12. Mai, 2018

Das Wunder hat Jesus getan - doch der Stachel im Fleisch bleibt

Mir geht es immer noch gut. Ich spüre keine Trauigkeit, ich spüre keine Angst und keine Lähmung nach draußen zu gehen. Immer noch staune ich selbst darüber, was Jesus tut und tun kann, wenn man in Papas Willen kommt. In den letzten Tagen habe ich euch ja davon erzählt, was passiert ist - wie in mir eine Veränderung passiert ist. Aber es geht in der ganzen Sache auch darum, wie weit möchte ich mich verändern lassen, in wie weit will ich die Hilfe von Jesus und was bin ich bereit her zu geben, von dem was mich gefangen hält.

Es wird der Stachel im Fleisch bleiben. Jesus hat mir das schon immer gesagt. Die Freiheit die ich jetzt spüren darf, wird trotzdem noch beinhalten, dass ich anders bin als andere. So wie wir mit PTBS und Borderline eben. Meine Trauigkeit wird immer trauriger sein. Meine Gefühle immer tiefer, als die der Menschen, die keine Vorgeschichte haben. Aber genau das gebraucht Jesus und da ich ein Zeugnis für ihn sein möchte, sage ich auch dazu JA.

Denn nur so erreiche ich die Menschen, wenn ich glaubwürdig bleibe. Ja, ich bin jetzt wieder in noch mehr Bereichen geheilt, wo es kein Therapeut für möglich hielt und doch habe ich immer noch meine Defizite. Erkennen tue ich es zum Beispiel immer noch, wenn ich mit gleichaltrigen zusammen bin. Sie kommen mir uralt vor und so spießig, die Meisten! Von denen mögen die wenigsten Football oder Einhörner Lautes Lachen. Nee echt jetzt, ich kann mich soooo langweilen, wenn ich mit Ottonormal fünzigjährigen zusammen bin. Vorallem glauben die nicht mal, dass ich genauso alt bin wie sie. Aber ich kenne auch Leute in meinem Alter, die so drauf sind wie ich, mit denen habe ich jetzt mehr zu tun. Das Phänomen haben wir "Betroffene mit abgespalteten Egostates immer!" Egal, gibt schlimmeres.

Ich habe noch immer Kontakt zu meinen Freunden aus der Gruppe, aus der Klinik. Ich wünschte ich könnte ihnen noch viel mehr mitteilen, dass sie nicht für immer so traurig bleiben müssen. Ich will mein Zeugnis echt in die Kliniken bringen, von dem erzählen, wie es auch gehen kann.

Es war so schlimm...die letzten Monate. Ich habe innerlich nur geweint, bis die Tränen nach draußen durften, kurz vor der Entlassung. Ich zur OP musste, mitten in der harten Therapie.

Ich wünsche mir so sehr, dass Jesus bald den Startschuss gibt, dass ich mit meiner Geschichte raus darf.

Ich bin wie gesagt, gerade glücklich und habe seinen Frieden in mir. Was ich niemals mehr für möglich gehalten hätte, dass es kommt. Doch ich weiß und das werde ich tun, eine von EUCH bleiben! Ich werde geistlich keine satte Made im Speck. Das heißt auch, ich muss weiter Therapie machen und das will ich auch. Denn daran wachse ich noch mehr. Nur keine Analyse mehr, ich weiß alles, ich will nicht mehr an der Vergangenheit hängen und kleben. Ich mache wieder das DBT und arbeite im HIER und JETZT. Es wäre leicht zu verdrängen und in die Welt raus zu schreien: "Gott hat alles geheilt", wie es viele tun, aber was wenn der nächste Windhauch kommt, sind sie dann immer noch geheilt???

Wir sind NIEMALS fertig und der Charakter, die Persönlichkeit, welche durch die PTBS und anderen  psychischen Störungen erneuert werden müssen. Das LERNEN, wird Jesus nicht als Abkürzung einfach so erlassen. Es ist sehr wichtig, der Mensch zu werden, den ER gedacht hat. Wie gesagt, das meiste hat ER von mir genommen, dass was richtig schlimm war. Die tiefe Depression, die Panikattacken...das Alles was es schwer machte überhaupt Therapie zu machen oder zu glauben, jemals frei zu werden davon.  Ein Leben zu haben, dass was blockiert, hat ER genommen und es ist vorbei. Doch die Lebensschule, muss ich weiter durch gehen und das Wissen daraus, wie wir uns fühlen und was wir tun können, dass darf ich Euch erzählen. Ja, ich sage JA dazu.

Ich wünsche mir nichts mehr, als dass JEDER der so leidet, wie ich es die letzten Jahre habe und jetzt in der Klinik...(ich kann es immer noch nicht verstehen, welch eine tiefe Hölle es war und jetzt nur zwei Wochen danach so Atmen kann und wieder lachen) Das JEDER diese mögliche Heilung sehen kann. Auch wenn alle Umstände noch beim Alten sind.

Ist es wirklich! Ich habe genauso wenig ein Netz wie vorher auch, NEIN sogar noch ein wenigeres Netz. Was mich hätte jetzt endgüdlig in den Selbstmord treiben können. Keinen Seelsorger mehr (bis jetzt auch kein echter Freund und doch tief in meinem Herzen), keine Gemeinde mehr...und und und. Nicht besser. Aber ich bin im Frieden mit mir und dann macht dieses "Alleine sein" kaum was aus. Doch, es ist wahr, ich mache mir da nix vor. Ich überprüfe es jeden Tag, ob ich nicht abspalte. NEIN, es ist echt weltlich NICHT zu erklären...aber irgendwann wird mir Jesus die Worte dafür geben. Noch bin ich selbst noch etwas überwältigt.

Die Tage werde ich auch wieder das Schreiben anfangen. Ich werde beginnen, irgendwie meine Poetrys zu vertonen und auf YouTube laden. Das alles ohne Backround und Menschen, die mir helfen. Alles was ich höre..."gehe!" Ich kann tun was ich kann und warten, wen Jesus schickt.

Wie damals bei meinem ersten Buch...! Sein Wunder!

Was ich euch mitgeben kann, hört auf euch abhängig von Menschen zu machen. Keine Abhängigkeit von Therapeuten oder Seelsorger. Sie sind auch nur Menschen und kommen irgendwann an ihre Grenzen. Wenn sie noch so Profis sind.

Ja ich weiß wie schwer das ist, denn sie geben uns die Brotkrumen. Wir brauchen so viel: Anerkennung, Liebe, Umarmungen, Verständnis, Mutmachen..etc. etc. . Doch meist bekommt man von den Helfern, auch wenn sie sehr gut sind und es aus absoluter Menschenliebe heraus tun, nur das "Wenige" was sie geben können. Das ist oft sehr wenig, weil sie gar nicht wissen, wie ausgehungert wir sind. Ich selbst machte den Fehler, dass ich nach Anerkennung gesucht habe. Ich wollte, dass ich gefördert werde, dass man sieht was ich kann und gut bin darin. All das wurde so enttäuscht und ich rauschte immer weiter herunter. Am Ende hatte ich kein Selbstbewusstsein mehr und verglich mich nur mit den Anderen. Ich war gar nicht mehr existent. Oder meine Gaben. Das haben ich und Jesus jetzt zurück geholt. Ich weiß wieder was ich kann und wenn mein Umfeld, es nicht sehen wollen..NA UND!!!!!! Vielleicht ist es auch nur der NEID!! Mensch ist Mensch. Manche Menschen bremsen andere auch aus, damit sie nicht "mehr" erreichen, als sie selbst. Leider.

Jesus hat das Ruder meines Lebens wieder in der Hand und ich werde es KEINEM Menschen mehr in die Hand geben. Jesus und ich sind das Winnerteam. Das kannst du auch sein....trau Dich! Gib heute noch Jesus dein Leben und lass dich überraschen! GO FOR IT, hol die auch dein LEBEN zurück!

Blessings