21. Okt, 2017

Vorurteile - oder Unwissenheit - es ist nur ein Schritt aufeinander zu

Jetzt ist es schon eine Weile her, das ich geschrieben habe. Es war so viel los bei mir. Es ist so viel im Umbruch und auf der anderen Seite so viel zu bearbeiten. Was mir gerade sehr auffällt, ist die Unsicherheit der Menschen mit dem Thema psychische Erkrankung. Wie geht man damit um, wie geht man mit Betroffenen um. Was mache ich selbst, wenn sich bei mir eine Depression ankündigt. Menschen haben immer noch solche Berührungsängste. Doch jeden interessiert das Thema auch und wie ich immer sage: den härtesten kann es mal treffen. Es sind  Lebensumstände, manche nennen es auch Schicksal, was jeden treffen kann. Was ich für mich sagen kann und das freut mich sehr und gibt mir auch Kraft weiter zu machen, ich habe in der ganzen Zeit, wo ich mit meiner Geschichte und meiner Erkrankung in der Öffentlichkeit bin, keine schlechte Resonanz oder seltenst Angriffe. Auch nicht von den Menschen die Jesus noch nicht kennen und erstmals von mir über ihn hören und wie ich mit ihm in meiner PTBS -Symptomatik unterwegs bin. Wenn Angriffe kommen oder Besserwisserei, ist es meist aus den eigenen christlichen Reihen. Dafür schäme ich mich auch oft fremd. Weil diese Menschen so unwissend sind, aber nicht interessiert nachfragen, sondern meinen Glauben in Frage stellen. Was echt eine Unverschämtheit ist. Ich habe gelernt mich nicht mehr zu wehren. Jesus nicht mehr zu verteidigen, warum ER jemanden heilt, den anderen eben nicht. Für mich habe ich mit Jesus klar, warum Er in manchen Bereichen bei mir den Stachel im Fleisch belässt und warum ich damit leben soll. Mir Seiner Gnade genügen soll. ER legt auch eine schützende Decke über mich, dass solche Christen mich nicht erreichen und verletzen können. Es geht gar nicht darum immer geheilt zu werden, wenn man draußen ist und Zeugnis für unsren Herrn gibt und ist. Wie öfter in vorgehenden Artikeln von mir erwähnt. Geheilt (total) kann jeder! Aber an dem Schmerz der Menschen weiter teilhaben, mit ihnen tatsächlich den Weg gehen, den sie gehen, kann nicht jeder und da liegt vielleicht Jesus Geheimnis. Wir werden es spätestens erfahren, wenn wir ihn sehen. Alles ist gut und hat seine Berechtigung. Aber jemanden der schweres Leid trägt, der nicht klar kommt, mit dem was ihm Schlimmes angetan wurde auch noch zu verurteilen, der glaubt nicht genug etc. ist nicht was Jesus jemals tun würde. Aber der Christ, auch die draußen sind und meinen NUR DIE HEILUNG hat die BERECHTIGUNG Zeugnis für Jesus zu sein..der irrt und wird von Jesus sicher auch korrigiert werden. Daher...ich mache meines und erreiche mit meinem Herrn, die erreicht werden müssen und die anderen eben, nach ihrem Auftrag. Alles ist gut, alles hat seine Berechtigung. Und ich kenne einige, die sogar draußen den Leuten von der kompletten Heilung erzählen und Jahre später wieder einen Zusammenbruch hatten. Warum? Weil wir Menschen sind. Gerade für diese Christen ist es dann ganz schlimm, wenn sie das noch mal erfahren müssen und kommen in noch schlimmere geistliche Krisen. Ich weiß wer ich bin, ich kenne die Bereiche wo Jesus mich geheilt hat und die Zeugnisse sind nicht wenig, sie bringen auch nur so zum Staunen. Ich weiß auch, wo ich mit den Menschen in Leid weiter verbunden sein soll. Wow, lange Vorrede heute. Aber ich möchte mein Schreiben und das was ich euch heute mitteilen will auch in zwei Teile aufteilen. Den Rest über die Egostates, die sich gerade heftig bei mir zeigen, möchte ich auch unter Egostates beschreiben.

Was mir auch noch wichtig ist: Ja, Ich leide oft. Ich arbeite hart an mir und ich lasse es auch oft mal raus hängen. Weil Jesus es so will und weil es heilsam ist, als der ganzen Welt vorzuspielen, wie gut alles ist und wie ich alles im Griff habe. Aber es stimmt auch, dass ich auch Lachen kann. Das ich auch mal gute und glückliche Momente, ja Tage habe. Nur der Mensch ist immer so darauf fixiert, das Negative zu lesen und mit zu bekommen. Dafür brauchen wir eine Sensibilität, zwischen den Zeilen erkennen zu können. Statt zu verurteilen und einen Menschen in die Schublade zu stecken. Also wie gesagt ich bin Beides mal froh, mal traurig. Und ich bin sehr sensibel und mein Kopf denkt wohl mehr, als ein Mensch ohne Geschichte in der Vergangenheit. Das ist auch ein gutes Stichwort. Vergangenheit...bla bla bla, was man so oft hört. Lebe nicht in der Vergangenheit, lebe jetzt. Jawoll, so ist das. Aber das können viele auch nicht kapieren. Das man als Betroffene/r von Trauma auch loslassen kann was in der Vergangenheit war. Vergessen nicht, aber los lassen. Der Schritt dahin ist, zu lernen, zu sagen. "Es war so, ich kann es nicht ändern". Dann vergeben. Was ein ewig langer Prozess ist und nicht weil ich Christ bin es von mir gefordert wird, sondern weil es für meine Seele, für meinen Frieden einfach besser ist. In vorgehenenden Posts ging ich schon darauf ein. Also ihr Lieben, die ihr denkt, ich jumpe nur in der Vergangenheit, no Way, tue ich nicht. Trotz der States. Aber selbst die Egostates, sind wie bei jedem anderen ohne schlechte Kindheit, da. Nur das sie bei uns eben noch reagieren und agieren wie damals. Das ist jetzt schwer zu verstehen, ich weiß. Das ist alles ein komplexes Vorgehen, psychologisch. Aber fragt, ich versuche es zu erklären, was ihr genau wissen wollt.

Wir hatten ja die letzten Tage echt richtig schönes Wetter und ich war viel mit Spike draußen. Das tat mir gut.

Heute kam wieder ein Einbruch. Weil so ein mießer Egostate oben war und versuchte mir alles zu vermießen. Ich freute mich riesig auf ein Seminar mit Martin Pepper und Family. Aber es ging mir so schlecht am Morgen, dass es nach ganz langer Zeit zur SV kam und auch meinen Seelsorger wieder mit rein zog und er fast zum Feind wurde, gar nicht verstand, was denn morgens um 8.45 schon los sein kann. ;-( Doch ich denke, dass konnte er verstehen..aber es ist trotzdem immer voll blöd, gerade für mich. Aber diese Story erfahrt ihr unter Egostates.

Ich mache im Moment sehr viel Musik. Das entspannt mich und ich komme an Skills (Fertigkeiten) dran, die fast weg waren.

Was ich auch hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder nach draußen kann. Mit meiner Message, wie kann ich mit meiner Krankheit leben und fest mit Jesus unterwegs sein. Ich hoffe sehr, dass Jesus vielen die Herzen öffnet und den Menschen zeigt, auch das ist eine sehr wichtige Message. Gerade für Menschen die Jesus noch nicht kennen und daraus Hoffnung schöpfen können. Denn viele in den Psychiatrien und Gefängnissen etc. haben kein offenes Ohr für die Zeugnisse, wo es um die komplette Heilung geht. Das ist eher was für uns Christen..wo wir Hoffnung daraus schöpfen. Beladene, schwer kranke Menschen ziehen mehr aus der Botschaft....Jesus ist mit dir im Leid und wenn es dran ist, dann wird man geheilt. Wenn Gott es möchte und es zu SEINEM Plan gehört. Ja das glaube ich. Ich weiß noch wo ich als Neubekehrte auf einem Heilungsgottesdienst war. Es ging mir richtig schlecht..weil es wurden Menschen geheilt und viele nicht. Das empfand ich als richtig gemein von Gott. Daher, viele - auch ich lebe besser damit, dass Gott tut was für jeden richtig ist und es kein "DU GLAUBST NICHT GENUG - GOTT WILL IMMER HEILEN" gibt. Am Ende steht immer die Heilung, wenn ich mit Jesus zusammen unterwegs bin. Denn wenn ich bei ihm am Ende ankomme, ist jede Krankheit und Träne vorbei. Das ist auch Heilung. Sein Versprechen macht ER immer wahr!

So das dazu. Einfach mal bisschen philosophiert und an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Über die Problematik die ich habe und wie die Egostates mir gerade das Leben schwer machen, findet ihr unter "Egostates".

Blessings