Stabilisierung und doch so eine zarte Pflanze

Es ist etwas Ruhe eingekehrt, das Geburtstagsthema rückt wieder in die Ferne. Widererwarten hat sich nicht eine Person aus dieser gestörten Familie gemeldet. Von denen würde niemanden über ihren Schatten springen oder eine Hand reichen. Egal, ich habe ihnen vergeben und lebe eben weiter damit.

Patrick Michael Kelly hat ein richtig guten Song geschrieben "Friends R Family" müsst ihr mal rein hören. Ich denke, das ist eben ein Teil meines Lebens, was eben so ist, wie es ist. Und Family Dei (die Familie von Jesus), ist genauso stabilisierend, könnte es sein, wie eine Kernfamilie. Diese Wut die ich oft in mir trage, gegen meine geistlichen Geschwister, sind oft Gefühle, die sehr tief in mir sind. Gefühle und Sehnsüchte, die so oder so kein anderer Mensch stillen kann. Gerade Menschen mit Egostate-Disorder, müssen irgendwie lernen - sich selbst diese Dinge zu geben und zu schenken. Ich glaube punktuell auch die Menschen, die uns begleiten und davon wissen. Aber wichtig ist, dass es in uns wächst. Einfach? No way! 

Seit Wochen habe ich schon wieder Bauchschmerzen und massive Probleme mit dem  Darm. Ich hatte 2009 eine schwere Darm OP, wo mir 30 cm Darm heraus genommen wurde. Weil durch eine Divertikulitis (Darmausstülpungen) viele Teile des Dickdarms vereitert waren. Natürlich geht da Unterschwellig die Post vor Angst ab. Denn bei mir läuft ja nix normal. Denn gleich eine Woche später, nach der OP hatte ich links und rechts in den Beinen Thrombosen. In meinem Buch schreibe ich ausführlich davon. Mein Körper drückt sich immer mit Schmerzen und Krankheiten aus, wenn mein Nervenkostüm ausgereizt ist.

Was sehr seltsam ist, seit zwei Tagen habe ich auch ständig eine heftige Übelkeit, was auch von der Leber sein kann, die mit Sicherheit auch wieder sehr belastet ist. Ich habe mir jetzt vorgenommen, wieder mein Gewicht zu reduzieren. Ich bin ja jemand, die nicht das Essen aufhört, wenn sie Depressiv ist. Nein ich fange das Essen an. Süß und Fettig. Und vorallem nicht Gesund und regelmäßig.

Ich merke, es geht etwas aufwärts. Ich habe zwar zeitweise negative Gedanken, aber die Stimmung tendiert gerade ins Positive.

Auch wenn ich heute mal wieder sehr doofe Post bekommen habe. Ich hoffe echt sehr, dass ich irgendwann mal wieder einen 450,- Euro Job machen kann und weg von dieser bescheuerten Grundsicherung vom Sozialamt. Ich ärgere mich ständig über dieses Amt. Nein da ist der Staat NICHT fair. Ich bin schon dankbar, dass wir in so einem Land leben, wo wir wenigstens "überleben" können und uns geholfen wird. Und ich weiß auch, das Jesus mein Versorger ist, was er mir seit 2007 Jahr für Jahr beweist, dass SEINE Zusage keine heiße Luft ist. Ich habe zu Essen, was zum Anziehen und ein Dach über dem Kopf. Doch Reisen oder größere Dinge sind überhaupt nicht mehr drin. Das macht einen Menschen auch krank. Und meistens sind es Menschen, die eh nicht stabil sind, die an der Armutsgrenze leben. Ich bestreite ALLES, wie so viele andere auch, mit 800,-. Wirklich alles. Mit Wauzi, bleibt da mal 200 Euro übrig. Darüber will ich jetzt auch nicht  jammern. Gut es ist zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel Winken. An dem Satz ist echt was dran. Früher gab es mal Kleidergeld vom Amt. Das gibt es heute nicht mehr. Ich habe zum Beispiel (obwohl ich mal absichtlich nicht gespart habe und gut geheizt) 300,00 Nebenkosten zurück bekommen. Aber denkt nur nicht, wow coole Sache. Nein, ich muss es bis auf den letzten Cent dem Amt geben. Da sind die Knallhart. Liegt es jährlich bis Juni nicht vor, gibts kein Geld mehr von denen. Dann habe ich den Brief vorhin bekommen. Nächsten Monat bekomme ich 34,- Euro überwiesen und dann ab August...wieder 10 Euro weniger. Ohne Begründung, denn an meiner Erwerbsunfähigkeitsrente hat sich nichts geändert. Das finde ich zum Himmelschreiend, dass sie uns auch noch 10 Euro weg nehmen. Damit lebe ich zwei Tage!! ;-(

Okay genug gejammert. Aber wegen dieser Missstände und ich finde, das ist es, müsste echt auch mal was getan werden!

Und da liegt auch ein bisschen der Hase im Pfeffer. Ich rede jetzt mal von mir, ich stabilisiere mich ein wenig und denke, okay...auf gehts, weiter machen. Es wird schon. Dann braucht nur ein Tierarztbesuch oder anderes anstehen, kann es mich schon zusammen bügeln, weil dann in mir wieder das "Beschimpfen" los geht, was ich alles "NICHT"  erreicht habe und nix kann. Weshalb ich so Leben muss. Aber das ist eine Lüge, doch die muss man erst mal erkennen und aus dem Leben verbannen. Warum habe ich wie ganz viele mit PTBS eine Rente? Weil es nicht möglich ist mit Dissos und Flashbacks lange sehr konzentriert zu arbeiten. Oder überhaupt am Stück länger an einer Sache zu bleiben.

Da ich Schreibe oder künstlerisch tätig bin (Brotloses unterfangen Cool aber ein Geschenk), kann ich es mir einteilen wie ich es möchte. Fit bin ich eh erst meist am Abend und auch kreativer.

Gut ihr Lieben, lange Rede kurzer Sinn. Eigentlich wollte ich nur aufzeigen, wie zerbrechlich eine Stabilisierungsphase sein kann. Geht es mir mal gut, dann denke ich, okay blast mir alle einen Schuh mit Therapie und und und auf. Ich schaffe das schon. Und da muss ich aufpassen, dass ich dann nicht zuviel auf einmal will. Denn sofort geht es wieder in die Sackgasse. Ja gibt noch viel zu tun und zu verstehen. Was bei mir eben ein großes Thema durch das Egostate Disorder ist, dass jeder Anteil auf Menschen und das was sie tun oder sagen, anders reagieren. Megaanstrengend. Ich denke, mein Seelsorger hat recht, hoffentlich darf ich bald zu der Therapeutin nach München, um daran zu arbeiten. Hoffenltich schaffe ich das mit Vertrauen, aber das ist ein anderes Thema, darüber bald mehr.

Ich wünsche euch aufjedenfall noch einen schönen Restabend. Wenn du Lust hast, lasse gerne einen Kommentar da oder eine Frage.

Blessings