nervige Egostates und Jesus mittendrin

Ja er hat mit uns Allen noch was vor. Lassen wir uns überraschen!

Hi ihr Lieben,

gestern habe ich es nicht mehr geschafft mich zu melden. War irgendwie platt und leer im Kopf.

Heute morgen fiel mir das Aufstehen auch gar nicht so leicht, doch ich wurde um 9.15 abgeholt, um in die Caritas-Tagesstätte gefahren zu werden. Das dient mir im Moment zur Stabilisierung und nicht noch mehr abzustürzen.

Dort koche ich mit einer Sozialpädagogin zusammen und jeder der Besucher dort, der Lust hat kann mithelfen wie er möchte. Ansonsten werden dort Programm angeboten, wie Nordic-Walking oder Ausflüge. Ebenfalls kann man tun, was man möchte. Einfach sein, einfach da sein. Ohne Ansprüche oder Erwartungen. Heute habe ich dann auch mal ein bisschen gemalt um etwas runter zu fahren. Gekocht haben wir Spagetti mit Pesto und dazu einen großen Salatteller für jeden. Ich habe schon einen Vitaminschock Wild. Dreimal die Woche gehe ich da hin und ich habe das Gefühl, es tut mir gut. Alleine schon, dass ich dann morgens aufstehen muss und in die Gänge kommen.

Mittags wurde ich wieder heim gefahren, da ging ich erst mal eine große Runde mit Spike und danach war ich fertig, Todmüde. Mich strengt es schon an, den Tagesrythmus zu gestalten.

Am Nachmittag hatte ich Seelsorge, die ist gestern ausgefallen.

Da ich dieses Egostate-Desorder gerade im Vordergrund habe, ist es gar nicht so leicht. Ich wünschte diese Geister hätte man nicht neu geweckt. Aber ich denke Jesus möchte, dass ich genau an diese Sache gehe. Aber es ist schon ganz schön anstrengend. Denn mir wird immer mehr bewusst und auch die Anteile, die íhre Daseinsberechtigung haben wollen. Nur ich vertraue niemanden so richtig, dass sie damit gut umgehen können. Das trifft dann leider auch meinen Seelsorger, dem dann das ganze Chaos entgegegen springt. Das ganze Chaos was in mir ist. Der eine Anteil, der mir klar machen will..."lass uns jetzt sofort wieder gehen", der andere "Ich sag nix mehr, der rafft es eh nicht", der andere "ich muss das alles verstehen" . Ein totales durcheinander im Kopf und den Gefühlen. Und man versteht nicht, was da los ist. Für das Gegenüber sicher auch konfusing.

Bei Multiplen Menschen ist es ja so, dass sie echte Stimmen hören von ihren "Anteilen" oder "Personen". Beim Egostate-Desorder ist es ja ein bisschen anders. Da sind es Gedanken und Gefühle, die das Chaos in dir machen. Aber ob es viel besser ist, ich weiß nicht. Da ich ganz neu in dem Bereich bin, zwar anscheinend schon Jahre damit lebe, kann ich nur meine Gefühle erklären oder das, was es mit mir macht. Ich finde das richtig ätzend und man hat das Gefühl, wenn man sich selbst nicht versteht, wie kann man dies dem anderen zumuten.

Sicher werde ich darauf noch oft eingehen und davon erzählen. Denn ich denke, es ist ganz wichtig, es auch von jemanden Betroffenen zu lesen, als immer diesen theoretischen Kram, wo irgendwelche Profis zu wissen scheinen, was wir durchmachen.

Ich habe so das Gefühl, dass man gerade nicht mehr zu mir wirklich durchdringt. Menschen, denen ich vertraue scheinen mir fremd. Ich bin auch so müde gerade, immer zu reden. Ich habe solchen tiefen Schmerz in mir und eine unbekannte Traurigkeit. So tief ich sie noch nie hatte in meinem Leben. Ich denke das ist der kleine Anteil in mir, dem alles zu viel wird/ist. Ich kann diesem Anteil noch nicht so die Liebe geben oder trösten, wie es gebraucht würde. Von Außen bekommt es das nicht. Zumindest ab und zu, aber dann ist es wieder weg. Doch was ich und alle Anteile im Herzen haben, ist Jesus. Wobei der rebellische Egostate nicht so viel mit Jesus zu tun haben will. Weil er Angst hat, auch von ihm enttäuscht zu werden. Da geht es mir, wie allen Skeptikern, die mir manchmal sagen wollen: "Du und Dein Jesus" oder "wo war ER" und und und. Doch Jesus ist so tief in mir verwurzelt und meine Liebe zu ihm so groß, dass ich mit ihm weiter diesen schweren Weg gehen werde und Euch mit nehmen, euch die Betroffene sind, Seelsorger und Angehörige. Wenn ich wenigstens dafür im Moment zu gebrauchen bin. In der Not noch ein Licht zu sein. Aber ich weiß auch, dass ich das alles überwinden werde. Diese Zusage habe ich. Es geht da gar nicht um Heilung und durch die Welt tingeln und über das Wunder der Heilung zu reden. Ich rede auch über das Wunder - des Weges in der Not mit Jesus - dem Wunder, dass ER überall mit drin ist. Und da er in mir ist, weint ER wie ich. Hat den Schmerz wie ich. Fühlt sich vielleicht auch verloren wie ich. Warum, weil ER es kennt, Jesus war Mensch. ER kennt jedes Gefühl in mir. Und anders als Menschen, ER ist jede Sekunde da. Und das ist das Wunder, von dem ich erzählen kann. Und wer weiß, was noch kommt. Daher finde ich es auch so spannend, dass ich in diesem Elend, in dem ich mich befinde. Es hakt an allen Ecken und Enden, wie man so schön sagt. Nichts läuft rund..echt gar nix, aber es läuft nicht alleine nicht rund! ER IST DA

Okay ihr Lieben damit höre ich jetzt auch auf. Werde noch ein bisschen skillen und versuchen die Traurigkeit bisschen runter zu fahren.

Seid fest gesegnet und Leute, es geht weiter. Wenn ihr Jesus noch nicht kennt, versucht es einfach mal mit ihm, redet mal mit ihm wie mit einem Freund. Und kotzt ihm auch ruhig mal alles vor die Füße. Das hält ER aus und wir werden freier und wenn erst für den Augenblick. Aber es wird immer mehr....SEIN FRIEDEN.