertrauen, dass Jesus es gut macht. Das er mir Leute an die Seite stellt, die mit mir erwachsen umgehen - wie ich das jetzt brauche. Denn alles hat seine Zeit.

Ich muss Alles in Gott-Papas Hand legen. Die Finanzen, meine Kraft, mein Arbeiten im hier und jetzt. Mein Auto, dass es noch ne Weile hält. Vorallem meinen Auftrag in die Welt raus zu gehen und von Jesus zu erzählen, wie Hammer er mich raus holt. Achja und Therapie, arbeiten im Hier und Jetzt, werde ich auch weiter machen.

Ich kann nur eines...im Vertrauen gehen. Hören welche Schritte dran sind und Jesus nicht wieder weg laufen. Dran bleiben. Gehst du mit??

Blessings