Entlarven des Täterintrojekt

Wer oder was ist der Täterintrojekt?

Manche kennen es, dass sie schlechte Gedanken haben. Über den Anderen oder über sich selbst. Giftige Gedanken könnte man dieses auch nennen. Diese sind oft im Gehirn als Autopilot unterwegs. Ähnlich ist es mit dem Täterintrojekt auch. Doch es gibt einen Unterschied. Gedanken sind Gedanken. Der Täterintrojekt ist ein Anteil der sich abgespalten hat und sich mit dem "Täter" aus der Vergangenheit identifiziert. Dieser Anteil führt ein "Eigenleben", hat sich vom Kernich abgespalten. Ist ein eigenes "Ich".

Der Täterintrojekt ist meist, wie viele Egostates lange eingefroren. Oft treten sie auf unterschiedlicher Weise in Erscheinung. Meist bei Re-Traumatisierungen oder Trigger (Erinnerungen).

Der Täterintrojekt ist einer der schwierigsten States, weil er die Verhaltensweisen und Forderungen des Täters weiter leben lässt und sich dementsprechend ähnlich verhält. Es ist möglich mit den abgespalteten Anteilen zu "sprechen", anders wie mit verletzenden Gedanken. Was total seltsam ist, aber auch verständlich. Der Täterintrojekt beschützt den Täter. Nicht weil er ihn wirklich schützen will, aber der State meint, den Täter milde zu stimmen. Weniger Gewalt von ihm zu erfahren.

Mein Täterintrojekt macht mir das Leben sehr schwer. Er ist derjenige, der niemanden vertraut. Der rumzickt und Gespräche mit meinem Seelsorger oder in Vergangenheit mit Therapeuten oder Bezugspersonen, schier unmöglich macht. Er hasst jeden, weil er panische Angst hat verletzt zu werden. Er zickt rum, oder versteckt sich hinter schweigen. Kritisch wird jede Bewegung beobachtet, ob das Gesagte mit der Körperhaltung zusammen passt. Ist etwas unstimmig, wird er sarkastisch oder aggressiv. Provoziert ohne Ende. Der Täterintrojekt ist auch verantwortlich für die SV (Selbstverletzung).

Dieser Anteil ist mit die größter Herausforderung für den Helfer. Dieser muss entlarvt werden und entsprechend behandelt werden. Sonst ist eine Zusammenarbeit unmöglich und man kann es aufgeben. Doch wenn man vertrauen bekommt zu diesem State, ist der Weg geebnet. Der Täterintrojekt hindert die anderen States meist auch daran, nach oben zu kommen. Er hasst es wenn jemand schwach ist. So ist es bei mir. Mein Seelsorger hat schon einen kleinen Teil des Vertrauens gewonnen. Wenn er gut drauf ist und mein Täterintrojekt zugänglich, schaffen wir es ran zu kommen, was gerade los ist. Ist mein Seelsorger bisschen zwiespältig, geht meist gar nichts.

Wie sollte der Helfer den Täterintrojekt behandeln?

Wichtig ist: Zeigt sich ein Egostate (bei mir zeigen sich manchmal zwei oder drei gleichzeitig, aber da braucht es schon viel Vertrauen zum Helfer), muss genau mit diesem gearbeitet werden. Hin und her zu springen, zwischen Kernego und dem State der gerade da ist, ist ohne selbst geübte Therapíen fast nicht möglich.

Also wie gesagt, bei dem State bleiben und schauen wie ist er gerade drauf und warum.

Mein Täterintrojekt will auch oft flüchten. In vergangenen Therapien, ist er zur rechten Zeit geflüchtet und hat den Therapeuten verdutzt zurück gelassen.

Was wichtig ist, zu lernen, dass sich das Kernich (Klient) anfängt dagegen zu wehren. Das kann ich mittlerweile gut. Es bleibt mittlerweile aus, dass ich aus dem Raum renne (das war jahrelang so), versuchte mich ein Therapeut aufzuhalten, bin ich ausgeflippt oder mit einem dissoziativem Anfall, zusammenkauernd in einer Ecke gelandet.

Der Helfer hat den Part sich mit dem Anteil zu unterhalten (es zu versuchen), heraus finden was er will. Es wird am Anfang immer Widerstand geben. Mal mehr, mal weniger.

Was eines der wichtigsten Dinge für den Helfer ist.., Sicherheit schaffen. Gibt es keinen sicheren Raum, dann zeigt sich der State, aber schweigt oder beginnt aus Panik aggressiv zu werden. Mein Seelsorger hat oft den richtigen Instinkt. Einmal zeigte sich der State wütend und doch total verstockt. Andy (so heißt der Seelsorger) schnappte Kissen, Bierkisten und eine Kissenschlacht begann. Danach konnte gearbeitet werden. Es war wieder vertrauen da, Sicherheit in dem Helfer. Sicherheit, dass das Gegenüber weiß was der Anteil gebraucht hat.

Was der Täterintrojekt IMMER macht, er macht dem Kernich und den anderen Anteilen Angst. Weil er seine Rolle nicht aufgeben möchte. Da gilt es zu lernen, es immer weniger zu zu lassen, bis es innerlich unterbunden werden kann. Auch von außen muss genau das stattfinden vom Helfer. Auch kompliziert, denn schnell wird der Helfer wieder als Täter in die Schublade gestopft.

Wichtig ist es, das Kernich muss lernen, den Täterintrojekt zu beherrschen. Dazu braucht es einen Therapeuten oder Seelsorger (Begleiter) der furchtlos genug ist, sich dem Täterintrojekt entgegen zu stellen, unterstützt und manchmal vorlebt, wie man sich gegen ihn wehrt.

Das ist ein sehr langer Prozess, da muss man sich nichts vormachen. Da ist viel Geduld gefragt. Aber es ist möglich (das klingt jetzt hart, aber es ist so) jedes Täterintrojekt kann man in die Knie zwingen und wenn nötig, rauszuwerfen. Da streiten sich die Therapeuten, ob intigrieren oder raus werfen. Ich denke letzteres ist auch machbar, wenn es nicht anders geht. Aber nennen wir es nicht raus werfen, sondern aussöhnen. Weil die meisten Täterintrojekte sind verängstlichte, kleine Anteile. Rotweiler die zu Chihuahuas werden. ;-)

Aufjedenfall wird es ein Kampf sein. Dieser Anteil gibt nicht so schnell auf. Lässt sich viel einfallen, um den Helfer auch an seine Grenzen zu bringen. Am besten ist es, sich voher abzusprechen, wie verhält man sich wenn der Anteil zum Beispiel den Raum verlassen will. Flüchten will oder provoziert.

Ein Therapeut auf dessen Seite ich viel stöbere und sie mit die Egostate Therapie macht sagte folgendes: "Für diese Fälle habe ich mit der Klientin dann vorher abgesprochen, dass ich ES daran hindere, seinen Plan auszuführen, indem ich mich zwischen Tür und Täterintrojekt im Körper der Klientin stelle und so verhindere, dass das Täterintrojekt gehen kann. Gleichzeit spreche ich wie vereinbart mit der Klientin und sage ihr, dass sie jeder Zeit gehen kann, wenn sie will, aber SIE muss es mir selbst sagen. Von Täterintrojekten lasse ich mir nichts sagen!"

Der Helfer ist gefragt heraus zu finden, wie man den Täterintrojekt ansprechen kann, um sein TUN zu unterbinden. Ist eine Vertrauensbasis da, wird dies auch gelingen.

Ihr seht es ist gar nicht so einfach. Aber wenn ihr diesen Täterintrojekt bändigt oder wenn es sein muss "raus werft", werden sich die anderen Anteile auch mutig zeigen. Ich wünsche jedem, der sich auf den Weg macht, das Egostate Disorder anzugehen, dass ihr jemanden findet, der Mutig mit euch den Weg geht und keine Angst davor hat, mit Euch den Kampf zu kämpfen. Ich habe es ja doppelt gut. Ich habe einen Seelsorger, der Mutig ist und wir Beide haben IMMER JESUS noch mit dabei. Besser geht gar nicht!

Gebt niemals auf und kämpft den GUTEN KAMPF um wieder EINS zu werden und der Mensch, der von Gott gedacht ist!

Die nächsten Tage gehe ich an die weiteren States, die es geben kann.