In Jesus liegt die Kraft und das Wunder heil zu werden

9. Nov, 2018

Schau nicht zurück, schau nach vorne! Diesen Ratschlag hören wir oft, stimmts? Gerade wir mit heftiger Vergangenheit und mehrfach Traumata.

Man streift oft die Vergangenheit als Erinnerung ab, zumindest tut die Erinnerung irgendwann nicht mehr so weh oder sie verblasst. Bei mir ist es fast weg, als ich in die Vergebung gegangen bin und auch hingeschaut habe: was brachten die Menschen, die an mir ungute Dinge getan haben, an Erfahrung in ihrem Leben mit? Das ist keine  Entschuldigung, dass stimmt! Trotz meiner schlimmen Erfahrungen bin ich nicht zum Täter geworden. Ich denke, das kann jeder Mensch irgendwann selbst bestimmen, wo er hin möchte und hat es in der Hand. Eine schlimme Kindheit, kann kein Alibi sein, Schlimmes zu tun.

Ich schreibe gerade an dem zweiten Teil "der Schrei ins Leben" und merke wieviel Heilung passiert ist. In meiner Kindheit ist so viel schlimmes passiert, an mir und in meiner Umgebung, dass ich mich selbst schon wundere..was aus mir doch noch geworden ist. Ja, klar habe ich meine Defizite, ich habe meine Einschränkungen, emotionale Krisen etc. Ticke schon anders, als so "Normalos". Alles was BPS oder PTBS zu bieten hat, kann auch ich in schlimmen Zeiten auffahren, davon bin ich nicht frei. Trotzdem führe ich ein recht eigenständiges Leben und sehr selbstbestimmt. Ich drehe mich immer wieder aus der depressiven oder zerstörrerischen Spirale nach oben. Es kostet wahnsinnig viel Kraft, aber ich schaffe es immer wieder. Darauf kann ich eigentlich auch stolz sein.

Meine Kunst wird auch wieder immer mehr in den Vordergrund gerückt, ich streife gerade die Worte der letzten Jahre ab und gehe erst recht auf meine von Gott gegebenen Gaben zu und lebe sie. Am Sonntag darf ich im Godi, ich wurde gefragt ob ich möchte, acht Lieder mit singen. Es geht ohne Druck, ich habe Freude dabei. Morgen darf ich auch mit jemanden den Bühnen-Aufbau machen. Ich weiß, das ist Jesus, der diese Türe wieder aufgemacht hat. Weg mit den Lügen!!

Dieser Ratschlag, der so oft kommt, "Nicht mehr zurück schauen", nervt mich manchmal wirklich heftig. Oft wird es ganz Vorwurfsvoll gesagt. Die Menschen, die es nicht wissen wie es ist eine PTBS zu haben, wissen auch nicht, dass man nicht einfach los lässt. Auch so ein Bäh-Wort "loslassen". Meist hat man, wie ich auch, die Vergangenheit (Erinnerung) los gelassen. Menschen um uns herum wissen nicht, dass es oft gar nicht um die bewusste Erinnerung geht, die uns traurig oder sehr emotional reagieren lässt. Es ist das, welche umgehensweisen mit Situationen in uns gespeichert sind. Was wir erlernt haben, zb, auf Dinge zu reagieren. Eben oft so, wie es in der Vergangenheit erlernt wurde, um zu überleben. Wenn wir dann so reagieren, wie wir es können, denken "ahnungslose" Mitmenschen, wir würden wieder in der Vergangenheit als "Erinnerung" hängen und uns vielleicht sogar deshalb bemitleiden.

Wie gesagt ich schreibe gerade an meiner Biografie und mindestens 80% meiner Traumata erzähle ich da ungeschönt und ungeschminkt. Sie tun nicht mehr weh, es sind Filme, die ich mittlerweile (ohne Trigger zu haben) anschauen kann. Wenn ich merke, es ist etwas dabei, was mich aufregt oder sehr traurig macht, lege ich es ein bisschen weg und wende das an, was ich in langer Therapie gelernt habe und dann geht es weiter. Aber ich gehe nicht in die Vergangenheit als Bilder und aktive Erinnerung zurück!

Aber das zu lernen dauert viele Jahre und manche können es nicht lernen, weil es für sie zu schwer und heftig ist. Auch das gibt es. Jeder ist unterschiedlich.

Doch gibt es da was, was viele Außenstehende auch noch nicht verstehen. Gerade wenn es oft in Krisen geht, gerade weil man nicht gelernt hat mit gewissem Situationen wie: Verlust, Vertrauen, Angst, Schmerz etc. umzugehen. Oft kommt dann vorschnell: "Du bist wieder in der Vergangenheit, die man gefälligst hinter sich lassen muss".

Meist sind es die aktuellen Verletzungen oder Begebenheiten, die einen unfähig zur normalen Handlung macht und für andere ins Opferbild rutschen lässt. Ohne dass sie wissen, was man schon alles hinter sich gelassen hat und man sich mit allem Ballast, nach vorne schwimmt. Mit riesen Kraftanstrengung.

Den zweiten Teil des Buches schreibe ich gerade deshalb, dass auch Menschen erkennen, wie ich mich freigeschwommen habe. Was ich hinter mir gelassen habe um Lebensfähig zu werden und vielleicht auch noch abgeben muss. Vielleicht auch gerade deshalb, um ihnen zu zeigen, was ich überlebt habe. Was ihnen gar nicht bewusst ist, sondern nur das was VOR AUGEN.

Auch ein bisschen, um uns mit "Geschichte" etwas zu entstigmatisieren und diese "gesunden" Menschen aufzuklären, dass wir gar nicht solche Psychos sind, sondern Menschen, die heftiges überlebt haben, an dem so mancher Mensch vielleicht daran kaputt zu gehen droht.

Wenn ich meine Dinge nicht öffentlich machen würde, würde kein Mensch "mein" PTBS oder BPS auf den ersten Blick bei mir vermuten. Weil wir eben nicht einen Maker auf der Stirn haben, der das Jedem zeigt oder es erkennen kann. Ich werde immer falsch eingeschätzt. "Sehr taff, alles im Griff, alles können", etc. eben auch die meist getragene Masken von mir.

Die Schubladen schaffen aber die Menschen um uns herum! Wir werden oft so verkannt und stigmatisiert. In dem Augenblick wo man sich "schwach" zeigt und seine Erkrankung oder Störung zugibt und die Fasade bröckelt, was immer passiert, sobald "Beziehung" enger wird. Daher haben wir mit BPS gar nicht so viele enge Freunde oder Bekannte, weil es unwahrscheinlich Kraft kostet, immer in der kompetenden, nicht schwachen Rolle zu bleiben. Aber wollen wir das? Ich nicht, ich möchte langsam aber sicher ICH sein, mit Allem was ich mitbringe. Ich bin nicht perfekt, genauso wenig wie DU!!! Ich muss nicht eine geile Figur haben, um auf die Bühne zu dürfen. Ich muss nicht nach dem Mund der Menschen reden, damit ich "beliebt" bin. Da gibt es soviel Defizite und Schranken, die ich mir selbst aufzwinge und die mir die Gesellschaft übergestülpt hat. Damit ist jetzt Schluss!!!

Ohren auf Durchzug und glauben was JESUS mir sagt: Elke, Du bist gut, so wie du bist. Ich liebe dich!". Wow sagt ein König, nicht nur zu mir, sondern auch zu DIR und das ist mehr wert, als die Beliebtheit bei Menschen. 

Blessings

7. Nov, 2018

Mal wieder sitze ich vor diesem leeren Display (digitalen leeren Blatt) und überlege, wie soll ich anfangen, das was gerade los ist in Worte zu packen. Diese Gefühle, die in mir sind zu transportieren.

Meist gelingt es mir auch ganz gut. Besser beim Schreiben, als beim Reden. Im Reden bin ich gerade gar nicht so gut. Das spüre ich sehr in der Therapie, da bin ich viel zu viel im Kopf, der viel verstehen möchte.

Dieser Blog hilft mir sehr zu reflektieren, dient als Ventil und ich weiß, dass viele sich darin wieder finden. Heute schrieb mir eine Frau: "Elke, ich habe im Blog gelesen und dachte, ich hätte dies alles geschrieben". Genau darum geht es, somit wissen wir, wir Betroffene sind mit solchen  "Gefühlen"  nicht alleine. Wir haben oft Menschen um uns, wenn auch nur virtuell, die genau wissen - wie es uns geht. Das tut gut. Auch mir! Mir geht es nicht immer schlecht oder immer Gut, das merkt ihr ja. Im Moment wechselt eine Stimmung die Andere ab, zum Teil im Stundentakt.

Wenn ich hier schreibe, wie gesagt ist es oft ein Ventil, wenn es mir nicht gut geht oder ich verletzt bin. Somit wütend oder megatraurig. Meist Momentaufnahmen. Da ich an einer BPS leide, kann es am nächsten Tag schon wieder anders sein. Was so richtig typisch für Menschen mit BPS ist, wir können jetzt richtig zornig sein und mit der Person mit der man ein Problem hat, die nächste Stunde einen Kaffee trinken gehen und alles vergessen was vorgefallen ist. Damit habe ich schon manchen Menschen genervt. Obwohl es genau das ist, was Jesus uns auch lehrt.

Genauso kann es aber auch sein, dass wir alles toll finden und dann plötzlich Wut und Abwertung kommt, die auch länger dauern kann. Ich kann das schon recht gut regulieren oder mit Skills angehen, doch nicht immer. Und Christsein, macht es ja nicht leichter...als ich noch nicht mit Jesus unterwegs war, reflektierte ich wenig, weder die Liebe oder den Hass. Heute tue ich das, auch wenn ich meiner Wut noch freien Lauf lassen kann, der um 100% sich nicht mehr entläd wie früher. Weil ich jetzt auch Werte habe, die ich beachte und schätze.

Okay, worauf will ich hinaus?  Nunja, Dinge auch zu korrigieren, wo man überreagiert hat. Entschuldigungen aussprechen, wenn man jemanden falsch behandelt hat. Denn unsre Störung gibt uns nicht die Erlaubnis, wie eine Axt im Walde herum zu laufen, nope kein Freibrief. Ich bin richtig zahm geworden. Echt jetzt!

In meinem neuen Buch werde ich darüber schreiben, wie sich bei mir früher "Wut" und "Panik" entladen hat. Ihr werdet nie glauben, dass es die gleiche Person ist. Elke damals und Elke heute, Welten!

Die letzten Wochen war ich wieder sehr in der Wut und Verlust-Trauer drin und machte gerade gewisse Personen dafür verantwortlich. Ich will jetzt nicht her gehen und alles zurück nehmen, NEIN, denn ich kann dazu stehen was ich gechrieben habe und wie ich es gefühlt habe! Das war und ist für mich die Wahrheit. Nur ich bedenke bei  so Rundumschlägen nicht, wie sich die Person fühlt, die es liest oder gemeint ist. Was mir beim Schreiben, ja auch erst mal egal ist. Das gebe ich zu. Weil ich durch die vorhandenen Gefühlen, der Emotion seinen Lauf lassen will. Ich habe ja einen guten Psychologen der Caritas an meiner Seite, der mich ganz sanft darauf hinwies, was das mit dem "Betroffenen" machen würde. Mhmmmm, okay. Doof, musste ich schon einsehen.

Ich kenne das schlimme Gefühl ja von meinem Cyber-Mobber, wie ich mich gefühlt habe, wenn über mich geschrieben wurde. Bei dem waren es sogar alles Lügen, nur um einen Rufmord zu begehen. Es ging mir Saudreckig. Seit ich nix mehr zugespielt bekomme und den Dreck auf seiner Seite etc. nicht mehr lese, ist Ruhe! Mir geht es in der Beziehung sehr gut! Wenn ich über meinen Ex-Seelsorger schreibe, dann ist es meist echt das entladen meiner Emotionen, diesen Schmerz los werden wollen, auch wenn es um Gemeinde geht. Es ist egal ob Wunden geschlagen wurden oder was passiert ist. Ich muss versuchen meine Gefühle da runter zu regulieren und versuchen, das was auch positiv war wieder in den Vordergrund zu holen. Hier und JETZT!!! Die Liebe einzelner Menschen aus der Gemeide wieder aufleben zu lassen. Die gab es auch!

Eines möchte ich Klarstellen und ich weiß es kam so rüber und in meiner Wut stelle ich das auch so dar: Mein Ex-Seelsorger ist KEIN TÄTER! Ich bin KEIN TÄTER! Beide sind irgendwie Opfer und das gilt es jetzt einfach in Ordnung zu bringen und versuchen wieder normal aufeinander zugehen können. Es heißt NICHT es ist alles in Ordnung, noch gar nichts ist in Ordnung. Aber der Weg dahin ist das Ziel, das ist was wichtig ist.

Es gab eine Handreichung, von beiden Seiten. Von mir und von ihm...und ich finde das sehr aufbauend und freue mich darüber. Sehr sogar.

Nun aber zu dem was ich heute mitteilen möchte:

AB heute gibt es keine Blogs mehr, in denen ich über mich und über den Seelsorger schreibe. Auch um ihn zu schützen, selbst wenn ich denke...ich müsste mich jetzt hier über ihn und meine schlechten Gefühle auskotzen. Es ist nicht fair! Er hat wie ich, ihr und alle Menschen da draußen...zwei Gesichter. Gut und auch Böse. Jeder Mensch hat das. Ich schreibe oft, die dreizehn Jahre war alles falsch etc. Ja vieles ist falsch gelaufen, echt scheiße. Wie gesagt, was ich schrieb war so gemeint. ABER es ist NICHT alles falsch gelaufen. Ich muss da echt in die Vergebung: Durch A. habe ich auch viel gelernt. Auf Menschen besser zu zu gehen und und und. Da gibt es einiges an Pro und Contra, wie in jeder Beziehung auch. In meinem ersten Buch schreibe ich davon, wie er mir sehr zur Seite stand.

In der Gemeinde lief fiel schief und ja es gibt viel, wo ich NEIN dazu sage, nicht dazu stehen kann. Ein zurück wird es auch nicht mehr geben. Es sei denn Jesus würde mich da wieder rein stellen. Aber schaut nicht danach aus, doch mal vorbei schauen oder ein Workshop etc. besuchen, könnte ich mir vorstellen. Aber es war auch da doch einiges, wo ich zb. materielle Hilfen erhalten habe. Es war wie es war. Ich möchte diese Wut nicht auf die Menschen haben. Es ist nicht meine Verantwortung sie zu korrigieren. Das ist der Job von Jesus selbst. Ich habe vor ein paar Wochen geschrieben, dass ich vergeben möchte...ich muss es heute erneuern. JA ICH WILL VERGEBEN!

Also ab heute keine Berichte mehr von alten Gemeinde und/oder Andy. Denn es ist NICHT fair. Ich möchte wieder das andere Gesicht von Andy kennen lernen, was es auch gibt. Das ist nur möglich, wenn ich aufhöre....ich möchte absichtlich niemanden verletzen. Erst recht nicht eine Person, die eine Wichtigkeit in meinem Leben hatte und ich weiterhin um eine gute Beziehung bemüht bin, egal wie sie irgendwann definiert wird.

Es gibt nächste Zeit viel zu berichten. Z.b. kommt der Poetryslam am 1.Dezember, wo ich das erste Mal damit öffentlich auf der Bühne stehe, vielleicht kann der Ein oder Andere von euch mit dabei sein. Ich werde noch die Adresse etc. separat durch geben. (Ich hoffe so sehr, dass ich mich die nächsten Wochen gut stabilisiere und den Mut aufbringen kann, es mir zu zu trauen).   Ich wurde von der Caritas-Tagesstätte angefragt, ob ich nicht einen Poetry auf der Weihnachtsfeier am 3. Dezember, vortragen möchte. Klar will ich. Alleine schon wegen "dem Üben" mit den Poetrys auf der Bühne zu stehen. Denn ich würde gerne, wenn ich echt Talent dazu habe, nächstes Jahr mal paar Poerty-Slams mitmachen, wer weiß Cool, vielleicht noch ein künstleriches Standbein.

Das Buch nimmt auch Gestalt an, das macht mir auch Mut. Vorallem, dass es mir gelingt dran zu bleiben und zu skillen, wenn es bisschen schwierig wird. Doch ich habe das Alles jetzt schon so oft angeschaut, dass ich gut mit klar komme!

Ich freue mich schon auf den Winter, denn da kann ich am Besten schreiben. In meinem Kopf ist auch schon wieder ein Bilderbuch am enstehen, habe glaube ich, schon mal erwähnt...doch erst mal muss ich das Buch zu ende bringen. Es soll im März in den Verlag!

Blessings

 

 

5. Nov, 2018

Heute waren die vierzehn Tage rum und ich musste mich wieder der Therapie stellen. Selbst da erwische ich mich, dass ich am liebsten nicht gehen würde, weil es oft sehr weh tut. Ja es tut weh hin zu schauen, wie ich manches einfach noch nicht so gebacken bekomme oder mir die Fähigkeiten genommen wurden und ich sie Stück für Stück mir zurück erobern muss. Heute liefen auch Tränen, die ich aber gleich wieder vom Gesicht gewischt habe, denn ich kann es immer noch nicht zulassen vor Anderen zu weinen. Obwohl ich meinen Thera echt geschlagene  25 Jahre kenne, wir haben zwar nicht die ganze Zeit miteinander gearbeitet, aber wir haben ein paar gemeinsame Höllentrips und auch wirklich positive Dinge durch. In meinem neuen Buch werde ich viel über die Therapie schreiben. Mit diesem Therapeuten war es mir möglich, sogar eine Ausbildung zu machen und mich zu entfalten. Meine Gaben einzusetzen, zu erkennen.

Ich muss jetzt erkennen, dreizehn Jahre verlaufen und denken, ich bin zu Hause und angekommen...war eine Lüge, denn ich lese ab und zu meine geschriebenen Dinge ab dem Jahr 2009 (da hätte ich schon alles beenden sollen), was ja nicht ging, denn es war mittlerweile Lebensinhalt und Abhängigkeit, egal wie schräg Alles war. Dies muss ich endlich los lassen, es ist vorbei und ich muss nach vorne schauen.

Ja, nach vorne schauen, fällt mir gerade so schwer! Als ich heute vom Therapeuten zum Essen in die Caritas gefahren bin (auch das muss ich wieder machen, wegen der Spirale, dass sie nicht weiter nach unten geht), sagte Jesus zu mir im Auto, nach dem ich ihm sagte, dass ich das Alles nicht schaffen kann, nicht schaffen werde...Selbstwert war im Arsch. Meinte Er: "Elke, habe Geduld. Gib dir Zeit. Zeit die Wunden zu Narben werden zu lassen und auch diese verblassen lassen. Den Schmerz zulassen, dazu gehören die Trauer und die Tränen". Dann zeigte er mir ein bisschen von dem, was die nächsten Wochen auf mich zukommen wird. Jetzt erst komme ich an den echten Verlustschmerz dran. Die Wut wird immer weniger und die Trauer kommt, da muss ich durch! Das ist der Weg in die Heilung in dem Bereich. Es waren schlimme Verletzungen, es war mich im Stich lassen, als ich mein Leben beenden wollte. Es ist etwas re-traumatisches passiert und mein Inneres will keinen Menschen mehr an sich ran lassen. Das muss heilen, nicht jeder Mensch ist gefährlich (das weiß der Kopf), das muss in die Psyche und wieder ins Gefühl und das dauert. Egal, lassen wir die Zeit und Jesus arbeiten, vielleicht ist im Gegenüber mehr "Unsicherheit" etc. als bei mir. Who knows.

Okay zurück zu meinem Thema heute! (Ihr seht, durch das, dass ich mit der Trauer noch nicht durch bin, komme ich immer wieder auf das Thema)

Was Jesus mir zeigte beim Autofahren, war etwas mit dem ich mich jetzt die nächsten Wochen auseinander setzen muss, obwohl ich mir immer selbst einrede (und nicht weil ich im Selbstmitleidsmodus bin, sondern weil mein Körper und Psyche so auf Sparmodus läuft) ich kann nix, ich bin nix, ich bin eine Zumutung, keiner mag mich und das Leben wird nie wieder gut! Ja, diese bescheuerten Glaubenssätze müssen endlich mal sterben und ersetzt werden.

Die letzten zwei Wochen waren echt so, dass ich niemanden oder nur enge Freunde sehen konnte und wollte. Ich igelte mich total ein, obwohl mir Jesus noch die Kraft gab weiter zu schreiben und euch hier weiter auf dem Laufenden zu halten. Der Mensch tickt echt komisch und mich zerreisst es auch ein bisschen, denn dann frage ich: "Wer bin ich, was bin ich, wo geht es hin?" Und dann switchen die States in mir: "Ich kann nichts...(ihr wisst schon) bis hin zu "Ich kann es schaffen". Hin und her. Mut - Mutlosigkeit. Grrrrrrrrrr.

Die nächsten drei bis vier Wochen werden spannend. Ich ohne Kraft und keine Ahnung wie ich es schaffen soll und ich aber weiß, dass es Dinge sind, die Jesus selbst geschaffen und bereitet hat. Ich habe euch ja von meiner neuen Gemeinde erzählt, wo ich auch jetzt zwei Wochen nicht war, weil es einfach nicht ging. Die vielen Menschen und das Einreden, dass sie mir auch bald sehr weh tun werden, mich nicht mögen etc. . Aus der Gemeinde habe ich ja schon paar Bekanntschaften geschlossen und die hatten mich doch zum Musikmachen eingeladen. Ich dachte, weil ich jetzt nicht mehr hingegangen war, würden sie mich vergessen oder denken ich komme nicht mehr. Vielleicht wäre das auch der Fall gewesen, wenn gestern nicht eine sehr liebe Frau wieder Kontakt mit mir aufgenommen und mir die Daten für die Proben durch gegeben hätte. Sie proben dreimal, zweimal 2,5 Std. Das kenne ich von der alten Gemeinde auch nicht, da musste es immer schnell und perfekt durch gezogen werden. Am Sonntag wird das ganze im Gottesdienst als Lobpreiszeit gesungen (habe ich so verstanden, ich lasse mich überraschen), aber ich kann mich nur wieder wundern, wie Jesus die Dinge einfädelt. Nun muss ich nur noch die Kraft haben, das auch durch zu ziehen und mich drauf einlassen, um gute Erfahrungen zu machen. Die bösen Worte aus den Ohren zu bekommen, die so Möchtegern-Profis mir ins Hirn gesetzt haben. Wem höre ich...Jesus oder den Menschen? Ich glaube die Antwort ist klar und ich muss es endlich für mich ergreifen.

Ebenfalls beginnt der Poetry-Slam Workshop in diesem Monat, am 25-ten. Das Geschenk von Jesus an mich. Was war dies ein großer Wunsch es noch auszufeilen und das Vortragen auf der Bühne zu erlernen, worauf es ankommt, etc. Texte habe ich ja schon eine Menge und ich bin gespannt, was noch so raus kommt. Am 1. Dezember ist dann der Auftritt, wer möchte , darf seinen Text selbst vortragen. Darauf arbeite ich hin, denn ich würde gerne bei meinem Vorträgen oder Lesungen, gerne auch Poetry vortragen. Ihr seht, eine Seite will das Alles und schöpft Hoffnung, lässt sich nicht beirren. Wenn da die "kaputte" Seite in mir nicht wäre! 

Dies ist wieder eine Chance aus dieser depressiven Phase zu kommen, diese zu überwinden. Es ist harte Arbeit, der ich mich immer wieder stellen muss.

Viele von Euch, die depressiv oder in so Phasen sind, wissen genau was ich meine.

Heute habe ich mir auch mit dem Therapeuten angeschaut, wie es mit dem "Künstlerischen" weiter geht. Langsam sieht er es auch wieder, dass es mein Ding ist. Es muss nur noch besser definiert werden, wo es genau hin gehen soll. Vorallem wie. An dem Punkt kamen die Tränen. Denn ich sehe mich da auf weiter Flur ALLEINE. Doch das ist nur eine Halbwahrheit, die wieder in mir groß ist. Ich fühle mich wieder dem ausgeliefert, wenn da nicht die andere Stimme in mir wäre und die Vision, wo und wie es zu dem Weg gehen und kommen kann. Ich sehe die Arbeit vor mir. Neue Flyer entwerfen und drucken. Bücher bewerben (könnte ich echt mal mit starten), dass heißt Steuernummer etc. geben lassen, damit das Alles in Gottes Ordnung läuft. Jeden Monat dem Amt und wenn es auch nur ein Euro ist,  darlegen, damit sie es mir abziehen können von meiner Grundsicherung. Also Buchführung.... . Mich für Vorträge oder Lesungen bewerben. Die Absagen aushalten können und weiter machen...ihr seht NICHT LUSTIG die ganze Sache. Jemand der Gesund tickt (was auch immer das ist), der steckt das Alles leichter weg. Für mich ist es ein Berg erklimmen. Alles Alleine - HALT STOPP!!! Gefühlt Alleine - denn Jesus ebnet immer den Weg. Jap, IMMER!!

Gerade hat er wieder dafür gesorgt, dass jemand die Korrektur des Buches kostenlos übernimmt. (Was ein Blessing!!) . Meine Freundin Damaris hat sich bereit erklärt das Cover-Bild zu malen!!! Um das Layout und Veröffentlichung muss ich mich erst ca. März kümmern, daher raus aus dem Kopf und kleine Schritte gehen. Warum sollte es nicht auch wieder jemand übernehmen können, dem es Jesus aufs Herz legt? So war es mit dem ersten Teil "Der Schrei ins Leben" auch.

So erlebe ich es immer. JESUS ist immer genau zur richtigen Zeit am wirken! Niemals zu früh oder zu spät, wir Menschen schon.

Ihr seht, es wird spannend und bleibt spannend. Wisst ja, mein Leben die Popcorn-Tüte. Wichtig ist: RAUS AUS DER SPIRALE - REIN IN DIE AKTIVITÄT, auch wenn es in mir schreit..ich will aufs Sofa und niemanden mehr sehen, NIE WIEDER. HIER liegen und nie wieder was tun - Gott suche jemanden anderen dafür.

Well, tut ER nicht...wen er berufen hat - mit dem wird ER den Weg zu Ende gehen. Den Neidern etc. zum Trotz.

Blessings

 

 

30. Okt, 2018

Ich bin sehr auf Rückzug gerade. Ich halte zwar Kontakte aufrecht und Besuch darf auch vorbei kommen, auch wenn es schwer fällt zu "funktionieren". Aber das ist die Therapie bei Depression und Rückzugstendenzen. Anders geht es nicht. Aber es ist echt wahnsinn, wie schwer das ist und man aufpassen muss, nicht über die Grenzen des Möglichen zu gehen. Ich habe diese Woche komplett bei der Caritas abgesagt, nicht mal zum Essen gehe ich hin. Ich halte die Menschen im Moment nicht aus. Es fällt mir schwer mich abzugrenzen. Ich habe keine Gespräche (gewollt) diese Woche, nur den Seelsorger sehe ich morgen mal kurz. Ich werde ihm mein Buch bringen (was er selbst angefragt hat, es lesen zu dürfen) und nur etwas Smalltalk machen. Noch bin ich auch nicht dort. Hier sitze ich und schreibe meinen Blog und am Buch werde ich später noch weiter schreiben und Spike sitzt auf meinem Schoss und merkt es, dass ich auf Limit laufe. Er ist echt so ein treuer kleiner Freund! Das Wetter ist kühl und trüb, heute regnet es wenigstens nicht! Aber es läd dazu ein, einfach daheim sich der Kunst zu widmen. Ich habe auch die Poetrys ausgedruckt und möchte versuchen sie in nächster Zeit mal zu vertonen und vielleicht Online stellen. Zwei Seelen in meiner Brust, die die nix mehr machen will, nur noch zu Jesus gehen und die Andere, die noch so viel vor hat und sich von anderen NICHT unterkriegen lassen will. Zulange habe ich auf Menschen gehört, die durch ihre vielen Meinungen, nichts mit mir zusammen bewegt haben. Nur immer Worte und ich durch meine Defizite massiv unter Stress kam....weil Erwartungen da waren, die ich gar nicht erfüllen konnte und zum Teil gar nicht kann. Nein, ich höre jetzt auf mich, lass mir von echten Profis helfen, mich wieder zu finden und das Leben zu starten, wie es vorgesehen war für mich.

Heute Nacht wachte ich auf und hatte heftiges Herzrasen, ich hatte vorher einen Traum, aber jetzt weiß ich nicht mehr um was es ging, aber sicher um die aktuellen Situationen und Geschehnissen. Ich schreibe zwar an meiner Geschichte gerade, aber ich denke daran lag es nicht.

Heute ist die Beerdigung von meiner sehr guten Bekannten ihrem Freund. Sie bat mich hin zu kommen. Sie kontakt mich zur Zeit regelmäßig, zu jeder Zeit, wie ich es ihr auch angeboten habe. Es wird für mich NICHT möglich sein zur Beerdigung zu gehen, denn gefühlt die halbe Gemeinde wird dort sein, der Pastor am Grab des Mannes singen. Ich könnte über meinen Schatten springen und doch hin gehen, aber da arbeite ich gegen die Therapeuten und das was wir gerade bearbeiten. Denn solange kein Gespräch mit dem Seelsorger stattgefunden hat und es geregelt ist, wie man sich in Zukunft begegnen kann - darf es keine Begegnung geben. Erst recht nicht mit Gemeinde, wo es auch ein Thema gibt. Also kein Kontakt mit betroffenen Personen....damit ich in keine Trigger erlebe.

Ich habe dem Pastor eine Karte auf Geburtstag eingeworfen. Was mich gefreut hat, auf FB hat er auf meinen Wunsch reagiert. Kühl, aber immerhin. Ich bin gespannt was Jesus da macht und wie ER Heilung schenken kann. Auch wenn ich wütend bin, aber wenn Beide in die Vergebung gehen und Neues beginnen Wollen, kann ich es! Das weiß ich, nur es dürfen halt die alten Lügen und Verletzungen keine Rolle mehr spielen und sie auch nicht mehr statt finden! Das wäre Gift!

Ich bin gerade dabei mich neu zu definieren. Dinge die ich lange verdrängt hatte oder gar nicht gelebt - neu gestalten oder zulassen. Vielleicht auch nicht zu lassen, eben so wie es gut und richtig für MICH ist. Für mich und nicht für einen ANDEREN!!! Wir sind viel zu viel an Menschenmeinung interessiert, was denken die über mich, bin ich für die zu fett, bin ich zu dumm, bin ich nicht würdig genug Freund zu sein...bla bla bla ...NEIN RAUS AUS DIESEM GEFÄNGNIS!! Du und ich sind GUT, wir sind GUT so wie wir sind. Nicht die Menschen haben uns gemacht, Gott hat uns gemacht...so wie wir sind und der Rest wird mit Jesus definiert, wer wir sind. Nämlich geliebt, mit jedem Scheiß den wir auch ab und zu machen! Nicht die Menschen, die Werbung, der Mann, der Freund etc etc. definiert uns. Ich habe Jesus mein Leben 2005 gegeben, aber dreizehn Jahre Menschen mein Leben definieren lassen...sehr sogar und jetzt bauen wir die Scherben zusammen. Kennt ihr das Bild mit der chinesischen Schale. Ich werde es mal raus suchen das Video und den Link posten.

Jetzt werde ich kurz eine Pause machen, mit Spike und Jesus etwas spazieren gehen, für mich klar bringen: es ist GUT das ich heute nicht mich Menschen aussetze, mit denen ich ein Thema habe. JA ES IST GUT, sich nicht zu verletzen. Psychohygiene nennt man das und es ist sowas von dran.

Blessings

28. Okt, 2018

Die schon lange mit lesen, erinnert ihr euch noch, als ich so schlimm mit Gott gehardert habe? Es ging mir so schlecht, mal abgesehen davon...dass die Klinik nicht sehr hilfreich war. Die hätte ich echt bleiben lassen sollen! Ich denke, gekommen wäre trotzdem Alles, wie es gekommen ist, weil es notwendig war..mit all dem Schmerz und der Retraumatisierung die daraus entstanden sind. Das weiß mein Kopf. Die Psyche hinkt noch etwas hinter her. Es wird dauern und es dauert eben, so lange es DAUERN MUSS! Es hat seine Berechtigung!

Ich kann nicht sagen, dass meine Wut viel weniger ist, aber ich kann sagen, mit jedem Tag verändert sich etwas. Dann wenn ich beginne "ruhig" zu werden. Das Thema etwas ruhen zu lassen, damit die Anspannung runter fahren kann.

Manchmal wäre mir lieber ich hätte nicht so viel Erkenntnis, würde so ticken, wie es Millionen von Menschen auch tun. Oft wird ja uns der Vorwurf gemacht, wir drehen uns nur um uns. Die Wahrheit ist aber, genau diese Menschen (sind wir ja fast am Thema von Vorgestern), drehen sich um sich, denn sie wollen in ihrer Welt ihre Ruhe haben. Sie wollen nichts mit Menschen, welche beladen sind, zu tun haben, deswegen gehen wir denen auf den Keks und sie sperren uns in Schubladen. Ist es aber nicht wahr, dass die Normalos die Welt verkehrt sehen? Eben etwas verdrehter. Warum...okay ein Beispiel: Zwei Menschen die Zusammen sind oder befreundet, bekommen Streit. Beide haben die selbe Gemeinde oder den selben Verein, die gleichen Freunde etc. Durch Trennung, durch Streit entsteht immer Schmerz. Meist ist es so, dass EINER von den Beiden geht. Jetzt muss ich mal aus meinem Nähkästchen plaudern (für die neuen Leser). Ich bin es meistens die, die geht. Die es dann nicht ertragen kann, dem anderen Menschen über den Weg zu laufen. Kennt ihr das auch? Also geht der Eine, um sich und sogar den Anderen zu schützen. Mehr Beweggrund habe ich dabei nicht, die tausenden von Menschen, denen es ähnlich geht, sicher auch nicht. Doch was machen die Zurückgebliebenen damit. Ich meine nicht, der Partner, Freund etc., ich meine die, die Beide kennen??? Richtig, sie fangen meist das Gerede an, ohne jegliche Details zu kennen. Sie fangen an in Gut und Böse zu teilen. Jap und meist ist derjenige, der geblieben ist: DAS OPFER. Der gegangen ist: DER TÄTER. Ja, automatisch! Denn warum muss denn der Eine gehen, wenn er nix auf dem Kerbholz hat? Aber das es Schutz ist, dass würde ja die Sensationsgeilheit schmälern. Aber unfair ist es allemal. Ich habe es bis jetzt immer erlebt, ob ich gegangen bin oder Andere. Diese waren immer die Bösen! Schräge Welt, oder? (Waren so paar Nebengedanken).

Was ich eigentlich sagen möchte. Ich wurde zum Beispiel gestern von einer Schwester aus der Gemeinde zum 25. Jubiläum des Pastors (mein Ex-Seelsorger) eingeladen. Klar war das eine Klatsche für mich. Aber nett von ihr, dass sie an mich gedacht hat. Aber wenn die Ältesten etc. nicht Wert auf meine Anwesenheit legen, dann ist es schon dreimal nicht möglich, da hin zu gehen.

Ich bin auf dem Weg zur Heilung und ich weiß, ich kann am Ende vergeben und ich werde es. Ich werde A. neu begegnen können, weil ich das so möchte und da bin ich dran, mit allen Hilfen, die ich bekomme. Es sind nicht wenige. (Profis).

Treue Freunde habe ich sowieso.

Wisst ihr, zu der Erkenntnis kann ich nur kommen, wenn ich ruhig werde. Denkt nicht, dass ich den ganzen Tag in der Bibel lese und meine heiligen Gebete spreche. Ich denke, es ist okay, dass es nicht so ist. Doch ich bin jeden Tag mit Jesus und Gott-Papa im Kontakt und rede mit ihnen (ist ja auch Gebet, aber ich rede halt mit Freunden). Ich reflektiere und lade den ganzen Scheiß auch bei ihnen ab. Was ich schon abgeben kann, schmeißt Jesus in ein riesen Meer und weg isses, soll auch nicht mehr wieder geholt werden! Manches braucht eben, weil es so tief ist. Sind wir mal kurz wieder bei der von Menschen so gehassten Opferrolle. Normalos (sorry, dass ich gerade diesen Ausdruck benutze, aber sie wollen sich ja so sehen) sehen das Leid, wissen aber nicht die Details. Sie denken, wir leiden ständig nur unter dieser Trennung oder was uns aktuell widerfahren ist. ABER das ist nicht so. Ein Mensch mit PTBS leidet klar an dem was aktuell geschehen ist. Aber von Normalos wird das bearbeitet und das Leben geht weiter. Auch nach Mono-Traumata.

Doch Menschen mit Mehrfachtraumata, die über Jahre dauern, werden nach einem erneuten "Schicksal" mit den alten Gefühlen, Bildern und Geschehnissen überflutet und schon steckt man drin in einer Rolle, die lange Zeit braucht, um da wieder heraus zu kommen. Die wenigsten Mitmenschen, werden da von anderen Menschen getragen oder begleitet. Ja eine kleine Wegstrecke, doch wird es dann irgendwann zuviel und man rechtfertigt sein nicht mehr da sein können mit: "Der/Die geht nicht aus der Opferrolle raus, gefällt sich darin". Absoluter Bullshit! Es ist ein Prozess, den keiner außerProfis und Betroffene nachvollziehen können. Ich wünsche mir so sehr, dass noch ganz viele Sensibilisiert werden dafür.

Aktuell bekomme ich auch ein Geschehen mit. Eine Frau, die ich schon lange kenne und sie "Seelsorge" in Kliniken anbat, (sie war so taff und gut drauf), deren Mann starb vor ca. 4 Jahren. Sie hat sich davon nicht wieder erholt. Sie war in der ach so gehassten "Opferrolle" und sehr tief drin, sie reagierte eben, wie sie reagieren konnte, vorallem sie ließ niemanden an sich heran. Auch ich versuchte öfter ihr die Hand zu reichen. Man konnte zusehen, wie die Frau immer mehr verging. Echt verging! Von dieser damals sehr taffen Frau, die nie was mit psychischen Dingen zu tun hatte.., ist fast nix mehr übrig. Sie wollte die Hilfen nicht, weil sie sich schämte...die Leute um sie herum, okay, waren sicher hilflos. Aber zerrissen sich das Maul. (Wie das halt so oft ist). Weinen Jetzt ist sie ein Pflegefall, der ins betreute Wohnen soll. Wir kennen die gleichen Leute....ich weiß..wie schlimm das jetzt für sie ist....Weinen

Bei mir ist es so, wenn es mir total schlecht geht, wie letzte Woche, (wo ich meine beginnende Beziehung erst mal auf Eis gelegt habe, weil ich einfach nicht vertrauen kann und auch erst mal mich wieder finden muss, ohne mich in jemanden anderen wieder zu verlieren...), dann gehe ich aus dem Kontakt mit Menschen. Über Internet geht noch etwas, aber ansonsten geht bei mir alles auf Sparflamme, was Außenkontakte angeht. Dies ist eine Gradwanderung, weil es auch so schnell in eine Abwärtsspirale gehen kann und man in ein Selbstmitleid abtauchen kann.

Aber das ist bei mir nicht mehr so heftig, ich kann schon durch Skills und doch Kontakt suchen (wenn es nur eine Stunde oder paar Minuten sind), zu Profis und den wenigen Freunden...,mich wieder runter regulieren. Das klingt jetzt einfach, nein das ist es NICHT. Es ist auch die Vorstufe der Hölle, denn es ist ein agieren, entgegengesetzt dem was ich eigentlich möchte....nur noch Ruhe und nie wieder jemanden sehen. Diese Zwei Seelen in meiner Brust.

Alleine bin ich ja auch nie, durch meinen Glauben habe ich schon richtig starke Wesen an meiner Seite. Aber Alleine fühlen, kann man sich trotzdem.

Aufjedenfall, wenn diese Zeiten bei mir sind. Ich Alles los lasse und denke, ich mache nichts mehr, es hat alles keinen Sinn. Wer will denn hören, was du zu sagen hast und bla bla bla....ich dann auch echt erst mal alles auf Eis lege...dann beginnt Gott zu handeln. Tut ER echt. Ich tue nix.

Jesus gibt mir dann genau in den Zeiten die Kraft, hier zu schreiben. (Ich schreibe dann hier, obwohl es mich eher aufs Sofa ziehen würde). Er gibt mir Bilder, wie was geht. Er gibt mir Ideen. Sicher denkt ihr, na dann setze auch um. Jap so dachte ich auch und es kam Druck rein, das Ende vom Lied ist dann immer, NIX GEHT MEHR. Meine Planungen, meine Schritte und Tun....werden meist in diesen Krisen geboren. Kennt ihr das auch?? Was auch geschieht in den Zeiten, das Dinge wie von Alleine gehen, wenn ich nur Gehorsam die winzigen Schritte in die richtige Richtung mache? Klar mit Kraftaufwand, als ob ich einen Berg besteigen würde.....es trotzdem zu versuchen, das ist JESUS!!!!!

Was die nächste Zeit anstehen soll (und ich weiß NICHT wie):

Ich soll den zweiten Teil des Buches "Der Schrei ins Leben" zu Ende bringen.

Ich soll Flyer machen, für Veranstaltungen die NICHTchristlich sein werden!!

Ein neues Kinderbuch soll entstehen (neben dem Jugendbuch, was gerade etwas schlummert)

Ich soll mich bei NICHTCHRISTLICHEN Organisationen, zu NICHTchristlichen Vorträgen bewerben.

Ich weiß, warum Jesus das möchte. Auch schon deshalb...weil der christliche Markt so mit Leuten die Zeugnis geben übersättigt sind und nur Christen bedient, die bald nicht mehr so viel von dem abgewinnen können. Wenn die christlichen Medien nur kapieren würden, dass der WEG mit JESUS das Ziel ist und nicht das fertige WUNDER. Aber das ist nach dem die Menschen gieren!

Es gibt darüber sogar eine Bibelstelle....wo Menschen das Wunder von Jesus erwarten....

Also Jesus hat noch viel mit mir vor. Die Kraft muss von ihm kommen, denn ich habe sehr wenig davon! Ich muss mir echt SEINER Gnade genügen lassen. Aber, ER MACHT KEINE Fehler. Seid, wie ich es auch bin, gespannt...wie das Alles weiter geht!

Blessings