1. Okt, 2017

Was für eine Zeit

Wahnsinn was bei mir gerade los ist. Eigentlich dachte ich es wird ruhiger, aber irgendwie bin ich wie in einer Mühle. Oder die berühmte Achterbahn. 

Letzten Samstag bin ich ins Krankenhaus gekommen, weil mein Blutdruck gefährlich entgleist ist. Zu viert kamen Notarzt und Sanitäter in meine Wohnung. Es war schrecklich. Ich versuchte so cool zu bleiben wie es ging. Es gelang, selbst noch als ich einen erneuten Anfall bekam im Krankenhaus und ich alles alleine durch stehen musste. Keiner da, der mir zur Seite stand, außer mein best friend Jesus. Menschlich aber alleine. Das triggerte mich wieder wahnsinnig im nach hinein. Wut, Hass auf mich und mein Leben machte sich breit.

Durch den psychischen Hochstress, entglitt der Blutdruck erneut und das Herz wurde mit in Mitleidenschaft gezogen. Ich hatte wahnsinnige Angst und switchte von einem State in den anderen. Bisschen erschreckt es mich auch, wenn ich so drauf blicke. Es hat mich auch etwas neu getriggert und letztens passierte es mir, dass ich an der Ampel stand, Sanka mit Blaulicht an mir vorbei fuhr..ich hatte einen kleinen Disso und begann zu weinen. Ich habe mit einem Menschen, der mir wichtig ist und ich ihn bat zu kommen in der zweiten Krise, gestritten. Das hat mir auch wieder zugesetzt. Da er nicht kommen konnte, ging es mir richtig schlecht. Dauerte jetzt lange, bis ich wieder zur Ruhe kam und ihm neu zu vertrauen begann. Nur das Ganze bringt mir ein neues Arbeiten an mir und in der Seelsorge ein. Ich komme nicht klar damit...es wird gerade etwas Distanz rein gebracht. Eine Distanz die gesund sein soll, für beide Seiten. Dem Gegenüber macht es wohl null aus, ich drehe fast durch mich nicht mitteilen zu können. Mal sehen ob ich mich daran gewöhnen kann. Muss wohl! Warum ist es nur so hart? Ob es wirklich richtig ist, werde ich merken. Ich hoffe das jetzt die Angst nicht überhand nimmt. 

Was ich aber gemerkt habe, wenn Menschen nicht da sind, ich mich total alleine fühle, ist Jesus da.

Ich muss es euch einfach erzählen: ich hatte paar Wochen MRT Termin und wollte den nicht einhalten oder ständig canceln. Da ich aber diese heftigen Schwindelgefühle oder Dissos habe,  war es einfach dran. Ich wurde Donnerstag aus der Klinik entlassen, da ich es psyschich dort einfach nicht packte. Gleich ging ich zum MRT mit Panik und menschlich alleine. Ventil Seelsorger Handy und Facebookfreunde. Schon in der Kabine bevor es ins MRT ging redete ich mit Jesus. Branüle wurde gelegt und Jesus war mir nah. Dann ging es in die enge Röhre, nachdem mein Kopf fixiert wurde. Am meisten Angst hatte ich vor dem Spritzen des Kontrastmittel.

Ich fragte Jesus, wo bist du? Die Antwort kam prombt. Er saß hinter mir in der Röhre. Mein Kopf lag in seinem Schoß an seinem Bauch. Ich spürte nur ihn und merkte nichts von der Röhre. Die Untersuchung sollte 40 Minuten dauern. Die Klopfgeräusche wurden ekelhaft laut und ich sagte Jesus, das es mir Angst machte. Ich war schon lange durch diese gefühlte Geborgenheit im Kinderstate. Jesus begann zu den Geräuchen sich immer was einfallen zu lassen.

Es gab ein Klopfgeräusch, was sehr lange dauerte Da sagte Jesus zu mir, dass wir mit einem Hubschrauber unterwegs sind ....und wir flogen über Häuser, Strand und übers Meer.  Es war total schön! Ich erlebte Jesus so schon öfter. Das ist ein großes Geschenk. Angstfrei war bald die Untersuchung vorbei. 

Dann erlebte ich etwas, was auch noch nie war. Der Arzt rief mich in sein Zimmer, um mit mir die Bilder von meinem Gehirn anzuschauen. Es gibt einiges, was mich nur so staunen lässt. Das kann ich jetzt nicht alles erzählen..das würde zu lang werden. Nur...es gibt seit 1997  eine Diagnose, die immer wieder kontrolliert werden musste. Es ist weg!! nicht zu erkennen. Mein Gehirn sieht aus wie das einer 25jährigen. Gar nichts zu sehen. Der Arzt sagte noch, weil es bei Gehirnen ab 50 schon einiges zu sehen gäbe...würde er nicht ins MRT gehen. Der Arzt war echt super und sicher von Jesus so eingefädelt, dass dieser sich ganz lange Zeit nahm! 

Morgen und die Woche, geht es weiter mit Untersuchungen, die eigentlich noch im Krankenhaus laufen sollten, mache ich Ambulant. Ich hoffe so sehr dass die Dissos oder der Schwindel schnell wieder vergehen. Ich mich stabilisieren kann, auch wenn jetzt ein wichtiger Halt auf Minimum runter ist.

irgendwie muss es weiter gehen! Gut das Jesus so treu ist! 

Blessings