Egostate-Disorder Erklärung

 

Die Ego-State-Disorder wird in Deutschland stark diskutiert, denn bisher handelt es sich um keine anerkannte Erkrankung. Dennoch leiden Betroffene sehr unter den Symptomen. Die Erkrankung wird als eine Identitätsstörung beschrieben. Betroffene mit der Ego-State-Disorder leiden unter einer Störung der inneren Rolle. Dadurch wird der Alltag drastisch eingeschränkt und auch das Selbstgefühl tritt verändert auf. Die States umschreiben verschiedene Persönlichkeitsanteile eines Menschen, die auf unnatürliche Art und Weise losgelöst sind. Sowohl als Betroffener als auch Angehöriger kann man diese Zustände leicht erkennen. Sekündlich kann ein Betroffener zwischen den verschiedenen Anteilen switchen. Die Wechsel können aus verschiedenen Gründen stattfinden, sind jedoch für Außenstehende sehr undurchsichtig. Die Erkrankung ähnelt in ihrer Grundform sehr stark der DIS. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Betroffene immer weiß, welcher State er aktuell ist. Es finden keinerlei Amnesien statt. Die normalen Rollen eines Menschen werden während einer traumatischen Situation abgespalten oder vertieft. So wurde das Überleben in traumatischen Momenten garantiert. Die einzelnen States oder aber Ich-Zustände sind immer miteinander verknüpft, agieren jedoch auf individuelle Art und Weise. Durch die Verknüpfung sind alle Anteile immer aktiv betroffen, denn man weiß immer, was gerade vor sich geht. Es gibt keine Erinnerungslücken oder ganze Amnesien, es besteht jederzeit ein Bewusstsein. 


hier gibt es auch sehr gute Erklärungen: https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/93/56

Wieviele Ego-States haben wir?
•Die durchschnittliche Person hat ca. 5-15
Ego-States
•Sie sind nahe an der Oberfläche der
Persönlichkeit und kommunizieren gut
miteinander
•Wenn wir switchen, wissen wir, was wir
vorher getan haben
•Wir haben noch viele mehr, nutzen sie wenig
 
Wie entstehen die Ego-States?
•Die meisten bilden sich in der Kindheit,
später kommen immer weniger hinzu
•Im Zuge normaler Differenzierung
•Ein neues Ego-State entsteht, wenn wir mit
einer Frustration oder Trauma konfrontiert
sind und kein Ego-State haben, das antwortet
•Ego-States sind Abwehr – und Anpassungs-
strategien
 
Wie lange bestehen Ego-States?
Sie bleiben das ganz Leben bestehen, haben Angst
der Therapeut möchte sie loswerden
•Sie halten ihre Existenz für hilfreich und
überlebenswichtig
•Nicht loswerden , sondern verändern, mit anderen
verschmelzen
•Ein Ego-State ist ein neurogener Pfad, der durch
intensiven Gebrauch gebildet wurde, eine Art
neuronales Netzwerk, ein „state of mind“
 
Oberfläche und Untergrund
•Man unterscheidet Oberflächen- und Untergrund-
States
Oberfläche:
meist exekutiv, gute Kommunikation,
keine Amnesie zwischen diesen States
Untergrund:
selten exekutiv, kaum Kommunikation
mit Oberfläche, meist nur mit Hypnose zum Vor-
schein zu bringen