20. Feb, 2018

Hallo von der Wüstenfront - getragen von Jesus

Klingt irgendwie fromm platt, meine Überschrift heute. Aber wie sollte ich es sonst nennen, was ich erfahren darf. Klar in einer Traumatherapie schleudert es sehr heftig. Ich habe nicht mal wirklich angefangen, weil erst die Stabilisierung laufen muss und darauf bestehe ich und die Ärzte etc. sind sich da auch einig. Stabilisierung heißt nicht in Watte gepackt werden. Es ist durch die Tiefenpsychologische Arbeitsweise auch etwas anders als das was ich kenne. Es wird eine Gruppe um dich gebildet, die dich eben auffangen kann. Ein funktionierendes Netz. Ich tue mir gerade wieder etwas schwerer mit Vertrauen fassen und mich auf die verschiedenen Therapeuten einzulassen. Komischerweise hat die Einzeltherapeutin gerade den wenigsten Kontakt mit mir. Alles wohl dosiert. Wir sind in der Kennlernphase und wir lassen uns Zeit.

Die Therapeutin ist schon ein alter Hase. Denke mal so an die sechzig und weiß was sie tut. Sie ist ausgebildete Traumatherpeutin und echt eine kernige. Im  Moment geht es immer noch um die Abnabelung von Andreas, der für mich mit die wichtigste Person geworden ist. Aber um meine Berufung irgendwann mal leben zu dürfen, braucht es FREIHEIT von ABHÄNGIGKEIT. Wie ich auch dem Oberarzt heute mitteilte. Bei dem habe ich mit meinen Sprüchen schon ein Stein im Brett. Ich merke er mag mich und für mich hat er was von Joda. Sehr weise, klein und echt schon über sechzig. Aber ein toller erfahrener Mensch. Ich weiß, sie werden mir hier Zeit lassen. Selbst wenn ich nicht stabil bin, gleich in die Traumatherapie einzusteigen und es erst in paar Monaten nach der Stabilisierung zu beginnen. Wichtig ist es, stabil zu werden und es zu bleiben, die Techniken auszuprobieren die ich habe und alles was ich gelernt habe anzuwenden. Mensch....es wartet doch was auf mich, wenn ich da durch bin. Ich will neugierig genug sein, genau dafür weiter zu kämpfen. Die Sehnsucht der Kleinen Egostates zu beruhigen. So das ich es kann und nicht von außen es her muss. Dann kann ich auch eine richtig gute Freundschaft mit Andreas beginnen, ohne das er in verschiedene Rollen rutscht, in die er gar nicht rein gehört. Wird spannend und mega anstrengend. Und ja von Angst besetzt. Aber es ist machbar.

Neben den schweren Dingen, gibt es auch die Lichtblicke und die SEID IHR. Ich bekomme alle paar Tage mal einen Brief, Karte, Päckchen oder heute sogar Blumen von Euch geschickt. Ich bin überwältigt, wie ihr mit beisteht und mich mittragt. Das ist Jesus in Euch, das ist die Liebe, die ihr fest in euch habt. Das ist die Liebe, die ich mit Euch in die Welt tragen möchte. Der Blumenstrauß der heute kam, der steht auf dem Esstisch meiner Gruppe, dass jeder sich daran mitfreuen kann. Sowas liebe ich auch, teilen, das was uns glücklich macht.

Tausend Dank an Euch!!! Das gibt mir so viel Kraft euch an meiner Seite zu wissen! Ich fühle mich durch euch auch gesehen und geliebt. DANKE, es hat so viel Wert. Ich hoffe ihr könnt verstehen, was ich meine!

Muss euch noch was erzählen. Ihr wisst ja ich und meine Egostates. Es sind gerade 3 da, die sich in der Klinik zeigen. Der Teenager, so 17. Ein Kindstate so ca. 13 und die sehr Intelektuelle, die sehr viel gelernt hat und viel Therapieerfahrung hat. Gott sei Dank, denn die wird dringend gebraucht!

Mein bester Freund hier ist ein achtzehnjähriger, der echt wie mein Teenstate tickt. Der junger Kerle ist echt so intelligent, dass er bei mir echt die richtigen States erkannt hat. Einfach wow. Mit ihm treffe ich mich gleich um mit ihm etwas spazieren zu gehen. Er sagte gerade nach der Gruppe zu mir. Elke du bist einfach Wow: Ich sehe in dir, die kleine Schwester ;-), jemand der mit mir auf einer Ebene ist (John) und manchmal wie eine Mutter. Fand ich cool, denn genau so ist es. Mal nachdenk...ist es nicht auch eine Gabe???

Blessings ihr Lieben, muss jetzt mit meinem Kumpel spazieren gehen.

Love You!!