Dein Leben im Griff - nur dann Gesellschaftsfähig?

Jetzt war ich paar Tage nicht auf meinem Blog, war auch gar nicht viel zu schreiben. Emotional gab es mal wieder eine Achterbahnfahrt. Wobei ich merke, dass die Krisen sich wieder verkürzen. Das ist ein gutes Zeichen. Tief runter geht es noch immer und es ist ein sehr harter Kampf, dieser Traurigkeit und dem ganzen Gefühlschaos nicht nach zu geben. Den Gefühlen nicht die Führung zu überlassen. Ist eben ständig ein Kampf an der Grenze. Alles wird stärker und härter empfunden, als bei Menschen ohne PTBS oder Borderline. Meine Überschrift habe ich heute sehr gezielt gewählt. Ich habe auch genau über das Thema einen Poetry geschrieben vor paar Stunden. Ich habe mich nach einem langen Spaziergang mit Spike in mein Lieblingscafe gesetzt und drauf los geschrieben.

Gestern war mal wieder Sonntag Zwinkern. Nee war nicht ganz so schlimm. Hatte eine Freundin da, das Wochenende war richtig nett. Aber in der Gemeinde, wo eben geballt Menschen auf mich zu kommen, werde ich noch eine ganze Weile Probleme haben und mich nicht gut abgrenzen können. Bin ja in der Seelsorge dran, es zu lernen. Nicht alles so nah an mich heran zu lassen. Zu lernen, dass die Menschen nicht "gefährlich" sind. Aber gestern war es wieder schwer aushaltbar. Menschen dort kennen mich echt schon sehr lange. Aber kennen sie mich und meine Situation wirklich? Nein, immer schön sehen, was vor Augen ist. Ein "wie geht es dir?" als Floskel meinen und weiter gehen. Ist meine Meinung, ist meine Wahrnehmung, muss nicht stimmen. Aber für mich ist es so. Es ist aber gar nicht mehr so schlimm, ich habe echt schon richtig gute Freunde in der Gemeinde und Geschwister, denen ich am Herzen liege. Doch mein Vertrauen, ist eben noch so schwach und wartet immer darauf, dass wieder ein Bruch passiert.

Eine Schwester mit der ich sehr eng war, sagte mir genau diesen Satz gestern: "Du musst dein Leben mal in den Griff bekommen". Genau die Schwester habe ich eine ganze Weile begleitet und geschaut, dass sie nicht in ihrer Depression versinkt. Ich kam in die Depression und sie meldete sich nicht mehr, weil es ihr zu anstrengend war. Aber das ist eine andere Geschichte und jetzt gar nicht wichtig.

Aber dieser Satz, dieser dumme unbedacht daher gelaberte Satz, kann bei Menschen, die meine Stärke nicht haben, so viel Unheil anrichten.

Ich selbst bin mit Jesus echt eine Kämpernatur. Mich macht der Satz eher traurig, auch etwas wütend. Weil ich echt jeden Tag kämpfe. Jeden einzelnen beschissenen Tag kämpfe, dass ich Überleben kann. Jesus ist mit mir dran und mit dem Seelsorger, dass ich irgendwann nicht nur mehr überlebe und es wird immer mehr, mein JA zu dem was ich habe und lebe. Auch zu meiner Vergangenheit und den schmerzhaften Erinnerungen. Christen unterstellen uns mit Trauma ja gerne, dass wir immer in der Vergangenheit leben würden und nicht los lassen. Aber in unsren Schuhen, sind die meisten nicht gelaufen! Gut das Jesus nicht wie "Menschen" tickt und doch weiß, wie es uns geht. Das ER mit uns jede Sekunde unterwegs ist und genau weiß, was es bedeutet mehrfach Traumata die über 30 Jahre angehalten haben, zu überwinden und zu bearbeiten. Wenn manche Christen echt mal aufpassen würden, was aus ihrem Mund kommt. Dann wären wir noch auf einem besseren Weg. Eben da  wo Jesus uns haben möchte, in Liebe den Kranken dienen und nicht noch drauf hauen. Nun ja, Christen sind eben auch nur Menschlein, die es nicht besser wissen. Manche meinen sie haben die Weisheit gepachtet, aber Gott macht sie am Ende, mit ihrem Hochmut zu Toren.

Was bedeutet das Leben im Griff haben? Wie sehen Menschen, die nicht zu kämpfen haben, ein strukturiertes Leben, was beinhaltet: behütet aufwachsen, Kindergarten, Schule, Studium oder Ausbildung. Heiraten und Kinder bekommen und immer brav in der Masse mitschwimmen? Masken tragen und meistens Lächeln. Andere nicht am Leid teilhaben lassen, sondern es immer verstecken. Was bedeutet für euch Leben im Griff haben? Ich würde mich riesig über eure Meinungen/Kommentare freuen!

Das nächste was mich echt bisschen geschleudert hat...eine Schwester, wo ich genau weiß, die nagen echt NICHT am Hungertuch, kam zu mir und meinte: "Wir können Dir zum Auto nichts geben, wir haben selbst nicht viel." So was finde ich richtig schocking. Weil sie echt...egal. Sie stehen vor Jesus.

Was mir auffällt. Geschwister und Freunde, die echt nicht viel haben, geben etwas von ihrem Geld ab. Aber ich denke, genau diese Menschen habe es begriffen, was es bedeutet mit Jesus zu leben. In dem Augenblick wo es an den Geldbeutel geht, vergisst der Christ plötzlich seine und vorallem Jesus Worte. Nur 5 Euro würden helfen, wenn in der Masse geholfen wird.

Nein, stattdessen wird sich der Mund zerrissen und Gerüchte gestreut oder für sich selbst eine Geschichte ausgedacht, warum man nicht helfen möchte. Ich bin mit Jesus unterwegs und habe es lange geprüft, wie das mit dem Auto laufen soll. Geschwister haben für mich gebetet und dann kam das grüne Licht, diesen Weg mit der Spende zu gehen. Es ist auch gesegnet! Weil ich auch wieder nach außen will, Menschen von Jesus erzählen und wie ich in die Heilung mit ihm unterwegs bin. Auch dafür brauche ich irgendwann das Auto. Es dient auch der Stabilisierung und Sicherheit in Krisen. Wir sind bei 1300 Euro. Doch für ein Auto, was nicht ständig in Reparatur soll, noch zu wenig. Daher bitte ich jeden, der es noch aufs Herz bekommt, bitte, wenn auch nur mit einer Minispende - zu helfen. Als Dankeschön, bekommt ihr meine Musik CD geschenkt!

Hier der Link: https://www.leetchi.com/c/pool-von-elke-blessing

oder ihr spendet direkt auf mein Konto:

Elke Blessing

IBAN: DE25 7004 0048 0885 2345 00

BIC: COBADEFFXXX
Verwendungszweck: Zweckgebundene Spende-Auto
 
Tausend Dank an Alle die schon gespendet haben und noch Spenden wollen.
 
In paar Minuten kommt auch der neue Poetry. Viel Spaß beim Lesen!
 
Blessings