17. Jan, 2018

Der tägliche Kampf - können wir nicht alleine kämpfen

gestern ging es in die psychsomatische Klinik nach Agatharied. Es war einfach nicht mehr möglich diese vielen Stimmungen die ständig kippten, besonders Abends und in der Nacht, aufzufangen. Ich musste mir eingestehen, in dem Rahmen in dem ich mich befand, war es nicht mehr länger machbar.

Vor einer Woche somatisierte ich wieder so heftig, dass ich im Krankenhaus landete. Dort erkannten sie auch, dass es mir psychisch sehr schlecht ging.

Wenn ich jetzt mal so zurückschaue, warum es soweit kam, wird mir jetzt einiges klar. 

Ich war sehr destabilisiert auf Grund der Erfahrungen die ich 2016 machte, die mich in ein paar verborgene Egostates rein triggerten. Dann zeigten sie sich auch dem Seelsorger, was eigentlich gut ist, um mit ihnen zu arbeiten. Doch es verselbstständigte sich so einiges. Die kleinen  States forderten ab da eine Menge. Vorallem Zeit und gemocht zu werden. Irgendwie haute es aber nicht hin. Urlaube des Seelsorgers und viel Arbeit vor Weihnachten, machten die verlangte Aufmerksamkeit schier unmöglich. Ich selbst habe noch keine Ahnung, wie ich das Geschreie in mir, ich nenne es mal übertrieben so, still bekomme. Das möchte ich jetzt in der nächsten Klinik, nach dem ich mich hier stabilisiert habe und hoffentlich nur kurz bin, lernen. Ein Defizit, was ich noch aufarbeiten muss und will. Einatmen: "Jesus hilf mit" ausatmen "ich möchte hier stabil werden" ...war gerade ein Insider. Das lernte ich heute morgen in Verbindung eines inneren sicheren Ort. Diese Übung zeigte mir Andreas am Morgen, wo alles in mir auf Flucht war. Was mir hier noch mehr als draußen auffällt, ich kann gerade keine Gespräche mit Fremden ertragen oder mich zu den Leuten dazu setzen und "Bekannschaften" schließen. Ich bin innerlich voll abgespalten und will nur zur Ruhe kommen. Doch muss ich bald den Schritt nach außen wieder machen, das wurde mir heute morgen schon gesagt, nachdem ich mich wieder verkrümelt hatte. 

Ich habe vor wenigen Monaten auch angefangen am zweiten Teil der Biografie zu schreiben. Einerseits gut, weil viel raus-und aufgebrochen ist, auf der anderen Seite nicht gut, denn da war die Retraumatisierung vollends passiert. 

Ich habe mir etwas vorgenommen, ich möchte hier auf dem Blog euch täglich mitnehmen und erzählen was hier in den Kliniken so gemacht wird und was so mit mir passiert in der Zeit. Gutes und schlechtes mit Euch teilen. Dafür werde ich aber eine neue Rubrik aufmachen, die ich Klinikzeit/Wüstenzeit nennen werde. Mittendrin Jesus, der jetzt echt ne Menge Arbeit mit leisten muss. Denn es wird ein sehr harter Weg werden. Ich denke, jetzt ist der Startschuss gefallen: Neuwerden oder kapitulieren. Ich weiß gerade gar nichts. Weil ich total das Gefühl und die Kraft verloren habe. Doch ich weiß, Jesus hat mich auf seinen Armen und trägt...bis ich wieder soweit bin das ich auf die eigenen Füße gehe. Doch er wird immer meine Hand halten, bei jedem Schritt.

Ich werde den guten Kampf kämpfen wollen, ich möchte das Jesus ganz groß gemacht wird, in dem was ER für mich tun wird. Ihr dürft dabei sein!

ich würde mich auch riesig freuen, wenn ihr euch ab und zu mal meldet, oder auch mal schreibt. 

blessings