Mein Leben - die Popcorntüte

Gestern schrieb ich darüber, wie ALLES vergänglich ist. Es gibt nichts, was diesem Gesetz nicht unterliegt.

Ich bin jetzt seit gut 10 Tagen recht stabil, zumindest auf dem Weg dort hin. Aber diese Pflanze sie ist weiterhin sehr zart und leicht zu zerbrechen. Es ist kein gutes Gefühl. Ich fühle mich so, als ob ich die ganze Zeit in Habachtstellung bin und darauf warte, dass die Keule wieder kommen wird, die mich auf die Knie zwingt und in den Boden stampft. In mein Loch, was so bekannt ist. Frei davon bin ich immer noch nicht.

Andreas hat mich gefragt ob ich heute zum Beten zu ihm kommen möchte, denn wieder ist ein Korn aufgepopt, was mich schleudern möchte.

Ich habe seit einigen Wochen Schmerzen im Darm. Ich dachte es geht wieder weg, sobald alles ruhiger wird, ich aus der Depression raus komme, dieser Hochspannung in der ich Monate schon bin. Doch leider wurde es nicht besser sondern schlechter. Also habe ich den ganzen Mut zusammen genommen und mir doch einen Termin beim Spezialisten, der mich und meine PTBS sehr gut kennt, gemacht. Er war sehr beunruhigt und hat widererwarten mich zu einer Magen-und Darmspiegelung angemeldet. Am Freitag. Heute kamen die Blutwerte und ein Wert, die Transferrinsättigung ist viel zu niedrig.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen (Vorallem Betroffene oder ihr die sich mit Egostates auskennen) wie alles in mir in Aufruhr ist.

Ich diskutiere, beruhige und bin vernünftig. Wahrscheinlich bis der Käse gelaufen ist.

Ich demonstriere es euch mal:

Der vernünftige Anteil, sehr intelligent und besorgt. Viel wissend (wird oft gefragt ob sie Medizin studiert hat), hatte nix besseres zu tun und wieder recherchiert, was dieses Transferrinsättigung (gibt an das zu wenig Blut vorhanden ist) bedeuten kann. (Blutungen im Darm und Magen, Tumor und und und) Spannung bei 60%

Ein Zweg ist da, der sehr traumatisiert ist was Ärzte und Eingriffe angeht. Fühlt sich ausgeliefert. Bedroht und der blöde Hasi, der bei jeder Untersuchung, die in Narkose gemacht wird, normalerweise dabei ist, ist nicht auffindbar. Minipanik.

Ich versuche mit dem neuen Einhorn zu  trösten, was mit kommen wird....

Verzweifelter Anteil - kann ihn nicht deuten. Erzählt mir aber ständig, dass ich die Narkose nicht packe und ich eine der x Tausenden bin, wo was passieren wird. Man geht mir der Anteil gerade auf die Nerven. Denn ich weiß, wie die Spiegelung funktioniert und das es eigentlich eher easy ist. Bis auf das ekelhafte Abführen.

Tja und so geht es dann ab. Hin und her, ein beruhigen von außen wäre gut. Ich kann es noch nicht alleine, was ich ja in einer Egostate-Therapie lernen soll. Aber Donnerstag auf Freitag ist mein Freundin Damaris bei mir, dass ich überhaupt das Abrühren durchziehe und nicht ständig in Panik gerade. Am Freitag bin ich um 11 Uhr angemeldet und Andreas wird von der Praxis angerufen, sobald ich fertig bin und holt mich ab. Also ist super gesorgt und jeder State kann sich mal beruhigen.

Ich muss jetzt versuchen, den dominieren zu lassen, der das High sein vom Propofol so richtig cool findet. Ist echt so, danach bin ich immer so funny drauf. Und was ich noch mag: Das Einschlafen und mein letzter Gedanke bei Jesus. Einmal ging es mir so, dass ich mit dem Namen auf den Lippen eingeschlafen bin und dann war ich im Land der Träume mit Jesus am Strand spazieren. Das war so wunderschön, dass ich echt sauer war, als ich wach wurde HerzLiebe.

Ein anderes Mal wurde ich wach und sagte: "Yeshua, ich bin wieder wach". Die Schwestern fragten.."Was hat sie gesagt, Jesus was?" ;-) .

So werde ich es auch wieder machen, mit Jesus reden, bevor es los geht.

Ein Anteil, der Zweifler war vorhin beim Beten schlagartig oben und fing wieder an mit Jesus und über ihn zu schimpfen. "Warum Jesus nicht endlich einen Stop macht, mich endlich mal in Ruhe leben lässt". "Was das alles für ein Sinn macht, 50 Jahre und immer noch Chaos". Und und und. Die Vorwürfe waren lang. Mir ist es klar, man darf es ihm sagen, alles! Aber diese Dauerschleife zieht mich eher runter, als meinen Herrn, der da drüber steht.

Nein ich verstehe es nicht. Aber, ich glaube ich kann wieder Zeugnis sein! Ich denke und Andreas auch, es wird gut werden. Ich sage, egal was ist. Andy sagt: "Es wird alles gut sein". Ich bin gespannt!

Ich hatte 2009 nach eine heftigen Re-traumatisierung einen vereiterten Dickdarm, die ganze Geschichte steht im Buch. Mir wurden 30cm Darm heraus genommen.

Vor zwei Jahren, hatte ich eine gedeckte Perforation. Sie war überdeckt von der Leber, so konnte nichts nach außen dringen. 4mal wollte man mich operieren, die Ärtze waren schon verzweifelt und hatten Angst, dass die Leber sich verschieben könnte und der Darm offen wäre. Das hätte eine Notoperation bedeutet, wenn das passiert wäre. Doch ich hörte immer wieder, keine Operation. Ich entschied mich jedesmal wieder dagegen, wenn ich kurz vor der OP stand. Nach dem letzten Klinikaufenthalt, machte mein Arzt wieder eine Darmspiegelung und war total baff, die Perforation, die eine Woche voher immer noch offen war und im Krankenhaus blau makiert wurde, damit man sie bei der OP gleich hätte finden können, war geschlossen. Nur noch eine feine Narbe erinnerte an das Loch, aus dem es bereits auch geeitert hatte. Da der Arzt es nicht erklären konnte, druckte er mir die Vorher-nachher-Bilder aus. Ich habe sie noch immer da. Danke Jesus. Und ich hoffe ähnliches darf ich wieder erfahren. Aber ich möchte versuchen, es hin zu nehmen, so wie es ist. Ich verstehe auch nicht wie ein Leben so viel Pech bringen kann. Aber ich gebe nicht auf. Die Kraft meines Herrn ist in mir und ich halte durch. Die Krone werde ich spätestens bei ihm bekommen.

Gerade eben sah ich ein Bild vor mir, aber das ist die Jetzt-Situation. Wenn ich Jesus irgendwann sehe, werde ich erst mal ganz viele Stunden in SEINEN Armen liegen wollen. Eben sah ich aber im Geiste, wie ich ihm wütend auf der Brust herum schlage und ihn frage "Warum, Warum?".

Spike mein Hund ist auch total durch den Wind. Es ist wahnsinn, wie so ein Tier spüren kann. Er bewacht mich gerade wie sein Augapfel, niemand darf mich anfassen. Beim Beten vorhin ist er fast ausgerastet. Er ist eigentlich gechillt, gerade auch bei Andy und meinen Freunden. (Überdreht ist Spike immer, aber nicht so aggressiv). Naja auch er wird sich wieder beruhigen. Wenn er merkt, alles okay.

So ihr lieben, jetzt mal soviel davon. Ich würde Euch bitten, gerne für mich zu beten und fest an mich zu denken. Morgen werde ich mich sicher von der "Abführfront" melden.

Leuts, wir laufen den Lauf - der Sieg ist trotz allem uns!

Blessings