2. Jan, 2018

Sehr gefürchtet - echte Gefühle

Zur Zeit, eigentlich  seit 31. Dezember bin ich wieder in einer mega Krise. Ausgelöst durch Gefühle die nicht händelbar sind. Ja ich weiß, man lernt in der DBT : Gefühle kommen und gehen.  Ja das tun sie. Doch es ist bei mir was entscheidendes passiert. Da ich an die Egostates ran kam und auch mit jemanden, denen zumindest die Kleinen und ein Teenstate begannen zu vertrauen, bemerkte ich neue Gefühle, die aber anscheinend nicht erlaubt zu sein scheinen. Was absolut verrückt ist. In der Therapie, ganz am Anfang, sollte ich in der objektgestützten Therapie lernen Menschen an mich ran zu lassen. Zu spüren was gerade für ein Bedürfnis da ist. Lernen (dafür brauchte ich echt 15 Jahre) zu spüren, dass in den Arm genommen werden nicht Missbrauch sondern trost und Zuwendung sein kann, die gut tut. Ich habe es gelernt zu zulassen und gemerkt, es kommt tatsächlich Beruhigung rein. Aber am Anfang durfte es nur mein Therapeut und dann die Co-Therapeutin, die noch mit ins Team genommen wurde. Von außen---meiner Umwelt, ließ ich es noch lange nicht zu. Als ich es mal versuchte und merkte ich brauche jetzt eine Umarmung und Halt, wurde mir gesagt: "Nein, mache ich nicht". Es wäre nur eine Umarmung gewesen, die ein kleiner State so dringend gebraucht hätte. Das ganze brachte mir eine Re-traumatisierung ein, wo ich dachte...Umarmung gleich Missbrauch oder Sex oder was auch immer gleichsetzen zu müssen. Oder noch schlimmer und das war ganz im Vordergrund: Ich bin abstoßend, eklig, abnormal, ungeliebt. Dieses Gefühl blieb noch lange. In der Seelsorge konnten wir es aber wieder hinbiegen und auflösen. Zumindest das ich wieder an das Gefühl kam, halt mich fest! Doch es nie wieder ausgesprochen habe. Bei keinem Menschen mehr. Ich frage mich, warum muss man das lernen, wenn man dann doch wieder erfährt, es ist falsch?

Ich bin ja sehr offen mit dem wie es mir geht oder was bei mir so los ist. Nichtbetroffene Menschen, die einigermaßen stabil und "normal" sind, kennen das gar nicht. Sind genervt davon, dass ich meine Gefühle anspreche und hassen es sogar, dass ich solange in der Scheiße stecke und nichts positives posten kann. Gestern gingen mich echt ein Ehepaar an. Mal wieder Charismatiker, die es so genau wissen, wie Gott tickt und wie er mich im Stich lässt, wenn ich, wie sie sich ausdrückten - das Negative zu meinem Freund mache und damit nur Aufmerksamkeit und Hilfe erzwingen würde. Das tat echt weh, das zu hören. Weil es NICHT der Wahrheit entspricht! Auch wenn ich in der Öffentlichkeit bin, weil Jesus es so möchte, da wir Menschen mit genau den Problemen erreichen, bin ich eher so: dass ICH KEINE AUFMERKSAMKEIT von FREMDEN MENSCHEN möchte. Bei mir bekannten ist das anders. Leider muss mein Seelsorger sehr unter meinem Mist leiden. Denn er ist in die Rolle gegangen für jeden State etwas zu sein. Die Kleinen schreien nach ihm und halt, der Teen will mit ihm oft was unternehmen und die Täterintrojekte hassen ihn und wollen ihn weg haben. Doch im Moment sind die Hilflosen und die nach Liebe schreienden States oben. Daher poste ich auch so viel, genau darüber. Wie gesagt, Menschen gehen damit brutal um. Dabei hat Gott selbst uns so geschaffen, dass wir Beziehungswesen sind. Viele sind verheiratet, viele mit Borderline und PTBS sogar in Partnerschaften. Was ich bis dato noch nicht geschafft habe. Auch heftigst Angst davor habe. Denn die Beziehungen die ich versucht habe zu leben, gingen schief oder ich geriet an einen  Psychopaten, wo mein Leben erneut bedroht war. Da kaum ein erwachsener State oben ist, ist es sowieso nicht möglich in der Richtung was anzugehen, denn die kleinen States würden nur Missbrauch erleben. Noch mal zurück zu dem wie Menschen mit Gefühlen umgehen. Menschen die es in die Wiege gelegt bekommen haben, wichtig zu sein, in den Arm genommen zu werden und gehört zu werden, wenn sie ein Bedürfnis haben, können einfach mein Inneres nicht verstehen. Ich durfte nie ein Bedürfnis haben. Diese wurden mir im Babyalter schon heraus geschlagen. Trost gab es nie. Ich wurde verlacht, wenn ich kuscheln wollte oder Nähe haben. Ich war noch ganz klein als es verboten wurde und ich es nie wieder haben wollte. Es war gefährlich. Mein Körper ist jetzt schon so alt geworden (obwohl ich fast jeden Tag bei der Caritas für höchstens 32 gehalten werde, das positive an der PTBS und Borderline, das wir immer jünger wirken als wir tatsächlich sind), und jetzt erst lerne ich...hey ich habe ja Bedürfnisse. Ich brauche Trost. Ich brauche jemanden der da ist wenn ich Angst habe, wenn ich aus den Alpträumen erwache. Dissoziationen kommen oder Flashbacks mich überrennen. ICH WILL GELIEBT WERDEN, von Menschen und es ist mir egal ob jetzt derjenige ein Mann oder Frau ist. Und da rede ich nicht von Beziehung, oder Sex oder sonst was in der Richtung. Es ist oder sind DIE KINDER in mir, die es so sehr brauchen. Ich weiß ich muss das wieder geregelt bekommen. Denn die Menschen sind NICHT fähig sich dem zu stellen. Sie haben Angst vor echten Gefühlen. Schon das darüber reden, macht ihnen Angst oder sie verurteilen es, als Abhängigkeit, als was Böses. Ich verstehe das nicht, ich denke das ist was ganz normales. Was jedes Kind, was normal aufwächst mitbekommt. Die es nicht mitbekommen haben und es plötzlich durch andere geweckt wird, verhungern fast an dieser Sehnsucht.

Was hat mich wieder aktuell in die Krise gebracht? Erst wollte ich nicht darüber schreiben, weil ich wegen meiner Gefühle verurteilt werde oder dumm angemacht...obwohl IHR die es tut, NICHTS begriffen habt. Aber die Liebe wird in den Menschen erkalten, das hat Jesus selbst gesagt und dies ist ein Teil dieser Dinge, die Menschen sich herzlos antun.

Gut ich versuche es in Worte zu fassen und es zu erklären.

Mein Leben ist geprägt von Verlustängsten, davon Menschen die mir wichtig wurden zu  verlieren oder Gewalt und Missbrauch. Wo einfach alle Gefühle in mir getötet wurden. Mit der Zeit lernte ich in der Therapie und dann in der Seelsorge mehr Gefühle zu erkennen und ihnen Raum zu geben. Freunde ließ ich mehr an mich ran und ich erlebte Umarmungen die gut taten. Aber mehr als Begrüßung oder mal kurz nur nur so, darüber hinaus ging es selten. Nur bei der Seelsorge (gaaanz selten) und in der Therapie erfuhr ich den Halt als Trost und Entlastung. Eine Freundin, Ruth darf es auch mittlerweile und es kommt Entspannung rein. Das dazu. Aber einfordern nope, wie schon erwähnt Geht nicht. Obwohl es wichtig wäre. Aber Menschen gehen damit NICHT gut um, es ist immer ein peinlicher Touch dabei. Wie doof wir sind, was wir uns da nehmen. Okay, aber das ist noch nicht das Thema. Ich erleide gerade heftigen Schmerz. Da ich in einem Jahr von drei Bezugspersonen verlassen wurde. Einmal mein langjähriger Therapeut, der mich aus seiner Schublade nicht raus ließ und ich die Therapie nicht mehr starten konnte. Er hatte ein Problem damit. Dann das Ehepaar bei dem ich geistlichen und emotionalen Missbrauch erlebte. Die mir Familie boten und ich mit ihnen Privat sehr viel unternahm. Es war eine Oase, die mit einem Schlag vorbei war, als ich mich anders Positioniert habe und ein NEIN ausgesprochen. Aber für mich bedeutete die Trennung die Hölle. Sie waren die Ersten welche die Kindstates nach oben holten und brutal fallen ließen. Dann begann die Arbeit mit dem Seelsorger wieder intensiv, denn es musste aufgefangen werden. Auch da waren die States wieder da und öffneten sich noch mehr. Doch sie wurden nur noch verletzt, weil in mir Gefühlschaos ist (ich weiß, dass man irgendwann lernen muss die States selbst zu beruhigen), doch leider habe ich keine Egostatetherapie, noch ist der Erwachsenenanteil kaum oben. (Sehr sehr wenig im Moment). Daher kann ich es nicht händeln. Alleine. Ich habe es einfach nicht gelernt mich selbst runter zu regeln oder mich so zu lieben, dass ich leben kann. Klingt komisch, ist aber so. Aufjedenfall ist der Seelsorger in einige Rollen aufgeteilt worden, so wie es in mir aussieht. Ich seh ihn als Papa, Freund, Bruder, Pastor, Seelsorger, sogar Feind. Fatal. Denn ich denke ständig er sieht mich "nur" als Seelsorgefall, auch wenn er sagt, es sei nicht so. Doch ich werde immer wieder neu verletzt, weil er als gesunder Mensch seine Grenzen kennt Und ich es oft nicht begreife. Weihnachten kam, er hat mich alleine gelassen, es wurde kaum darüber geredet, was ich für Pläne habe und ich hatte das Glück, dass mich dieses Jahr Leute eingeladen haben. Vor Weihnachten lief es super, da wurde ich in Dinge mit einbezogen, von ihm gesehen und Es stabilisierte mich etwas. War nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Ich könnte darauf stolz sein und es als gut verbuchen. Doch meine Kindstates sagen nur die ganze Zeit, der wollte mich nicht dabei haben, es gehtgar nicht um mich. Ich glaube das so fest, weil es sich genau so anfühlt. Was anderes wurde mir nicht gezeigt. Dann kam Silvester, es war so geplant das ich mit Andreas und seiner Familie bei einer anderen Familie Silvester feiern sollte. Es kam anders. Weil bei ihm Krankheitsfälle waren. Ich kam dadurch in eine heftige Krise, weil ich ganz viele Filme fuhr in meinem Inneren. Es schrie und tobte und ich kam mir verloren vor. Ich konnte es schaffen dem Seelsorger etwas davon zu sagen und er kam vorbei. Mittlerweile hatte ich mich mit Selbstverletzung versucht runter zu regulieren. Die heftigen Gefühle zu durch brechen. Aber der Kindstate war so verloren und panisch. Der Seelsorger kam. Das Kind konnte nix sagen, was es so dringend brauchte. Die Frage von Andreas: "Was brauchst du, oder was kann ich für dich tun", waren eine Qual für mich, denn wenn ich in einem sechsjährigen State bin, weiß ich nicht was ich brauche. Nach einer knappen Stunde gab er mir zu verstehen, dass er nach Hause musste, da Tochter krank und blablabla. Ich war an dem Tag auch Suizidal und mit einem Fuß in der Klinik. Der Vorschlag kam auch, dass ich gehen sollte....doch ich wollte bei ihm sein, ich wollte den Abend mit einer Familie verbringen. Doch das war nicht drin. Gefühlschaos, abgelehnt zu sein, gehasst zu sein...überflüssig zu sein. Das Gefühl ist immer noch da. Denn jetzt ist er im Urlaub aber vor Ort. Aber ich soll keinen Kontakt aufnehmen, weil er auch seine Ruhe und Erholung braucht. Ich kann das vom Kopf her verstehen, aber alles andere, die Gefühle sind auf..ich werde abgelehnt und bin nur eine Belastung. Ich kann nicht erkennen,dass es nicht so ist. Angeblich nicht so ist. Denn es zeigt doch alles und weißt darauf hin, dass es keine falschen Gefühle sind. Wenn man dann offen über diese schreienden Gefühle redet ist man unverschämt oder es ist nicht normal in den Augen der anderen. IST DAS SO???? Sind Gefühle echt was schlechtes? Darf man nichts sagen, wie man leidet? Was ist nur mit uns Menschen los. Das Beste ist ja in frommen Kreisen immer der Satz: "Du bist nicht alleine, du hast doch Jesus". Jap ihr lieben Leuts ich habe Jesus und ich habe eine "Besondere" Beziehung zu meinem besten Freund. Gerade weil es so ist, wie es ist. Ich kann Jesus stark fühlen und rede jeden Scheiß und Nichtscheiß mit ihm. Doch warum ist es für mich so eine Schande, ein Verbrechen, sich eine Familie zu wünschen? Sich Geborgenheit zu wünschen. Gehalten werden zu wünschen? Freunde die mit einem was unternehmen, zu wünschen. Warum soll es das alles für mich nicht geben? WARUM WOLLEN MENSCHEN  MIR DAS AUSREDEN oder verurteilen mich oder die Menschen denen es auch so geht. Wieder esse ich nur die Brotkrumen, die andere über lassen. Immer werde ich alleine in der Not gelassen. Keiner der sich Stunden oder mal eine gewisse Zeit zu mir setzt, mit denen ich leben darf. Nein eine Stippvisite und dann nix wie weg. Menschen denen ich mich geöffnet habe, die sagten sie seien Freunde (gute Freunde), sind nach dem sie Gespräche mit mir und dem Seelsorger hatten, weg. Statt den Schritt auf mich zu, sind sie mit all dem Wissen und wo ich mich geöffnet habe, einfach gegangen. Statt das was wir erreichen wollten, dass wir wieder mehr Annäherung haben, sind sie gegangen. Wann hören die Menschen auf sich zu belügen? Jesus sagte mal: "Wer sind meine Geschwister, wer ist meine Mutter? Jeder der mir folgt ist mein Bruder, Schwester oder meine Mutter". Bei uns Menschen ist das Blut immer noch dicker als das Wasser, bei Jesus NICHT. Um bei der Familie zu sein an Silvester, wurde ich mit einem platten Spruch "Mach kein Scheiß" alleine gelassen. Das Kind ist dann nur noch erschöpft ins Bett. Mein sicherer Ort.  Ich habe die gleichen Bedürfnisse, wie vielleicht jemand aus der Familie, aber bei mir ist es böse und schlecht. Bei der Familie ist es gut und richtig. Die Welt spinnt einfach. Aber Leute, ich werde weiter daruf aufmerksam machen und über für euch unangenehme Themen reden! IMMER !!! Auch wenn ich oft denke, niemals mehr an Gefühle dran. SIE BRINGEN MICH UM.

Blessings