4. Feb, 2018

Wirken von Jesus wird wieder spürbarer - gebt nicht auf! BITTE

Fleißige Mitleser meines Blogs wissen um das Leid was ich in den letzen Monaten und Wochen durch mache. Die Wüste dauert sage und schreibe schon seit Oktober 2016 an. Weil ich mich einfach nicht richtig von gewissen Machenschaften von Menschen erholt habe. Eine Re-traumatisierung ist nicht leichter, als die eigentliche Traumatisierung. Ihr habt von mir viel gelesen, wo ich immer wieder davon schreibe, dass ich mir das Leben am liebsten nehmen würde. Das meine Kraft am Ende ist. Das Menschen mich nicht Wertschätzen oder mich nicht lieben. Meine Gaben nicht sehen oder sie klein machen. Mein Selbstwert damit rauben. Das ich keine Freunde und keine funktionierende Gemeinde habe. Ich werde jetzt einen Pfeifttun und dies jetzt hier widerrufen. Weil ich gegen mein Gefühl handle, gut sollte ich laut DBT, aber es geht noch nicht so gut. Klar ist die Sicht auf die Dinge sehr getrübt und vernebelt, auch im Gehirn. Aufgrund dem was ich erlebt habe und wie es sich immer noch anfühlt. Doch es passiert gerade etwas ganz spannendes, dank JESUS.

Ihr wisst doch, dass die Seelsorge jetzt auf Eis liegt, ich will nicht sagen, dass wir nicht eines Tages wieder so manches anschauen, geistlich, aber im Moment ist es echt nicht förderlich. Denn ich habe noch einiges anzuschauen, was ich mit geschultem, therapeutisch ausgebildeten Personal tun soll. Ich dachte ich würde das nicht überleben, die "Trennung" von Andy. Das beenden der Seelsorge schon, aber was daran hing nicht. Es tat so weh und ich fühlte mich von Andreas mehr als verraten. Er also jetzt auch! Ich hatte den Blick nicht darauf gehabt, dass es das ist was mir helfen kann. Was neu in die Freiheit führt. Ich dachte er ist als Mensch und Freund jetzt weg, hat mich wie so viele  im Stich gelassen. Alles in mir schrie, (naja bis auf die zwei Anteile die ihn nicht austehen können), dass ich jetzt ganz alleine bin und er mich auch hasst. Total realitätsfremd. Aber da ist Einer der redet es dir auch immer wieder ein und will dich am Boden liegen sehen, am besten noch ganz kaputt. Und weg treiben, von Jesus. Doch der blöde Kerl hat die Rechnung ohne Jesus gemacht.

Seitdem das passiert ist, das Andreas sich etwas raus nimmt und ich dachte ich sterbe, beginnt Jesus mich ganz nah zu sich zu ziehen. Natürlich konnte ich das vor einer Woche nicht erkennen. Ich sagte zu Andy, "Gott hasst mich auch, was ER mir alles antut und mir keine Ruhe gönnt". Das sprach ich, als ich Notfallmäßig zum CT musste und eine Perforation des Darmes ausgeschlossen werden konnte. Den Tag drauf hatte ich das zweite Gesrpräch mit der Klinik, wo ich diesmal ohne menschliche Unterstützung hinfuhr. Klar Jesus an meiner Seite, doch immer noch nicht so, wie ich meine Beziehung zu ihm kenne.

Jesus beginnt wieder mit mir mehr zu reden, nein falsch, ich beginne wieder zu zuhören und zu vertrauen. Letzte Woche beschloss ich, dass ich jeden Morgen um sechs Uhr am Morgengebet der Gemeinde CBG in München teilnehme. Ich war am Montag dort und seit Dienstag bin ich jeden Morgen am Livestream dabei. Leuts ein Opfer (und genau das wollte mein Dad), denn mit der depressiven Phase, oder Morgentief..kein Zuckerschlecken, aber ich schaffe es! Dann den Deal mit Jesus, jeden Mittwoch fasten und mich nach ihm intensiv ausstrecken. Mit meiner Essstörung und Frustessen, auch ein riesen Ding. Aber ich habe es geschafft und der Feind hat mich gequält an dem Tag. Mit Kontrastmittel trinken (Literweise), Kontrastmittel direkt als Einlauf in den Darm und über die Vene. Ich wollte sterben. Es war die Hölle, kein Mensch der die Hand hielt. Doch Jesus hat mit mir den Kampf siegreich gekämpft!

Der nächste Deal, ihr seht es sind eine Menge Opfer und Ausrichtung wieder zu meinem besten Freund hin, ich lese jeden Tag in der Bibel und habe Jesus gesagt, sie diesmal ganz durch zu lesen. Ich konnte mich die Wochen und Monate vorher nicht mehr konzentrieren. Fällt mir noch immer schwer, aber in der Verbindung mit der geistlichen Welt ist es zu schaffen und ich bin neugierig auf das Wort und es macht mir Freude zu lesen.

Ich will damit sagen, wenn wir in der Dunkelheit sind und das bin ich, auch wenn ich jetzt so langsam die Fühler wieder ausstrecke und mich wage alles wieder auf den Herrn zu schmeißen, statt zu denken, Menschen werden mir helfen. Es lohnt sich, immer wieder neu mit Jesus anzufangen. Immer wieder und immer wieder neu hält er uns im Arm und  fest, wenn wir umkehren. Es ist auch eine Sünde, immer und immer wieder in der Dunkelheit und dem (ich hasse das Wort was jetzt kommt) im Selbstmitleid zu verharren. Ich hasse das Wort nicht, weil Menschen ihm einen schlechten Touch geben, denn Selbstmitleid kann auch erst mal was Gutes sein. Bewusstsein für die eigene Lage und besseren Umgang mit uns selbst...aber anderes Thema.

Ich bin wieder neu in SEINE Arme gerannt. Das heißt NICHT das ich euch jetzt die Megaheilung und das riesen Wunder liefere. NEIN, denn Jesus hält immer noch an dem fest, was ER mir gesagt hat. Ich muss lernen Dinge anders zu gestalten, sie los lassen und was für meinen Dienst, wenn ich nach außen gehe gebraucht wird, zu lernen. ER LEHRT MICH. Es tut heftig weh, aber wenn man mal JA gesagt hat, dann trägt er uns durch den Schmerz. Es wird auch NICHT alles gut werden, den Stachel im Fleisch werde ich behalten. Sein Geheimnis und das ich mich nicht überhebe.

Meine Wut auf Menschen ist oft sehr groß, weil ich auch noch lernen muss, dass sie einfach Menschen sind und ich sie anschauen lernen soll, wie Jesus und unser Vater die Menschen anschaut. Voller Liebe.

Klar ist unsre Sehnsucht, (von Betroffenen)  riesig gesehen zu werden. Von anderen wertgeschätzt zu werden und es ist auch schön, wenn es der Fall ist. Andreas sagte mir, dass ich sehr wertvoll für ihn sei. Zuerst war es wie ein Schlag ins Gesicht, denn ich glaubte ihm nicht. Noch kapiere ich auch nicht was es genau bedeutet, als Mensch jemanden wertvoll zu sein. Aber Jesus sagte und lehrte mich die Tage etwas: Für Gott bin ich wertvoll egal was ich tue. Ob ich bevor ich nach außen (Lesungen) gehen darf, erst noch paar Runden therapeutisch drehe oder nicht. Ob ich ganz heil werde oder nicht, ich bin von ihm immer geliebt und wertvoll. Bei Menschen NEIN, weil Mensch so tickt. Es wird Menschen, auch Geschwister geben, die Jesus wirken an mir gar nicht verstehen können und mir meinen Wert absprechen werden, weil ich die HEILUNG für mich nicht in ANSPRUCH nehme (ihrer Meinung nach). So werden sie urteilen, ohne zu wissen, dass ich mich mitten in der Heilung befinde und sogar, wie Paulus auch ja zu jedem Schmerz der bleiben wird, sagen kann. Das ist Heilung! Aber wer es verstehen möchte, der kann Jesus gerne um diese Weisheit bitten, ER gibt sie gerne. Meine menschlichen Worte reichen da nicht aus.

Wisst ihr, um so offener WIR mit unsrer Geschichte umgehen, um die Menschen zu sensibilisieren und in Gemeinden manche Augen zu öffnen, um so verschlossener können Menschen werden. Was mich besonders ärgert, weil Jesus mir die Stärke gab, offen mit Leid umzugehen, spreche ich jetzt auch aus, was mich wirklich beschäftigt. Als ich Suizidal war, habe ich es ausgesprochen. Wenn ich mich einsam fühle und sehr verletzt, lasse ich es meine Geschwister wissen. Nur deren Reaktion darauf hat mich die letzte Zeit sehr verletzt und wütend gemacht. Vielleicht kommt es auch immer mal wieder durch, sicher, wenn ich in der Therapie an meine Geschichte muss, aber Jesus hat mir was gezeigt: Es ist oft so, in der Hilflosigkeit des Gegenübers, wenn sie noch so viel Liebe für dich haben, passiert was ganz komisches. Immer wieder und deshalb schickt mich JESUS. Die Leute ziehen sich zurück. Zwei aktuelle Beispiele habe ich. Ihr wisst die Einsamkeit ist das größte Gift für mich gerade, für Jeden der sich zurück zieht. Ich rufe vorgestern eine Schwester zum Geburtstag an. Sie betont immer das sie für mich da ist. Wir sprachen ein bisschen und ich erzählte ihr, was meine Pläne die nächste Zeit sind. Sie hörte gespannt zu. Gut paar fromme Sprüche kamen auch. Später im Verlauf des Gespräches fragte ich sie, ob sie ein bisschen feiert. Sie sagte mir JA und das ihr Freund Kuchen gebacken hat. Aber sie kam nicht auf die Idee zu fragen, ob ich kommen möchte. Sie nennt sich Freundin. Ähnliches erfuhr ich bei einem Mann der fünfzig wird. Wir redeten, er erzählt mir was er an dem Tag macht und dann folgte der Satz: "Wenn es dir mal wieder besser geht, dann machen wir auch wieder was zusammen." Das macht mich wütend, sehr sogar und ich werde lieblos und Jesus nimmt mich zur Seite und weiß MENSCHEN sind so, so lange sie NICHT kapieren, was sie da tun. Wie lernen sie es? In dem man es ihnen sagt, in Liebe. Schaffe ich im Moment nicht gut und dann bekomme ich auch Wut auf geistliche Leiter, die es nicht schaffen, ihr Schafe dafür zu sensibilisieren. Zwei Klassen Menschen in Gemeinden, dass muss aufhören!

Doch tut Gott was man auch Heilung nennt. Er zeigt mir meinen Schmerz im Umgang mit den Menschen. Vielleicht auch, wenn sie weiter darin verharren...dass ich mich von ihnen trennen soll und wenn ich danach gefühlt ganz alleine auf der Welt wäre. Aber das ist eine Lüge, bin ich nicht. Ich habe wertvolle Menschen an der Seite. Sehr wenige, aber dafür Echte. Wie das mit Andreas jetzt wird, da wir Beziehung neu definieren müssen, werden wir sehen. Aber auch da vertraue ich Jesus, dass er es lenkt. Erzwingen kann und will ich NICHTS. Da kann ich nur flehen, wenn es zu sehr weh tut, dass Gott mich da fest hält.

Ihr seht...es mischt sich Jesus immer wieder in die Hoffnungslosigkeit ein. Das ist gut so und ich weiß, da trägt mich jemand, den ich nicht imaginär schaffen muss. Würde es doch jeder Leser auch bald erfahren, es wagen, an Gott zu glauben auch wenN er ihn nicht sehen oder verstehen kann. Aber ich bete, das Jesus DEIN Herz berühren wird. Es ist gut mit ihm zu gehen.

Ich weiß noch nicht wie es weiter gehen wird. Ein Schritt nach dem Anderen, dass habe ich von Jesus und Andreas gelernt. Geduldiger im Ausharren werden. Gelingt mal gut, mal weniger gut. Schon weil mein Temperament ganz schön heftig sein kann. Ich komme wieder an Gefühle ran, die verschüttet waren.

Am Montag, also morgen erfahre ich, ob die Klinik mich nimmt. Ich habe mit Jesus den Deal, dass wenn die Tür zu ist, "er" sie geschlossen hat. Wenn sie offen ist, werde ich es durch ziehen. Es wird eine Therapieform sein, die ich nicht kenne und vor der ich einen heidenrespekt habe. Auch wenn nur wenige Menschen mich begleiten, gefühlsmäßig...ich werde mich dem stellen. Alleine schon deshalb, weil ich ein mega Zeugnis für Jesus sein will und irgendwann meine Berufung leben. Zu SEINER Zeit.

Blessings