8. Apr, 2018

Auch wenn du jetzt bitterlich weinst - Jesus gibt dich nicht auf

Auch wenn du jetzt bitterlich weinst

BITTE GIB NICHT AUF

auch wenn Du das Leben gerade verneinst

BITTE GIB NICHT AUF

 

Ich höre gerade etwas ältere Songs von Xavier N. Er trifft es gerade auf den Punkt. Ich habe kaum mehr Worte für das was bei mir gerade los ist.

Es tut weh, die Tränen bahnen sich ihren Weg und die Hoffnunglosigkeit mischt sich in den kleinen Funken Hoffnung. Wir brauchen zur Veränderung so viel Mut. Jeden Tag den Mut, die Klinke an der Tür "Ausgang-Selbstmord" los zu lassen. Das tat ich am Freitag, nach dem Gespräch mit dem Chefarzt hier, als ich mal wieder ausprach: "Wenn ich zurück muss in das Leben, wie es vorher war, ich schaffe das NICHT, ich werde es dann beenden". Dumme traurige Aussage, mit so viel Gewicht. Manchmal habe ich hier das Gefühl, ich kann nicht mehr kämpfen. Ich habe das Gefühl, jetzt sind Alle weg, keine Hand mehr da die gereicht wird. Sogar Jesus .... ich bin manchmal so SAUER auf IHN! Wo ist er denn, wenn die Gefühle mich aufzufressen drohen. Wenn ich dieses Leben so zu hassen beginne. Weil ich vor einem NIX stehe.

Aber ist das die Realität? Ich gebe es nicht auf mit ihm zu reden, auch mit ihm zu schimpfen und zu hinterfragen, WARUM ich da durch muss. Jesus hat mir gesagt warum, aber manchmal denke ich .... es ist nur Qual. Wie sieht Leben aus, das aus der Freude meines Herrn kommen soll ??

Ich habe so viel Therapieerfahrung, aber dieser Abschnitt ist hart. Jesus zeigt mir in Zusammenarbeit mit den Therapeuten, meine Defizite hart auf. Ich komme gar nicht dazu auszuweichen. Der blanke Horror.

Ihr merkt ich versuche das Ganze mal in Worte zu fassen. Es fällt mir so schwer. Jemand, der das NICHT kennt, denkt sicher ich zergehe in Selbstmitleid, NO WAY. Es ist echter Schmerz und ich muss da durch. Mit Selbstmitleid hat das nichts mehr zu tun. Es ist real und ich kämpfe darum, da durch zu gehen, damit ich am Ende, wann immer das sein wird....ein Zeugnis sein darf. Ich blogge ja auch sehr selten über die Selbstverletzungen oder irgendwelchen Symptome, die so oft auf Borderline oder PTBS Seiten zu lesen sind. Gerade, weil ich niemals die Hoffnung aufgeben will. Dafür brauche ich JESUS, denn ohne ihn...ich würde gehen.

Was ich sehr spüre...die Sonne scheint - durch die depressive Phase und die Ängste die ich habe, kann ich sie kaum genießen oder spüren. Aber es tut so weh. Wenn man die Menschen draußen sieht, die es genießen können. Mein Leben irgendwie an der Grenze ist und alles durch einen Filter geht. Ich möchte das auch wieder. Freuen an dem Wetter, Lachen von Herzen und Freunde die es gut mit mir meinen, um mich herum.

Ich weiß nicht, ob ich mich schon hundert Prozent eingelassen habe, auf das Alles hier. Andy meint, es fehlt noch was. Ja das einlassen auf den Schmerz, dass konfrontieren lassen und nicht flüchten. Mein Inneres hat es immer noch drauf...sich alles möglich einfallen zu lassen, um den Situationen zu entfliehen.

Gerade weil ich so Hunger auf das Leben mit Freude habe, das Leben zu spüren mit allem was es auch Gutes hat, bin ich auf der Flucht. Ich denke manchmal, dass die Welt da draußen, die sich nicht "Christen" nennt, so heil ist. Blödsinn. Aber es wird mir vorgegaukelt. Ich sehe die Leute, die Party machen, die fröhlich sind, das Leben genießen. Gestern ist mir aufgefallen und ich habe es auch zu Andy gesagt: "Die Welt hat mehr Spaß als die Christen, die so spießig sind. Entweder sie sind Spießer oder zu extrem Charismatisch und machen Angst." Ich weiß ja in meinem Herzen, dass es eine Lüge vom Feind ist. Aber es fühlt sich gerade so an. Vorallem auch, weil ich nicht mehr in meine Gemeinde gehe und ich so enttäuscht wurde. Sie es nicht einsehen, dass an dem was ich empfinde auch was dran sein könnte. Ist aber normal in Gruppen, kommt jemand Quer ist unbequem, ist er raus. Nicht besser als in der Welt.

Vielleicht ist da was dran, dass ich ohne Gemeinde besser dran bin, vorerst mal. Aber ich möchte auf keinen Fall Jesus verlieren. Aber das werde ich auch nicht, auch wenn ich vielleicht mal abbiegen werde. ER ist alles was ich habe! Schon seit ich denken kann. Ich weiß ER kennt meine ganze Verwirrung und was in mir vorgeht. Darum habe ich NULL ANGST, dass diese Beziehung, die man niemals mit Menschen haben kann, vorbei sein wird. NIEMALS

Ich weiß, ich bin sehr kompliziert und sehr sehr ehrlich. Das schätzen die Therapeuten und Patienten hier sehr (Die Ehrlichkeit). Manchmal kommt es hart rüber. Aber ich mag keine Masken mehr. Ich empfinde wie ich empfinde und lebe es jetzt.

Natürlich sind es viele Baustellen, viel Einsamkeit beim gehen, über diesen Berg. Daher habe ich diese Einleitung geschrieben, weil es genau meinen Gefühlszustand und von vielen Menschen spiegelt. Wir haben keine Worte dafür!! Andy sagte mir gestern, dass das echte Leben auf mich noch wartet. Ich will es so sehr glauben - diesen winzigen Strohhalm ergreifen. Gott wird mich nicht knicken, ER wird mich aufrichten. Er hat es versprochen.

Hier geht es jetzt so weiter, dass ich meine Simcard abgeben musste. Um in Ruhe gelassen zu werden (denn die WA von einer "Schwester" aus der Gemeinde hat zb. sehr aufgewühlt). Kontaktsperre mit Andy - wo es mir sehr schwer fällt. Aber es ist deshalb, weil er meine Vertrauensperson ist und ich in Not ihn eher aufsuche und reden will, statt vor Ort zu Vertrauen und mit den Theras in die Gefühle zu gehen. Nach dem Chefarzttermin am Freitag, dem eine große Sitzung wegen mir voraus ging, muss ich mich nun an so ein paar Dinge halten...um die Therapie nicht weiter zu gefährten und zu schauen, wie es hier weiter geht und später draußen.

Ich träume ja immer noch davon meine BERUFUNG zu leben. Mit Lesungen und Vorträgen raus zu gehen. Jesus ist der Vollender und er macht es. Doch ich vertraue so wenig, muss da noch wachsen. Denn Menschen....bis jetzt streckt mir niemand die Hand hin und sagt: "Komm ich helfe dir zu gehen, ich helfe dir bei den Lesungen". Dies wird sicher eins von Jesus Wundern werden, wenn es mal soweit ist. bis ich in Liebe gehen und mich auch wieder mit "Christen" auf den Weg machen kann. Es bleibt spannend.

Blessings