Über den Schatten springen - auch in tiefer Not

Sonntag, ihr wisst bescheid Unsicher, ist immer noch so und doch anders. Durch den ganzen Stress, den ich die letzte Zeit hatte, kam doch eine leichte Veränderung in mein Denken und in die Verletztheit rein.

Trotz meiner Überzeugung (des Täterintrojekts und der Anteile die Angst vor Gemeinde haben und dem Alleine sein danach), schaffte ich es, in den Godi zu gehen. Nie wieder wollte ich gehen, mich nie wieder verletzen lassen. Ich war so sehr davon überzeugt. Doch ich glaube, Jesus nicht so.

Im Moment sind meine intensiven stillen Zeiten weniger. Aber die Gespräche mit IHM hören troztdem nicht auf. Die Gebete meiner Geschwister die für mich sind, ganz viele bei Facebook und auch die in der Gemeinde, tragen mich. Es ist sehr spürbar. Wenn ich das nicht hätte, ich wäre so bitter und hart. Das zeigt sich punktuell bei mir, wenn der verletzte Teil nach oben kommt. Der kann echt ein harter Idiot sein.

Nun gut ich bin in die Gemeinde gegangen, weil mir eins klar geworden ist, was mir auch der Seelsorger in einer langen Mail an mich geschrieben hat. Und das ganze wird damit unterstrichen, dass Jesus zu mir sagt: "Du hast in so vielem Heilung erfahren, tue das, was richtig ist und zeige den Menschen, dass es weiter geht - Richtung Licht, Richtung Heilung. Auch wenn noch viele Baustellen sind.

Folgendes sagte Andreas zu mir und Jesus bestätigte es gestern, dass es so ist. Daher kann ich gar nicht anders, als weiter zu gehen. Denn ich bin weder feige, noch ist der Kampf nicht beendet: "

ABER: Ich glaube, dass Jesus das alles zum Guten gebrauchen kann. Ich denke, Jesus will die Situation benutzen, damit du frei wirst von dem dauermisstrauischen Täterintrojekt (Ich glaube, so hast du ihn genannt!) Dieser State muss lernen, dass nicht jede Enttäuschung und Verunsicherung eine riesige Katastrophe ist. Er muss lernen, sein Misstrauen nicht in alles zu streuen. Er muss lernen zur Vorsicht zu mahnen, aber nicht Verdacht zu in alles zu streuen. Denn dieser State sabotiert alles, was du machen und erreichen willst. Dabei sucht er sich immer eine oder zwei Personen, die er als Täter bekämpfst und überzieht alle mit Generalverdacht, die in deren Nähe sind. Das ist eine Schutzhaltung. Und ich glaube zu tiefst, dass Jesus dich von diesem Mechanismus befreien will. 

Ich bin mit meiner "Opferrolle" noch lange nicht da, wo ich hin möchte. Nämlich ganz raus. Manche benutzen dieses Wort Opferrolle, um Druck zu machen. Lasst euch da keinen Druck machen, denn es ist was, was dem anderen gespiegelt wird und er allergisch reagiert, weil etwas bei ihm nicht stimmt. In einer Opferrolle zu sein ist zwar nicht gut, aber es ist nun mal wie es ist. Und es gilt dieses zu verändern, Schritt für Schritt und es NICHT zu bewerten, vor allem nicht bewerten lassen von außen.

Was ich merke in der Wut und der heftigen Traurigkeit, lässt es mir keinen Raum mehr zum Danken, für das was ich auch habe und wie es mir geht. Nein es ist oft so dunkel. Ich sehe nur was mir angetan wird und wurde. Ich sehe nur, dass ich mit nur 150 Euro den ganzen Monat bestreiten muss und kein Auto habe, was mit PTBS sehr schlimm ist. Weil ich zur keiner Krisenintervention fahren kann, wenn es mit Öffentlichen nicht mehr geht. Aber anderes Thema.  Man hört Worte die gar nicht so gemeint sind..aber sie können einen so beeinflussen, dass in einer Sekunde alles zusammen bricht. Immer wieder muss ich mir klar machen. Geh mehr in die Dankbarkeit, denn damit wird der Blick verändert. Plötzlich beginnt uns etwas zu freuen, was nur eine Kleinigkeit ist. Wie bei mir vorhin. Mit Tränen kam ich wieder aus dem Gottesdienst alleine zurück, eine tiefe Trauigkeit war im Vordergrund. Dann bin ich mit Spike raus und sah ganz viele kleine Vögel in Pfützen baden, es war so süß! Und ich sagte zu Gott: "Siehst  du, die anderen sehen das jetzt nicht. Ist nur ein Geschenk an mich!" Kleinigkeiten, dass ist es.

Was mir immer wieder in den Sinn kommt, ist: "Überwinde das Böse mit dem Guten!" ein Hammersatz, der so schwer ist. Ich bin widererwarten der Frau begegnet, von der ich mich verletzt fühle, die auf mich zu kam und mir die Hand reichen wollte, ganz nett. Doch seit ganz langem habe ich reagiert, wie schon ganz viele Jahre nicht mehr. Ich verneinte und wandt mich ab. Was denkt ihr...ich weiß ich habe sie verletzt damit, aber mir tat das noch viel mehr weh. Und doch dieser ekelhafte Stolz. Und glaubt mir, ich werde gerade  sehr vom Heiligen Geist ermahnt. Nur es geht gerade nicht anders, ich kann nur handeln wie ich kann. Mir steht ein falscher Heiligenschein einfach nicht! Werde ich auch nie aufziehen. Jesus weiß das und dieses authentisch sein, ist mehr als okay vor ihm. Das die Vergebung kommen muss, ist klar. Aber das muss ins Herz.

Ich bin gerade in so einer Phase, in der ich auch sehr offen mit meiner Geschichte umgehe. Nicht weil es mir was bringt oder ich eine WIchtigkeit darin sehe oder in den Mittelpunkt möchte (ist mir oft zuwider, auch wenn so mancher es anders denkt). Ich nicht, aber Jesus und daher ummantelt er mich auch mit SEINEM Schutz. Ich weiß es gibt Menschen da draußen, die können mit gar nichts umgehen, was ich von mir lasse. Aber glaubt mir, diese Offenheit bringt den Betroffenen sehr viel und denen die mit den Menschen arbeiten. Daher ist es mir auch egal, was mir unterstellt wird oder wie jemand von mir denkt. Viele Christen glauben, man muss das fertige Zeugnis liefern. "Jesus hat geheilt"...aber was ist das für ein Zeugnis, wenn man mitbekommt, wie jemand in die Heilung geht. Und das ist mein Weg, genau da Zeugnis zu sein und das kostet Kraft und eine Menge MUT! Aber ich habe Jesus das zur Verfügung gestellt und ER macht mit mir, wie ER will. Das dazu.

Und was in dem Ganzen so wichtig ist. Ich sehe das Ziel nicht klar, aber ich sehe ein Ziel, auf das ich zu laufe! Wie gesagt, in der Dunkelheit der Depression und den schlechten Erinnerungen und ständig neuen Verletzungen verliert man den Blick und es ist so wichtig um gesund zu werden, den Blick immer wieder auf den neuen Weg zu bringen. Bei mir zum Beispiel, Jesus will, dass ich raus gehe. Irgendwann, anders als ich es war vorher, dass diente auch nur der Vorbereitung und dem, wie es NICHT laufen darf. Doch ich sehe SEIN arbeiten an mir, wenn ich mal weg schaue, von dem was so schmerzt.

Ich brauche ein paar Dinge für die Lesungen, zum Beispiel sollen sie musikalisch untermalt werden. Es zeichnet sich keine Hilfe dabei ab, aber was macht Jesus? ER ermöglicht mir einen Gitarren und Gesangsunterricht an einer Musikschule, wo ich für beide Fächer entweder 50 oder 75% Ermäßigung bekommen kann. Das heißt, eine musikalische Ausbildung in den Fächern für 40 oder 80 Euro im Monat. Immer noch schwierig, wenn man von 300 Euro lebt. Aber machbar, weil es in SEIN Reich investiert wird. Merkt ihr was. Jesus lässt nie im Stich, Menschen schon. Ich habe mit ihm eine Abmachung, ER handelt nur noch, ER schickt Menschen und die Veranstaltungen, ich GEHE nur noch! Guter Deal! Nicht mehr abhängig von Menschen, die mir "gut gesinnt" sind, sondern in reiner Abhängigkeit von ihm. Und das ist gut.

Wisst ihr, dass Martin Luther sehr depressiv war, wisst ihr das er psychosomatische Darmbeschwerden hatte? Daher hört nicht darauf, wenn andere Christen euch verächtlich "Borderliner die nicht gesund werden wollen", "Krank" oder sonst was nennen. Und sich da nicht verunsichern lassen, uns gehört der Sieg!!

Ihr seht. Immer wieder Licht im Dunkel. Ich weiß, was ihr durch macht, die ihr da unten seit. Ich bin es auch immer noch, doch die Hand die sich mir immer wieder entgegenstreckt, lässt mich nicht aufgeben. Seit dabei! Fasst die Hand und die Hände, die es gut mit euch meinen und weiter gehts.

Ohne Jesus...., ich hätte seit Oktober nicht überlebt. So tief war die Wüste noch nie in meinem Leben, doch werden wir zu Überwindern und Zeugen! Laufen wir den Lauf und nehmen den Siegeskranz.

Blessings