14. Feb, 2018

Abgrenzung < Reifung < Wüste

Genau eine Woche bin ich jetzt in der Klinik. Äußerlich hat sich nicht viel getan. Aber im Inneren tut sich eine Menge. Ich lebte ja zu Hause die letzte Zeit sehr zurück gezogen und mied soziale Kontakte so weit es ging. Nur den Kontakt zur Caritas und Seelsorger erhielt ich aufrecht. Jetzt komme ich hier her und von Null auf hundert. Gestern war ich sehr überreizt, hatte das Gefühl, dass hier tausend Leute um mich herum sind. Dabei sind in meiner Gruppe nur zwölf. Doch ständig ist man irgendwie mit irgend jemand im Kontakt. Ich muss ja versuchen den  Rückzug und die Flucht zu durchbrechen, dass es nicht mehr die Ventile sind, die ich benutze. Weil es einfach destruktiv ist.

Was hier in der Klinik wirklich ist, man fühlt sich familiär eingebunden. Irgendwie wird ein Raum geschaffen, dass man sich öffnen kann und doch getragen fühlt, auch wenn es mal knallt untereinander. Meine Beobachtung, trotz eideidei, passiert es hier ständig. Doch meist wird ganz gut interveniert.

Jetzt sollen es noch sieben Wochen sein, ich denke damit bin ich auch gut bedient,  denn ich möchte nicht verlängern, erst mal dann zu Hause schauen wie es geht. Es soll sowieso franktioniert laufen. Im Sommer wieder her. Es ist ja auch doof mit Spike jedesmal, ich vermisse ihn so sehr. Mein lebendiger Teddy.

Hier lernt man sich abgrenzen. Ich spüre so sehr, wie ich mit Menschen verschmelze. Ihr ganzes Inneres auf mich geht. Schwer für mich, mich abzugrenzen. Doch sehr wichtig. Denn immer hat man das "Problem" mit Menschen zu tun zu haben. Habe ich auch als Ziel definiert. Ich denke auch, dass ich gar nicht so in meine Geschichte eintauchen will. Das was kommt, kommt und wird angeschaut, aber nichts absichtlich aktiviert. Ja, wichtig auch die Dinge ruhen zu lassen, die ruhen. Ich denke das ist was Jesus auch möchte.

Was ich aufjedenfall werde, ist reifen. Das ist was ich als ersten Auftrag von Jesus habe. Reifen an den Dingen was war, was ist und was kommt. Nicht daran kaputt zu gehen.

Die großen Leute, die welche Gott gebraucht hat, Jesus selbst war in der Wüste. Wenn man JA gesagt hat, wird man es auch schaffen. Ein vielleicht wird immer ein Vielleicht bleiben.

Blessings