23. Aug, 2017

Gottes Segen erleben - Mit ihm durch die Krise

Jetzt war ich eine ganze Woche nicht hier, konnte nichts schreiben oder berichten. Das hole ich jetzt nach. Es gibt eine Menge, was ich euch erzählen kann. Ich versuche es nicht zu lange zu machen, damit es nicht langweilig wird. {#smileys123.tonqueout}

Ich merke gerade den mächtigen Segen Gottes über mir. Manche von Euch, die es live mitbekommen haben, haben auch mein Zweifeln, mein Aufgeben wollen, mitbekommen und mit mir durchlitten. Ich weiß das Einige von Euch mitgelitten und mir sehr viel Mut zugesprochen haben und vor allem gebetet, ja gefleht, wo ich es nicht mehr konnte. So konnte ich diese harte Krise überleben. Noch mal ein ganz großen Dank an Euch! Ich glaube, obwohl ich viele Depressionen hinter mir habe, dies war die schlimmste und längste Zeit, in der ich kämpfte. Sogar dem Selbstmord sehr nahe war. Wo ich nochmal in die Selbstverletzung geriet. Und doch fühlte ich mich punktuell immer wieder getragen. Letztendlich war es wie in dem Gedicht Spuren im Sand (ich werde es mal auf der Seite veröffentlichen) , als ich nicht mehr konnte, hatte Jesus mich in SEINEM Arm und trug mich auch auf meinem Weg. Im Moment bin ich wieder so stark und hergestellt, dass ich mir wieder mehr zutraue und vor allem Jesus und seine Helferlein mir einiges zutrauen. Das finde ich einerseits sehr gut, weil ich weiter wachse. Aber ich spüre auch die Angst, versagen zu können. Was auch voll okay wäre, etwas nicht zu schaffen oder nicht so weit zu sein. Das wird jetzt eben versucht und ausprobiert. Es gibt noch sehr viel zu tun. In der Krise und der schweren Depression, sah mein Weg ganz anders aus. Menschen (Ärzte und Psychologen) sagten mir, was ich nicht alles machen müsste. Zum Beispiel Klinik, erneutes Arbeiten an mir mit meinem alten Therapeuten. Ego-Statetherapie und und und. Wir unterschätzen manchmal unsren Glauben und das Wirken des Herrn. Ich war weniger vor Jesus gesessen und habe mit ihm geredet. Aber ich rede ständig mit ihm und frage nach SEINER Meinung. Schaffte ich es die letzte Zeit, mich zu ihm zu setzen und zu hören, sprach ER sehr deutlich. ER sprach nicht davon diese ganzen weltlichen Sachen zu machen, dass heißt schon wieder und nochmal. (Ich machte viele Jahre Therapie und es war wichtig und heilsam. Jeder sollte es tun, der es spürt, dass es dran ist). Jesus ebnete den Weg, ohne das ich viel tat. Ich schlug die Wege ein, die mir weltlich gezeigt wurden, doch in der Seelsorge und mit Jesus bildete sich was anderes heraus. Es ist schwer zu erklären. Aufjedenfall sieht es so aus, dass ich DANK treuer Freunde auf Facebook und einigen wenigen aus der Gemeinde, wieder ein Auto kaufen kann und damit mobil werde. Das ist ein Wunder meines Herrn. Er öffnete den Menschen das Herz, mir in der Sache zu helfen. Für mich ist ein Auto psychisch sehr wichtig, weil es mir hilft nach draußen zu gehen, mehr zu unternehmen. Es hilft mir, zu Ärzten zu kommen, die leider einige Ortschaften weg sind. Mich und mein Geschichte aber schon Jahre kennen. Das hilft mir da Sicher zu sein und Vertrauen zu haben. Ein Auto wird auch gebraucht, wenn ich wieder mit meinen Lesungen starte oder ein Ehrenamt vor Ort machen möchte, um auch wieder mehr Geld zur Verfügung zu haben und vorallem den Menschen eine Hilfe sein zu dürfen. Jesus hat mich wieder auf die Füße gestellt. Mit dem Seelsorger hat ER mir stark unter die Arme gegriffen und es ging in der Arbeit, in die richtige Richtung. Vorallem mein Lebenswille ist wieder voll da und die Selbstverletzung ist im Hintergrund. Emotional bin ich recht stabil und habe so richtig Lust, raus zu gehen und meinen Herrn groß zu machen. Doch Jesus lässt mich noch ein bisschen warten um mich weiter zu stärken. Ich probiere aus und spüre dabei, wie weit meine Kraft reicht.

Ich war jetzt ehrenamtlich mit einer Gruppe behinderter Menschen an der Ostsee unterwegs. Auch da hatte Gott stark die Hände im Spiel. Ich lernte im Mai eine liebe Frau kennen, die ich eigentlich nur von FB kannte. Sie war dort mit dabei. Von Anfang an war es so, als ob wir uns ewig kennen würden. Wir trafen uns nur eine Stunde damals in Berlin, diese eine Stunde reichte, um zu merken...das ist die Schwester, die ich mir schon immer wünschte. So ist nicht eine meiner fünf Geschwister, die meine leiblichen sind. Es ist wahr: Jesus stellt uns in eine neue Familie und schenkt uns Menschen, die noch mehr als Familie sind. Ich merke, dadurch schaffe ich es immer mehr, mich für Menschen zu öffnen. Ich bin dabei und zu allem was ich lernen soll, sage ich Ja und ich weiß es ist mit viel Schmerz, Traurigkeit und vielleicht Leid verbunden. Aber was gibt es für eine Chance?

Jesus sagte mal zu mir vor langer Zeit, als ich noch mitten in der Therapie war, ich glaube im Buch schrieb ich davon: "Elke, es ist an der Zeit dich zu entscheiden, was möchtest du? Krank bleiben oder dich mit mir auf den Weg in die Gesundheit machen? Beide Wege werde ich mit dir gehen. Ich werde in der Krankheit bei dir sein, immer oder du kannst mit mir den langen Weg in die Gesundheit gehen. Entscheide dich". Es war so ähnlich wie die Frage: "Willst du dein Bett nehmen und gehen, oder liegen bleiben?"

Ich habe mich entschieden. Jesus hat mir von vorne herein gesagt, er arbeitet mit mir und mit Andreas zusammen an der Heilung und es wird auch der Stachel im Fleisch bleiben. Zu dem ich auch jetzt langsam Ja gesagt habe. Doch der wird gebraucht, um sich nicht zu überheben und das ich immer weiß, wie es den Menschen geht, für die ich unterwegs sein darf. Ja dazu. Vorallem weiß ich dadurch ich bin immer in der Abhängigkeit von ihm und wenn es mir schlecht geht auch mich Menschen anzuvertrauen. Was uns mit PTBS oder anderen psychischen Krankheiten sehr schwer fällt.

Wie gesagt, es geht mir gerade echt gut. Natürlich mit allen Baustellen die noch zu bearbeiten sind. Im Moment kommt immer mal wieder Angst, Traurigkeit und andere komische Gefühle hoch. Die ich meinen Egostates zuschreibe. Weil der Seelsorger, mit dem ich eigentlich jeden Tag Kontakt haben kann, drei Wochen in Urlaub ist. Das ist eigentlich wahnsinn es auszuhalten. Ich aber habe mittlerweile Freunde die da sind und ich weiß, ich kann mich da melden wenn es brennt. Naja Kopf weiß es. Bei PTBS ist es oft so, dass es wichtig ist, dass jemand um dich herum ist. Oder es ein Zeichen gibt, dass derjenige greifbar ist. Schwer gerade zu erklären. Ähnlich bei einem Kind, was in seinem Zimmer spielt, aber immer die Geräusche z.b aus der Küche hören kann, wo die Mutter arbeitet. Damit es immer die Sicherheit hat, die es braucht.....nicht alleine zu sein. Dieses Gefühl dauert lange zu festigen, wenn jemand kein Urvertrauen hat. Aber ich kenne meinen Seelsorger jetzt 12 Jahre und weiß, der geht nicht weg! Daher muss ich immer diesen Satz her holen: "Er ist gerade nicht da, aber niemals weg". Und Jesus ist jede Sekunde um mich herum und ich spüre ihn so stark gerade.

Oft erkennen wir die Dinge, die zum Wachstum führen, nach den harten Krisen.

Blessings ihr Lieben