10. Okt, 2017

Mein Schrei zu Jesus heute Nacht

Gar nicht so leicht heute das in Worte zu packen, was mich bewegt. Aber letzte Nacht wurde ich wach, weil ein Kindstate schrie. Es war so angsterfüllt und doch hatte es etwas an sich, was sich gegen etwas wehrte. Nein solche Dinge finde ich gar nicht lustig. Aber gehören wohl dazu, wenn man beginnt, diese Dinge wahrhaft anzuschauen und zu bearbeiten. Ich bin wie immer menschlich alleine gewesen. Das sich selbst beruhigen oder es durchstehen (das trifft es eher) war sofort angesprungen. Nein es ist nicht schön, nach Alpträumen, Dissos und Ängsten alleine durch zu müssen. Menschlich gesehen. Das erste, nach dem ich realisierte wo und wer ich bin, begann ich Yeshua  (Jesus) anzusprechen. Wenn ich richtig Angst habe, sage ich manchmal nur den Namen, weil nicht mehr kommt. Diesmal auch. Doch es war anders. Er fragte mich, was ER mir tun kann. Eigentlich wie mein Seelsorger oft. Ich sagte: "Halte mich nur fest". Er tat es. Ich konnte es wieder "geistlich" spüren. Klar würde ich es gerne richtig spüren, wie mich jemand festhält und sagt: "Alles ist und wird gut". Ob das ein Traum bleibt? Fühlt sich so an. Ich kenne es nur so. Früher hatte ich die Sehnsucht gar nicht, aber da Heilung passiert ist, kann ich das jetzt zulassen, dass mich jemand tröstend in den Arm nimmt. Doch niemand ist da.

Zur Zeit ist es auch schwer mit der Seelsorge. Nicht mit dem Seelsorger selbst, wenn ich ihn nicht gerade in die Schublade "auch Feind" rein stecke. Es ist schwierig, weil er gerade versucht am Loslassen zu arbeiten. Für mich die total falsche Zeit, aber gibt es bei so einer "Störung" wie dem Egostate-Dissorder die richtige Zeit (vielleicht wenn die States soweit sind?) . Ich weiß es nicht. Ich merke nur, das Somatisieren wird immer schlimmer. Wisst ihr was ironisch gesagt witzig ist? Das jeder State ein anderes Sypmtom entwickelt oder hat.

Ich bin irgendwie im Moment total körperlich platt. Ich kenne das Asthma von meinem kleinen State, so 6-8 Jahre alt. Es ist wieder voll da und damit auch Erinnerungen. Fies, oder? Dann Bauchschmerzen, Teenstate. Herzprobleme, der sehr sensible State, fast erwachsen. Verspannungen, ALLE ;-) .

Und doch ich habe so ein gutes Soziale-Netz. Nicht mal in Form meiner christlichen Freunde, obwohl die Sozpäds und die sich um mich mehr kümmern sind von der Caritas, eigentlich auch christlich. Doch ich spüre es eben wegen der guten Taten. Ob es jemand anders so erfassen kann, dass eigentlich Jesus dahinter steckt? Fraglich. Mir tut es sehr weh, dass mein soziales Netz, die Menschen die ich zum Teil 12 Jahre kenne, gar nicht mit mir unterwegs sind. Vielleicht noch nicht mal wirklich geistlich. Aber es ist eben mal so wie es ist. Ich arbeite daran, dass es an Wichtigkeit verliert und ich die Hoffnung aufgebe, dass es besser wird. Ich habe wenige, sehr wenige bessere Freunde und eine richtig gute Freundin aus der Gemeinde vor Ort. Ansonsten ist alles sehr anonym und immer noch sehr mit dem eigenen Teller beschäftigt. Anders mit den Leuten von der Caritas. Gut sie haben dort ihre Jobs, Leute aber was die für eine Arbeit an uns tun, was sie uns gutes Tun, ich kann nur staunen. Wir kochen zusammen, wir essen zusammen. Wir machen Ausflüge und am Freitag werden wir in eine Oper eingeladen. Was genial ist, ich kann sein wie ich bin. Gerade wie ich bin, ohne mich zu verstellen. Manchmal denke ich dann fast, ich bleibe da..ich will nicht mehr weiter. Zeugnis sein, Menschen erzählen wie es anders gehen kann und und und. Aber Jesus hat ja einen anderen Plan und wie ER bin ich auch nicht für die Gesunden, die oft dumme Kommentare haben oder einfach nicht wissen, wie sie mit der Materie umgehen sollen, da. Eher zur Aufklärung, wie am Sonntag. Wichtig wäre halt für die, die sich für so NORMAL halten (was immer das ist), zu wissen, dass es jeden treffen kann. Den Bettler wie den Professor. Alle schon in der Klinik erlebt. Sogar Ärzte und Psychologen. Die Psyche tickt eben gleich. Nur was jemand erlebt und wie belastbar Mensch ist, ist der einzige Unterschied. Wir Gemeinden sollten echt viel mehr "Caritas" sein. Warum leben wir so daran vorbei? Drehen uns oft um uns und das was gerade so geht. Wie klein wird da Gottes Wirken immer gehalten. Doch kann nur sagen: Danke für die Caritas und ihre Mitarbeiter, die so in Liebe für uns da sind. Ich genieße es oft jetzt (was ich nie dachte) einfach nur bei ihnen sein zu dürfen. Ich sein darf. Nur ICH! Keine Maske, nicht einmal.

Ich denke, wäre mein Pastor und Seelsorger nicht, der ähnlich gut drauf ist.. ich noch in einer Gemeinde wäre, es aushalten würde? Wie gesagt, alles superliebe Leute. Wenn ich mit ihnen Sonntags und mal wenige Stunden in Kontakt bin, zeigen auch sie mir ihre Liebe. Aber weiter geht es eben nicht. Supertraurig. Brauchbar bin ich anscheinend, trotz vieler Begabungen und Gaben dort auch nicht. Tut weh, tut seit Jahren sehr weh, aber es ist erst mal nicht änderbar. Ich hoffe sehr, dass Jesus mich bald wieder raus schickt. So klein wenig geht es ja wieder los. Ich darf für eine christliche Zeitung einen Artikel schreiben, mehr dazu, wenn es soweit ist. Lasst euch überraschen. Aber schicken kann Jesus mich eh erst richtig, wenn ich stabil bin. Denn es geht dann in die Höhle des Löwen, ja unter die Wölfe.

Blessings