EinTag und tausend Wellen

WeinenKennt ihr das, Gefühlschaos.

Ganz viele Gefühle auf einmal. Gut, böse, froh, positiv.

So krass.

Was für ein komischer Tag heute. Eigentlich war ich relativ gut gelaunt, bis heute Abend. Die Spendenaktion läuft noch und damit auch viele Gedanken und Mut was es erfordert, es durch zu ziehen. Denn damit mache ich mich auch verletzlich. Komme sogar an alte Geschichten dran. Doch weiß ich genau, es ist gesegnet. Meinem Borderlinetypus entsprechend dachte ich vorhin, okay ich schmeiss alles hin und gebe auf. Geh auf den Account und plötzlich war ich echt geflashed, jemand hat 1000,- Euro überwiesen. Ein klares Zeugnis und Bestätigung, weiter geduldig zu gehen und das Segen drauf ist. zu Vertrauen.

Das mir ein fast fremder Mensch so viel Geld zukommen lässt für ein Auto, ohne mich gut zu kennen, das kann nur JESUS gemacht haben. Dieses Herz berühren.

Am Abend dann die Seelsorge. Wäre wichtig gewesen zu schauen, wie die nächsten 4 Wochen laufen werden, wenn der Pastor nicht da ist und ich vielleicht in eine Krise rauschen würde. Was ich nicht hoffe. Ich bin auch eine Woche an der Ostsee. Eine Erprobung für mich, wie belastbar ich bin und ob ich wieder langsam fit werde, um vielleicht auch wieder über einen Minijob nach zu denken und ein regelmäßiges Ehrenamt bei der Caritas. Aber es ist ein Weg. Ich bin gut dabei. Im April wollte ich mir noch das Leben nehmen. Jetzt möchte ich leben.

Es war heute in der Seelsorge, nicht möglich irgendein Gespräch zu Stande zu bekommen. Dann fielen noch paar Worte, die ich in den falschen Hals bekam und zum Teil nicht verstehen konnte oder im Gefühl nicht klar bekam. Sprich ich war in einer totalen Überforderung. Nicht die Schuld des Seelsorgers, nicht von mir, denn ich konnte nur zeigen, was in mir war. Unsicherheit und Überforderung beantwortet der Teenstate meist mit schweigen oder provozieren. Auch mit Abbruch des Gespräches. Wie heute passiert, war schon ewig nicht mehr. 

Schwarz oder Weiß: manchmal kann ich es sehen, dass es Zwischenfarben gibt. Kann es mir anschauen, wie das Gegenüber Dinge gemeint hat und differenzieren. Aber ich glaube, dass ich genauso auch erkennen kann, wer mir gut gesinnt ist und wer nicht. Man kann doch nicht nur an das Gute in jedem glauben. Das gibt es auch gar nicht. Jeder Mensch hat zwei Seiten. Was ich zum Teil erlebe, ist nicht immer pro Elke und ich erlebe, das ständig mit zweierlei Maß gemessen wird. Das finde ich schrecklich. Vorallem ist es kontraproduktiv mir ständig zu sagen, dass ich IMMER ALLES falsch verstehe und interpretiere. Das ist einfach nicht wahr! In meinem Umfeld passiet es immer mal wieder, das ich mir was anhören muss. Klar einmal in der Schublade....

Ich wurde heute ein bisschen in die Monster Ecke gedrängt, obwohl ich gar nicht provokativ oder schlecht drauf war. Was sich in Minuten natürlich schlagartig geändert hat. Jetzt sitz ich da, zum Teil laufen die Tränen, weil ich gar nicht verstehen kann, was ist eigentlich passiert. Dachte sogar kurz an SV, weil ich mich so schlecht fühlte. Nicht gut genug. Aber konnte es weg skillen. Wo wurde ich jetzt angetriggert?

Dann wieder Abstand nehmen davon, sehen, was Jesus immer wieder an mir wirkt und großes an mir tut. Immer wieder und sogar, wenn ich gar nicht funktioniere. Dann kommt wieder ein Lächeln über meine Lippen.

Tja manchmal muss wohl mit mir auch härter geredet werden....ihr seht, Gefühlschaos Zwinkern. Weil es echt schocking ist. Das war wirklich Schocking heute, paar nicht so schöne Dinge zu hören. Weil ich jemand bin, ich höre die Worte nicht nur, ich reagiere darauf und prüfe es, ob was dran ist. Was ich kann, ist Kritik annehmen. Auch wenn ich trotzig reagiere. Ich reflektiere immer und möchte in die Veränderung.

Nur wenn man mit einem State redet, der eh eine Person nicht akzeptieren will und doch beginnt Vertrauen zu bekommen - muss man versuchen die Worte so zu wählen, um genau diesen State nicht zu sehr heraus zu kitzeln. Am Ende war nur er da und wurde aggressiv. Ich konnte nur aus der Situation fliehen.

Und jetzt, versuche ich damit klar zu kommen und das alles für mich zu sortieren. Ich werde jetzt die 3 Wochen, wenn ich von der Ostsee dann wieder zu Hause bin, mein Notprogamm und Abspaltungsprogramm fahren. So wird die Zeit gut rum gehen.Aushaltbar.

Nur doofer Zeitpunkt, dass jetzt Chaos oben ist. Eigentlich arbeitete ich sehr effektiv gerade. Aber so ist das Leben, nichts läuft immer rund. Auch das werde ich wieder meistern. Ich bin ja nicht alleine.

Bin auch etwas abgelenkt später. Muss noch Koffer packen für die Reise nächste Woche. Morgen wird er abgeholt. Irgendwann zwischen 8 und 20 Uhr. Hermes erwartet echt von den Leuten, dass sie den ganzen Tag daheim sitzen, um den Koffer abholen zu lassen. Finde ich nicht gut, dass sie nicht Zeit eingrenzen. Aber was nützt es sich zu ärgern. Habe ja genug zu tun.

Blessings