30. Jan, 2018

Jesus hat immer Zeit - gib ihm Deine ANGST

Heute ist ein ziemlich neutraler Tag und trotzdem mit vielen Erkenntnissen und Gedanken. Heute gar nicht mal ganz so schwarz. Ich denke es liegt daran, dass ich mit meinem besten Freund (Jesus) einen Deal gemacht habe. Neben dem vor ein paar Wochen, wo ich ihm mal wieder sagte, wenn ich noch länger leiden muss, dann will ich heim. Nein ein ganz anderer Deal.

Es wurde Zeit wieder noch näher an ihn heran zu rücken, denn Menschen werden mich immer nur punktuell verstehen, oder da abholen wo ich es so dringend brauche. Ich habe keine Ahnung warum viele Menschen es einfach nicht können. Würden wir öfter nur aus dem Bauch heraus reagieren, würden wir es sicher öfter richtig machen. Jemanden einfach spontan umarmen, einfach mal was nettes sagen oder nur ruhig still mit leiden. Einfach da sein. Wir Menschen tun uns so schwer.

Mein Deal mit Jesus ist, wieder mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Im Gegensatz zu Menschen, hat ER IMMER ZEIT. Nie sagt er: "Ich muss jetzt das noch erledigen, hab keine Zeit". Jesus hat immer Sprechstunde, 24 Stunden. IMMER. Menschen NOPE!!! Da merkt man mal, wie weit wir alle noch von "so sein wie JESUS"  entfernt sind.

Was mir bewusst wird, Jesus zeigt mir das.  Ich habe mit ihm ausgemacht: Jetzt jeden Morgen um 6 Uhr, mich wecken zu lassen und zu beten. Dann am Tag,...mich mit ihm eine Stunde hin setzen und alles besprechen, was ich besprechen muss. Wo es weh tut, wo ich Hilfe brauche und ich seine Nähe mehr als mehr brauche. Ich habe das eigentlich früher ganz oft gemacht. Intensiv Zeit mit ihm und Papa. Das will ich wieder, denn nur so kann ich meine Beziehung zu ihm richtig am Leben erhalten. Die letzte Zeit habe ich nur aus der Gnade gelebt, ja das tun wir immer, ich meine...einfach aus Gnade und meinen besten Freund irgendwie vernachlässigt und immer wieder die Liebe bei den Menschen gesucht. Klar will Jesus, dass sein Bodenpersonal ihm ähnlich wird und seine Liebe überschwänglich verschenkt. Aber die wenigsten sind dazu bereit, immer wieder kommt uns unser eigenes Ego dazwischen und die Angst, mehr zu geben, als zurück zu bekommen. Oder einfach menschliche Scheu Gefühle ehrlich zu leben.

Mittwochs werde ich die nächste Zeit fasten, solange bis es in die Klinik geht, irgendwie habe ich das auf dem Herzen. Ich möchte einfach noch mehr hören, wo es hingeht.

Ich habe mich mit Jesus am Sonntag entschieden, ich werde jetzt daran glauben, dass ER mich aus der Angst führen wird. Vorallem aus der Verlustangst. Die sehr bedrohlich und existenziell werden kann. Es ist eine ganz alte Geschichte und die kleinen Egostates erleben es im Moment, seit Monaten ganz extrem. Ich denke das ist die Wurzel, warum es mir so übel geht. Daher möchte ich in der Klinik so dringend die Egostate-Therapie machen, um meine Kinderstates selbst zu beruhigen, dass ich es nicht mehr brauche, dass menschlich da jemand da sein muss. Denn es geht IMMER schief. Das erlebe ich. Nein nicht weil die Menschen böse sind, NEIN sie kapieren es nicht. Wie denn auch wenn man die Materie nicht kennt.

Geb euch mal ein Beispiel:

Letzte Woche Vorgespräch mit einem Analytiker der mit Egostates arbeitet. Mein Ex-Seelsorger (Andreas, wir stoppen im Moment die Seelsorge, weil jetzt wieder proff. therapeutisch gearbeitet werden soll), war bei dem Gespräch dabei.

Der Psychologe war ein Crack. Vieles durchschaute ich nicht, vieles was er so zwischen den Zeilen sprach, konnte ich nicht erfassen. Aufjedenfall hat er mich in dem Gespräch mal kurz angetriggert und das bewusst. Es war erst ein Egostate oben, der ihm erklärte: "Mich bringt niemand um", dann kippte das ganze und ich wurde total traurig und begann in eine Verzweiflung zu kommen. Der Mann erfasste es. Er merkte dass jetzt ein hilfloser Kindstate ca. sechs Jahre nach oben kam. Der Psychologe sagte erst ich solle das Gefühl zulassen, merkte aber, dass ich immer weiter in den State rutschte. Dann begann er aus dem Fenster zu schauen und sprach mit ruhiger Stimme wie zu einem Kind (was er auch in dem Moment tat): "Da draußen haben wir ein Häuschen gebaut, da kommen dann immer die Eichhörnchen". .... und er beruhigte damit das Kind in mir. Andreas, dachte sich nur: Hä, was hat der denn jetzt mitten im Gespräch mit den Eichhörnchen. Wie sollte er es verstehen, wenn er die Materie nicht kennt oder switches nicht erkennt. Und genau das ist die Schwierigkeit, wenn ein Helfer an die States kommt, sie aber nicht entlarven kann, wird das Arbeiten schwierig. Denn jeder State hat ein anderes Bedürfnis. Wenn ich Zeit von ihm brauchen würde oder einfach nur wie es der Psychologe in dem kurzen Gespräch hinbekam, wäre es so einfach. Doch da es sehr schwer ist, bekommt man selten das, was man so dringend braucht. Damit kommt es zu verschiedenen Reaktionen. Bei mir ist es Rückzug und Trauer, Verlustangst und mittlerweile auch wieder Aggression, um diese Gefühle der Vernichtung nicht aushalten zu müssen. Und man lässt dann oft den anderen mit einem großen Fragezeichen zurück.

Die letzten Monate waren so hart, es ist noch lange nicht ausgestanden, aber irgendwie ist heute nach einem 2,5 stundenlangen Gespräch mit einem Psychologen von der Caritas der Groschen gefallen. Das muss ich versuchen auch fest zu halten. Was mich gerade voll fertig macht. Ich kenne es schon von vor paar Jahren, als ich eine Freundin verlor, weil ich ihr eine Grenze gesetzt habe. Ich bekam wirklich Herzprobleme davon, das Brokenheart-Syndrom. Im Moment habe ich ja bei Hochstress die Entgleisung des Blutdrucks und dadurch ist mein Herzmuskel jetzt geschädigt. Ich habe das Gefühl, dass mit jeder Verlustangst und innerlichen Bedrohung, es schlimmer wird. Gestern hatte ich ganz schlimme Schmerzen am Herzen. Wie Angina Pectoris, was ich auch noch von damals bei der Geschichte mit der Freundin, kenne.

Was mir aber besonders Angst macht. Jesus hatte mich spontan vor drei Jahren von einer Darmperforation geheilt, ich habe die Bilder da, da mein Arzt es nicht glauben konnte. Jetzt habe ich genau die gleichen Symptome wieder, wie damals. Ich habe so Angst. Das ist irgendwie doof. Oft will ich sterben. Bin für Suizid zu feige, aber denke oft, nun wenn mein Körper unheilbar krank wird, dann ist es eben so. Jetzt habe ich die Symptome wieder und furchtbare Angst. NEIN nicht vor dem Tod, denn Sterben wäre mein Gewinn, wie cool wäre es bei Jesus zu sein...immer in seinem Arm kuscheln. Nein ich habe Angst vor den Ärzten, vor dem Ausgeliefert sein, vor den ärztlichen Kunstfehlern und und und...Kopfkino hoch zehn. Ich bete, dass nix am Darm ist. Bitte, bitte nicht schon wieder.

Ich hasse es, dass mein Leben so von Angst geprägt ist, niemand da der einfach mich mal hält und sagt: "Alles wird gut". Daher hoffe ich, dass Jesus und ich wieder ganz eng zusammen rücken. ER UND ICH, ICH UND ER!!!

Blessings