Lohnt es sich zu kämpfen - Ja, nur mit Jesus

Die letzten Tage waren ganz schön gefüllt mit Dingen die zu erledigen waren. Mir geht es gesundheitlich immer noch nicht so gut. Mein Körper beginnt mal wieder zu streiken. Die Bauchschmerzen sind noch immer da und die Entzündungswerte immer noch erhöht. Mein Darmspezialist hat mich am Morgen angerufen und mir gesagt, dass ich den Rest jetzt mit dem Hausarzt besprechen muss, wie es weiter geht. Seit gestern habe ich einen ganz komischen Schmerz im Hals. Als ob in der Nähe der Schilddrüse ein Knoten wäre. Drehe ich den Kopf nach links und schlucke, tut es heftig weh. Das macht mich echt fertig, denn ich habe Angst, dass da schon wieder was ist, was meine Stimme beeinträchtigen könnte. Bei diesen Dingen merke ich, ich und mein Körper sind noch immer nicht ausgesöhnt. Ich vertraue ihm immer noch nicht, dass er funktioniert. Doch tut er es ja schon 50 Jahre recht gut. Aber Gefühl und Hirn passen einfach nicht zusammen. Noch nicht, ich bleibe dran und kämpfe weiter mit Jesus den guten Kampf, ins Licht.

Heute war ich bei der Caritas, es ging darum, dass ich für 5 Monate eine Monatskarte über eine Spende, von einer Zeitung beantragt habe. Leicht ist diese Angelegenheit nicht. Man muss jedesmal in die Geschichte rein und sich anschauen, was man doch für ein scheiß Leben hinter sich hat und wie die Aktualität gerade ausschaut. Ist oft psychisch Hochstress. Ich würde das mit Jesus und die Hilfe meines Seelsorgers niemals schaffen. Vor zwei Tagen war ich bei meinem Ex-Therapeuten, der mich total kirre gemacht hat. Er würde am liebsten wieder einsteigen. Ich habe so sehr gemerkt, wie unterschiedlich weltliche Therapie (die damals als es dran war, auch von Jesus geführt war) und die Seelsorge ist. Dieser Mensch hat mich so getriggert, provoziert und geschwächt in einer halben Stunde (ich kam zu spät, daher war es nur so kurz), dass ich echt jetzt alles sortieren muss, was ich da gehört habe. Gut das ich Andreas habe, der mir das ganze auftröseln konnte. Der heftigste Satz war: "Du musst endlich radikal akzeptieren, dass du dir die falschen Eltern ausgesucht hast". Es kamen noch solche komischen Sätze. Früher war das mit dem Therapeuten normal, dass er mich so provoziert, um an Gefühle ran zu kommen. Aber das war diesmal nach fast drei Jahren, die wir uns nicht gesehen haben, absolut deplatziert und schlicht weg dumm von ihm. Doch dadurch habe ich gemerkt, dass ist ausgereizt, mit ihm ist arbeiten nicht mehr dran, oder einen Rat von ihm einzuholen. Vorallem wurde mir bewusst, was ich für große Schritte gemacht habe und weit nicht mehr da bin, wo ich war. Wow, was habe ich Heilung empfangen!  Da er auch total gegen Egostate-Therapie ist, wäre eine Zusammenarbeit eh nicht möglich. Es gibt echt unter Therapeuten Konkurrenzkämpfe, wer die richtige Therapie hat. Schrecklich, es sollte um ihre Klienten gehen, nicht darum welche Therapieform besser ist. Ne, die weltliche Therapie ist nichts mehr für mich, zumindest nicht bei ihm. Was ich noch versuche, ist die Egostate-Therapie bei einer Frau. (Eine Herausforderung).

Was mir immer bewusster wird, seit ich die Seite habe und mich sehr damit beschäftige, wie es uns mit PTBS geht oder mit Borderline, es ist so wichtig einen festen Halt zu haben. Außerhalb der künstlich geschaffenen Blase von Therapeuten und Kliniken und was es noch so alles gibt. Ich habe den Vergleich wie es ist, mit Jesus und ohne Jesus durch die schweren Zeiten zu gehen. Egal wie tief man am Boden ist, oder in der Krise...irgendwann erkennt man das Licht wieder, wenn man die Hand des Herrn greift. Ich finde es Wahnsinn, wie stark so eine Gebetsarmee sein kann, wenn man am Ende ist und nichts mehr geht, nicht mal das Beten. Es ist einfach anders. Früher war es so, das sehe ich auch an anderen, die mit Jesus nix am Hut haben. Man hat alleine gekämpft oder mit Menschen, die dafür bezahlt wurden, dich auf die Beine zu stellen. Ich hatte nur künstlich geschaffene Beziehungen zu Profis. Es ist einfach anders, das Arbeiten mit Jesus, Seelsorger und Gebetsarmee. Man fühlt sich getragen. Wie oft fehlte mir genau das, wie oft hing ich in der Luft und kämpfte mit mir und dem was um mich war. Es ist heute echt anders, im Kampf, auch manchmal Verzweiflung und doch immer wieder Hoffnung, die man aber nur geistlich erfassen kann, aber erklären, nicht so einfach.

Ich bin nur froh, dass ich das haben darf. Ich frage euch, was wäre, wenn das alles nur gesponnen wäre mit dem Glauben? Hätte ich was verloren? Nein, eher im Leben dazu gewonnen. Daher kann es überhaupt nicht falsch sein zu glauben, ob es wahr ist oder nicht. Das war mal philosophisch gedacht. Denn ich weiß, dass es Jesus gibt, denn ich habe ihn schon sehr real erleben dürfen. Was jeder andere auch kann, der sich für ihn öffnet. Er ist bei uns..bei jedem bis ans Ende der Tage. Kein blabla.

Wisst ihr, wie oft ich schon hingschmissen hätte, wenn ich Jesus nicht hätte, oder meinen Glauben, das Bessers kommt. Ja daran glaube ich! Sonst wäre ich Tod. Hart aber wahr. Denn für was würde es sich lohnen fast täglich, 50 Jahre schon durch diesen Mist zu gehen, der mich schwächt und immer wieder auf den Boden wirft. Würde ich das Licht nicht sehen, wofür dann weiter machen?? Ich will die Not nicht schmälern, kann ich gar nicht, denn ich weiß wie es ist in dieser Hölle zu sitzen. Ohja, ich weiß es und es ist immer noch nicht vorbei immer mal wieder einen Ausflug da hin zu machen und manchmal auch wieder monatelang, statt nur Tage oder Stunden. Ja das ist Schmerz pur, den man nicht mal seinem Feind gönnt und man zergeht auch manchmal in Selbstmitleid, was auch Raum haben darf. Aber es darf nicht unser Leben bestimmen. Daher lasst uns weiter kämpfen, nicht alleine. Mit den Menschen, die uns an die Seite gestellt werden und mit Jesus. Kennst du ihn noch nicht, frage mich gerne, wie ich ihn kennen gelernt habe. Was mich so sicher macht, was ich mit ihm erlebe und erlebt habe. Ich für mich kann niemals leugnen, dass es ihn nicht gibt.

Noch mehr erfahrt ihr in meinem ersten Buch "Der Schrei ins Leben", da geht es viel um die Erfahrungen mit ihm.

Ich schreibe wie gesagt am zweiten Buch, wo es dann mehr um die Traumata und Therapie gehen wird. Ich bin gespannt wie ihr ;-) !

Seid fest gesegnet!

Blessing