14. Dez, 2017

Ja Jesus ich will leben - ich weiß es wird am Ende nur eine Spur im Sand zu sehen sein

CoolMan kann nichts beeinflussen oder schönreden, richtig? Ich wünschte es wäre so. Viele lesen hier im Blog mit, über 14000 Besucher waren schon auf der Seite. Wow, das freut mich sehr. Ich erhalte einige mutmachenden Worte von Euch, selten mal jemand, der mich angreift oder mir erzählen möchte, (oder Euch wie letztens hier geschehen), dass ich einen falschen Weg gehe und Irrlehren verbreite. Dieser Mensch tut mir echt leid! Weil er gar nichts gerafft hat. Denn ich bin nicht da um jemanden zu evangelisieren, oder zu erzählen wie Glaube funktioniert. Denn wer kann das schon, außer diese Menschen die von Gott dafür echt eingesetzt sind. Mein Job ist es, immer wieder Zeugnis in meiner Not und Traurigkeit zu sein. Euch zu sagen, wie ich mich NICHT umbringe und weiter den Weg gehe. Der sooo weh tut und doch ich spüre, dass Gott seine mächtige Hand über mir und wenn ich abstürze unter mir hat. Das ist mein Zeugnis, dass ist was ich Euch mitgeben will. Ich spüre es jeden Tag, dass ich getragen bin. Auch wenn von einer zur nächsten Minute meine Stimmung kippt. Gerade mal zu lächeln gewagt und zack, kommt die Traurigkeit zurück. Ich weiß, dass viele es gut mit mir meinen, wenn sie mir Ratschläge geben, wenn sie mir erzählen, dass ich nur genug Glauben muss. Dass der Durchbruch kommt und Gott viel mit mir "noch" vor hat. Aber bitte schaut mal genau hin, wie ich drauf bin. Jesus gebraucht mich auch jetzt, genau jetzt. Denn, Vielen rede ich aus der Seele, viele erkennen sich wieder und beginnen sich auch zu trauen, zu outen, wie es ihnen wirklich geht. Obwohl sie Jesus über alles lieben und auch im Glauben leben. Doch sie werden von manchen Geschwistern und Menschen verunsichert und noch weiter nach unten gezogen. Ich bin so dankbar für meinen Seelsorger, der in den ganzen Jahren nicht einmal zu mir sagte, dass ich zu wenig glaube oder etwas geistlich verkehrt mache.

Lange habe ich mit Jesus genau über diese Dinge geredet, wie es sein kann, dass es mir so schlecht geht, ER und ich trotzdem so big Buddys sind. Ich würde ihn nicht einen Tag hassen oder verurteilen,warum er mich in den Dingen lässt und meine Liebe zu ihm canceln. Ich streite ab und zu mit ihm, frage meinen Dad im Himmel, was die Scheiße soll und warum ich mein Lachen immer wieder verliere. Es ist öfter als früher, aber ich habe früher auch mehr verdrängt. Nicht das was an mir passiert ist, nein, eher die Gefühle dazu. Ich habe sehr wohl jeden Missbrauch und Misshandlung vor Augen gehabt damals, aber keine Gefühle dazu. Jetzt ist Jesus dabei genau das zu heilen. In dem ich es spüren muss und zugeben, dass ich es war und nicht irgendjemand, dem die Dinge passierten.

Ich mache mir sehr viele Gedanken darüber...

Wenn man mit Jesus unterwegs ist und eine Beziehung zu ihm hat, kann man echt die Dinge besser tragen und man spürt einfach die Führung in Allem. Ich habe Therapien bekommen, die nicht so einfach sind zu beantragen etc. Mir sind sie mehr oder weniger in den "Schoß" gefallen. So führt er mich auch zu Menschen oder Menschen kommen auf mich zu, die mit in den Prozess kommen. Ganz übernatürlich.

Hätte ich diese Kraft nicht, die da so offensichtlich wirkt, ich hätte mindestens schon mehr als 10 mal mein Leben beendet. Seit Oktober letzten Jahres, mindestens einmal die Woche. Warum oder wieso man diese Prozesse so hart durchmacht, auch als Christ? Ich weiß es nicht, aber ich weiß...SEINEN WEG werde ich gehen, ob Menschen verstehen oder nicht..., dazu gab Jesus mir den Tipp..nicht mehr darauf zu hören. Ich habe es mir in der Vergangenheit so zu Herzen genommen, was Geschwister so alles meinten. Die Ratschläge, die geistlichen Keulen etc. Jesus selbst hat da über mich eine große Glocke gestülpt, dass ich bewahrt bleibe.

Ich weiß auch, dass ist auch das was die Kraft in mir bewirkt, dass es ein Ende hat, irgendwann. Natürlich, wenn ich traurig und verzweifelt bin, sage ich auch meinem Seelsorger oder wenn er für mich gerade mutig hofft....dass es NIEMALS enden wird, dass ich verlieren werde.

Im Moment bin ich sehr traurig, ein Mensch der echt weniger lacht als sonst. Weil etwas im Prozess ist. Aber ich weiß auch, dass wenn ich durch dieses dunkle Tal bin, dass ich wieder von Herzen lachen kann. Das ich anderen Menschen helfen und ein Licht sein kann. Vielleicht auch ihnen eine Freude sein darf. Vielleicht mit Musik oder mit anderen Dingen, die ich ihnen schenken könnte. Nur ich brauche Geduld, ich brauche Hände die mir gereicht werden. Ich brauche positive Menschen um mich herum, die mir Mut machen und mich ertragen können. Denn ich ertrage mich gerade selbst nicht.

Ja ich bin traurig, aber ich laufe den Lauf, den ich laufen soll. Manche kämpfen mit körperlichen Krankheiten, manche im Beruf, manche mit den Eltern, Kindern oder Ehepaar. Es gibt für jeden Baustellen, immer. Ich eben, kämpfe jetzt mit der Traumastörung, die Gott in SEINEN Händen heilen will. Ich dachte früher, das Thema wäre durch, doch es war nur verdrängt und Anteile abgespalten oder einfach da, ohne das ich es wusste.  Ich brauche IHN, Helfer und Menschen die mir Beruhigung geben und keine geistlichen angstmachenden Keulen. Übrigens, dass braucht jeder, der emotional am Boden ist. Denkt mal darüber nach. Auch wenn die Worte die ihr zum Trost sprechen wollt, aufbauend auf den ersten Blick wirken. Schaut sie vor dem Aussprechen oder schreiben noch mal an...helfen sie wirklich oder sind es nur platte Sprüche, die das Selbst beruhigen, wenigstens was dazu gesagt zu haben, oder ist es wirklich tröstlich oder mutmachend.

Glaubt mir, so wie ein Mensch der verzweifelt und in Not ist manchmal uns hilflos macht oder sogar nervt, so genervt und hilflos ist der Leidende selbst über sich.

Glaubt mir, ich arbeite sehr hart an mir. Bin jeden Tag echt an der Borderline (Grenze) unterwegs. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr kann. Am Dienstag ist es auch passiert, dass ich bei einem Gespräch fast ausgerastet bin, weil die Worte zu viel werden. Ich habe mich dann irgendwo hin gesetzt, war hoch verzweifelt und traurig. Dissoziierte paar mal. Es wurde aber falsch gedeutet und die ersehnte Hand oder sich einfach neben mich setzen und da sein, blieb aus. Weil mein Körpersprache eine andere war. Das kenne ich von mir, statt zu zeigen, dass ich Ohnmächtig und hoch verzweifelt in einer Situation bin, wirke ich körpersprachlich rotzig und aggressiv. Entgegengesetzt dem, was gerade los ist und ich brauche. Ich weiß dies macht es dem Gegenüber schwer zu reagieren. Richtig zu reagieren. Ja ich hätte Halt gebraucht... der kam nicht.

Manchmal sind Worte so zu VIEL, manchmal braucht es sie NICHT!

Da sein, Zeit haben, zuhören - fest halten, das ist was der Mensch so oft braucht, auch wenn es sich so anfühlt, als ob er eher beißen würde, als die Liebe anzunehmen.

Viele Gedanken, ich weiß. Im Moment kann ich es auch nicht gut heraus lassen. Aber ich versuche es, immer wieder. Worauf ich mich freue....., neben dem dass bei Jesus mal alles richtig cool wird? Das ich vielleicht hier auf der Welt, in kurzer Zeit (wann immer das ist), euch mit rein nehmen darf, ...wenn alles hier gut und lebbar wird. Wenn ich Euch hier sage...: "Ich lebe gerne". Ja, darauf will ich vertrauen.

Also weniger reden! Hände entgegenstrecken - Liebe schenken!

Gerade jetzt in der Zeit!

Blessings