Ich bin geliebt

Ich traf Gott, der mich wieder zusammen gesetzt hat!

Was für Tage liegen hinter mir. Wie war es bei Euch? Auch so Art Popcorntüte?

Ich habe jetzt einige Tage pausiert, es war so viel los und ich war unheimlich angespannt, wegen meiner Magen-Darmgeschichte. Ich habe euch davon berichtet, dass ich vor dem Ergebnis eine Menge Angst hatte. Was ich auch extremst schlimm fand und das geht mir immer so: das Abführen am Vortag und am Morgen der Untersuchung. Bäh, wäh, pfui ekelhaft! Am Mittag des Vortages ging es um 10 Uhr schon los. Der erste Beutel wurde aufgelöst und auf Ex getrunken. Ging noch einigermaßen. Um 14 Uhr der zweite Beutel, da schon ganz schön würg. Meine Freundin Damaris kam zu mir und übernachtete auch hier, um bei mir zu sein. Ich weiß nie so genau...wie ich drauf bin oder reagiere, wenn es schwierig wird. Auch war es gut, weil wenn Kreislauf abhaut, dass jemand da ist. Es beruhigte mich sehr, dass sie bei mir war und mein Seelsorger war im Hintergrund. Meine Freundin Ruth besuchte mich auch noch. Um 16 Uhr kam dann der Liter dran, der in einer Stunde runter getrunken werden sollte. Mir stand das Zeugs schon Oberlippe - Unterkannte, oder so ähnlich. Abgesehen von dem nervigen ständigen rennen.

Aber ich dachte noch gar nicht viel über die Untersuchung nach. Der Tag war bald überstanden und in der Nacht starb ich fast vor Darmkrämpfen und holte fast den Notarzt. Ich flehte zu Jesus und sagte ihm: "Jesus, du könntest jetzt den Schmerz auf der Stelle weg nehmen. Bitte hilf mir", kaum ausgesprochen war der Schmerz weg und ich schlief ein. Wow!

Kurz vor sieben, wo ich mit den nächsten Liter anrühren musste, (auf nüchteren Magen dieses Gesöff, Leuts, kein must have)..würgte Spike außerhalb des Bettes und kotzte ganze drei mal. Wie sich rausstellte (weil den ganzen Tag nicht mehr, er war putzmunter)..schien es ein kollegiales Mitkotzen gewesen zu sein. Meine Aufregung war anscheinend auf dem kleinen Schatz. Er ist echt so sensibel. Gehts mir nicht gut, geht es ihm nicht gut oder er geht so in den Beschützermodus. Hab euch ja erzählt wie er beim Beten abging.

Am Morgen war ich dann noch ganz tapfer mit dem Trinken und um elf bereit beim Arzt auf der Matte zu stehen.

Ich musste noch etwas warten, aber das Wartezimmer war schon ganz leer. Ich war die letzte die an der Reihe sein sollte. Ich wurde bald in den Vorraum gerufen und eine Anästhesistin kam auf mich zu und stellte mir noch paar Fragen. Süß fand ich ihre Begrüßung: "Oh unser Kücken für heute, sie sind die Jüngste die wir heute haben." Ich grinste sie an und dachte okay...:Welchen State siehst du gute Frau?" Sie fragte mich noch ein paar Dinge die sie wissen musste. Sie wusste von meinem Arzt, dass ich PTBS habe und fragte mich nach dem Grund. Da ich mittlerweile kein Problem mehr habe es zu sagen, gab ich ihr zu verstehen: "Missbrauch und Gewalt in der Kindheit", wurde aufgeschrieben und sehr gut mit umgegangen. Ich staune jetzt noch, wie die Frau mit mir umging. Total liebevoll und voll professionell. Dann fragte sie nach meinem Geburtsdatum und ihr Blick war total erstaunt. Kenne ich aber schon, das Kücken sah sie immer noch. Cool

Ich wartete noch eine Weile und spielte mit dem Fidget-Spinner und redete mit Jesus, den ich auf dem anderen Stuhl wusste. Er versprach bei mir zu sein. Und ich hatte über Facebook eine Gebetsarmee aktiviert und die stand mächtig hinter mir. Wow war ich getragen.

Dann ging die Tür auf und eine mir bekannte Frau stand vor mir und sagte, dass sie heute an meiner Seite ist, sie arbeitet bei dem Arzt, wäre eigentlich in Starnberg eingeteilt, aber widererwarten, sollte sie hier assistieren . Wow, wow, wow. wie Jesus vorgesorgt hatte.

Ich sagte ihr, weil der Zwerg Egostate im Vordergrund war, dass ich mein Einhorn mit in die Untersuchung nehmen muss. Sie war damit sofort einverstanden, sie weiß auch von meiner PTBS. Dann sollte es in den Untersuchungsraum gehen. Sie schaute mich voll lieb an und ich fühlte mich sicher. Ich meinte zu ihr: "Jesus kommt mit, ich bin nicht alleine". Sie lächelte mich an und sagte: "Ich passe auf dich ganz gut auf und ohne Jesus gehen wir da jetzt nicht rein. ER ist ganz fest bei uns." Ich war so gesafed. Hatte null Angst mehr vor dem Eingriff. Die Nadel war auch ratzfatz gelegt, vor der ich noch bisschen Angst hatte und ich legte mich auf die Liege. Immer noch waren alle so lieb zu mir. Habe es echt so noch nie erlebt. Sie gingen auf alles ein was ich sagte. Dann übernahm die Narkoseärztin und leitete bevor der Arzt kam die Narkose schon ein. Ich wurde noch gefragt, wie mein Einhorn heißt, ich sagte ihnen, dass es noch keinen Namen hat. Die Narkose begann langsam zu wirken. Cooles Gefühl und sie sagten: "Elke denke an was schönes". Mein letzter Gedanke "JESUS".

Dann schlief ich ein.....und es war so schön. Ich träumte (nennen wir es mal so) von Jesus. Er und ich waren irgendwo. Es war so schön. Wir hatten ein ganz langes Gespräch, sehr intensiv und Jesus sprach mehr als ich. Dann wurde ich geweckt. An das Gespräch erinnere ich mich nicht mehr, ich weiß den Inhalt nicht mehr, nur das es ganz intensiv war. Aber meine Seele weiß es sicher noch. Ich sagte nur beim wach werden. "Hi Jesus, bin wieder wach. Alles gut. Danke!" Dann stand die Bekannte wieder neben mir und das Einhorn hatte ich immer noch im Arm. Sie fragte mich, ob mir ein Name eingefallen sei, während ich schlief. Und ich verneinte. Sie lächelte mich sanft an und sagte, dass ihr ein Name eingefallen sei in der Zeit, in der ich untersucht wurde. "Hope". Ja das Einhorn heißt jetzt HOPE, es ist so passend! Alles war vorbei, mir war elend schwindelig.

Als der Arzt herein kam, sagte er mir: "Alles in Ordnung, nix zu sehen an Darm oder Magen!" Danke Jesus, ich war heilfroh! Jetzt müssen wir nur noch schauen, warum der eine Wert zu niedrig ist, der anzeigt, dass ich eine Anämie habe. Und das CRP, der Entzündungswert, der zu hoch ist.

Andreas war schon da, als ich aus dem Zimmer kam. Das war auch richtig cool, dass er schon da war und ich gleich ihn gesehen habe, das gab mir auch wieder Sicherheit. Ich war noch richtig high und tierisch schwindelig war mir. So mussten wir noch auf einem Stuhl platz nehmen und warten, bis es einigermaßen vorbei war. Andy gab mir einen Becher zum Trinken in die Hand, den ich drei mal verschüttete. Ich schaffte es nicht ihn fest zu halten.

Krasse Sache, aber ich fands lustig. Ja, das Propofol hat schon was Zwinkern

Zuhause aufs Sofa und weg war ich ;-). Aber happy es geschafft zu haben.

Am Abend habe ich mich etwas überschätzt und bin in die Gemeinde um beim Haiti Abend dabei zu sein. Es war super. Doch so um 21.30 schlagartig bekam ich heftige Schmerzen und war aufeinmal total platt. Einer Schwester fiel es auf, dass ich blass wurde. Bei der nächsten Mitfahrgelegenheit verabschiedete ich mich. Aber ich bin soooo glücklich, dass nix gefunden wurde!

Heute wollte ich dann zum tätowieren gehen. Ich habe ein richtig gutes Tattoostudio, die echt wachsam sind und sehr gewissenhaft. Wir kamen auf die Narkose gestern zu sprechen, durch einen Fragebogen, den man immer ausfüllen muss. Dadurch durfte ich nicht tätowiert werden. Weil der Körper nach der Narkose einfach zu geschwächt ist. Tja so ein Egostate, überschätzt sich mal wieder total. Trotz allem hatte ich heute einen richtig tollen Tag. Ich ging mit Damaris und ihrem Freund ins Landhaus Caffee und hatten gute Gespräche, danach holte ich den Hund von meiner Freundin Susanne (die beim Tätowieren war) und dann noch mal mit ihr ins Landhauscaffee und geklönt bis fast 20 Uhr.

Zuhause wartete ein Paket von meiner lieben Schwester in Jesus aus Berlin auf mich, um ausgepackt zu werden und Susanne hatte mir auch noch ein Geschenk gegeben. Wow, ich werde echt geliebt. Nicht wegen der Geschenke, aber das was ich die Tage erlebte, lässt es mich so spüren und es ist ein gutes Gefühl!Die zarte Pflanze darf wachsen. DANKE

Blessings