13. Aug, 2017

Zeugnis - Woher kommt meine Hilfe - Danke Jesus

Sonntag, ihr wisst bescheid!Lautes Lachen

Nein doch HALT!! Oh what a nice Day {#smileys123.tonqueout}

(bin gerade etwas genervt und trotzdem kann es das nicht trüben, dass es grundsätzlich ein guter Tag ist. Gut das ich schnell schreiben und denken kann. Denn zum zweiten Mal ist mein Text plötzlich verschwunden, meist als ich ganz am Ende war).

Ihr habt ja die letzten Tage mitbekommen, dass es mir wieder nicht so gut ging. Es lag daran, dass ich mal wieder mit ganz schlimmen Verlustängsten zu kämpfen hatte. Denn ich sollte ab heute eine Woche weg sein und danach, am gleichen Tag an dem ich zurück komme, der Seelsorger für 3 Wochen in Urlaub. Das machte mit meinen Kindanteilen und auch dem Teenanteil (John Ha ha) eine Menge. Das ist noch was, wo ich noch mehr Heilung brauche. Aber genau da ist Jesus voll drin und dran. Es wird immer besser. Ich reagierte die Woche wieder genau so, wie ich es kenne. Trotzig, panisch, voller Trauer.

Ich habe immer noch Probleme mich auf neues einzulassen oder mich von sicheren Orten, meist mein Zuhause zu entfernen und genau das hatte ich vor mir, mit der Reise, die Jesus mir ermöglicht. Ehrenamtlich mit behinderten Menschen und einem netten Team zur Ostsee zu fahren. Da werde ich eine Betreuertätigkeit übernehmen. Etwas was ich vor der Rente auch gemacht habe. Ich habe damals bei der Lebenshilfe gearbeitet und weiß genau wie und was zu tun ist. Ein Hammergeschenk von Jesus, der mich wieder MITTEN im Leben haben möchte und bei den Menschen, die mit PTBS, Borderline und mit Depressionen zu kämpfen haben. Jesus und mein Seelsorger arbeiten hart daran. Vorallem die dunkle Vergangenheit immer mehr verblassen zu lassen.

Es klappt mal mehr, mal weniger und wird doch immer besser!

Die Verlassenheitsängste wurden wieder so stark, dass es sich hochschaukelte in allen Bereichen. Ich war wieder trotzig, rotzig und auf der Flucht. Nur nicht an das Thema dran, vorallem nicht diese Gefühle, die da brutal zuschlagen. Es wäre wichtig gewesen in der Seelsorge Plan B zu erstellen, falls es zu einer Krise kommen würde, wenn der Seelsorger nicht da wäre. Doch ich ließ mich nicht darauf ein. Mit der Unsicherheit mussten wir jetzt leben. Doch gestern kam irgendwie eine Veränderung rein. Ich rief eine Freundin an, die selbst Betroffene ist, aber in Krisensituationen von anderen, sofort weiß wie sie zu handeln hat und was zu tun ist. Das gibt mir Sicherheit und diese Person hat in meiner Vergangenheit gerade in der Beziehung eine wichtige Rolle gespielt. Von sich aus, sagte sie zu mir, dass sie da sein wird, in der Zeit der Seelsorger nicht greifbar wäre. Das hatte mich mächtig beruhigt und ich gab es gleich so weiter. So kann mein Seelsorger in Ruhe seine mobilen Geräte im Urlaub aus lassen. Lautes Lachen * Ironiemodus. Must have, lol.

Ein Thema in der Seelsorge war die letzte Zeit auch, wie man die Anspannung vor und nach dem Gottesdienst bei mir heraus nehmen oder reduzieren könnte. Da ich in meinen Gefühlen sehr gefangen war und ich kaum darüber richtig nach denken konnte, kamen wir zu keinem Ergebnis.

Gestern mischte Jesus sehr mit, um mich aus dem Chaos raus zu holen. Nach dem Gespräch mit einer Freundin, rief ich noch einen Bruder an. Ich machte mit ihm aus, dass er mich mit nehmen sollte in der Früh, er fährt an meiner Wohnung sowieso vorbei. Auch da hatte ich einen Plan, nur der Bruder kommt immer zu spät und das mag ich nicht. Ich kann dann gar nicht in Ruhe in der Gemeinde ankommen. Aber besser als nicht gehen. Ich teilte es dem Pastor mit, der mir das Angebot machte, dass er mich mitnehmen könnte. Doch schon um 8.50 Uhr. Ich sagte trotzdem zu, weil ich den Impuls hatte, es zu machen.

Also heute SONNTAG (ihr wisst bescheidPfeift, lol)

Ich war fast pünktlich an der verabredeten Stelle und als wir in der Gemeinde ankamen, waren außer den Musikern noch keiner da. Ich merkte wie entspannt ich war. Nicht wie sonst Sonntags. Ich konnte mich ungefähr eine halbe Stunde auf alles einlassen und verankern (so nennt man das, wenn man sich Zeit nimmt und drauf einlässt, irgendwo anzukommen). Nach und nach kamen Geschwister und ich konnte jeden einzeln begrüßen und auch ungezwungene Smalltalks halten. Alles ganz anders als sonst. Wo ich normalerweise auf halber Treppe schon wieder umdrehe und vor Angst davon laufen möchte. Nichts davon war da. Eine absolut neue und sehr gute Erfahrung in der Form. Was lerne ich daraus, dass ich es in Zukunft genau so mache, bis ich wieder gechillter im Umgang mit anderen bin.

Das Ganze hat sich irgendwie auf meine Seele gelegt. Ich bin total ruhig und was noch ist, ich freue mich jetzt ohne jegliche Angst vorm wegfahren..auf die Reise die heute vor mir liegt und die Tage, die ich erleben werde und darf. Mit meiner neuen Schwester, die mir Jesus an die Seite gestellt hat!! Ich freue mich, mal weg von mir zu sehen und Menschen, für die ich eine große Liebe habe, diese ihnen zu schenken. Das macht unser Herr. Ich bin immer sehr froh, wenn ich auch in die andere Rolle darf: Menschen von meiner Liebe etwas abzugeben und zu schenken!

Ein Bibelvers begleitet mich die ganzen Jahre schon, seit ich Jesus so richtig kenne. Immer wieder sagt ER mir den zu. Als ich zum Glauben kam. Bewusst als ich in der Klinik war ca 2006, wo es mir sehr schlecht ging. Immer und immer wieder dieser Vers. Als ich getauft wurde, wurde mir plötzlich dieser Vers wieder zu gesprochen. Auch heute im Gottesdienst sang unser Pastor ein Lied, was er vorher in Deutsch übersetzte. Auch in dem Lied wieder der Psalmtext.

Jetzt werde ich diesen fest in mein Herz schließen, denn das ist kein Zufall mehr. Es ist klares Reden meines besten Freundes!

Noch was hat er mir zugesagt, eigentlich als ich den Text hier gerade schreibe. Wegen der Verlustangst: "Elke, du musst keine Angst haben, selbst sollte jemand dir voraus gehen, mit dem du hier auf Erden eng zu tun hast, er wird bis in alle Ewigkeit mit dir verbunden und bei dir sein. Es gibt kein Abschied für immer und es braucht keine Verlustangst. Die ist mit (mir) Jesus vorbei"! Was für eine Zusage, was für ein Trost und vorallem Hilfe in der Angst. Auch das werde ich mir immer wieder hoch holen müssen, dürfen, wenn es mal wieder so weit ist!

Gott ist so groß, ER liebt uns so sehr. Ich wünsche mir so sehr für jeden, der ihn in der Freiheit nicht erfassen kann, dass er/sie sich dafür öffnet. Dazu könnte ich jetzt sehr viel schreiben, aber das ist ein anderes Thema, auf was ich die nächsten Wochen mal eingehen möchte.

hier der Psalm, den Jesus mir gegeben hat und vielleicht passt er auf Deine Situation:

 

Psalm 121

Ich schaue hinauf zu den Bergen

woher wird meine Hilfe kommen?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel

und Erde gemacht hat

Er wird nicht zulassen, dass du stolperst

und fällst

der dich behütet, schläft nicht

Siehe, der Israel behütet

wird nicht müde und schläft nicht

DER HERR BEHÜTET DICH!

Der Herr ist dein schützender Schatten

über Deiner rechten Hand.

Die Sonne wird dir am Tag nichts anhaben

noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behütet dich vor allem Unheil

und bewahrt Dein Leben

Der Herr behütet dich, wenn du kommst und

wenn du wieder gehst.

(Danke Papa, für Deine Worte. Jetzt erst weiß ich, was sie bedeuten)

Blessings