Reduzieren wir Jesus Wirken nur auf SEINE Wunder?

Hallo ihr Lieben,

ihr seht, ich überspringe auch mal einen Tag oder ziehe ein paar Tage zusammen. Liegt daran, dass ich nicht so viel zu sagen hatte oder dass ich so viele Gedanken im Kopf habe, die reifen müssen.

Die letzten beiden Tagen beschäftigt mich immer wieder die Frage, ob wir Menschen nur die Wunder Jesus sehen wollen, dass vollendete Werk. Oder ob wir uns auch darauf einlassen, den Weg mit Jesus gehen zu wollen. Ist das nicht sogar spannender und aufbauender, als das fertige Wunder. Nach dem Motto: "Nimm Dein Bett und geh"! Klar ist das eine geniale Sache, aber ich denke, in unsrer Zeit, wo so viele Menschen durch Elend und Leid gehen, oft durch andere Menschen verursacht, will Jesus, das wir ganz heilen. Mit der Geschichte, die wir haben. Wenn man Bibel TV anmacht, ERF und Megaveranstaltungen sieht: Da stehen immer Menschen auf der Bühne, die behaupten: "Alles geheilt, von heute auf Morgen! Alles NEU!"

Echt? Ist alles Neu? Wisst ihr, ich habe mich fast in diesen Strudel ziehen lassen. Menschen begannen an mir herum zu manipulieren. Ich hätte fast meinen Auftrag aus den Augen verloren, den ich wirklich habe. Das zu tun, was sogar Paulus (zwar wesentlich größer) getan hat. Nämlich den Menschen da abzuholen, wo er steht. Nicht die Keule zu schwingen, (was ich niemanden unterrstelle, der da draußen ist und über seine Heilung redet) und die leidenten Menschen unter Druck zu setzen, von wegen: keine Glaube, will Jesus auch bei Dir tun, wenn du nur glaubst etc.

Ja Jesus will JEDEN heilen, mich und Dich. Aber wie Seine Heilung ausschaut, müssen wir ihm überlassen. Bei mir schaut es so aus, dass ich sehr viel Heilung erfahren habe, wie ich in meinem ersten Buch schreibe. Ich würde heute hier nicht sitzen, wenn Jesus vieles nicht geheilt hätte. Ich würde noch immer keine Berührungen ertragen. Doch, heute liebe ich es in den Arm genommen zu werden. Eins der Heilungen

Doch meine Seele hat noch viel mehr Narben als meine Arme. Und da will Jesus rein und es mit SEINER Liebe zu decken. Und mir Zeit lassen, mit zu kommen. Vorallem dient es dazu, dass ich weiß, wie es jedem Einzelnen geht, der Traumata erlebt hat. Der mit Borderline und Depressionen kämpft. Weiß wie es ist, wenn Egostates im Inneren mit dir streiten, über Fragen, über welche Menschen ohne schlechte Erfahrungen lachen.

Ich finde es traurig, dass die Medien, auch die christlichen so geil auf "Wunderheilungen" sind und vergessen, dass es auch um Nichtchristen geht, die Jesus nicht kennen, die noch keine Erfahrungen mit Gebet etc. haben. Die aber auch ein Recht haben, geheilt zu werden. Die um ihr Leben kämpfen. Gerade diese Menschen sitzen manchmal in so Veranstaltungen, wenn jemand erzählt wie gut Jesus zu ihm ist. Diese Menschen beginnen sich noch mehr abzuwerten, weil sie Jesus das anscheinend nicht wert sind. Vielleicht auch, wenn sie auch schon Christ sind und die Heilung seit Jahren ausbleibt.

Jesus und ich setzen genau da an. Jesus als der, der mich senden wird und ich die SEIN Werkzeug sein darf. Wir erzählen den Menschen hautnah, wie es ist, wenn man um sein Leben kämpft. Wie es ist wenn Jesus die Wegstrecke, die nicht nur Wüste, sondern Hölle bedeuten kann, mit uns geht.

Das schweißt uns sogar noch mehr mit Jesus zusammen, als wenn ER mit dem Finger schnippt und von jetzt auf nachher alles weg ist. Mit ALLES weg nehmen, ist alles weg. Die Gefühle und alles.

Ich habe es erlebt, JESUS hat mir die Panikattacken genommen und mir gezeigt, wie ich damit umgehen muss, wenn ich Panik nach einem Alptraum habe. Ich kenne die Gefühle noch, wie es ist. Aber ich bin nicht mehr involviert, daher kann ich auch nicht mehr so gut nachvollziehen wie es ist ständig Panik zu haben. So wars bei mir früher und es war Hölle. Doch ER hat es geheilt und damit sind die Empfindungen weg. Weiß nicht ob es verständlich erklärt ist. Aber fragt ruhig nach.

Wovor ich warnen will. Meine Re-traumatisierung begann genau mit dem "Gehen" nach außen. Jedem wollte ich erzählen, wie ich geheilt wurde und dass ich in ALLEM geheilt bin. So wurde es mir auch von Menschen eingeredet, die mich "vermarkten" wollten. Glaubt nur nicht, dass es auf dem christlichen Markt keine schwarzen Schafe gibt, die ihren Auftrag wegen den Dollars oder der Anerkennung tun. Doch, weil wir Menschen so sind. Ich bin Gott so dankbar, dass ER mich zurück gepfiffen hat. Und jetzt sage ich was, was für Menschen die Gott noch nicht kennen, komisch klingen wird: Ich bin Dankbar für den Schmerz den ich wieder habe und die Tiefe in die ER mich wieder hat tauchen lassen. Denn so bin ich vom falschen Weg zurück und kann NEU beginnen. Wie ER es will und nicht wie Menschen. Mir ist es wurscht, ob ich 100000 Bücher verkaufe oder nur eins. Es geht um die Botschaft, es geht um Heilung und unsre Rettung. Nichts aber auch gar nichts mehr werde ich tun, ohne Jesus zu fragen, ob der Weg richtig ist, den ich gehe. So deutlich wie ER geredet hat, so deutlich redet ER immer. Mein Job..Gehorsam sein und bleiben.

Ich hoffe, das die Medien verstehen werden, die Gemeinden und Menschen die andere Menschen ins Licht rufen wollen...dass es auch notwendig ist, den Menschen auch in seiner Not zu sehen, selbst wenn er  schon seinen Weg voller Hoffnung mit Jesus geht. Wo man miterleben kann, wie Jesus auch wirkt. Denn SEIN Wille geschieht und da gibt es keine Zauberformel oder "glaubst Nicht genug" einreden!!

So das waren mal so Gedanken, die mir im Moment im Kopf herum schwirren.

Neben dem ganzen beschäftigt mich, meine alljährliche Traurigkeit vor meinem Geburtstag, aber da muss ich durch und mich viel ablenken. Ich habe treue Freunde, die mich an dem Tag nicht alleine lassen. Aber meine Egostates machen echt richtig Theater. Mein armer Seelsorger, der bekommt es doppelt ab. Aber davon heute Abend oder morgen mehr.

Ich wünsche Euch einen gesegneten Tag und hey...bleibt dran und stark. Wir sind nicht alleine!! Jesus rocks!

Blessings