7. Dez, 2017

Es tut nur noch weh - Jesus lässt mich wachsen - hoffentlich

Heute habe ich mich echt ertappt. Ich wollte gar nicht schreiben heute, weil ich gerade jetzt wo es mir geht, wie es mir geht...am liebsten schweigen würde. Gestern schrieb ich, dass die schwere Depression vorbei ist.  Ja, das ist die Wahrheit. Doch das die Depression fast überwunden ist, heißt nicht, dass es mir gut geht. Mir geht es sogar gerade sehr schlecht. Weil ich neue Therapieformen begonnen habe. Ergotherapie, die so richtig ans Eingemachte gehen wird. Ab Januar sollen es sogar zwei Termine in der Woche geben. Mit zwei verschiedenen Therapeuten. Weil ich lernen muss, mit verschiedenen Personen "auszukommen", sie an mich ran zu lassen. Teil der Sozioemotionalen Kompetenz Therapie. Es sind tausend Gedanken in meinem Kopf, es ist absolutes emotionales Chaos in mir (die verschiedenen States verstehen die Welt nicht mehr, im wahrsten Sinne des Wortes). Ich somatisiere heute wieder ganz furchtbar. Ich habe Durchfall und heftigste Darmkrämpfe. Ein Symptom, eines meiner kleinsten States, der in Panik ist, weil sie verlassen und alleine gelassen wird. Ich versuche sie zu beruhigen so gut es geht. Geht aber nicht so gut, weil ich selbst (der erwachsene State, das selbst gar nicht so gut kann). Da hier die Egostatetherapie noch fehlt, die so wichtig wäre. Ich kenne es NICHT keine Schmerzen oder Symptome zu haben. Es ist nur nervig. Ein riesen Wunsch von mir, das einmal nicht mehr zu haben. Viele Tage zu erleben, ohne Schmerz am Körper (welche Dissos von Egostates sind) oder von Schmerzen in der Seele. In dem ganzen Durcheinander, meint ein Psychologe, dass es wichtig ist, die für mich wichtigste Person im Leben los zu lassen. Es auf eine andere Ebene zu bekommen. Da ich total durch den Wind bin und gar nicht mehr weiß, was ist richtig, was ist falsch.... bin ich mir nicht sicher, ob die Beiden echt wissen, was sie vielleicht gerade anrichten. Aber ich verlasse mich mal darauf, auch wenn alles auf Sturm und Panik ist, dass sie wissen was sie tun und ich keinen hohen Preis zahlen muss. Denn ich finde das Timing sehr beschissen. Ich mache die ganzen Sachen gerade mit mir selbst aus, denn ich darf keine Probleme mehr mit der gesagten Person besprechen. Rede auch wenig mit Jesus darüber, aber weiß, ER ist dabei und mitten drin, ich muss nicht ständig mit ihm ewig lange Gespräche führen. Doch wenn es ein Thema gibt, was in den Therapien hoch kommt..niemand mehr da, Horror pur. Der Psychologe hat heute morgen gesagt: "Das ich mich nicht weiter zum Opfer machen lassen soll und aus der Opferrolle raus gehen soll." Eigentlich ist es ganz schön mieß, es so zu formulieren. Aber ich merke so paar States in mir, die echt sagen: "Hey ihr könnt mich mal. Ich lasse mich von Keinem mehr zum Opfer machen." Und der Kampfmodus geht los. Nur...geht er in die richtige Richtung? Das mit dem Opfer sein, wird so oft von Menschen benutzt, ganz oft auch von Helfern, die nicht mehr weiter wissen. Also bei mir fruchtet das, ich hasse es Opfer zu sein, selbst als ich Opfer war, war mein Spruch, dass mich niemand umbringt oder kaputt bekommt. Da werde ich mich jetzt, für ein bisschen Aufmerksamkeit und "Liebe" zum Opfer von Menschen machen? NIEMALS.

Aber es tut weh, es tut so richtig heftig weh. Heute wurde ich bei der Caritas gefragt, was mit mir los ist. Ich sei so still und Antriebslos. Ja, denn meine ganze Kraft ist in diesen Emotionen. In dieser tiefen Trauer, dass Menschen wieder entscheiden, ob es mir gut geht oder nicht. Ob ich mich als Monster fühle, weil ich nicht so ticke wie sie und sie keinen Bock auf mich Privat haben. Es tut so weh. Denn ich reisse mich so zusammen, wenn ich mit "Normalos" oder die sich dafür halten, unterwegs bin. Nur nicht auffallen. Nur keine Emotionen zeigen. Alle States unterdrücken und Maske auf, damit sie mich ja alle noch lieb haben. Immer jemand sein, nur nicht ICH selbst und wenn auch mit Switches.

Ich weiß, es muss so schnell wie möglich ein Verhaltenstherapeut oder noch besser Egostate-Therapeut her. Denn ich bin mir fast sicher, in dem Augenblick wo ich die Person, als Bezugsperson verliere, ist das Risiko gegeben..sie ganz zu verlieren. Ja es fühlt sich so an und es zerreisst mich fast. Was sagte mir der Psychologe heute...wenn etwas unvorhersehbares in der Ergo nach oben kommt, oder ein Disso, dann erst Sozpäds mit rein nehmen und wenn es nicht hilft....Krisendienst. Menschen, die ich nicht kenne....sollen mir aus einem Disso helfen oder für mich da sein? Die Vorstellung haut mir den Stöpsel raus. Absolut! Aber auf der anderen Seite, war ich, bis auf sehr wenige Ausnahmen, immer in Krisen und heftigen Situationen alleine. Warum sollte ich das jetzt nicht mehr können. Wie war das früher, NUR ICH UND JESUS, JESUS UND ICH!

Aber Gott hat uns Menschen zur Seite gestellt. Nur ich scheine da echt unfähig oder ein riesen Monster zu sein. Jemand, den man nicht dabei haben möchte. Zumindest gibt es Menschen die mir das vermitteln. Es gibt auch Menschen, die aber leider nicht in meinem Umfeld sind, die sehr gerne mit mir Zeit verbringen würden. Aber hier sind es nur zwei. Der Rest gibt mir fast immer das Gefühl, anders zu sein. Nervig und unberechenbar zu sein. Ausprobiert haben sie es noch nicht, ob es so ist. Vom hören und sagen, vom lesen hier, machen sie sich ihr Bild und bleiben aus dem Kontakt. Wenn ich mit den Leuten von der Caritas zusammen bin, erfahre ich aber Neues und Anderes. Nur, wenn man einem Menschen blind vertraut und plötzlich alles in Frage gestellt wird, alles falsch sein soll....es auf privatere Ebene gebracht werden sollte, wird es schwierig. Wenn es z.b ein Kinobesuch sein soll, der da hätte eine Hilfe sein können, die Richtung zu ändern....wird es zum Problem. Ich fühle mich abgestraft, weil ich nicht funktioniert habe und mich nicht "anständig" verhalten habe. Weil ich wegen Schmerzen in der Seele und Verletztheit um mich gehauen habe und verletzend wurde....darf ich NICHT mit. Zumindest vor einem Gespräch was wir dann doch noch hatten, nicht. Jetzt könnte ich ja mit. Aber....ich müsste ALLEINE mit meinem Auto hinter her fahren, wo fünf gut gelaunt in einem anderen Auto sitzen. Danach, alleine heim, wo sie dann gut gelaunt, im anderen Auto über den Film noch reden könnten....Nein, danke. Ich werde alleine gehen....mit Jesus! Der ist ja immer dabei, egal was ich mache. Herz

Ich hoffe, ich finde jetzt ganz schnell einen Therapeuten, der auch genau da Ahnung hat und dem ich nicht zu viel werde. Aber träum weiter Monster  Elke.

Ihr seht ich spinne echt gerade. Aber auch das möchte ich mit euch teilen. Erstens weil es Einigen ähnlich geht, weil ich auch ungeschönt zeigen will, was es bedeutet, so einen Kampf zu führen. Ich frage mich echt, was macht man, wenn man keinen Halt hat,  wie ich durch Jesus. Ich würde sterben. Ich würde sicher das Kämpfen aufhören. Denn es tut sooooo weh und die Helfer...denken, sie machen alles richtig. Erst sagen sie: "Wir tragen zusammen", wird es schwierig und Hallo mit einem Menschen der Traumatisiert ist und Borderlineanteile hat, kann es doch kein Spaziergang geben. Dann noch so viele Anteile, die ihr Programm fahren.

Nun gut, ich versuche das Auszuhalten, was gerade da ist. Ich versuche zu skillen. Doch wenn es ruhig wird, am Abend, oder wenn ich alleine bin...zerreisst es mich fast. Ich könnte weinen, schreien, schlagen und und und...aber nichts kommt raus, weil ich mich zusammen reißen muss. Damit der Andere....bla bla bal, Rücksicht auf andere..egal wie scheiße es mir geht.

Ich reagiere halt mit SV oder essen. Dann geht das Nächste los. Hass auf mich, so zu reagieren. Ich fühle mich wie 60, Fett ohne Ende. Doch echt. Wenn ich mal zufällig in einen Spiegel schaue, was ich eigentlich tunlichst vermeide...dann sehe ich jemand, die durch Sorge und Angst immer hässlicher und Alt wird. Auf der anderen Seite, höre ich seit Wochen immer wieder....was du bist 50?....Jeder denkt meint Körper ist höchstens 33. Heute auch wieder. Aber der älteste Anteil ist gerade mal 25. Der ist selten da im Moment..... einfach nur komisch alles.

Gut das Jesus das Alles gar nicht komisch findet, sondern mit seiner ganzen Liebe mich immer wieder ermutigt, wenn es hier vor Ort ruhig ist oder Menschen sich entziehen, weil ich so ein Alien bin.Mir dann Menschen, die zwar weit weg sind schickt, um mir mit Worten zu helfen, das Leid zu tragen.

Ich wünsche mir echt sehr, mich irgendwann lieben zu können, ob es andere tun oder nicht. Das ist Jesus in mir. Denn sonst würde ich sagen...f***off, wiedersehen Welt. Aber da ist echt so eine Kämpfernatur in mir...

Daher Leute, lasst euch auch nicht unterkriegen... Wir laufen den Lauf!

Blessings