1. Mrz, 2018

Der Weg in die Heilung - mein Lachen wieder finden

Angekommen, ja das bin ich endlich nach drei Wochen. Okay, ab und zu frage ich mich immer noch, was soll das Alles. Macht es Sinn und wo bin ich in den nächsten Wochen, oder wann ich hier entlassen werde?

Die Analytik und Tiefenpsychologie ist sehr anders, als die Verhaltenstherapie, die ich über Jahre gemacht habe. Doch da ging es immer ums Deckeln der Gefühle. Gefühle kommen und gehen lassen. Manchmal dachte ich schon ,es ist was schlimmes Gefühle zu haben.

Seit dieser Woche arbeite ich auch mit dem Oberarzt intensiv. Dieser liest sogar meine Biografie (Das Buch), ist daran sehr interessiert. Das freut mich sehr, dass er doch so Interesse zeigt. Vorallem auch an mir und meiner Geschichte. Bin gespannt was er von meinem Zeugnis auch über Jesus denkt, wenn er mit dem Buch durch ist. Cool

Heute wurde in der Fertigkeitengruppe etwas reflektiert und die Therapeutin gab uns etwas Feedback. Ihr ist aufgefallen, dass ich schon mehr "lächle" , was ich bei meiner Ankunft und die ersten zwei Wochen gar nicht tat. Die meinen Blog kennen, wissen, dass es eins der schlimmsten Dinge für mich war, dass ich nicht mehr lachen konnte oder mich freuen. Ich stumpfte zu Hause immer mehr ab. Was ich aber sehr wohl spüre und wieder unsicher bin, fast panisch, dass ich noch nicht erkennen kann, was anders sein soll an der Wohn-und Soziales Netz Situation. Da zeichnet sich nichts ab, nicht wirklich. Das ist nach wie vor großes Thema und Megatraurig. Leute die sich Freunde nannten und beleidigt waren, wenn ich sagte: Ich sehe nicht das wir Freunde sind, weil ich bin für meine Freunde da..., die sind jetzt wo es mir richtig Scheiße geht und ich hart an mir arbeite, sehr voll schmerzen bin, sie sind nicht da. Ich bete so sehr, dass Jesus mich von IHNEN ganz frei macht, davon, dass meine Stimmung und Leben von solchen Menschen nicht mehr abhängt. Das soll es einfach nicht. Vielleicht denken die Leute um mich und aus der Gemeinde, dass ich total anders und umgänglicher sein werde, wer weiß. Aber ich denke, es wird vielleicht auch gar nicht mehr passen. Es tut einfach weh, wenn man in Sitzungen war und für andere Karten geschrieben wurden und man selbst ist fast vergessen. Aber es ausprechen, das ist gefährlich, denn nix will beim Namen genannt werden....! Aber mir nach wie vor egal. Denn Jesus tat das Gleiche...Dinge die krumm sind, beim Namen nennen. Ihm war es wurscht, ob er beliebt war oder nicht.

Auf einer Seite würde ich so gerne alles abbrechen, auf der anderen Seite festhalten, was ich mir erarbeitet habe und geschafft habe in den letzten Jahren, in denen ich auch Therapie und Seelsorge machte. Worauf ich mich vielleicht einlassen kann, wäre eine Bauernhof WG oder wenigstens eine auf dem Land. Mal schauen was Jesus macht.

Ich danke noch mal jedem, der an mich denkt und mir etwas geschickt hat, um mir beizustehen. Es ist einfach so schön zu wissen, es gehen Menschen mit und stehen mir bei.

Ich hoffe ich kann auch zurück geben, ein Zeugnis sein...auf meinem Weg in die Heilung, damit so Mancher sich auch auf macht und sich helfen lässt. Vielleicht auch Jesus erkennt, der uns die Hand reicht und uns da durch trägt.

Etwas traurige und durch den Wind-Grüße, schicke ich euch aus der Klinik

Wer mal schreiben mag oder sich melden, hier die Adresse:

Klinik Menterschwaige

Elke Blessing (Pegasus)

Geiselgasteigstraße 203

81545 München

Bis vielleicht bald

Blessings