8. Mai, 2018

Die Ketten werden gesprengt - Jesus hält sein Wort

Denn Gott hat gesagt: "Ich will Dein Gebet erhören. Es wird eine Zeit der Gnade für Dich geben, einen Tag an dem Du meine Hilfe erfährst!"

Diese Zusage gab mir Jesus schon mit auf dem Weg, als ich das erste Mal versuchte nach draußen in die Öffentlichkeit zu gehen. Mit voller ehrlicher Absicht meine Geschichte und Zeugnis zu erzählen. Der Punkt war nur, ich ging mehr meinen eigenen Weg, als noch auf das zu hören, was Jesus wollte. Das kann sehr schnell passieren. Vorallem, wenn man meint losgehen zu müssen und zu wissen wie es geht. So gerät man an die falschen Menschen oder man wird stur, weil es nicht nach dem eigenen Plänen läuft. Jesus hat mich wieder zurück gepfiffen, um weiter in der Heilung voran zu gehen. Jetzt ist es soweit...die Zeit der Dauertränen, der Suizidgedanken und dem dunklen Loch in dem ich saß...sind vorbei.

Krasse Sache, vor drei Wochen ging ich noch durch die Hölle, dachte, das wird nie Enden und mein Leben sei verflucht. Ich traute Jesus sogar zu, dass er mich nicht liebt und absichtlich quält. Ich schrie ihn richtig an und klagte heftig. Meine Umgebung (in der Klinik litt unter meiner Aggressivität).

Jap ich glaubte Jesus nicht mehr und wollte in die Welt zurück. Wie ich gestern schon sagte Abtauchen, oder Party machen. Das Leben spüren. Wenn ich schon nicht in SEINER Fülle leben darf oder wenigstens Ruhe spüren, kann ich auch gleich die Sau raus lassen. Das waren echt meine Gedanken. Ich sagte zu Jesus: "Ich nehme dich da mit, denn ich will nicht das du weg bist. Aber anders halte ich das nicht mehr aus." Er war so geduldig mit mir. Bis zur OP war er auch sehr ruhig und dann begann er sich wieder zu zeigen und mit mir zu reden.

Nix war umsonst, ich bin ihm jetzt wieder näher...ich glaube, als ich es je war. Es ist unbeschreiblich, was in mir los ist. Wie ich mich Tag für Tag mit ihm verändere. Ich hoffe ihr da draußen kommt noch mit. Mir fällt es ja schon schwer, das zu kapieren, aber das wird so ein fettes Zeugnis werden. Ich weiß es wird viele Kämpfe geben, wenn ich nach draußen gehe. Aber ich kämpfe nicht alleine und die Käseglocke ist über mir! Die mich immer schützt. Ein Bild was mir Jesus immer mal wieder gibt. Denn ich bin echt geschützt von ihm und Papa.

Warum das Alles, das habe ich auch gefragt. Ich war fest überzeugt, mein Leben ist verdammt, ich werde nie wieder das Licht sehen. Es wird so dunkel um Einen, wenn man nach dem Takt der Welt zu tanzen beginnt. Ich dachte wirklich, denen die in der Welt sind, denen geht es viel besser. Mensch der Feind hatte mich so am Wickel.

Doch Jesus Plan war, mich weiter vorzubereiten für den Weg - zu gehen - zu den Menschen, die Weinen - die unter anderen Menschen gelitten haben. Ein harter Weg und ich sage euch eines, wenn ihr jemals den Wunsch habt, für Gott da raus zu gehen, zu den Wölfen...dann wird er euch ernst nehmen und wir erhalten die Vorbereitung die dazu nötig ist. Das ist seine Armee, da draußen, die weiß was es heißt durch Leid zu gehen. Ich war noch nicht fertig, wie es mir damals jemand, der Kohle mit meiner Geschichte machen wollte, einreden wollte. Ich war und bin immer noch unterwegs auf dem Weg in die Heilung.

Jesus hat ja im Krankenhaus zu mir gesagt, dass ER meine Vergangenheit und die Schmerzen der Erinnerungen in das weiter Meer geworfen hat und es da zu bleiben hat. Das ist WAHR!!! Ich spüre nichts, egal in was ich mich rein denke oder welche Erinnerung kommen will. Aber jetzt komme ich mal zum Punkt was ich eigentlich mit euch teilen möchte.

Ich war jetzt zweimal im Krankenhaus wegen meinem Unterleib. Ich wurde operiert und es wurde Gewebe eingeschickt um zu schauen, ob es bösartig ist. So Gott wollte, ist es das nicht. Danke Papa! Aber ich musste beginnen zu zu hören. Die Zurüstung, die andauert begann. Jesus hat es mir 2006 schon gesagt, dass er keine Symbiose mit einem Menschen dulden kann. Aber es kam wieder dazu, weil es durch die PTBS und meinen Verlustängsten nicht abzuwenden ist. Durch genau das musste ich durch. Das tat so höllisch weh. Vorallem, in meinem Buch schreibe ich davon, sagte mir damals Jesus schon, in der Seelsorge darf es keine Abhängigkeit geben. Keine Abhängigkeit von Andreas. Doch es kam dazu. Denn da war ein Mensch greifbar und fühlbar. Es lief auch ganz lange gut...jetzt ist es Zeit los zu lassen, weil meine inneren Egostates zu viel erwarteten. Ich dachte, dass überlebe ich nicht. Wie ich gestern schrieb, gingen die Therapeuten genau deshalb nicht mit uns ins Gespräch, weil sie dachten, dass kann nur im Suizid von mir enden. Denn ich hatte so heftige Krisen die letzten Monate, wenn Andreas mir nicht die Aufmerksamkeit schenkte, die ich brauchte. Wie gesagt es sind die States die das fordern, dass kontrolliert man nicht und es ist nicht BÖSE, dass es passiert. Aber es muss angeschaut und therapiert werden. Bei mir wurde es erst mal nicht therapiert.

Doch kam es gestern zur Trennung von Andreas, ganz bewusst, obwohl ich KEINEN Therapeuten oder Netz habe, was es jetzt abfängt. Hätte ich es in der Klinik so durch gezogen, ich wäre sicher verlegt worden. Weil sie Angst um mich  gehabt hätten. Weil ich es auch immer wieder gesagt habe...wenn Andy auch wieder geht, dann überlebe ich das nicht mehr. Denn für mich war Andy mittlerweile in vielen Rollen: Papa, Bruder, Seelsorger, Pastor, bester Freund und und und. Für ihn, war ich "nur Elke", die Hilfe braucht und er war treu an meiner Seite. Doch es kam oft zu Streitigkeiten....weil er eine ganz andere klare Rolle für sich hat. Das Leute, tut sauweh, jeder mit PTBS wird verstehen, was da in einem abgeht, wenn dir wieder jemand zeigt....so wichtig wie ich dir bin, bist du mir nicht.

Daher hätte es mein Leben kosten können, zumindest hätte ich gestern noch mit Dissoziationen und Selbstverletzungen reagiert. Doch.....??????

Jesus, war sofort da. Es kam null zu einer Krise (Traurigkeit ist da, ja, aber da wäre ich nicht Mensch, wenn nach fast dreizehn Jahren, die Bezugsperson wegfällt und das ohne Netz und Boden, menschlich) .

Ich bin ruhig, ich spüre eine Befreiung, die ich noch nie in der Form gefühlt habe. Ich spüre unendlich Liebe für meinen Bruder, egal wieviel Verletzungen in der Vergangenheit waren. Ich spüre, dass ich nicht wie in Vergangenheit ich alle paar Stunden testen muss, ob er noch da ist. Wenn das KEIN WUNDER ist??

Doch das ist es!

Denn das ist nur mit Jesus möglich!!! Es ist so unbeschreiblich, was der Herr für uns tut, wenn wir ihn in unser Leben lassen!

Vor wenigen Tagen schrieb mich eine Frau an, sie kennt Jesus noch nicht. Sie sagte mir, sie liest gerade mein Buch : "Es klingt gruselig, Jesus sein Leben zu geben". Ich hoffe so sehr, dass sie versteht, dass es gruselig ist, hier zu kämpfen und jeden Tag zu leiden....und es nix besseres gibt, als Jesus in sein Leben zu lassen und das Leben ihm in die Hände zu geben.

Es wird jeden Tag wieder heller, ich bin wieder fest in seiner Hand und im Moment fliege ich mit ihm. Er hat mich auf des Adlers Flügel und ich Ruhe aus. Auch das merke ich, wie ich in SEINER Ruhe bin. Alles was er mir versprochen hat, was ich ihm nicht mehr glauben konnte, tut er. Ich weiß, ich fliege eine Weile mit ihm, bis er mich wieder herunter schuppst und weiter alleine fliegen lässt. Er neben mir, um mich immer wieder aufzufangen. Ich liebe ihn so sehr.

Ich hoffe Du greifst seine Hand und lässt dich ins Licht führen. WERDE AUCH DU FREI, lass die Ketten sprengen!

Blessings