Entscheidungen treffen - Verantwortung übernehmen

Guten Tag ihr Lieben,

Entscheidungen treffen - Verantwortung dafür übernehmen, eins der schwierigsten Übungen für mich. Ich denke so geht es den meisten mit PTBS/Borderline/ED oder auch mit Depressionen. Ich spüre schon so lange, dass es mir mit meinem Umfeld nicht gut geht. Ich meine damit auch, meine Gemeinde. Die ich eigentlich sehr liebe und doch es nicht aushalte. Weil die Menschen dort so sind, wie sie sind. Manchmal sogar nicht gerade sehr nah an der Nächstenliebe, wie sie in der Bibel verstanden wird. Wenn ich dort bin, komme ich meist mit den Leuten klar. Aber wenn ich dann entfernt bin, nicht im Kontakt, machen sie mich echt wütend! Die meisten schauen nur nach sich, ihrer Familie und nicht, wie es den Geschwistern in der Gemeinde geht. Ich bräuchte dringend praktische Hilfe gerade, weil ich so viel nicht stemmen kann, wegen der Depression, die mich so lähmt. Ein Brief zu beantworten, ein Arzttermin machen, mein Wohnung putzen und dringend renovieren, schaffe ich NICHT! Es geht mir gerade nicht von der Hand und es macht mich fertig! Die Menschen fragen mich Sonntags wie es mir geht, eine Frau, für die ich echt da war, fragt mich wie es mir geht, um sich dann nicht mehr zu melden. Ich kann das nicht verstehen. Solche Aktionen machen mich schwach und ich will dann nur noch weg von der Gemeinde, bei der ich schon 12 Jahre treu und demütig bin. Echt demütig, denn andere sind schon weg oder haben sich innerlich verabschiedet, die mit den TATSACHEN, nicht klar kommen. Aber ich denke auch, würde ich nicht mit dem Seelsorger arbeiten, wäre ich auch längst weg. Weil es ist echt wahnsinn, das Not nicht gesehen werden will, oder vielleicht nur, bei denen es gesehen werden will. Zweierlei Maß nenne ich das immer. Wobei ich ausdrücklich sagen will, dass es meine Wahrnehmung ist. Ich bin eben wahnsinnig enttäuscht von den Geschwistern. Also bleibt mir nichts anderes, als wieder in diese künstliche Blase zu gehen, Menschen die Geld dafür bekommen. Sozial Pädagogen..die mir helfen und die nächste Zeit unter die Arme greifen werden. Nichtchristen. Irgendwas läuft echt falsch ;-( . Nun ja, heute habe ich mit dem Pastor ausgemacht, das war mein Wunsch, dass ich 4 Wochen pausieren werden, mal Abstand von der Gemeinde, um gefühlsmäßig zu überprüfen, tut es mir gut oder nicht. Nun haben wir mit der Diagnose schon Probleme mit loslassen, auch wenn es noch so eine schlimme Situtation ist. Lieber gehen wir immer wieder durch die Dornenbüsche, weil wir es gewohnt sind, dass es weh tut. Aber es ist bekannt..statt, mal den neuen Weg zu gehen und sich mal nicht an Dornen zu stechen. Ich wünschte es wäre anders. Warum es so ist, weil wir einfach Panik haben vor Verlust. Massive Verlustangst, die sogar das fest hält, was uns ständig verletzt. Fazit, ich werde das jetzt erst mal durch ziehen. Keine Gemeinde, die nächsten Wochen!

Eigentlich sollte ich in die Klinik gehen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es mich nicht noch mehr destabilisiert. Weil ich eine Anpassungsstörung habe, alles was anders läuft oder eine Veränderung, ist für mich wahnsinnig schwierig, bis kaum aushaltbar. Das heißt ich wäre wieder mindestens 4 Wochen in der Klinik, bis ich jemanden an mich ran lassen würde. Ob dann ein arbeiten möglich wäre, weiß man vorher nie. Oft war es nicht so. Ich weiß, dass ich nicht "nur" dem Seelsorger vertrauen kann, ich müsste es endlich mal riskieren, noch anderen zu vertrauen, dass nicht alles auf ihm lastet, wenn ich in eine Krise komme. Vorallem ist es auch bei uns Beiden mal schwierig. Meist, wenn ich mich von ihm nicht gesehen fühle, oder übersehen fühle. Das kommt schon vor. Sage nur Musik machen ;-) . Aber damit kann ich schon etwas umgehen. Wird immer besser.

Was ich merke, wenn ich morgens abgeholt werde, kann ich mich ganz gut aufraffen. Okay heute morgen kam ich in der Tagesstätte auch nicht so gut an, brauchte etwas um mich auf was einzulassen. Aber die Leute sind echt okay, keiner dabei, der Psychisch ganz schräg ist. Alle recht gut drauf. Viele mit körperlichen Erkrankungen, mit denen sie sich auseinander setzen. MS und Schlaganfälle. Ich Beladene, bin wieder mitten unter den Beladenen. Ich wünschte, ich könnte mal unsre Gemeindeleute da mit hin nehmen, nur paar Stunden, würde ihnen vielleicht mal die Augen öffnen.

Das Thema renovieren meiner Wohnung ist immer noch nicht abgeschlossen, auch da habe ich noch niemanden gefunden, der mir da helfen könnte. Aber vielleicht, wenn ich das betreute Einzelwohnen, was ich auch wieder mal für eine Weile angepeilt habe, angehe...vielleicht wissen die eine Lösung.

Dann habe ich seit kurzer Zeit eine Privatinsolvenz am Laufen. Alles durch, aber das Ruhe ist, ne..immer wieder kommen Briefe rein, wo genervt wird. Obwohl alles schon vom Anwalt geregelt ist. Ich lebe von 250 Euro im Monat, auch das macht mich echt Irre. Ich habe jetzt eine Rückzahlung der Nebenkosten bekommen, 300 Euro. Die muss ich bis zum letzten Cent dem Sozialamt geben. Statt, dass es belohnt wird, dass man das ganze Jahr Heizung etc. spart..nein, sofort alles abgezogen, so dass sie mir nächsten Monat 34,- Euro noch überweisen.

Wäre ein schönes Geld gewesen zu meinem 50.ten Geburtstag am Montag.

Früher gab es Kleidergeld, gibt es heute auch nicht mehr. Der Staat ist auch so ein Thema, in dem Bereich kotzt er mich schon auch etwas an.

Ihr seht, heute ist wieder ein Jammertag und ich bin sehr unzufrieden, aber ich bin sicher, einige von Euch können auch die Dinge etwas nachvollziehen.

Wäre Jesus nicht, der mich hält...ich würde echt mich von dieser blöden Welt verabschieden.

Manchmal denke ich...Tür zu, von außen und los laufen..einfach weg....

Doch ich denke Jesus will das nicht, ER will das ich den Weg gehe, den ER für mich hat und da drauf bleibe. Trotz Dunkelheit im Moment, aber wer weiß..vielleicht ist es irgendwann ein Vom Dunkel ins Licht, für immer?

Blessings