6. Feb, 2018

Mache dich auf und WERDE - Jesus trägt durch

Bevor es morgen los geht in die Klinik, möchte ich doch noch mal hier ein bisschen was schreiben. Ich weiß ja nicht, wie schnell ich mich wieder melden kann. Denn mit Internet ist es dort nicht so gut bestellt. Sie sehen es nicht gerne wenn man im Internet surft und es steht so viel ich weiß, nur nach Absprache ein Wlan zur Verfügung. Muss ich alles noch abchecken.

Wie gesagt morgen geht es los, um 9.30 Uhr soll ich in der Klinik Menterschwaige in München sein. Es gab ja bei mir zwei Vorgespräche, die mich echt ein bisschen stressten, nein, sogar sehr. Denn bei mir läuft es wie gewöhnlich einfach anders als bei anderen. Dabei komme ich mir gar nicht so kompliziert vor, weiß gar nicht, was die Theras immer habenZwinkern.

Aufjedenfall läuft es jetzt erst mal so ab, dass ich vierzehn Tage schaue ob es passt. Auch die Therapeuten checken, was geht oder auch nicht geht. Wie gesagt, immer noch alles ohne Plan. Da ich eine Anpassungsstörung habe, muss ich eh erst mal ankommen, da passt es mit den vierzehn Tagen ganz gut. Früher war es richtig schlimm, da konnte es mal sechs Monate dauern, bis ich ankam oder mal einem vertraute.

Aber es hat auch einen anderen Grund, warum ich heute zu der späten Stunde noch schreibe, abgesehen davon dass ich eh nicht schlafen kann und Spike mir jetzt schon wieder fehlt.

Ich möchte euch erzählen, was in mir vorgeht und sich verändert hat. Wenn ich Jesus nicht hätte, würde ich sagen, es haben sich so ein paar Anteile verkrümelt und es ist alles abgespalten. Aber die Aussage passt gerade nicht so gut. Ja es kann stimmen, dass die kleinen Anteile erst mal hinten sind und die welche Verantwortung übernehmen müssen, im Vordergrund. Doch seit Sonntag letzte Woche ist irgendwas passiert. Da kam ich wieder mit Jesus mehr ins Gespräch, habe ich ja schon davon erzählt. Das Morgengebet um sechs habe ich durchgezogen und das Fasten auch. Die geistlichen Angriffe habe ich gut überstanden und Jesus und eine ganze Armee Engel waren zwischen mir und dem Feind gestanden. Ja die feurigen Pfeile wurden abgewehrt. Auch heute noch kam ein Angriff. Mein Ex-Therapeut der nur Verhaltenstherapeutisch arbeitet und von Analytisch und Tiefenpsychologisch nicht viel hält, hat sich nach Monaten gemeldet und wollte mich am Montag sehen. Doch ich bin ja in der Klinik. Vor einer Wochen noch, hätte es mich schleudern können und die Gedanken an Klinik verwerfen. Denn dieser Therapeut hat mit mir einiges durch und er war der erste Mensch dem ich vertraute und ich sehr eng war. Ähnlich wie mit dem Seelsorger. Aber doch auch anders.

Ich kann nur staunen, was gerade für eine Ruhe in mir ist und Jesus mich auf das Ganze vorbereitet. Ich weiß wieder, dass er da ist. Das nichts an mir passieren wird, was nicht passieren darf. Ich bin komplett unter seinem Schutz.

Ich kann es menschlich nicht erklären. Er hat mich auch durch die ganze Woche getragen, wo Andreas jetzt weg ist. Ich musste nicht ständig kontrollieren, ob Andy noch da ist, oder provozieren. Wegen der Verlustangst. Jesus ist so tief drin, ich weiß das er mir Sicherheit vermitteln möchte. Auch für das was kommt.

Andreas war dabei, als der Psychologe beim ersten Gespräch sagte, dass die Therapie schwer werden würde. Ich habe davor heftig Respekt, keine Angst mehr in dem Sinne, aber Respekt.Angst habe ich eher vor dem Unbekannten und den fremden Menschen. Es werden Dinge angeschaut werden, es ist an der Zeit. Es ist Zeit zu reifen, für das was ER für mich hat, für EUCH denen ich dann noch mehr und besser zur Seite stehen kann.

Es hat sich in meinem Umfeld nicht viel verändert, die Gemeindeleute melden sich immer noch nicht,nicht mal die Ältesten. Sie wissen was mir bevor steht, sie wissen das es mir seit Wochen/Monaten nicht gut geht. Vielleicht trauen sich nicht, oder sie sind eben nicht interessiert. Ich hoffe da bleibt der Schmerz jetzt auch weg, so wie es im Moment ist. Die Enttäuschung ist da, ist klar. Aber auch da hat Jesus die Hand auf die Wunde gelegt. Wisst ihr, ich habe das Gefühl, das was ganz Neues kommt, irgendwas ist dabei sich zu verändern, in eine ganz andere Richtung.

Was ich jetzt weiß...was ein geistlicher Kampf ist. Wenn in der geistlichen Welt um jemanden gekämpft wird.

Trotzdem der Typ, dem ich die Re-traumatisierung zu verdanken habe, immer noch Angriffe im Netz startet und echt ein krasser Mensch ist (obwohl ich denke, er hat einen sehr weichen Kern, nur etwas hat sich da bei ihm eingeschlichen, was ihn so reagieren lässt), war ich ganz gechillt und konnte es auch recht schnell wieder abgeben, ohne eine neue Wunde davon zu tragen. Komplett unter dem Schutz von Gott. Gutes Gefühl.

So ihr Lieben, jetzt wird es ernst. Ich weiß es wird die nächsten Monate viel Schmerz geben, es wird viele Tränen geben und ich werde noch mehr Gefühle am Start haben, die mich vielleicht fast verrückt machen. Weil sie Neu sind oder jetzt Raum bekommen. Kein Mensch, nur die Profis können helfen. Doch weiß ich, es werden viele aus meinem Freundeskreis in Facebook oder hier vor Ort für mich beten, sich melden und still mittragen. Kämpfen kann ich nur Alleine, an der Hand meines Herrn und ich hoffe, ich kann das immer abrufen wenn es schwer wird. Das wird es. Aber ich werde den Lauf laufen, ich werde Siegen und werde sein Wort verkünden und Zeugnis sein. Ich werde mit Lesungen unterwegs sein und meinen Schrei für die traumatisierten Kinder in die Welt schreien, damit sie gehört werden.

Blessings