10. Mai, 2018

am Rande des Todes - doch Jesus hat gesiegt -ein Megazeugnis das jeder hören muss

Irgendwie bin ich immer noch dabei zu verstehen, was mit mir passiert ist. Was gerade in mir und um mich herum passiert. Ich möchte, obwohl es sehr schwierig ist, mal versuchen es in Worte zu fassen, denn es ist ja ein fettes Zeugnis!

Mir ging es nie gut, immer wieder wurde ich in meinem Leben gefangen gehalten, von der Vergangenheit. Flasbacks, Dissoziationen (obwohl da bin ich mir nicht sicher, ob sie weg sind), Misstrauen, Trauigkeit, Aggression, Selbstverletzung waren Alltag.

2016 war ein ganz gutes Jahr, es begann sich was zu verändern. Mein Buch war schon länger auf dem Markt und ich wollte endlich los gehen. Mir war nicht bewusst, dass ich es nicht richtig hörte und kam an die falschen Leute, die es mehr vermarkten wollten, statt es als Lebenshilfe und Zeugnis nach draußen zu den Menschen zu bringen. Dann gab es einen bösen Bruch zu diesen Menschen, der mich in eine Re-Traumatisierung brachte. Die Egostates in mir wurden laut. Geweckt und verletzt wurden die kleinen States in mir laut, die sich nicht mehr beruhigten. Ich begann mich wieder selbst zu verletzen und brachte den Seelsorger an den Rand des eigenen Wahnsinns. Fühlte sich so an.

Ja es ging immer weiter Berg ab. Ein Strudel in den Abgrund.

Sämtliche Symptome wurden aktiviert. Meine Persönlichkeit veränderte sich immer mehr. Ich wurde aggressiv, was meine tiefe traurige Stimmung überdeckeln sollte. Aber das ging nicht lange gut.

Ich ging nicht mehr nach draußen. Ich konnte nur einkaufen, wenn es kräftemäßig ging und kaufte nur ungesundes Junkfood. Chips zum Aufreißen oder Essen was in die Mikrowelle konnte. Ich räumte die Wohnung nicht mehr auf. Spike ging auf ein Hundeklo, ich schaffte es ein paar Wochen nicht mehr nach draußen. Ich war mehr Tod als Lebendig. Hilfen hatte ich nur vom Seelsorger und einer Freundin die immer noch jede Woche einmal kam und wir auch zusammen beteten. Doch das es so tief unten war, ließ ich nicht mal sie spüren. Schrecklich wenn ich darauf zurück schaue. Es tat so weh im Inneren und es war nicht zu durch brechen.

Als es einigermaßen wieder ging, die große Krise etwas nachließ, ging es zur Ergo, Reittherapie und Tagesstätte von der Caritas. Doch ich konnte nicht mehr lachen oder mich an irgendetwas freuen. Man konnte es mir richtig ansehen. Ich bekam heftige Augenringe und fette Falten auf die Stirn, die ich vorher nicht hatte. Jeden Tag den ich kämpfte, veränderte ich mich auch äußerlich. Essen wurde zu meinem besten Freund. War ich traurig, einsam oder verzweifelt, musste ich essen, alles was viele Kalorien hatte.

Gute Worte an mich, mutmachendes über und von Jesus erreichten mich nicht mehr. Ich wurde sogar zornig, wenn jemand mit mir beten wollte oder mir von Jesus erzählte und meinte, dass Alles wird ein Ende haben. Denn es fühlte sich nicht so an. Es fühlte sich eher so an, dass ich selbst bald dem Leben ein Ende setzen würde. Dieser Plan nahm auch immer mehr Gestalt an.

Ich wünschte mir so sehr von den Leuten außerhalb, gerade von Andreas meinem damaligen Seelsorger, dass er mich mit einbezieht, wenn etwas in der Gemeinde mit den Jugendlichen gemacht wurde oder die Band unterwegs war, dabei sein zu dürfen. Das sie mich da raus ziehen. Doch er dachte da nicht mit, hatte den Kopf dafür nicht frei. Also fühlte ich mich noch abgelehnter und das KEINER was mit mir zu tun haben wollte. Die Einsamkeit führte mich in die Suizidalität. Ich konnte nicht mehr sehen, wer war Feind oder Freund. Freunde sah ich sowieso keine mehr.

Ich begann die Menschen zu hassen, die Vergangenheit holte mich immer weiter ein. Von dem Typen auf den ich reingefallen war, wurde ich im Netz öffentlich gemoppt. Dann war die Krise am höchsten Punkt, noch überhörte ich es. Mein Körper rächte sich. Der Blutdruck entgleiste total und zwei Notärzte waren bei mir zu Hause, um mich fürs Krankenhaus zu stabilisieren. Einfach nur ganz schrecklich. ES TAT SO WEH, das SCHREIEN in meinem Inneren, es tat so weh! UND NIEMAND HÖRTE MICH!

Direkt von der Klinik aus, wurde ich in die Psychosomatik verlegt. Dort lag ich zehn Tage nur im Bett. Noch nie in meinem ganzen Leben wurde in einem Arztbrief geschrieben, dass ich "leicht ungepflegt" sei. Doch die Depression und der "ich will mich umbringen-Modus" ließ nix mehr zu. Sich pflegen, war wie einen Berg hoch laufen.

Als ich nach Hause kam, war nichts besser. Meine Arme waren wieder an allen möglichen Stellen zerrizt. Keine Kontrolle mehr!

Dann ging es in eine Klinik die Gruppendynamisch und Analytisch arbeitet. Ich sah es als Chance. Doch es zog noch weiter nach unten. Der Alltag war, dass nur in der vergangenen Scheiße gewühlt wurde. Nicht nur in der Eigenen, denn alles war in Gruppen dort. Es gab in meinem Leben jetzt nicht mehr nur meine Tränen, Verzweiflung und Elend..nein ich bekam das der ANDEREN auch noch drauf. Ich konnte an nichts Gutes mehr glauben. Die Gruppe selbst, die Menschen, wurden mir sehr wichtig und es wurden auch sehr gute Erfahrungen untereinander gemacht. Dasein füreinander, wie ich es mir eigentlich von meinem "privaten Netz" und mehr vom Seelsorger gewünscht hatte, diese Erfahrung machte ich in der Klinik. Doch wo war Jesus, wo war mein Papa im Himmel??

Durch das, dass ich mit vielen weltlichen Leuten dort war, zog es heftig, in ungute Richtungen. Nämlich heftig in die Welt ohne Jesus. Für mich gibt es eigentlich keine Welt ohne Jesus oder ein Dasein ohne ihn. Aber irgendwie faszinierte es mich, wie die "Welt" doch Fluchttüren hatte: Drogen, Alkohol, Cool sein, Party machen....und ich dachte, ich müsste es auch spüren..betäuben. Sogar zwei Frauen hatten sich in meine männlichen Egostates verliebt. Mal das spießige Getue, wie ich es aus dem Umfeld kannte, in dem ich jetzt dreizehn Jahre war, lassen, das zog heftig.

Nein es kam nicht dazu, dass ich Drogen nahm, oder sonst wie austickte. Aber ich umgab mich mit den Jungs (hatte da auch wieder mehr männliche Freunde, als Frauen), die sie nahmen. Doch am Ende war es immer so, dass ich sie auch tröstete und für sie da war. Ich für mich spürte Jesus nicht mehr. Jedes Gespräch mit dem Seelsorger lief so, dass ich ihn fragte, was Jesus da mit mir macht. Warum er mich quält, ob er ein Sadist ist oder Papa. Ob mein Leben vielleicht doch verflucht sei. Etc. etc.

Ich las nicht mehr in der Bibel oder wollte keine Predigt oder sonst was hören. Leute, dass sind die Zeiten, wo man in der Wüste ist und der Feind einem Versucht. Er war der, der die meiste Freude an allem hatte.

Gefühlt hatte ich Jesus los gelassen, aber Jesus mich niemals. Obwohl ich oft zu Jesus sagte: "Egal wie eklig du zu mir bist, ich werde dich auch nicht los lassen." Das war mal wieder sehr ambivalent. Aber ich meinte es auch so, ich wollte Jesus nicht verlieren. Aber verstehen, warum ich so leiden musste, das konnte ich auch nicht. Ich betete nicht mehr, aber ich redete weiter mit ihm.

Am Ende der Therapie war es so weit und Jesus wollte von mir hören, wie es denn weiter gehen würde. Ich gab ihm zu verstehen, aber da wirkte er schon in mir und veränderte etwas in mir: "Ich mache die Selbstmordtür zu und hole mit mit dir Jesus mein Leben wieder zurück". Es gab komischerweise Möglichkeiten über Jesus zu reden und Leuten Mut zu machen. Obwohl ich das so sehr selbst von außen gebraucht hätte. Ich war von meinem Umfeld, geistlich total alleine gelassen. Aber da ich meinen Seelsorger müde gemacht habe und keine Freunde habe, die so schwer mittragen können, blieb das bei mir auch aus. Ich zeigte es meist auch nicht, im Kontakt. Wie hätten sie können.

Ich hatte jeden Tag, mehrmals Kontakt zum Seelsorger, ich dachte er sei mein Freund und hält es aus. Mein Gefühl war, ich überlebe auch das nicht, wenn wir uns trennen..., wenn der Kontakt weg wäre.

Doch wenn Jesus tut, tut er ganz oder gar nicht!

ER TAT DAS WUNDER AN MIR!

Ich kam aus der Klinik raus. Vor dem ich am meisten Angst hatte, war, wie es weiter gehen könnte, ohne das ich an den wichtigsten Dinge gearbeitet hatte. Dachte ich.

Es war mehr passiert als mir klar war. Doch Jesus wollte jetzt die Entscheidung. Raus aus dem Boot. Ich sollte sein Zeugnis sein, den Menschen erzählen, dass sie das ALTE los lassen sollen. Denn genau das ist, was uns runter zieht. Wir halten uns so daran fest und merken gar nicht, wann der Punkt gekommen ist, es endlich los zu lassen. Dieser wird durch die Therapien oft überschritten und es wird weiter gewühlt und gewühlt. Trauer, Dunkelheit und das NICHTLEBEN werden zur Normalität, zum Strudel, der nicht endet.

Wie kann man sich an Elend gewöhnen und sich kaputt machen lassen.

Wie oft lag ich auf meinem Bett und weinte. Sah nach draußen, wo die Sonne schien und es hatte nichts mit mir zu tun. Die Lebensfreude bliebe aus. Nur Grau und Dunkel. Weil wir uns manchmal selbst in den Dingen gefangen halten.

Vor einer Gruppe von achtzig Leuten sprach ich es aus....mein Leben geht weiter ins Licht! Mein Leben ist jetzt..im Hier und Jetzt. Ich will mein Leben, ich will lachen und Freude haben, an den kleinen Dingen, die mir gefallen und wunderschön sein können. Ich frage mich, auf was warten wir????

Nachdem Jesus merkte wie ernst ich es meinte, kam das Licht in mich.

Nach der Trennung vom Seelsorger und für mich besten menschlichen Freund, fiel ein Fels von mir ab. Ich merkte das Durchfluten in meinem Körper und LIEBE, kam zurück: Für die Welt, für die Menschen und für das LEBEN!

Das ist sein Wunder und ich werde es jedem erzählen, der es hören möchte.

Leicht wird es nicht, der Weg wird für mich nie LEICHT sein, aber das gehört dazu, denn der Feind will NICHT, dass die, die ihm gehören oder Menschen die Leiden aus seiner Hand gerissen werden.

Aber ich werde gehen, das muss jeder hören!

Blessings