7. Sep, 2017

Jesus in den Schwachen mächtig - echt jetzt?

bisschen erinnert mich die Überschrift gerade an das Masken tragen. Vielleicht hat es sogar unterschwellig auch etwas damit zu tun?

Wie ehrlich sind wir. Wie ehrlich im Umgang mit unsren Gefühlen? Wisst ihr wann ich die meiste Wut auf mich selbst habe. Wenn ich nicht funktioniere. Wenn ich denke ich bin so anders, als die Anderen. Wenn sich mal wieder eine Traurigkeit breit macht in mir, ich sie aber nicht raus lassen möchte oder kann. Dann auch noch fromme Geister daher kommen, in Form von Menschen. Die dir erzählen, aber du musst in der Freude sein, du musst die Tränen Jesus geben. Du musst die Vergangenheit ruhen lassen...du musst und musst und musst. Leuts, was wenn ich nicht mal weiß warum diese Traurigkeit mich gerade überflutet oder sogar überfällt.

Was ist nur mit uns Menschen los? Ich denke jeder Christ, der eine Beziehung zu Jesus hat, wird mit jedem Mist (was auch so sein soll) zu Jesus gehen und sich bei ihm auskotzen. Jawohll auskotzen. Denn Jesus hält das aus. Ist froh wenn wir ihm alles bringen. Doch was ist unter uns Menschen los, auch unter uns Christen? Selbst da sind sehr viele in der Harmoniesucht gefangen. Nur nichts unangenehmes in unsre kleine Welt lassen. Bitte keine Konfrontation mit dem Schmerz der Anderen. Was haben wir nicht verstanden? Soll ich echt immer mit meinem Schmerz ins Kämmerlein mit Jesus und ihn bitten...nimm mir das weg, denn meine Mitmenschen können mich nicht leiden, wenn ich immer so traurig wirke? Denken wir mal einen Augenblick darüber nach. Wie lange halten wir es wirklich aus, meinem Gegenüber der in einer Traurigkeit, Depression oder anderen psychischen Krankheit gefangen ist, zu zuhören und wenn nötig immer wieder das Gleiche zu sagen, weil der Mensch in seinem Leid gefangen ist und erst mal nichts von außen aufnehmen kann?  Nicht mal Trost.

Weint mit denen die Weinen, lacht mit denen die Glücklich sind....! Ja Jesus? Ja JESUS!!

Deshalb sind die fertigen Zeugnisse, Wunderheilungen auch das, was man sooooo gerne hört. Wie mit Jesus auf dem Weg?..., nööö lieber die Heilung. Okay, wie gesagt Nachdenk. JESUS will uns sicher was dazu sagen.

Ich bin durch die PTBS, die ich selbst habe und schon sehr viel geheilt wurde, immer noch ein Mensch der sehr traurige Phasen haben kann. Genauso wie ich von Herzen lachen kann (das ist ein absolutes Geschenk meines Herrn, es immer noch zu können), kann ich auch sehr sehr traurig sein. Doch dabei auch sehr schuldig fühlen, dass ich andere dann damit belästige. Sie mögen die funktionierende, lachenden Elke mehr.

Gerade bin ich wieder in der Phase. Auslöser die Aussage: "In deinen Augen sieht man immer das traurige Kind", nur das, holte den State nach oben.

In der Phase bin ich auch oft sehr kreativ. (Gestern sagte ich zu Spike, "hey hoffentlich schneide ich mir nicht mal ein Ohr ab. Okay war ein Joke). Zu Jesus sage ich die letzten Tage auch wieder: "Ich denke ich sollte das alles lassen. Einfach aufhören, zur Ruhe kommen und ein ruhiges, langweiliges Leben führen. Eben nicht mehr nach außen gehen".

Jesus scheint was anderes vor zu haben mit mir. Obwohl ER mir absichtlich nur den nächsten Schritt zeigt. Alleine schon wegen der Schulung, Geduld zu lernen. Jedesmal, wenn ich mit Jesus an den Punkt komme und sage. Ich will nicht mehr, ich kann das nicht. Suche dir doch jemand anders. Redet er sehr klar. Höre ich es mit Worten nicht, dann zeigt ER mir Dinge...die kein Zufall sind. Klares Reden meines Herrn.

Eine aktuelle Geschichte.  Zum Beispiel gestern. Ich erzähle sie mal:

Ich war vor paar Tagen bei meinem Ex-Therapeuten, der sich wieder bisschen einmischt. Ist auch okay. Ihn und mich verbindet auch einiges und das er sich nicht einfach so abspeisen lässt (Im neuen Buch werdet ihr erkennen, was ich alles mit ihm erlebt habe und wie er therapeutisch mit mir gearbeitet hat) und ich mich einfach aus dem Staub mache und ihn wie er sagt: "schlecht behandle" mit einfach weg bleiben, wenn er mit mir reden will oder sich treffen. Das vorletzte Gespräch ließ ich platzen und dann musste ich doch zu ihm, weil er es klären wollte. Da ich mit ihm sehr lange gearbeitet habe, fand ich das auch fair.

Das Gespräch war sehr anstrengend. Viel Ahaeffekte, aber er hat mich auseinander genommen. Da er von der Egostate-Therapie nichts hält und es sie in der Form nicht gibt (seine Meinung), merkte er nicht, was er tat. Er holte bei dem Gespräch mindestens 3 Anteile hoch. Einer, der in der Seelsorge mal an die Leine genommen wurde. Aufjedenfall war am Ende ein sehr schwacher Egostate oben, der sich nichts mehr zutraute. Sogar solche Sachen sagte: "Ich warte jetzt nur noch bis das Leben vorbei ist. Alle können mich jetzt mal". Alle außer Jesus. Er ist immer an meiner Seite, dass ist eine sehr feste Beziehung. Der Seelsorger ist ja immer noch im Urlaub, aber trotzdem bin ich wieder in Kontakt, was mich etwas ruhiger macht. So gut, dass Jesus ihn mir zur Seite gestellt hat.

Gestern wie gesagt war so ein "Ich gebe auf" - Tag. Ich war auf dem Weg zur Caritas wo ich Mittags zum Essen hin gehe. Oft auch früher dort bin und etwas helfe oder mal was spiele oder bisserl sportel (Tischtennis). Vorher ging ich in einen Laden um mir was zum Essen zu holen, weil ich in der Tagesstätte noch einen Kaffee trinken wollte.

In dem Laden, war ich gerade dabei (ich habe echt mit Jesus geredet auf dem Weg, mache ich ja oft) mir etwas zum Essen auszusuchen. Plötzlich lief ein Mann an mir vorbei, sah mich an und ging weiter. Ich stutzte und war weiter beim aussuchen und reden mit Jesus (weil ich ja noch an dem Thema mit ihm war...ich mach nix mehr, geh nie wieder raus.). Wieder kam der Mann auf mich zu, plötzlich sprach er mich an: "Bist du die Elke, die Lesungen macht", huch dachte ich, was ist das jetzt? Ich mache seit Oktober nichts mehr, nur noch hier die Website und orientiere mich neu...weiter gehen oder nicht. Ich lächelte ihn an und meinte: "JA die bin ich". Er erzählte mir, dass er bei einer Lesung war und wie er es empfunden hat und wie es ihm seit dem geht. Ich war echt baff. Merkt ihr es. Jesus redet auch so und es gibt keine Zufälle.

Ich war schon sehr interessiert an dem was der Mann mir erzählte. Er kam mir schon etwas verzweifelt vor. Es stimmte mich erst etwas traurig, als er mir erzählte, dass er nicht gerettet sei, weil er schwer krank sei. Sogar Stimmen hörte und sehr depressiv sei. Er würde in einem Heim wohnen. Er sagte mir Dinge wie: "Gott will mich nicht oder ich bin getauft, aber das hat keine Gültigkeit" . Ich war in dem Gespräch vertieft und bat Jesus mir Worte für diesen verzweifelten Mann zu geben. Was ich hörte, gab ich dem Mann mit auf den Weg. Vertiefen möchte ich es jetzt hier nicht. Aber Jesus sagte mir, dass ich ihm sagen sollte, dass ER ihn total liebt. Die Taufe, auch wenn der Mann immer wieder fällt, absolut gültig ist und Jesus ihn fest im Arm hätte und ihn nicht los lassen würde. Er könnte immer wieder in die Arme zurück, wenn er bereut, wenn er gefallen ist. Immer wieder. Dann ging ich meines Weges. Mit Jesus noch kurz diskutierend, oder auch verwundert, wie ER wieder mit mir geredet hatte oder gezeigt, dass er mich genau bei den Menschen haben möchte, genau da. Ich spürte in dem Gespräch so die Liebe zu dem Mann, der so verloren schien. Meine Traurigkeit war da erst mal ganz hinten dran. Kaum spürbar. Es geht genau um diese Menschen. Diese arroganten, religiösen Menschen..welche die Freiheit in Jesus noch nicht verstanden haben, soll ich überhören. Sie segnen und lieben lernen. Aber auch mit Jesus zusammen, ein dickes Fell ihnen gegenüber bekommen. Unantastbar für diese Menschen werden. So hat es Jesus mit den Pharisäern gemacht. Sie geliebt, aber irgendwie sich auch vom Hals gehalten. Hunderte sind auf FB, die so unfrei sind und die Menschen verrückt machen wollen und verunsichern. Lasst es nicht zu. Es gibt EINER der wird uns lehren, was wir wissen müssen. DAS IST DIE WAHRHEIT. Ansonsten sind wir Zeugen, Licht und Salz. Von den Tausenden "Lehrern" auf FB....sind es äußerst wenige die echt zum Lehrer berufen sind. Auch wenn sie eine große Klappe haben oder mega Videos machen. Lasst euch nicht so blenden.

Mir hat diese Begegnung wieder Mut gemacht und ich weiß, immer wieder werde ich geschwächt werden, immer wieder Rückschläge und den Wunsch an Jesus äußern, dass er mich BITTE NICHT senden soll, weil ich mich so schwach und unfähig fühle. Aber ER ist es, der Mächtig in mir wirkt und wenn ich das nach draußen gehen, mit ihm mache. ER es macht, dann wird es gut. Erst wenn ich mich selbst zum Star machen muss (viele merken es gar nicht mehr, dass der Weg bei ihnen da hin gegangen ist), dann geht es schief. Davor habe ich so einen Respekt. Mein Ex-Thera meinte auch (er denkt nur weltlich), warum schmetterst du Anfragen ab, die von Menschen mit Erfolg kommen? Warum ich die abschmettere? Weil ich keinen Erfolg haben will und im Rampenlicht stehen möchte. Weil die Ehre Jesus gebührt. Ich möchte das erleben, wie da im Laden. Wie Menschen berührt werden. Nicht anonym vor mir stehen, ich im Rampenlicht und die Menschen unten, die ich nicht sehe, weil das Bühnenlicht mich blendet. Ich möchte, wenn: Face to Face mit den Menschen zu tun haben. Klar bin ich bereit auch mal auf einer größeren Sache Zeugnis zu geben, doch immer den Menschen im Blick. Da gibt es EINEN, der genau das auch so will und auch genau selbst so getan hat. Aber das führt gerade zu weit und ist ein anderes Thema.

Danke Jesus für die Begegnung und weiter gehts...bis zu meinem nächsten Anflug von "Ich kann das doch gar nicht". Die Bibel ist voll von Menschen, die auch so dachten...das macht mir Mut!

Blessings