11. Sep, 2017

Frei in Jesus - oder lebst du auch mit dem Gefühl, ich bin nicht gut genug

Im Moment bin ich wieder ganz schön am Grübeln, am nachfragen und abchecken. Nicht nur bei Menschen, sondern es kommt vor, dass ich meinen Gott-Papa hinterfrage. Gerne teile ich das auch auf Facebook mit meinen christlichen Geschwistern und höre gerne, wie sie so mit Gott unterwegs sind. Ich finde es gut, wenn man Fragen stellt, sich dem stellt - ich bin nicht perfekt im Glauben und habe auch ab und zu meine Zweifel. Das liebt Gott. Das weiß ich! Er mag das ehrliche Gesicht ihm gegenüber. Es geht nicht darum ihn anzuklagen, auch wenn es mal so ungeschickt rüber kommt. Papa kennt uns zu gut. Und Jesus erst, der selbst als Mensch auf dieser Erde war.

Im Moment frage ich mich (obwohl ich auch noch den Namen trage, der mir von Gott selbst geschenkt wurde - Blessing) ob ich echt unter SEINEM Segen stehe.

Warum ich das frage? Weil ich mich manchmal gar nicht gesegnet fühle. Damit meine ich die allgemeinen Umstände. Den Schmerz und Traurigkeit, die immer wieder durch brechen - es ist wichtig, dass es so ist..aber man will es einfach nur weg haben.

Wenn ich dann wieder etwas demütiger werde, sehe ich den fetten Segen, den ER immer wieder über mir ausgießt.

Erinnert ihr euch, vor paar wenigen Wochen, war noch die Frage, bekomme ich den Freibetrag der eingefroren war, aus meiner Spende für das Auto wieder frei, oder wird er sogar gepfändet. Es haben einige gebetet und ich lag Jesus schwer in den Ohren. Jetzt scheint sich der Ärger aufzulösen. Unerklärbar und zum Staunen. Was kein Mensch so machen könnte. Ein fetter Segen. Man fühle ich mich dann undankbar.

Kennt ihr das? Ich selbst bin ja jemand, die einfach die Klappe nicht halten kann. Es sei denn, es geht darum zuhören zu müssen. Da kann ich es gut, mit Hilfe des Heiligen Geistes. Ich kann kein Unrecht aushalten, ich kann Heuchler nicht austehen. Kann den Mund nicht halten, wenn jemand geistlich verwirrt oder anderen seine eigene Angst aufdrücken will. Nee, dann kann ich nicht still sein. Aber so kennt man mich auch. Jesus kann/will es nutzen und ich bin gut mit ihm in Kontakt und merke, wenn ER mich ermahnt oder zurück pfeift.

Manchmal wünsche ich mir schon, noch etwas ruhiger zu sein oder zu werden. Denn auch, wenn ich unzufrieden bin (kommt schon mal vor - zu oft), dann liege ich mit dem gleiche  Temperament und Trotz Jesus in den Ohren. Und kotze mich echt aus. Das würde keinem gefallen, der Angst vor Gott hat oder meint "das darf man nicht". Doch das darf Man(n) und Frau auch! Versucht es mal. Ihr werdet staunen, wie Gott unsre Ehrlichkeit ihm gegenüber nutzen kann und Dinge endlich in die Hand nehmen, weil ER sie bekommt.

Ich habe gerade wieder eine harte Zeit. Ich wünschte ich wäre ein Mensch der sich weniger Gedanken machen würde. Ich bin auch zur rechten Zeit undankbar, für das was ich habe, was andere vielleicht nicht haben. Denen es noch schlechter geht. Da bin ich noch gefangen, in dem, dass ich mich oft vergleiche. Leider schneide ich da gar nicht gut ab. Weil ich immer noch oft denke, ich habe es so viel schlechter. Ich bin nicht gut genug. Bin nicht beliebt, bin zu fett und und und. Die Anklage des Feindes, was ich immer noch glaube, statt abzuschmettern. Ganz schlimm wird es, wenn man beginnt das alles vor Gott zu bekennen, es beim Namen zu nennen. Sich auch nach außen verletzbar macht und anderen zeigen will. Hey mir geht es wie euch auch.

Dann geht es oft los. Man wird verurteilt, der Glauben wird einem abgesprochen und die "perfekten, fast unfehlbaren" Christen (die sich so nach außen geben) sprießen aus dem Boden und machen mich noch kleiner, als ich vielleicht schon bin. Jesus tröstet mich immer wieder und zeigt mir auf, dass ich auf dem richtigen Weg mit ihm bin und mein Weg ist eben ein anderer, als vielleicht Deiner oder Deiner...!

Wenn ich solche perfekten Christen höre, viele auch die mit Zeugnissen draußen sind, ja dann geht es mir oft auch ganz schön schlecht. Statt das sie mich aufgebaut haben, haben sie noch mal drauf geschlagen. Das schlechte Gewissen nimmt Einzug. Sie wissen es ja so gut, wie man sich Gottes Segen verdient, wie man von Gott beschenkt wird...aber so, wenn man so an seiner Vergangenheit festhält, wenn man zu wenig glaubt etc etc...so geht das nicht. Die innige Beziehung die wir zu Jesus haben, wird von ihnen sogar abgesprochen. Ohne sie zu kennen. Grausam eigentlich.

Wisst ihr, meine von Jesus gegebene Vision ist, nach draußen zu gehen. Den sehr leidenden Menschen ein Licht zu sein. Dazu brauche ich aber mein Echt sein, mein wahres Gesicht. Meine Ängste, meine Hoffnung und meinen Weg, ich betone MEINEN Weg mit Jesus, den ich bezeugen kann. Keine Bibel, die ich wie eine Waffe in meiner Hand habe und die Suchenden und Leidenden erschlage.

Das Wort ist wichtig, das Wort ist Nahrung. Doch die Liebe, dass für den Nächsten da sein, ist weit wichtiger. Hat Jesus selbst gesagt und da sollten wir wieder hin. Die Liebe fehlt so oft, gerade in dem rießen Medium Internet, Netzwerke und christlichen Großgruppen. Was könnten wir alles machen und Leuchten..so das es jeden Blenden würde. Stattdessen versuchen wir uns mit selbstgestrickten Weisheiten und Geboten/Verboten das Leben schwer zu machen. Warum, was tun wir da? Wer es erkannt hat....lasst es uns besser machen und es werden immer mehr, die es erkennen, was im Glauben zählt. Vertrauen zu Jesus und Liebe zu dem Anderen. Worte sollen uns aufbauen und nicht fertig machen. Da menschelt es noch heftig. Schaut die Streitgespräche in Facebook mal an...man kann den Kommentaren manchmal abspüren, wie das Gegenüber gedacht haben muss: "Dem habe ich es aber jetzt gegeben, Total vergessen, dass eine Schwester oder Bruder mein Gegenüber ist.

Ich werde mich nicht verändern für Menschen. Ich werde mich verändern für Jesus, da wo ER es mir aufzeigt. Auch das ist Heilung! Aber Jesus kommt mit mir richtig gut klar, so wie ich bin. Auch mit Dir...nur was ER erwartet, wenn wir mit ihm unterwegs sind, dass mein Gegenüber IHN in mir und der Begegung sieht, nicht uns und unser sündiges, trotziges Fleisch. Autsch...das kommt bei mir oft noch durch. Aber ich bin dran, es immer mehr ablegen zu wollen.

Ja das war heute mal wieder ein sehr geistlicher Beitrag, aber das muss auch mal raus. Denn ihr, die ihr Jesus nicht kennt...glaubt mir, ER ist das Beste was dir passieren kann. Die Beziehung und Freundschaft mit ihm. Menschen sind wie sie sind, ob Christ oder nicht. Christ heißt nicht erleuchtet und heilig fehlerlos rumschwebend...es ist ein Weg, ich bin Christ, liebe Jesus über alles und doch gehe ich einen sehr harten Weg, dem ich niemanden wünschen möchte. Doch lasst Euch ermutigen, es mit Jesus zu versuchen und mit Christen, die wissen, dass sie noch unfertig und sehr fehlerhaft sind. Denn das sind wir!! Jeder von uns und wenn Einer noch so heilig und fromm rüber kommt. Da sollte eher Vorsicht geboten sein.

Blessings ihr Lieben!